Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch

Arzneimittelkopfschmerz

Ätiologie

  • Regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, Triptanen oder Ergotaminderivaten an mind. 10 Tagen/Monat
  • Auftreten an ≥15 Tagen/Monat
  • Einnahme über 3 Monate, gel. auch nach Einnahme von nur einem Monat möglich
  • Fast ausnahmslos zugrundeliegender Kopfschmerz (Spannungskopfschmerz o. Migräne, dies auch wichtigste Differenzialdiagnose
  • Zunahme der Kopfschmerzfrequenz während Übergebrauchs

Epidemiologie

  • Prävalenz 0,2-1%
  • w>m

Symptome

  • Dumpf-drückend, gel. pulsierend
  • Holozephal
  • Keine vegetative Begleitsymptomatik

Besonderheiten bei der klinischen Untersuchung

  • Ausschluß sekundärer Kopfschmerzen

Therapie

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Absetzen der auslösenden Medikation

  • Ev. stationäre Entzugsbehandlung
  • Therapieversuch mit Prednison
  • Amitriptylin, insbesondere bei zu Grunde liegendem Spannungskopfschmerz
  • Topiramat
  • Verhaltenstherapie (Entspannungsverfahren, Streßbewältigung)
  • Treiben von Ausdauersport
  • Symptomatische Behandlung

Procedere

Verlauf

  • Nach Absetzten häufig Zunahme der Symptoamtik über ca. 1 Woche
  • Gel. zusätzlich Übelkeit, Erbrechen, Schlafstörungen
  • Psychische Symptomatik: Angst, Unruhe
  • Bei vollständigem Entzug sehr häufig gute Wirkung
  • Häufig „Rückfälle", insbesodnere bei langjährig bestehendem Kopfschmerz

Differentialdiagnose