• Ratgeber Polyneuropathie und Restless Legs

    Christian Schmincke
    Springer Verlag 2017, 268S., € 19,99.-

    Der Autor widmet sich den sehr häufigen Krankheitsbildern Polyneuropathien und Restless-legs-Syndrom, die vermutlich wegen der klinisch ähnlichen Mißempfindungen zusammen abgehandelt werden. Auf über 250 Seiten stellt der Autor die typischen Symptome, Ursachen, mögliche pathophysiologische Erklärungen und Therapiemöglichkeiten dar. Trotz des Umfangs des Werkes fehlen wichtige medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten beider Erkrankungen. Dafür werden die nicht wissenschaftlich belegte chinesische Medizin ausführlich vorgestellt und Theorien abseits von Schulmedizin und medizinischer Wissenschaft präsentiert. Auch finden sich zahlreiche praktische Tipps für Betroffene, die von der allgemeinen Lebensführung über die Ernährung bis hin zum Schlafen und zur Regelblutung reichen.
    Insgesamt handelt es sich um ein Werk mit einem initial guten Ansatz hinsichtlich der Erläuterung der Erkrankungsbilder und deren Ursachen, das aber nur Patienten zu empfehlen ist, die für nicht wissenschaftlich fundierte Erklärungen und Therapieansätze offen sind und schulmedizinisch fundierte Behandlungen ablehnen oder erfolglos absolviert haben. Der Anhang liefert dementsprechend ausnahmslos Adressen von Einrichtungen, die sich mit der traditionell chinesischen Medizin beschäftigen, zu denen auch die vom Autor selbst geleitete Klinik zählt.
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  • Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne

    Hartmut Göbel
    Springer Verlag 2016, 431 S., € 24,99.-

    Der vorliegende Ratgeber soll Betroffenen hilfreiche Informationen im Umgang mit Kopfschmerzen bieten. Dieses Buch bietet aber weit mehr als das: Der Inhalt umfaßt die Darstellung der drei häufigsten Kopfschmerzarten Migräne, Spannungskopfschmerz sowie der Clusterkopfschmerz. Zusätzlich wird der Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch beleuchtet. Andere Kopfschmerzarten werden nur gestreift. Der Autor beleuchtet die Entstehung von Kopfschmerzen, die Diagnosestellung und die diagnostischen Maßnahmen, die Versorgung von Kopfschmerzpatienten, die Darstellung der verschiedenene Medikamente sowie zahlreiche Tipss hinsichtlich Adressen, Materialien, oduer auch Selbsthilfegruppen. Der Schwerpunkt liegt aber auf den äußerst detaillierten Ausführungen zu den oben genannten Kopfschmerzarten. Hierbei wird auch auf sehr spezifische Aspekte dargestellt. So finden sich beispielsweise auch ausführliche Informationen zu den Aurasymtomen, der hormonellen Migräne und den kindlichen Formen der Migräne. Hinsichtlich der Therapie beschränkt sich die Darstellung nicht auf Details zu Dosierungen und Nebenwirkungen der  medikamentösen Therapie, sondern stellt auch nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten vor. Die inhaltliche Darstellung ist laienverständlich, aber gleichzeitig so fundiert, daß das Buch sogar für Ärzte und Fachärzte lesenswert ist.. Wer sich als Betroffener fundiert über Kopfschmerzen informieren will, dem ist dieses Werk sehr zu empfehlen.
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  • Epilepsie

    Dr. Günter Krämer
    Trias Verlag 2013, 4. überarbeitete Auflage, 415 S., € 19,99.-

    „Werden Sie Experte in Sachen Epilepsie“ liest man auf der Rückseite des Einbands. Dieses Versprechen erfüllt der Autor voll und ganz. Auf über 400 Seiten sind 200 Fragen zur Epilepsie verständlich und überaus detailliert beantwortet. Anders als viele andere Ratgeber, die sich auf die Darstellung einzelner ausgewählter Epilepsieformen beschränken, beleuchtet dieses Werk hier fast alle Krankheitsbilder und sämtliche Aspekte. Die Ausführungen zu den Themen Ursachen, Auslöser, Folgen, Untersuchungen und Verlauf sind fundiert und auch für Laien verständlich. Bewusst verzichtet der Autor auf eine detaillierte Darstellung der verschiedenen Medikamente. Dagegen sind z.B. operative Behandlungsmöglichkeiten oder anderweitige Fragen zum Behandlungsverlauf vorgestellt. Das für Betroffene besonders wichtige Kapitel „Leben mit Epilepsie“ läßt ebenfalls kaum eine Frage offen. Die Inhalte sind so informativ, daß sie nicht nur Betroffenen und Angehörigen wichtige Hilfestellungen geben, sondern auch Ärzten, die über kein profundes Wissen zu diesem Krankheitsbild verfügen, viele Fragen beantworten, die im Arzt-Patienten Gespräch auftauchen.

