• Migräne und Kopfschmerzen

    Agosti R., Diener H.C., Limmroth V.,
    Karger 2015, 416 S., € 69,95.-

    Dieses Werk setzt es sich zum Ziel, die häufigsten Kopfschmerzarten hinsichtlich Ursachen, klinischer Symptomatik und Therapie verständlich darzustellen. Es richtet sich an Fachärzte, Hausärzte, Therapeuten und Betroffene. Die Texte sind gut verständlich. Hervorzuheben ist die detaillierte und gut beschriftete Illustration. Schwerpunkt des Werkes ist die Migräne, die am ausführlichsten hinsichtlich Pathophysiologie, Symptomatik und Therapie beschrieben wird. Auch die weiteren, häufigsten Kopfschmerzarten wie der Spannungskopfschmerz oder die trigeminoautonomen Kopfschmerzen finden Eingang. Wichtige Differentialdiagnosen wie z.B. die Arteriitis temporalis oder die intrakranielle Hypertension hingegen werden zu knapp oder nur stichwortartig erläutert. Dafür sind wissenschaftlich nicht fundierte komplementäre Therapien wie die craniosacrale Therapie oder die Osteopathie sehr ausführlich behandelt. Lesenswert ist das letzte Kapitel, das einen schönen Einblick in die Geschichte der Kopfschmerzen über die Jahrhunderte hinweg gibt.
    Inhaltlich ist das Werk für Neurologen zu knapp gehalten, da für den Facharzt wichtige Aspekte fehlen; für Hausärzte, Therapeuten und Betroffene dürfte es jedoch gut lesbar und inhaltlich weitgehend ausreichend sein.  
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  • Kopfschmerzen

    Gaul C., Diener H.-C.
    Thieme Verlag 2016, 348S., 70 Abb., € 89,90.-

    Das Werk Kopfschmerzen bietet eine umfassende Darstellung der häufigsten Kopfschmerzarten. Die Ausführungen hierzu dürften für die meisten allgemein tätigen Neurologen ausreichen, zumal auch relativ seltene Kopfschmerzarzten abgehandelt sind. Für Spezialisten empfehlen sich hingegen zusätzlich Werke, die auch intensivere und detailliertere Ausführungen zu Migräne, Arteriitiden und den verschiedenen Neuralgien beinhalten. Hervorzuheben sind die Abschnitte dieses Buches zu nichtmedikamentösen Behandlungsansätzen wie Physiotherapie, Entspannungsverfahren, Biofeedback, Psychotherapie, alternativmedizinischer Therapieverfahren sowie zu neueren Verfahren wie der transkutanen elektrischen Nervenstimulation und der transkraniellen Magnetstimulation, denen jeweils ein einzelnes Kapitel gewidmet ist. Erfreulicherweise ist außerdem der medikamentösen Therapie von Kopfschmerzen ein eigener Abschnitt gewidmet, der allerdings lediglich Empfehlungen zur Migräne, dem Spannungskopfschmerz und dem Clusterkopfschmerz beinhaltet. Kapitel zur Begutachtung von Kopfschmerzen sowie zum Sozialrecht, zur Rente und zur Rehabilitation runden dieses insgesamt sehr lesenswerte Buch ab.

     

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  • Memorix Neurologie

    Peter Berlit
    Thieme Verlag 2016, 6. Auflage, 526 Seiten, € 49,99.-

    Das erstmals 1990 erschienene Memorix Neurologie ist der „Oldie“ unter den Kitteltaschenbüchern und sicher allen erfahrenen Neurologen bekannt. Der namhafte Autor Peter Berlit beweist mit der Neuauflage dieses Büchleins, daß das Konzept eines Buchs für die Kitteltasche mit komprimiertem tabellarisch und stichwortartigem Inhalt nicht an Aktualität verloren hat. Die Stärke dieses Buches liegt in der knappen übersichtlichen Darstellung der Kranheitsbilder, die vor allem bei differentialdiagnostischen Überlegungen äußerst hilfreich ist. Zwar finden sich bei zahlreichen Erkrankungen auch therapeutische Angaben mit Dosierungen, dennoch liegt der Schwerpunkt auf der Diagnostik. Das zeigt sich u.a. darin, daß den ersten beiden Kapiteln „Neurologische Symptome und Syndrome“ und „Apparative Diagnostik und Labordiagnostik in der Neurologie“ knapp 180 Seiten gewidmet sind. Dank der übersichtlichen Präsentation gelingt es dem Leser, rasch die gewünschten Informationen aufzuspüren und die erhobenen klinischen Befunde differentialdiagnostisch einzuordnen. Daher eignet sich das Buch insbesondere für die Arbeit in der Notaufnahme, auch wenn es hinsichtlich der therapeutischen Angaben nicht an andere Kitteltaschenbücher heranreicht.
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  • Das EMG-Buch

    Bischoff, Ch., Schulte-Mattler W. J
    Thieme Verlag 2016, 4., überarbeitete Auflage, 339 S., € 99,99.-

    Auch die neueste Ausgabe dieses Standardwerks überzeugt durch sein Konzept und die Inhalte. Anhand von 95 Fällen werden die häufigsten peripheren Nervenläsionen, aber auch systemische Nerven- und Muskelerkrankungen dargestellt und die diagnostische Herangehensweise mittels Elektroneurograpgie und Elektromyographie erläutert. Dies hilft dem Leser einerseits, sich das differentialdiagnostische Vorgehen dieser elektrophysiologischen Verfahren anzueignen, macht ihn andererseits aber auch mit den typischen Befunden bei diesen Erkrankungen vertraut. Die einleitenden Kapitel zur EMG-Untersuchung, zur Neurographie sowie zu Vorgehensweise und Befundinterpretation bei verschiedenen neuromuskulären Erkrankungen veranschaulichen dem Leser die Grundlagen dieser Untersuchungstechniken. Sehr schön ergänzt werden die Befunde durch zahlreiche Videos, die online mittels eines im Buch enthaltenen Codes zugänglich sind.  Im Anhang finden sich Normwerte sowie ein Glossar häufiger Begriffe der elektrophysiologischen Diagnostik.
    Das Buch ist nicht nur jedem Anfänger der elektrophysiologischen Diagnostik uneingeschränkt zu empfehlen, sondern dient auch erfahrenen Untersuchern als umfassendes Nachschlagwerk.
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  • Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter

