News aus dem Fachbereich Neurologie

Krankheitsaktivität – entscheidender Parameter für die Therapiewahl bei MS

- Alemtuzumab bei aktiver schubförmig-remittierender MS -

Neu-Isenburg – Die Behandlungskonzepte sind bei der Multiplen Sklerose in den
vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden. Entscheidend für die Therapiewahl ist vor allem die Krankheitsaktivität. Es besteht dabei auch die Option auf eine Impulstherapie mit Alemtuzumab bei Patienten mit aktiver RRMS, wie bei der MScience.MShift-Veranstaltung von Sanofi Genzyme in Frankfurt betont wurde. Studien zeigen, dass mit dem Antikörper eine effektiv wirksame Therapie mit zwei Behandlungsphasen im Abstand von einem Jahr und somit einem langen  therapiefreien Intervall bei anhaltender klinischer Wirksamkeit zu realisieren ist.
Die Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) erfolgt keinesfalls nach Schema F. „Wir haben vielfältige Therapiemöglichkeiten und müssen die Behandlung genau auf die individuelle Situation des Patienten zuschneiden“, berichtete Dr. Karl-Heinz Henn aus Offenbach.

 

Vielfältige Faktoren beeinflussen die Therapiewahl

Die Therapiewahl wird nach seinen Ausführungen durch verschiedenste Faktoren bestimmt. Diese reichen von der Indikationsstellung über Kontraindikationen bei bestimmten Therapeutika bis hin zu den Empfehlungen in den Leitlinien, den Ergebnissen der Voruntersuchungen, den Erfahrungen mit der Vortherapie und den besonderen Bedürfnissen der Patienten. „Sie müssen den Patienten mit ins Boot holen, sonst wird die Behandlung nicht erfolgreich sein“, betonte Henn in Frankfurt. So
spielt es nach seinen Worten zum Beispiel eine Rolle, wie mobil der Patient ist und wie flexibel er sein Leben gestaltet. Auch ist stets zu hinterfragen, ob ein Kinderwunsch besteht. Die Patienten müssen dabei über alle möglichen Therapieoptionen eingehend aufgeklärt werden. „Man muss sich aber auf jeden Fall auch rückversichern, ob sie die Erklärungen tatsächlich verstanden haben“, mahnte der Neurologe.

Dass stets die persönliche Situation des Patienten zu berücksichtigen ist, zeigt das Beispiel von Annika, bei der im Alter von 17 Jahren eine aktive RRMS diagnostiziert wurde. Nach eingehender Aufklärung über die Erkrankung und die möglichen Therapieformen entscheiden Arzt und Patientin sich aufgrund der aktiven  Krankheitsform und der Spritzenphobie der jungen Frau gemeinsam für eine Behandlung mit Alemtuzumab. Die Patientin verträgt die Behandlung gut, ist klinisch stabil und froh, keine weiteren Therapiemaßnahmen zu benötigen.

Krankheitsaktivität als Richtschnur der Therapie

Dreh- und Angelpunkt bei den Therapieentscheidungen ist die Krankheitsaktivität, wie Professor Dr. Mark Obermann, Seesen, darlegte. Es geht darum, schon frühzeitig in das Krankheitsgeschehen einzugreifen und die Krankheitsaktivität unter Kontrolle zu bekommen, um so die Langzeitprognose der Patienten zu bessern. Denn ein frühzeitiger Behandlungsbeginn kann dazu beitragen, die Akkumulation von Behinderungen1 und auch den Übergang in eine sekundär progrediente MS
(SPMS)2 hinauszuzögern. Als „Window of Opportunity“ für eine Therapie nannte der Neurologe einen EDSS (Expanded Disability Status Scale) von bis zu drei.3


Impulstherapie mit Option auf anhaltende klinische Wirksamkeit

 

Liegt eine aktive RRMS vor, so ist nach Obermann die Indikation für eine Behandlung mit Alemtuzumab gegeben.4 Der Antikörper wird in zwei Behandlungsphasen mit initial fünf und nach einem Jahr weiteren drei Infusionen an jeweils aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht.5 Es kann daraus eine gute und auch anhaltende klinische Wirksamkeit resultieren, so Obermann. Das zeigen die 6-Jahres-Daten der Zulassungsstudien CARE-MS I und CARE-MS II, wobei die Mehrheit der
Patienten in jedem Jahr der Extensionsstudie „Freiheit von Krankheitsaktivität“ (NEDA) erreichte6,7.