    Jedem Betroffene oder Angehörigen, der sich eingehender mit der Diagnose Epilepsie auseinandersetzen will, sei dieser hervorragende Ratgeber ans Herz gelegt. Nach seiner Lektüre wird kaum eine alltagsrelevante Frage zum Thema Epilepsie unbeantwortet bleiben.

     

     

     


    © Neurologienetz 2014

     

     

     

  • Patientenratgeber Kopfschmerzen und Migräne

    Gaul, C.; Totzeck, A.; Nicpon, A.; Diener, H.-C
    ABW Wissenschaftverlag, 114 S., € 9,95.-

    Dieser Ratgeber zum Thema „Kopfschmerz“ konzentriert sich inhaltlich auf die Erscheinungsformen Migräne sowie Cluster- und Spannungskopfschmerz und präsentiert diese hinsichtlich Pathophysiologie, Klinik, potentiellen Auslösern sowie medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien. Auch speziellen Aspekten wie Schwangerschaft sowie alternativen Behandlungen schenken die Autoren Berücksichtigung. Lobenswert ist zudem, dass auch eine Auseinandersetzung mit strittigen Themen wie der Botulinumtoxin-Therapie oder operativen Interventionen stattfindet. Insgesamt sind die Ausführungen verständlich und für die meisten Patienten sicherlich ausreichend. Zu knapp dargestellt ist allerdings die Migräneaura, die – insbesondere bei isoliertem Auftreten - selbst von Ärzten oft fehldiagnostiziert wird. Hier wären ausführlichere Erläuterungen hilfreich. Auch ausgewählte weitere Kopfschmerzformen sind zumindest kurz aufgeführt. Insgesamt ein guter Ratgeber, der die wichtigsten Fakten zum Thema Kopfschmerz knapp und verständlich zusammenfasst.
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Alzheimer und Demenzen

    Engel, S.
    Trias Verlag, 208 S., € 19,95.-

    Der Autorin gelingt es in diesem Werk hervorragend, nicht nur die Erkrankung “Demenz” und deren Ursachen, Diagnostik und Therapie für Laien verständlich zu erklären, sie gibt auch einen ausgezeichneten Ratgeber im Umgang mit Betroffenen an die Hand. Hier liegt sinnvollerweise auch der Schwerpunkt dieses Werks. Angehörigen wird gezeigt, wie sie Erkrankte in den Alltag integrieren können, dessen Kompetenzen stärken können und wie es gelingt, die Persönlichkeit möglichst lange zu erhalten. Hervorzuheben sind auch die Kapitel, in denen dargelegt wird, wie es Angehörigen gelingt, weiterhin auch ihren eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden. Abgerundet wird das Werk durch Hinweise zu rechtlichen Bestimmungen und Adressen, wo man weitere Hilfe erhält.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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  • Der große Patientenratgeber Multiple Sklerose

    Thomas Henze
    33. Auflage, Zuckschwerdt Verlag 2013, 322 S, € 19,90.-

    Zur Einführung werden kurz und verständlich Informationen über die Pathophysiologie sowie das diagnostische Vorgehen bei der Multiplen Sklerose erläutert. Die inzwischen breit gefächerten und dadurch für Laien schwer verständlichen medikamentösen Therapiemöglichkeiten zur Immunmodulation sind erfreulicherweise kurz gefaßt. Ohnehin wäre ein Ratgeber zu dieser Thematik aufgrund der zuletzt recht zahlreichen Neuzulassungen schnell überholt, zumal Patienten bei der Frage der immunmodulatorischen Therapie weitgehend ihrem behandelnden Arzt vertrauen müssen. Der Fokus dieses Patientenratgebers liegt vielmehr auf der ausführlichen Darstellung der verschiedenen Symptome der Multiplen Sklerose. Der Autor erläutert hierbei auch Symptome, die im Arzt-Patienten-Gespräch häufig nicht zur Sprache kommen, wie z.B. Darm- und Blasenstörungen, Sexualität oder Schmerzen. Hierzu werden medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten ausführlich dargelegt. Die Kapitel zu Multiple Sklerose und Sport, Rehabilitation und auch Palliativmedizin ergänzen den Ratgeber inhaltlich in sinnvoller Weise. Nachdem dieser Ratgeber Informationen zum gesamten Spektrum der Symptome der Multiplen Sklerose zusammenfasst, kann er Betroffenen uneingeschränkt empfohlen werden.
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  • Leben mit Parkinson – Achterbahn für Fortgeschrittene