    Zettl U.K., Köhler, W., Buchmann J.
    Thieme Verlag 2007, 112 S., 15 Abb., 39 Tab., € 29,95.-

    Die Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter stellt eine große Herausforderung an den behandelnden Arzt. Schwierigkeiten kann es bereits bei der Diagnosestellung geben. Nach neuesten Erkenntnissen ist die Erkrankung jedoch häufiger als vermutet. Die Autoren beschränken sich in ihrer Darstellung nicht auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der MS im Erwachsenenalter, sondern geben einen umfassenden Überblick über diese Erkrankung. Die Ätiologie, pathophysiologische Vorgänge, die typische Klinik werden ebenso detailliert erläutert wie Diagnostik, die diffizile Therapie und die Rehabilitation. Studienergebnisse, insbesondere zur Therapie mit Immunmodulatoren werden ausführlich erläutert. Ein separates Kapitel befasst sich mit Leistungspflichten der Krankenkasse sowie die Problematik der Aufklärung und Einwilligungsfähigkeit. “Erwachsenen”-Neurologen kann dieses Werk bei den spezifischen Fragen der kindlichen MS gute Dienste leisten.

    @ P. Thilmann 

     

     

     

  • Fehlbildungen und frühkindliche Schädigungen des ZNS

    Jansen O., Stephani U.
    Thieme Verlag 2007, 264 S., 160 Abb., € 89.95-

    In diesem Buch werden die Fehlbildungen des Zentralnervensystems und frühkindlich erworbene Störungen mit besonderer Berücksichtigung der Neuroradiologie detailliert dargestellt. Die reichhaltige Bebilderung sowie die exakte Erläuterung der klinischen Befunde erleichtern das Verständnis. Zudem finden sich Ausführungen zur Pathophysiologie und ursächlichen Gendefekten. Schwerpunkt dieses Werks liegt auf der diagnostischen Einordnung und richtet sich hierbei nicht nur an Neuropädiater, sondern eben auch an Neurologen und Neuroradiologen. Da das Thema dieses Buchs in den meisten Standard Neurologiebüchern stiefmütterlich behandelt wird, sei Interessierten, die sich eingehender mit diesen seltenen Krankheitsbildern beschäftigen wollen, dieses Werk empfohlen.

     

     

     

  • Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen

    Buchner, H.
    Thieme Verlag, 2007, 201 S., 15 Abb., 44 Tab. € 29,95.-

    Das Taschenbuch zur neurologischen Differentialdiagnostik ist gedacht als schnelles, orientierendes Nachschlagewerk bei diagnostischen Überlegungen. Es ist in Oberkapitel gegliedert (Schmerz, Gangstörung, Querschnittssyndrome...), die nach Symptomen noch einmal unterteilt werden. Hierdurch gelingt ein schneller Zugriff auf die gesuchte Information. Der Inhalt kann dem Umfang des Buches entsprechend sich nur auf das Wesentliche beschränken. Somit finden sich auch nur häufige Differentialdiagnosen, so dass das Buch vorwiegend Berufsanfängern dienlich sein wird. Diesen werden auch die Hinweise bezüglich einer Dringlichkeit einer Diagnostik und erforderlichen Therapie hilfreich sein. Erfahrene Neurologen werden hingegen auf umfangreichere Werke zurückgreifen.

    @ P.Thilmann

     

     

     

  • Neurologische und neuropsychiatrische Aspekte der HIV-Infektion

    Arendt Gabriele, Reihe Klinische Neurologie
    Kohlhammer Verlag 2007, 230 S., € 57.-

    Retroviren wie das HI-Virus haben als neurotrope Viren eine besondere Affektion zum zentralen und peripheren Nervensystem. Die Möglichkeit einer antiretroviralen Therapie hat die HIV-Infektion inzwischen zu einer chronischen Erkrankung gemacht. Aufgrund dessen ist die Kenntnis der neurologischen Folgeerkrankungen inzwischen von zunehmender Wichtigkeit. Das vorliegende Werk trägt dieser Bedeutung Rechnung. Es wird der aktuelle Wissenstand zu Genetik und Epidemiologie, Neuropathogenese sowie zur Zusatzdiagnostik dargestellt. Die Aufarbeitung der neurologisch asoziierten Erkrankungen, der opportunistischen Infektionen und psychiatrischen Komorbiditäten sind inhaltlich hervorragend, verständlich geschrieben und durch übersichtliche Tabellen und radiologische Bilder ergänzt. Abschließend finden sich Kapitel zu derzeitig verfügbaren Therapien und ein Kapitel mit patientenrelevanten Informationen, insbesondere zu Beruf und Rehabilitation. Das Buch ist uneingeschränkt sich mit HIV-Infektion befassenden Internisten, als auch Neurologen in Klinik und Praxis besonders zu empfehlen, da es inhaltlich deutlich über das in Standardwerken aufgeführte Fachwissen hinausgeht.