Es liegen außerdem bereits 10-Jahres-Daten der Phase II-Studie CAMMS223 vor, wie Professor Dr. Volker Limmroth aus Köln darlegte. Sie bestätigen die gute klinische Wirksamkeit der Impulstherapie mit Alemtuzumab: Die Schubrate war über den gesamten Zeitraum mit weniger als 0,1 Schüben/Jahr anhaltend niedrig8 und es wurde eine Stabilisierung des mittleren EDSS und teilweise sogar eine Verbesserung des Behinderungsgrades gesehen8. Bemerkenswert ist nach Limmroth ferner, dass rund ein Drittel der Patienten über den gesamten Beobachtungszeitraum von
zehn Jahren lediglich die initialen zwei Behandlungsphasen mit Alemtuzumab im Abstand von einem Jahr erhalten hatte.8

Die klinische Wirksamkeit ist nach Limmroth durch den Wirkmechanismus bedingt: Alemtuzumab führt gezielt zu einer Eliminierung von zirkulierenden autoreaktiven T- und B-Zellen, wobei es nach der Depletion der T- und B-Lymphozyten zu einer Repopulation dieser Zellen und damit zum Reset des Immunsystems kommt5. Dies ist mit einer quantitativen Zunahme regulatorischer T-Zellen und eine Verlagerung der Zytokin-Balance in Richtung von Entzündungsinhibition verbunden.9

Anhaltend konsistentes Sicherheitsprofil

Die Langzeitdaten bestätigen das anhaltend konsistente Sicherheitsprofil von Alemtuzumab. Neue unerwartete oder unbekannte Nebenwirkungen traten in den Langzeitstudien nicht auf. Zu rechnen ist im Rahmen der Therapie mit infusionsbedingten Reaktionen, vor allem Kopfschmerzen, Hautausschlag, Fieber, und leichten bis mittelschweren Infektionen sowie sekundären Autoimmunstörungen wie einer idiopathischen thrombozytopenischen Purpura (ITP), Nephropathien (einschließlich Goodpasture-Syndrom) und Schilddrüsenerkrankungen (Hyper- und Hypothyreose).5 Die Nebenwirkungen sind durch die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen in aller Regel frühzeitig zu erkennen und gut zu behandeln.

Über Alemtuzumab

Alemtuzumab ist ein monoklonaler Antikörper, der selektiv an CD52 bindet, ein Protein, das auf T- und B-Zellen in großer Menge vorkommt. Die Behandlung mit Alemtuzumab führt zu einer Depletion zirkulierender T- und B-Zellen, von denen man annimmt, dass sie für den schädigenden Entzündungsprozess bei MS verantwortlich sind. Alemtuzumab hat nur minimale Auswirkungen auf andere Immunzellen. Auf die akute anti-inflammatorische Wirkung von Alemtuzumab folgt sofort eine in charakteristischem Muster ablaufende, anhaltende T- und B-Zell-Repopulation. Auf diese Weise kommt es zu einer Reorganisation im Immunsystem, wodurch die MS-Krankheitsaktivität
reduziert werden kann.

 

Indikation und Anwendung in der EU

Alemtuzumab ist in der Europäischen Union indiziert für die Behandlung von Erwachsenen mit schubförmig-remittierender MS mit aktiver Erkrankung, definiert durch klinischen Befund oder Bildgebung.

Über Sanofi

Sanofi ist ein weltweit führendes Gesundheitsunternehmen, das therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten. Sanofi ist in fünf globalen Business Units organisiert: Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, General Medicines und Schwellenländer, Sanofi Genzyme, Sanofi Pasteur und Consumer Healthcare. Sanofi ist an den
Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) notiert.