    Dr. Helmut Schröder
    Trias Verlag 2015, 1. Auflage, 136 S., € 17,99.-

    Das Buch ist kein klassischer Ratgeber zur Parkinson Erkrankung, sondern - wie der Titel bereits vermuten läßt - ein Erfahrungsbericht des Autors, der selbst mit knapp 50 Jahren daran erkrankt ist. Eindrücklich schildert er, wie er die ersten Symptome wahrgnommen hatte, dass recht rasch die Diagnose gestellt wurde und wie er schließlich seinen eigenen Weg gefunden hat, mit dieser Krankheit zu leben, sie zu akzeptieren und trotz vielerlei Einschränkungen den Mut und die Lebensfreude nicht zu verlieren. Auch wenn das Buch insgesamt einen manchmal scheinbar zu positiven Eindruck über den Umgang des Autors mit solch einer schwerwiegenden Erkrankung vermittelt, so zeigt der Autor, selbst Arzt, wie man die Erkrankung annehmen und sich ihr zugleich entgegenstellen kann, um gleichwohl ein lebenswertes Leben zu führen. Auf diese Weise werden betroffene Leser motiviert, ihr Schicksal anzugehen und nicht aufzugeben. Im Rahmen der Krankheitsschilderung erläutert der Autor auch allgemeine Informationen zur Erkrankung, zu medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien; er schildert selbst persönliche Erfahrungen mit einer Tiefenhirnstimulation, so daß der Leser nicht nur Hilfestellungen im Umgang mit der Erkrankung, sondern zugleich wichtige medizinische Informationen hierzu bekommt. Da auch die Ehefrau des Autors im Buch immer wieder zu Wort kommt, wird auch die Perspektive der Angehörigen beleuchtet. So sei dieser Erfahrungsbericht insbesondere Betroffenen empfohlen, die mit ihrer Diagnose hadern und eine Hilfestellung im Umgang mit der Parkinson Erkrankung benötigen.

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  • Diagnose Epilepsie

    Günter Krämer
    Trias Verlag 2012, 2. Auflage, 144 S., € 14,99.-

    Der Ratgeber vermittelt die wichtigsten Grundlagen zur Epilepsie-Erkrankung. Nach einleitenden Ausführungen zu den Grundlagen und insbesondere den Auslösern und Ursachen werden die häufigsten Anfallsformen und Syndrome dargestellt, gefolgt von Angaben zur Diagnostik der Epilepsien. Das Kapitel zur medikamentösen Therapie ist erfreulicherweise kurz gehalten, da die Auswahl aufgrund der großen Zahl an verfügbaren Medikamenten dem Arzt vorbehalten sein sollte und den Rahmen eines Ratgebers sprengt. Alltagsrelevante Fragen wie Führerschein, Berufswahl, Reisen und Sport, aber auch Sexualität und Kinderwunsch sind ebenfalls abgehandelt, aber insgesamt recht knapp gehalten, so daß eine ausführliche ergänzende Beratung durch den Arzt unverzichtbar ist.
    Wer sich als Patient kurz und präzise mit der Diagnose Epilepsie, deren Auswirkung und insbesondere den verschiedenen Anfallsformen befassen will, dürfte mit diesem Buch gut beraten sein. Für eine tiefer ins Detail gehende Befassung mit der Erkrankung empfiehlt sich jedoch ein umfassenderer Ratgeber.
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  • Epilepsien – 200 Fragen und Antworten

    Dieter Schmidt
    Zuckschwerdt Verlag 2012, 8., überarbeitete und erweiterte Auflage, 170 S., € 14,90.-

    In 200 Fragen und Antworten können sich Betroffene ausführlich über die Erkrankung Epilepsie informieren. Im Gegensatz zu klassischen Patientenratgebern werden in diesem Buch viele detaillierte Probleme und Fragestellungen, die im Alltag von Epilepsiepatienten auftreten angesprochen. Der Inhalt umfaßt hierbei allgemeine Informationen zu den verschiedenen Formen der Epilepsie, die Untersuchungsmöglichkeiten und medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Besonders interessant dürften aber insbesondere Antworten auf alltägliche Sorgen wie „Verschlechtert sich das Gedächtnis bei Epilepsie“, „Dürfen Epilepsiekranke Kinder bekommen“ oder auch „Wem erzähle ich von der Epilepsie“, „Muss die Epilepsie dem Arbeitgeber gemeldet werden“ sein. Dadurch, daß dieser Ratgeber sich eben nicht auf das Allgemeinwissen der Epilepsie beschränkt, sondern vielerlei psychosoziale Themen und die Sorgen an Betroffener aufgreift ist das Buch für zur Lektüre Angehörigen und Patienten gleichermaßen zu empfehlen.
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