    @ P.Thilmann

     

     

  • Taschenbuch der Schmerztherapie

    Zenz, Strumpf, Willweber-Strumpf,
    WVG 3. Auflage 2007, 285 S.31. Tab., 31 Abb., € 18.-

    Schmerzen gehören zu den häufigsten und auch häufig schwierig zu behandelnden Symptomen in der Neurologie. Das Taschenbuch führt leitlinienorientiert die wichtigsten schmerzassoziierten Krankheitsbilder auf. Hier wird auch auf Diagnostik und - besonders wichtig - auf nicht-medikamentöse Behandlungsverfahren eingegangen. Das neurologische Fachgebiet wird in diesem Werk ausführlich berücksichtigt. So finden sich Kapitel zu Rückenschmerzen, Schulter-Arm-Schmerz, zentralem Schmerz, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Zosterneuralgie, myofaszialem Schmerz aber auch der diabetischen Polyneuropathie. Die Darstellung zu Medikation und Vorgehen ist sehr übersichtlich und dem Umfang des Werks entsprechend inhaltlich umfassend. Von besonderem Interesse ist das Kapitel zur Pharmakologie, in dem die verschiedensten Medikamente ausführlich zu Dosierung, Wirkung und Wechselwirkung dargestellt werden.
    Ein Taschenbuch, das nicht nur Schmerztherapeuten, sondern auch klinisch tätigen Ärzten aller Fachgebieten zum schnellen Nachschlagen für die tägliche Arbeit sehr dienlich sein wird.

    @ P. Thilmann

     

     

     

  • Polyneuropathien

    Neundörfer, B.; Heuss, D.
    Thieme Verlag 2007, 129 S., 62 Abb., 65 Tab., € 69,95.-

    Polyneuropathien sind in Klinik und Praxis häufige neurologische Erkrankungen, die den Untersuchenden nach Ausschluß der gängigen Ursachen vor größere differentialdiagnostische Schwierigkeiten stellen können. Hierauf wird von den Autoren auch der Schwerpunkt gelegt. Ergänzend erläutert werden diagnostische Methoden und deren Indikation, die ausführliche Darstellung der verschiedenen Neuropathien sowie entsprechend den insgesamt beschränkten Möglichkeiten die meist symptomatischen Therapien.
    Für den niedergelassenen Neurologen, der praktisch täglich mit diesen Erkrankungsbildern konfrontiert wird, erleichtert das Buch eine differenzierte Diagnostik und sofern möglich eine entsprechende Therapie.

    @ P.Thilmann

     

     

  • Spezielle zerebrovaskuläre Krankheiten - Reihe Klinische Neurologie

    Ringelstein E.B., Nabavi, D. G.
    Kohlhammer Verlag 2007, 228 S., 25 Abb., 45 Tab, € 42.-

    Das Buch stellt die passende Ergänzung zum Werk “Der ischämische Schlaganfall” vom selben Autorenteam dar, da in diesem Buch die Differentialdiagnosen bzw. mögliche Ursachen des ischämischen Schlaganfalls eingehend erläutert werden. Außer den klassischen Diagnosen Hirnblutung und SAB werden auch Sinusvenenthrombose, Vaskulitidendas Moy-Moya Syndrom, seltene zerebrale Mikorangiopathien, die vaskuläre Demenz aber auch der juvenile Schlaganfall und die paradoxe Hirnembolie aufgeführt. Schwerpunkt liegt auch hier auf der typischen Klinik, der jeweiligen Diagnostik und der entsprechenden Therapie. Zahlreiche Tabellen und Abbildungen machen die Ausführungen übersichtlich und anschaulich. Wenig sinnvoll erscheint mir auch hier der abschließend aufgeführte Patientenratgeber, der lediglich den Arzt auf etwaige Fragen von Patienten und Angehörigen vorbereiten kann.

    @ P.Thilmann

     

     

     

  • Parkinson Syndrome - Reihe Klinische Neurologie

    Schwarz J., Storch A.
    Kohlhammer Verlag, 1. Auflage 2007, 424 S.,€ 69.-

    Das Werk bietet eine umfassende und detaillierte Darstellung des Morbus Parkinson sowie von Parkinson-Syndromen. Dies beinhaltet auch Differentialdiagnosen wie den Morbus Wilson, die Chorea Huntington, spinozerebelläre Ataxien und andere. Die Autoren führen neben aktueller medikamentöser und nichtmedikamentöser Therapien auch Spezifisches wie z.B. die problematische Therapie autonomer und psychiatrischer Symptome auf. Auch juristische Aspekte werden in einem separaten Kapitel erörtert. Ausblicke auf zukünftige Behandlungsmöglichkeiten finden ebenso Eingang wie Skalen und Scores im Anhang des Buches.
    Ein aufgrund der Aktualität und des Umfangs der Inhalte sowie der guten Gliederung sehr empfehlenswertes Buch zum Thema Parkinson.

    @ P. Thilmann

     

     

     

  • Neurologie ”to go”

    Andreas Bitsch
    WVG Stuttgart 2007, 480 S., 38 Abb., 227 Tab., € 38.-

    Neurologie “to go” ist ein für den Praxisalltag konzipiertes Werk, das einen raschen Zugriff und eine durch die zahlreichen Tabellen exzellente Übersicht der gesuchten Informationen liefert. Dem Autor gelingt eine knappe und dennoch fundierte Darstellung der neurologischen und paraklinischen Diagnostik, der neurologischen Krankheitsbilder, der Pharmakologie und klinischer Skalen. Zudem finden sich wichtige Kapitel zur Differential- und Hirntoddiagnostik. So ist es durch die hohe Praxisrelevanz gelungen, ein Kitteltaschenbuch zu schaffen, das den Ansprüchen von Berufsanfängern ebenso genügt wie den Interessen von erfahrenen Kollegen. Inhalte wie z.B. die Tabellen zur Neurogenetik hingegen sind meines Ermessens Spezialwissen, das nicht Inhalt eines Buchs für die Kitteltasche sein müsste. Dennoch ist das Konzept des Herausgebers aufgegangen. Man kann hoffen, dass das Werk die entsprechende Resonanz unter Neurologen findet.