Sanofi Genzyme, die globale Speciality Care Business Unit von Sanofi, konzentriert sich auf die Entwicklung von wegweisenden Behandlungen bei seltenen und komplexen Erkrankungen, um Patienten und ihren Familien neue Hoffnung zu geben.
Genzyme® ist eine geschützte Marke der Genzyme Corporation. Sanofi® ist eine geschützte Marke von Sanofi. Alle Rechte vorbehalten.

Quelle:

MScience.MShift-Veranstaltung, Frankfurt, 5.-6. Mai 2017

 

Referenzen

1. Miller JR et al., J Manga Care Pharm 2004; 10 (suppl S-b): 4-11
2. Trojano M et al., Ann Neurol 2007; 61: 300-306
3. Leray E et al., Brain 2010; 133: 1900-1914
4. DGN / KKNMS Leitlinie zur Diagnose und Therapie der MS, Online-Version, Stand:13.08.2014 (Stand Juli 2016),
5. Fachinformation LEMTRADA®, Stand Juni 2016
6. Wiendl H et al., ECTRIMS 2016, Poster P682;  (letzter Zugriff 12.05.2017)
7. La Ganke C et al., ECTRIMS 2016, Poster P681 ;(letzter Zugriff 12.05.2017)
8. Selmaj KW et al., 32th ECTRIMS congress 2016, London/UK, Poster P679;(letzter Zugriff 12.05.2017)
9. Durelli L et al., 32th ECTRIMS congress 2016, London/UK, Poster P626,(letzter Zugriff 18.04.2017)

Zukunftsgerichtete Aussagen:
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen (forward-looking statements) wie im U.S. Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahr 1995 definiert. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Tatsachen. Sie
enthalten Prognosen und Schätzungen mit Blick auf das Marketing und weiteren möglichen Entwicklungen des Produkts oder mit Blick auf mögliche künftige Einnahmen aus dem Produkt. Zukunftsgerichtete Aussagen sind grundsätzlich
gekennzeichnet durch die Worte „erwartet“, „geht davon aus“, „glaubt“, „beabsichtigt“, „schätzt“ und ähnliche Ausdrücke. Obwohl die Geschäftsleitung von Sanofi glaubt, dass die Erwartungen, die sich in solchen zukunftsgerichteten Aussagen widerspiegeln, vernünftig sind, sollten Investoren gewarnt sein, dass zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen einer Vielzahl von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind, von denen viele schwierig vorauszusagen sind und grundsätzlich außerhalb des Einflussbereiches von Sanofi liegen und dazu führen können, dass die tatsächlich erzielten Ergebnisse und Entwicklungen erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Informationen und Aussagen ausdrücklich oder indirekt enthalten sind oder in diesen prognostiziert werden. Zu diesen Risiken und Unsicherheiten zählen unter anderem unerwartete Regulierungsmaßnahmen oder -verzögerungen sowie staatliche Regulierungen ganz allgemein, die die Verfügbarkeit oder das kommerzielle Potenzial des Produkts beeinträchtigen könnten, der Umstand, dass der kommerzielle Erfolg des Produkts nicht garantiert werden kann, die inhärenten Unsicherheiten der Forschung und Entwicklung, einschließlich zukünftiger klinischer Daten und Analysen existierender klinischer Daten zu dem Produkt, einschließlich Postmarketing, unerwartete Sicherheits-, Qualitäts- oder Produktionsprobleme, Wettbewerb allgemein, Risiken in Verbindung mit geistigem Eigentum und damit zusammenhängenden künftigen Rechtsstreitigkeiten sowie deren letztlichem Ausgang, volatile wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Risiken, die in den an die SEC und AMF übermittelten Veröffentlichungen von Sanofi
angegeben oder erörtert sind, einschließlich jenen in den Abschnitten „Risikofaktoren“ und „Zukunftsorientierte Aussagen“ in Formular 20-F des Konzernabschlusses von Sanofi für das zum 31. Dezember 2016 beendete Geschäftsjahr. Soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt Sanofi keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen zu aktualisieren oder zu ergänzen.