    @ P.Thilmann

     

     

     

  • Kompendium der neurologischen Pharmakotherapie

    Block F.
    Springer Verlag 2008, 540 S. 38 Tab., € 29,85.-

    Der Autor nimmt sich in diesem Werk dem komplexen Thema der neurologischen Pharmakotherapie an. Praxisorientiert gliedert sich der Aufbau nach Krankheitsbildern, die sehr kurz umrissen dargestellt werden. Die Auflistung beschränkt sich aufgrund des Umfangs des Buches auf die häufigsten Erkrankungen. Positiv erwähnt werden muss das Kapitel zur Pharmakotherapie bei Schwangeren, das behandelnde Ärzte immer wieder vor Schwierigkeiten stellen kann. Die Empfehlung zur Pharmakotherapie umfasst die wichtigsten Medikamente, die übersichtlich und hinsichtlich der klinischen Relevanz dargestellt werden. Wichtig sind hier insbesondere die Angaben zu Medikamenteninteraktionen, die bei den Antiepileptika u.a. übersichtlich in Tabellen aufgeführt werden. Gelegentlich scheint die Wahl der Medikation z.B. von Antidepressiva etwas wahllos herausgegriffen zu sein. Überflüssig ist die teilweise bis fast zu einer Seite füllende Angabe der verschiedenen Hersteller und verfügbarer Dosen eines Wirkstoffes.
    Insgesamt ein Werk, das insbesondere zu Fragen zu Dosierung und Interaktionen im klinischen Alltag dienlich sein kann. Für vertiefende Informationen muss der Leser jedoch auf andere Werke zurückgreifen.

     

     

     

     

  • Nervenkompressionssyndrome

    Assmus H., Antoniadis G.,
    Steinkopff Verlag 2008, 180 S. 200 Abb., € 79,95.-

    Die Autoren nehmen sich in diesem Werk der besonders in der niedergelassenen Praxis häufig vorkommenden Nervenkompressionssyndromen an. Neben der detaillierten Darstellung der operativen Verfahren werden hier auch ausführlich Anatomie, Klinik, Diagnostik und nicht-chirurgische Therapieverfahren beschrieben. Zudem ist auch für die diagnostische Tätigkeit das Wissen über die Möglichkeiten und die Verfahren chirurgischer Therapien zur Aufklärung des Patienten wichtig. Somit habe ich gerade deswegen auch als Neurologe das Werk mit besonderem Interesse gelesen. Inhaltlich werden alle wichtigen Nervenkompressionssyndrome der oberen und unteren Extremität umfassend dargestellt.
    Insgesamt kann das Werk neben der Zielgruppe der Neurochirurgen, spezialisierten Chirurgen und Orthopäden auch Neurologen, uneingeschränkt empfohlen werden.

     

     

     

     

  • Kopfschmerzen / mit CD-ROM Reihe Klinische Neurologie

    Förderreuther, S.; Straube, A.
    Kohlhammer,W. Verlag GmbH, 2009, 262 S., 30 Abb., 151 Tab., € 49,90.-

    Die exakte Differentialdiagnostik von Kopfschmerzen setzt ein breites Basiswissen voraus. Dieses Buch handelt nicht nur die häufigsten „klassischen" Kopfschmerztypen ab, sondern führt auch ausführlich symptomatische Kopfschmerzen als Folge verschiedenster Erkrankungen auf. Hierbei wird besonderer Wert auf die klinische Symptomatik gelegt, die detailliert aufgeführt ist. Hervorgehoben sind bei allen Erkrankungen die IHS-Kriterien, die eine präzise Diagnosestellung erleichtern sollen. Des Weiteren finden sich umfangreiches Bildmaterial sowie - zusätzlich auf CD-ROM - Informationen zu den bei Kopfschmerzen einsetzbaren Medikamenten und sehr hilfreiche Informationen für Patienten. Insgesamt handelt es sich - insbesondere aufgrund der guten Darstellung der symptomatischen Kopfschmerzen und der zusätzlichen Informationen auf CD-ROM - um ein informatives Fachbuch, das sowohl Neurologen als auch interessierten Hausärzten zur Lektüre zu empfehlen ist.

     

     

     

  • Traumatische Schädigungen des Nervensystems - Reihe Klinische Neurologie

    Firsching R., Ferbert A.,
    Kohlhamme 216, 56 Abb., 15 Tab. 2008, € 59,90.-

    Die Autoren nehmen sich in dem Kompendium dem Thema „Schädigungen des Nervensystems durch Traumen" an. So werden Verletzungen des Kopfes, der Halswirbelsäule und peripherer Nerven abgehandelt. Aufgrund des geringen Seitenumfangs beschränkt sich die Darstellung auf die Grundlagen. So fällt thematisch auf, dass Verletzungen des Mylons im Bereich der BWS oder lumbosakrale Affektionen keinen Eingang in das Werk gefunden haben. Auch die Darstellung der Verletzungen peripherer Nerven ist kurz gefasst und nicht komplett. Das Hauptaugenmerk des Werks liegt offensichtlich auf den Schädelhirntraumen, deren Klassifikationen, Pathophysiologie, Bildgebung, weitere Diagnostik, Therapie und Prognose behandelt wird. Hervorzuheben ist das ausführliche Bildmaterial in diesen Kapiteln. Die Ausführungen zum Thema „Begutachtung" sind hingegen wiederum knapp, und das Kapitel für Angehörige ist in einem Fachbuch für Ärzte wohl eher überflüssig.
    Insgesamt handelt es sich um ein Kompendium, das zwar einen guten Überblick zum Thema gibt, jedoch inhaltlich unvollständig ist und daher nur als Einstiegslektüre empfohlen werden kann.

     

     

     

  • Neuromuskuläre Erkrankungen, Reihe Klinische Neurologie

    Sieb J., Schrank B.
    Kohlhammer Verlag 2009, 332 S., 75 Abb., 60 Tab., € 59,90.-

    „Neuromuskuläre Erkrankungen" ergänzt die Reihe „Klinische Neurologie" als weiteres hervorragendes Fachbuch. Die Autoren setzen den Fokus auf die klinischen Aspekte der Krankheiten, ohne auf Detailinformationen zu verzichten. Einleitend finden sich Kapitel zu Symptomen, diagnostischen Verfahren und praktischen Hinweisen zum ärztlichen Vorgehen bei Verdacht auf eine muskuläre Erkrankung.Trotz der inzwischen großen Anzahl bekannter Muskelerkrankungen werden diese sehr übersichtlich dargestellt und die Unterschiede der verschiedenen Typen herausgearbeitet. Dem Leser werden einerseits charakteristische Klinik und Befunde einprägsam dargestellt, er kann sich aber andererseits bei näherem Interesse beispielsweise auch genetisches Detailwissen aneignen. Sinnvoll ergänzt werden die Ausführungen durch zahlreiche Tabellen und Abbildungen. Wünschenswert wäre ein separates Kapitel zur spezifischen körperlichen Untersuchung. Da die Differentialdiagnostik dieser Erkrankungen klinisch tätige und niedergelassenen Neurologen immer wieder vor Probleme stelle, sei dieses Buch zur Vertiefung des Fachwissens jedem interessierten Kollegen empfohlen. 

     

     

     

     

  • Roter Faden Neurologie

    Dodel/Klockgether
    Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2010, 760 S., 136 farb. Abb., 63 s/w Tab. €44.-

    Lehrbücher zur Neurologie gibt es zu genüge, möge man meinen. Doch dieses Werk hebt sich schon im ersten Kapitel von anderen ähnlichen Werken ab. Leider findet die neurologische Untersuchung nicht mehr in alle Fachbücher Eingang, obwohl diese trotz der heutigen therapeutischen Möglichkeiten zusammen mit der Anamnese wichtigstes diagnostische Instrument ist. Auf über 100 Seiten werden diese Symptome und Syndrome ausführlich und verständlich aufgeführt. Die Kapitel zu den Erkrankungen stellen Anamnese, Klinik, Diagnostik umfangreich dar. Besonders hilfreich für junge Kollegen sind die Empfehlungen zum praktischen Vorgehen bei entsprechendem Krankheitsverdacht. Auch Differentialdiagnosen und Ausführungen zu Prognose und Verlauf finden sich. Die Therapien sind zielgruppenorientiert, wenig detailliert, d.h. ohne Dosierungsangaben. Hervorgehoben werden muss das sehr gute Kapitel zur Neuroorthopädie mit hervorragender Darstellung der Klinik. Abgerundet wird das Werk durch kurze Kapitel zur Rehabilitation, psychiatrischen Symptomen neurologischer Erkrankungen sowie hilfreichen Skalen & Scores. Beim Lernen hilfreich sind zahlreiche in die Kapitel eingearbeitete Fallbespiele, „Merke-Kästchen" sowie Kurzzusammenfassungen und Kommentare.
    Ein exzellentes Werk für Studenten, Berufseinsteiger und neurologisch interessierte Hausärzte.

     

     

     

     

     

  • Vaskuläre Neurologie

    Hermann D.M., Steiner Th., Diener H.-Ch.
    Thieme Verlag 2010, 354 S., 205 Abb., 51 Tab., € 89,95.-

    Mit vaskulären Erkrankungen werden niedergelassene, aber auch insbesondere klinisch tätige Neurologen täglich konfrontiert. Da die Folgen dieser häufigen Erkrankungen, insbesondere was dauerhafte Behinderungen angeht, gravierend sein können, sollte jeder Neurologe fundiert über diese Kranheitsbilder informiert sein. Diesem Ziel nimmt sich das vorliegende Werk an. So wird ausführlich auf Risikofaktoren und deren Diagnostik eingegangen, deren spezifische Therapien dargestellt und häufige und seltene vaskuläre Krankheitsbilder mit entsprechender Klinik aufgeführt. Hier muss leider einschränkend bemerkt werden, dass ischämische Symptome und Syndrome nur stichwortartig aufgeführt werden, was in einem solchen Werk sicher etwas ausführlicher erfolgen dürfte. Detailliert werden hingegen die kardiovaskulären Risikofaktoren und deren Behandlung erläutert. Ebenso erwähnenswert ist, dass die Autoren ein Augenmerk auf sinnvolle und unsinnige Behandlungen sowie damit verbundene Fallgruben legen und auch mit veralteten Therapieprinzipien „aufräumen". Weitere Kapitel befassen sich mit der stationären klinischen - auch intensivmedizinischen- Behandlung sowie der Rehabilitation. Insgesamt bietet das vorliegende Buch einen umfassenden aktuellen Überblick über das Themengebiet vaskulärer Erkrankungen, so dass der Leser mit dem beinhalteten Fachwissen ausreichend gerüstet, diese Krankheitsbilder erkennen und spezifisch behandeln kann.

     

     

     

     

  • Multiple Sklerose - Klinische Neurologie

    Wiendl, H.; Kieseier, B.C.
    Kohlhammer Verlag, 2010, 229 S., € 45.-

    Der Fortschritt in der Erforschung der Multiplen Sklerose, insbesondere hinsichtlich neuer Therapien, zwingt zu Aktualisierungen und Neuerscheinungen. Wie bei den anderen Werke der Reihe „Klinische Neurologie" ist der hohe Praxisbezug dieses Buches hervorzuheben. Während die Klinik eingangs äußerst knapp abgehandelt wird, sind Differentialdiagnose und Pathogenese angemessen dargestellt. Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf der prophylaktische Therapie, insbesondere im Hinblick auf den schubförmigen Verlauf der Erkrankung, der sehr detailliert mit immunologischen Ansätzen erörtert wird. Die Autoren berücksichtigen auch die aktuelle Entwicklung und geben einen Ausblick auf etwaige zukünftige Behandlungsmöglichkeiten. Das Werk schließt mit Empfehlungen zur symptomatischen Behandlung sowie patientenrelevanten Informationen.
    Sucht man ein Buch zum Thema „Multiple Sklerose", das die aktuellen und zukünftigen Therapien umfassend beleuchtet, und kann man auf klinische Details verzichten, so ist man hiermit gut beraten.