Krankheitsaktivität – entscheidender Parameter für die Therapiewahl bei MS

- Alemtuzumab bei aktiver schubförmig-remittierender MS -

Neu-Isenburg – Die Behandlungskonzepte sind bei der Multiplen Sklerose in den
vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden. Entscheidend für die Therapiewahl ist vor allem die Krankheitsaktivität. Es besteht dabei auch die Option auf eine Impulstherapie mit Alemtuzumab bei Patienten mit aktiver RRMS, wie bei der MScience.MShift-Veranstaltung von Sanofi Genzyme in Frankfurt betont wurde. Studien zeigen, dass mit dem Antikörper eine effektiv wirksame Therapie mit zwei Behandlungsphasen im Abstand von einem Jahr und somit einem langen  therapiefreien Intervall bei anhaltender klinischer Wirksamkeit zu realisieren ist.
Die Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) erfolgt keinesfalls nach Schema F. „Wir haben vielfältige Therapiemöglichkeiten und müssen die Behandlung genau auf die individuelle Situation des Patienten zuschneiden“, berichtete Dr. Karl-Heinz Henn aus Offenbach.

 

Vielfältige Faktoren beeinflussen die Therapiewahl

Die Therapiewahl wird nach seinen Ausführungen durch verschiedenste Faktoren bestimmt. Diese reichen von der Indikationsstellung über Kontraindikationen bei bestimmten Therapeutika bis hin zu den Empfehlungen in den Leitlinien, den Ergebnissen der Voruntersuchungen, den Erfahrungen mit der Vortherapie und den besonderen Bedürfnissen der Patienten. „Sie müssen den Patienten mit ins Boot holen, sonst wird die Behandlung nicht erfolgreich sein“, betonte Henn in Frankfurt. So
spielt es nach seinen Worten zum Beispiel eine Rolle, wie mobil der Patient ist und wie flexibel er sein Leben gestaltet. Auch ist stets zu hinterfragen, ob ein Kinderwunsch besteht. Die Patienten müssen dabei über alle möglichen Therapieoptionen eingehend aufgeklärt werden. „Man muss sich aber auf jeden Fall auch rückversichern, ob sie die Erklärungen tatsächlich verstanden haben“, mahnte der Neurologe.

Dass stets die persönliche Situation des Patienten zu berücksichtigen ist, zeigt das Beispiel von Annika, bei der im Alter von 17 Jahren eine aktive RRMS diagnostiziert wurde. Nach eingehender Aufklärung über die Erkrankung und die möglichen Therapieformen entscheiden Arzt und Patientin sich aufgrund der aktiven  Krankheitsform und der Spritzenphobie der jungen Frau gemeinsam für eine Behandlung mit Alemtuzumab. Die Patientin verträgt die Behandlung gut, ist klinisch stabil und froh, keine weiteren Therapiemaßnahmen zu benötigen.

Krankheitsaktivität als Richtschnur der Therapie

Dreh- und Angelpunkt bei den Therapieentscheidungen ist die Krankheitsaktivität, wie Professor Dr. Mark Obermann, Seesen, darlegte. Es geht darum, schon frühzeitig in das Krankheitsgeschehen einzugreifen und die Krankheitsaktivität unter Kontrolle zu bekommen, um so die Langzeitprognose der Patienten zu bessern. Denn ein frühzeitiger Behandlungsbeginn kann dazu beitragen, die Akkumulation von Behinderungen1 und auch den Übergang in eine sekundär progrediente MS
(SPMS)2 hinauszuzögern. Als „Window of Opportunity“ für eine Therapie nannte der Neurologe einen EDSS (Expanded Disability Status Scale) von bis zu drei.3


Impulstherapie mit Option auf anhaltende klinische Wirksamkeit

 

Liegt eine aktive RRMS vor, so ist nach Obermann die Indikation für eine Behandlung mit Alemtuzumab gegeben.4 Der Antikörper wird in zwei Behandlungsphasen mit initial fünf und nach einem Jahr weiteren drei Infusionen an jeweils aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht.5 Es kann daraus eine gute und auch anhaltende klinische Wirksamkeit resultieren, so Obermann. Das zeigen die 6-Jahres-Daten der Zulassungsstudien CARE-MS I und CARE-MS II, wobei die Mehrheit der
Patienten in jedem Jahr der Extensionsstudie „Freiheit von Krankheitsaktivität“ (NEDA) erreichte6,7.