     

     

     

     

  • Neurologische Differenzialdiagnostik

    Bewermeyer, H.; Fink, G.R.; Limmroth, V.
    Schattauer 2011, 466 S., 132 Abb., 155 Tab., € 99,90.-

    Primär wird der Leser eines Lehrbuchs zur Differentialdiagnostik neurologischer Erkrankungen davon ausgehen, dass dieses an Symptomen orientiert aufgebaut und nach deren zeitlicher Entwicklung unterteilt ist. Die Autoren dieses Werk hingegen beschreiten einen anderen Weg: Sie führen Symptomkomplexe auf, stellen die in Betracht kommenden Krankheitsbilder kurz dar und bezeichnen deren Unterschiede. Unterstützend finden sich Tabellen sowie Graphiken für Entscheidungsprozesse. Einerseits weist diese Herangehensweise Vorteile auf, da sie die Abgrenzung von Erkrankungen erleichtert, andererseits fehlen aber Kriterien, die eine rasche Entscheidungsfindung ermöglichen. Zudem sind die Kapitel teilweise nach Ursachen und nicht nach Symptomen unterteilt. Auch inhaltlich zeigt das Werk kleinere Lücken: Sucht man z.B. die Differentialdiagnose einer Ptosis, so wird man nicht fündig.
    Insgesamt ist der Ansatz der Autoren und auch der Verweis auf die evidenzbasierte Darstellung zwar interessant, das Konzept birgt jedoch - trotz vieler hilfreicher Aspekte für die tägliche Arbeit - einige Nachteile.

     

     

     

  • Neurologische Akut- und Intensivmedizin

    Grabowski,A.
    Schattauer, F.K., 2013, 537 S., 234 Abb., 131 Tab., € 89.-

    Die neurologische Intensivmedizin hat in den letzten 15 Jahren - nicht zuletzt wegen der Einrichtung zahlreicher Stroke Units und ihrer zwischenzeitlichen Aufnahme in den Ausbildungskatalog für den Facharzt für Neurologie - zunehmend an Bedeutung gewonnen. Daher ist es erforderlich, dass sich angehende Fachärzte mit dieser Thematik auseinandersetzen, was mit diesem inhaltlich vorbildlich ausgerichteten Werk hervorragend gelingen dürfte: Vorgestellt werden nicht nur die intensivmedizinisch relevanten neurologischen Erkrankungen, sondern auch die für den Neurologen wichtigen internistischen Komplikationen auf der Intensivstation und der Stroke Unit. Der Autorenkreis setzt sich aus Neurologen, Internisten und Radiologen zusammen. Auch alltägliche praxisrelevante Aspekte wie Beatmung, Analgosedierung, Ernährung, Gefäßzugänge, Labordiagnostiksowie die Behandlung von Gerinnungsstörungen und des Säure-Base-Haushalts finden Eingang in das Werk. Hervorzuheben ist die Darstellung der neurologischen Krankheitsbilder, bei welcher insbesondere der Klinik, Diagnostik, Therapie und Differentialdiagnostik ein hoher Stellenwert eingeräumt wurde. Zudem wird der Text durch zahlreiche Tabellen, Abbildungen sowie Hinweissätze und sehr gutes Bildmaterial ergänzt. Verzichtet hat man hingegen unverständlicherweise auf die Darstellung der spezifischen klinisch-neurologischen Untersuchung des intensivmedizinischen Patienten. Dennoch insgesamt ein sehr empfehlenswertes Werk für alle Neurologen, die sich einen schnellen und doch umfassenden Überblick zum Thema der neurologische Intensivmedizin verschaffen wollen.
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

  • Neurologische Untersuchung

    Suchenwirth R., Dittel R.
    Neuromedizin Verlag 2014, 220 S. 189 Abb., 15 Tab., € 39.-

    Das Buch hebt sich aufgrund seiner Detailliertheit positiv von ähnlichen Werken ab. So findet man in diesem Werk zahlreiche Untersuchungstechniken, Zeichen oder praktische Untersuchungsanweisungen, die ansonsten selten beschrieben sind. Besondere Erwähnung verdient die Darstellung der Motorikprüfung, bei der die wichtigsten Muskelprüfungen detailliert in Text und Bild dargestellt werden. Die Autoren geben daneben auch Hinweise zur speziellen und erweiterten Anamneseerhebung und ergänzen ihr Werk mit einem Kapitel zur Neuropsycholgie. Dringend aktualisiert werden sollte das umfangreiche Bildmaterial, das einerseits zwar den Text hilfreich ergänzt, andererseits aber teilweise unpräzise ist. Insgesamt kann das Buch hilfreiche Informationen und Tipps zur neurologischen Untersuchung geben, so dass es sich für die alltägliche klinische Tätigkeit gut eignet.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Fallbuch Neurologie

    Gerlach R., Bickel A.
    3. Auflage 2014, Thieme Verlag, 349 S., € 24,99.-

    Das Buch trainiert den Leser die erlernten theoretischen Kenntnisse auf die Praxis anzuwenden und führt ihn anhand von 95 Fällen aus dem Klinikalltag in die praktische Neurologie ein. Fragen leiten durch den diagnostischen Prozess zur Diagnosestellung und beziehen auch differentialdiagnostische Überlegungen mit ein. Die Autoren haben die verschiedenen Themengebiete der Neurologie inhaltlich gut abgedeckt. Die Fallauswahl ist somit sehr gelungen, die Abhandlungen sind kurz und verständlich gehalten, so dass man nach der Lektüre – zumindest hinsichtlich der behandelten Krankheitsbilder –  recht gut für eine mündliche Prüfung gerüstet sein dürfte. Gleichwohl sollte man sich bewusst sein, dass dieses Werk lediglich ergänzend hinzugezogen werden sollte und ein ausführliches Lehrbuch zum Nachschlagen und zur Vertiefung nicht zu ersetzen vermag.