Es liegen außerdem bereits 10-Jahres-Daten der Phase II-Studie CAMMS223 vor, wie Professor Dr. Volker Limmroth aus Köln darlegte. Sie bestätigen die gute klinische Wirksamkeit der Impulstherapie mit Alemtuzumab: Die Schubrate war über den gesamten Zeitraum mit weniger als 0,1 Schüben/Jahr anhaltend niedrig8 und es wurde eine Stabilisierung des mittleren EDSS und teilweise sogar eine Verbesserung des Behinderungsgrades gesehen8. Bemerkenswert ist nach Limmroth ferner, dass rund ein Drittel der Patienten über den gesamten Beobachtungszeitraum von
zehn Jahren lediglich die initialen zwei Behandlungsphasen mit Alemtuzumab im Abstand von einem Jahr erhalten hatte.8

Die klinische Wirksamkeit ist nach Limmroth durch den Wirkmechanismus bedingt: Alemtuzumab führt gezielt zu einer Eliminierung von zirkulierenden autoreaktiven T- und B-Zellen, wobei es nach der Depletion der T- und B-Lymphozyten zu einer Repopulation dieser Zellen und damit zum Reset des Immunsystems kommt5. Dies ist mit einer quantitativen Zunahme regulatorischer T-Zellen und eine Verlagerung der Zytokin-Balance in Richtung von Entzündungsinhibition verbunden.9

Anhaltend konsistentes Sicherheitsprofil

Die Langzeitdaten bestätigen das anhaltend konsistente Sicherheitsprofil von Alemtuzumab. Neue unerwartete oder unbekannte Nebenwirkungen traten in den Langzeitstudien nicht auf. Zu rechnen ist im Rahmen der Therapie mit infusionsbedingten Reaktionen, vor allem Kopfschmerzen, Hautausschlag, Fieber, und leichten bis mittelschweren Infektionen sowie sekundären Autoimmunstörungen wie einer idiopathischen thrombozytopenischen Purpura (ITP), Nephropathien (einschließlich Goodpasture-Syndrom) und Schilddrüsenerkrankungen (Hyper- und Hypothyreose).5 Die Nebenwirkungen sind durch die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen in aller Regel frühzeitig zu erkennen und gut zu behandeln.

Über Alemtuzumab

Alemtuzumab ist ein monoklonaler Antikörper, der selektiv an CD52 bindet, ein Protein, das auf T- und B-Zellen in großer Menge vorkommt. Die Behandlung mit Alemtuzumab führt zu einer Depletion zirkulierender T- und B-Zellen, von denen man annimmt, dass sie für den schädigenden Entzündungsprozess bei MS verantwortlich sind. Alemtuzumab hat nur minimale Auswirkungen auf andere Immunzellen. Auf die akute anti-inflammatorische Wirkung von Alemtuzumab folgt sofort eine in charakteristischem Muster ablaufende, anhaltende T- und B-Zell-Repopulation. Auf diese Weise kommt es zu einer Reorganisation im Immunsystem, wodurch die MS-Krankheitsaktivität
reduziert werden kann.

 

Indikation und Anwendung in der EU

Alemtuzumab ist in der Europäischen Union indiziert für die Behandlung von Erwachsenen mit schubförmig-remittierender MS mit aktiver Erkrankung, definiert durch klinischen Befund oder Bildgebung.

Über Sanofi

Sanofi ist ein weltweit führendes Gesundheitsunternehmen, das therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten. Sanofi ist in fünf globalen Business Units organisiert: Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, General Medicines und Schwellenländer, Sanofi Genzyme, Sanofi Pasteur und Consumer Healthcare. Sanofi ist an den
Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) notiert.

Sanofi Genzyme, die globale Speciality Care Business Unit von Sanofi, konzentriert sich auf die Entwicklung von wegweisenden Behandlungen bei seltenen und komplexen Erkrankungen, um Patienten und ihren Familien neue Hoffnung zu geben.
Genzyme® ist eine geschützte Marke der Genzyme Corporation. Sanofi® ist eine geschützte Marke von Sanofi. Alle Rechte vorbehalten.

Quelle:

MScience.MShift-Veranstaltung, Frankfurt, 5.-6. Mai 2017

 

Referenzen

1. Miller JR et al., J Manga Care Pharm 2004; 10 (suppl S-b): 4-11
2. Trojano M et al., Ann Neurol 2007; 61: 300-306
3. Leray E et al., Brain 2010; 133: 1900-1914
4. DGN / KKNMS Leitlinie zur Diagnose und Therapie der MS, Online-Version, Stand:13.08.2014 (Stand Juli 2016),
5. Fachinformation LEMTRADA®, Stand Juni 2016
6. Wiendl H et al., ECTRIMS 2016, Poster P682;  (letzter Zugriff 12.05.2017)
7. La Ganke C et al., ECTRIMS 2016, Poster P681 ;(letzter Zugriff 12.05.2017)
8. Selmaj KW et al., 32th ECTRIMS congress 2016, London/UK, Poster P679;(letzter Zugriff 12.05.2017)
9. Durelli L et al., 32th ECTRIMS congress 2016, London/UK, Poster P626,(letzter Zugriff 18.04.2017)

Zukunftsgerichtete Aussagen:
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen (forward-looking statements) wie im U.S. Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahr 1995 definiert. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Tatsachen. Sie
enthalten Prognosen und Schätzungen mit Blick auf das Marketing und weiteren möglichen Entwicklungen des Produkts oder mit Blick auf mögliche künftige Einnahmen aus dem Produkt. Zukunftsgerichtete Aussagen sind grundsätzlich
gekennzeichnet durch die Worte „erwartet“, „geht davon aus“, „glaubt“, „beabsichtigt“, „schätzt“ und ähnliche Ausdrücke. Obwohl die Geschäftsleitung von Sanofi glaubt, dass die Erwartungen, die sich in solchen zukunftsgerichteten Aussagen widerspiegeln, vernünftig sind, sollten Investoren gewarnt sein, dass zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen einer Vielzahl von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind, von denen viele schwierig vorauszusagen sind und grundsätzlich außerhalb des Einflussbereiches von Sanofi liegen und dazu führen können, dass die tatsächlich erzielten Ergebnisse und Entwicklungen erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Informationen und Aussagen ausdrücklich oder indirekt enthalten sind oder in diesen prognostiziert werden. Zu diesen Risiken und Unsicherheiten zählen unter anderem unerwartete Regulierungsmaßnahmen oder -verzögerungen sowie staatliche Regulierungen ganz allgemein, die die Verfügbarkeit oder das kommerzielle Potenzial des Produkts beeinträchtigen könnten, der Umstand, dass der kommerzielle Erfolg des Produkts nicht garantiert werden kann, die inhärenten Unsicherheiten der Forschung und Entwicklung, einschließlich zukünftiger klinischer Daten und Analysen existierender klinischer Daten zu dem Produkt, einschließlich Postmarketing, unerwartete Sicherheits-, Qualitäts- oder Produktionsprobleme, Wettbewerb allgemein, Risiken in Verbindung mit geistigem Eigentum und damit zusammenhängenden künftigen Rechtsstreitigkeiten sowie deren letztlichem Ausgang, volatile wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Risiken, die in den an die SEC und AMF übermittelten Veröffentlichungen von Sanofi
angegeben oder erörtert sind, einschließlich jenen in den Abschnitten „Risikofaktoren“ und „Zukunftsorientierte Aussagen“ in Formular 20-F des Konzernabschlusses von Sanofi für das zum 31. Dezember 2016 beendete Geschäftsjahr. Soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt Sanofi keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen zu aktualisieren oder zu ergänzen.

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