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Läsionen peripherer Nerven und radikuläre Syndrome

    Mumenthaler M., Stöhr M., Müller-Vahl H., Tegenthoff M.
    Thieme Verlag, 10. Aufl. 2014, € 149,99.- (bis 12.6.2014, danach € 169,99.-)

    Da dieses Standardwerk der peripheren Neurologie nunmehr bereits in der zehnten Auflage erscheint und wohl eines der wenigen Bücher in der Neurologie ist, um das man als niedergelassener Neurologe nicht herum kommt, mag man eine Rezension vielleicht für überflüssig erachten. Gleichwohl ist positiv hervorzuheben, dass auch diese Auflage inhaltlich mit fundierten Ausführungen, einer ausführlichen Darstellung der Klinik sowie gutem Bildmaterial in Form anatomischer Darstellungen und Befundphotographien glänzt. Das Einbringen der persönlichen klinischen Erfahrung der Autoren steht in ausgewogenem Verhältnis zu den aufgeführten Studien. Auch die Erläuterung kontrovers diskutierter Krankheitsbilder - herausgegriffen sei hier das „algetische Supinatorlogensyndrom" - komplettieren das gelungene Werk zusammen mit der Darstellung der immer wichtiger werdenden Diagnostikverfahren wie z.B. der kernspintomographischen Nerven- und Muskeldarstellung und sonographischen Untersuchungen. Wer die Vorauflage noch nicht sein Eigen nennt, dem sei diese 2014 erschienene Auflage empfohlen.

     

     

     

     

     

     

     

  • Praxisbuch Evozierte Potenziale

    Buchner, H.
    Thieme Verlag 2014, 191 S. 114 Abb., € 49,9.-

    Das Praxisbuch "Evozierte Potentiale" ist als zweigeteiltes Werk konzipiert: Im ersten Teil werden die Grundlagen hinsichtlich Anatomie, technischer Einstellungen, Auswertung, Fehlerquellen sowie wichtiger klinischer Befunde dargestellt. Die Ausführungen sind auch für Anfänger dieser Untersuchungstechnik verständlich und vermitteln die wichtigsten Inhalte der EP-Diagnostik. Etwas ausführlicher hätte die Darstellung der Nicht-Standard-Untersuchungen wie z.B. Trigeminus- oder Nervus-cutaneus-femoris-SEPs sein dürfen. Erwähnenswert ist, dass in dem Buch auch die in der niedergelassenen Praxis selten angewandten ereigniskorrelierten Potentiale Eingang gefunden haben. Der zweite Teil des Buches befasst sich mit der klinischen Anwendung, wobei aufgrund der klinischen Relevanz die Krankheitsbilder Multiple Sklerose, spinale Läsionen, Polyneuropathien und Systemdegenerationen aufgeführt werden. Die Kapitel zu Eps bei Kindern und in der Psychiatrie sowie des operativen Monitorings dürften hingegen nur einen Teil der Leser ansprechen. Das Kapitel zur Hirntoddiagnostik dürfte zumindest für die Arbeit von Kliniken eine gewisse Relevanz haben. Im Anhang finden sich - knapp gefasst - die Richtlinien für die Ausbildung und Durchführung sowie Normwerte.

    Als Lektüre zur ersten Auseinandersetzung mit dieser Untersuchungstechnik ist das Werk gut geeignet, wobei man sein Wissen auch durch die Darstellung spezieller Fragestellungen vertiefen kann.

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  • Neuro Imaging pocket

    Weidauer S., Stuckrad-Barre S. v.
    Börm Bruckmeier Verlag 2014, 1. Auflage, 368 S., € 24,95.-

    Einführend werden in dem Kitteltaschenbuch die Anatomie des Gehirns inklusive der Gefäße sowie die Grundlagen der neuroradiologischen Diagnostik erläutert. Im Atlasteil finden sich in 13 Kapiteln radiologische Bilder der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Auch wenn die Bilder dem Format geschuldet recht klein sind, gelingt es den Autoren dennoch, die Befunde verständlich dazustellen. Hier werden auch wichtige Differentialdiagnosen und Unterscheidungskriterien genannt. In Einzelfällen werden ergänzend klinische Befunde zu den Krankheitsbildern aufgeführt. Das Taschenbuch „Neuro Imaging pocket“ eignet sich gut zum Erlernen der wichtigsten Grundlagen der neuroradiologischen Diagnostik und ist zum Verständnis der Interpretation neuroradiologischer Befunde für klinisch tätige Neurologen sehr hilfreich.

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  • Leitlinien Klinische Neurophysiologie

    Bischoff C., Straube A.
    Kohlhammer Verlag 2014, 390 S. € 99,90.-

    Entsprechend seines Titel „Leitlinien Klinische Neurophysiologie“ untergliedert sich das Werk in einen allgemeinen Teil, der die neurophysiologischen Grundlagen und technischen Voraussetzungen darstellt und in einen speziellen Teil, der die Diagnostik bei spezielllen Krankheitsbildern behandelt. Hierbei werden Indikationen und typische Befunde, aber auch Fallstricke beim Untersuchungsgang aufgeführt. Hilfen bei der Strukturierung des Untersuchungsgangs als auch Befundinterpretationen ergänzen die Darstellung sinnvoll. Abschnitte zur autonomen Funktionsdiagnostik und Tremoranalyse fehlen ebenso wenig wie Ausführungen zur Nerven- und Muskelsononlogie. 
    Positiv hervorzuheben sind sowohl die Kapitel zur neurophysiologischen Diagnostik in der Intensivmedizin sowie bei Kindern als auch das übersichtliche, klar gegliederte Kapitel zur Ultraschalldiagnostik.
    Nicht zuletzt dank der klaren Strukturierung und übersichtlichen Darstellung gelingt es den Autoren mit ihrem Buch, dem Leser wertvolle Hilfe bei der Anwendung und dem Verständnis zur elektrophysiologischen Diagnostik zu geben, so dass man dieses Werk als sinnvolle Ergänzung zu der bis jetzt verfügbaren Literatur empfehlen kann. 

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Praxisbuch EEG: Grundlagen, Befundung, Beurteilung und differentialdiagnostische Abgrenzung

    Wellach I.
    Thieme Verlag 2015, 2., überarbeitete Auflage, 166 Abb., 386 S., €59,99.-

    Die Elektroenzephalographie hat in der Ausbildung junger Neurologen durch die zunehmende Bedeutung radiologischer Bilddiagnostik an Wert eingebüßt. Dennoch ist diese Untersuchungsmethode auch aus der modernen Neurologie nicht wegzudenken. Wichtigsten Stellenwert hat das EEG weiterhin in der Diagnostik in der Epileptologie, gefolgt von Fragestellungen in der Intensivmedizin und Gerontoneurologie. Der Autor hat hier ein Werk vorgelegt, das jedem Neurologen, der sich näher mit dieser Untersuchungstechnik befassen möchte, ohne sich zu sehr in Detailwissen zu verlieren, hilfreiche Dienste leisten wird. So werden einleitend die Grundlagen der EEG-Untersuchung hinsichtlich Technik, Neurophysiologie und Anatomie dargelegt, um sich dann ausführlich der Befundung zu widmen. Der zweite Teil stellt – reich bebildert – normale und abnorme Befunde dar. Alle Wellenformationen und Befunde werden durch Darstellung entsprechender Ableitungen verständlich erklärt. In die Darstellung der pathologischen Befunde fließen zudem differentialdiagnostische Überlegungen mit ein. Insgesamt ein Werk, das einerseits einen guten Einstieg in die Befundinterpretation des EEGS bietet, durch seine klare Struktur aber auch ideal zum schnellen Nachschlagen in der täglichen Befundinterpretation geeignet ist. Dementsprechend kann diese Fachbuch uneingeschränkt dem jungen Assistenzarzt, als auch dem niedergelassenen Neurologen empfohlen werden. 

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  • Klinische Elektromyographie und Neurographie – Lehrbuch und Atlas

    Stöhr M., Pfister R.
    Kohlhammer Verlag 2014, 6., überarbeitete und erweiterte Auflage, 379 S., 325 Abb., 29 Tab., € 149,99.-

    Das vorliegende Fachbuch aus dem Kohlhammer Verlag ist seit Jahrzehnten das Standardwerk der elektromyo- und neurographischen Diagnostik. Auch die aktuellste Auflage dieses Werkes untermauert diesen Anspruch. Wie in den Vorauflagen umfasst der Inhalt das gesamte Spektrum der elektrophysiologischen Diagnostik, wobei sich hier auch selten durchgeführte Untersuchungen wie die Hochvoltstimulation und die inzwischen zunehmend häufiger durchgeführte autonome Funktionsdiagnostik finden. Das Werk ist in zwei Teile gegliedert: Im allgemeinen Teil werden detailliert die verschiedenen Untersuchungstechniken aufgeführt, und im speziellen Teil ist eine Vielzahl von Krankheitsbildern mit entsprechenden Befunden und Abbildungen aufgeführt, die ergänzend und teilweise differentialdiagnostisch (siehe z.B. Plexus brachialis Parese) erläutert werden.  Hier finden sich auch zentralnervöse Störungen wie z.B. dystone Erkrankungen. Die zahlreichen Abbildungen bieten eine sinnvolle Ergänzung zu den textlichen Ausführungen.
    Wie die Vorauflagen ist auch die aktuelle Version ein hervorragendes Werk, das in keinem Bücherschrank eines Neurologen fehlen sollte!

     

     

     

     

     

     

     

  • Multiple Sklerose

    Schmidt R.M., Hoffmann F., Faiss J. H., Köhler W.
    Elsevier Urban & Fischer, 6. Auflage 2015, 474 S., € 79,99.-

    Kaum eine neurologische Erkrankung in der Neurologie ist einem so starken Wandel hinsichtlich des Wissens sowie der Behandlungsmöglichkeiten unterworfen wie die Multiple Sklerose. Um Betroffene bestmöglichst zu behandeln, sollte man sich daher als Neurologe besonders mit der aktuellen Literatur befassen. Hierzu ist das vorliegende Werk äußerst empfehlenswert. Den Autoren gelingt es, dem Leser den neuesten Wissenstand interessant und umfassend zu vermitteln. In den Kapiteln zu den Grundlagen der MS finden sich umfangreiche Erläuterungen zu aktuellen epidemiologischen Daten, Genetik und Umweltfaktoren sowie zur Pathophysiologie und Immunpathogenese. Zu knapp sind leider die Kapitel zur klinischen Symptomatik und Neuropsychologie. Mag auch die symptomatische Therapie sehr ausführlich erläutert sein, so sollte doch die typische Klinik der MS dem Umfang des Werkes entsprechend detaillierter dargestellt werden. Positiv zu beurteilen sind wiederum die Kapitel zur pathophysiologisch ansetzenden und experimentellen Therapie. Sehr informativ ist auch das Kapitel über die komplementären Therapien, mit dem sich zahlreiche Fragen von Patienten fachlich fundiert beantworten lassen. Informationen zum Patientencoaching, MS Nursing, Rehabilitation und gesundheitsökomischen Aspekten runden das Werk inhaltlich ab, so dass nach der Lektüre dieses Fachbuches kaum Fragen zur Multiplen Sklerose offen bleiben dürften.

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