SUNCT-Syndrom (ICD-10 G44.08)

Definition

  • Short-lasting unilateral neuralgiform headache with conjunctival injection and tearing
  • Ev. Unterform des SUNA-Syndroms (Short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks with cranial autonomic symptoms)

Ätiologie

  • trigeminoautonome Kopfschmerzen
  • symptomatisch bei Prozessen der hinteren Schädelgrube, Hypophyse
  • Neurovaskuläre Kompression

Epidemiologie

  • Äußerst seltenes Krankheitsbild
  • m>w

Symptome

  • Einseitig orbital, periorbital oder temporal lokalisiert
  • Stechender, brennender Charakter
  • Dauer: 5-240 Sek.
  • Begleitend Lakrimation, Rötung, konjunktivale Injektion
  • Häufigkeit: 3 bis über 100 Attacken/Tag
  • Mäßige bis stärkste Intensität
  • Gel. Miosis, Ptosis Hyperhidrosis der betroffenen Gesichtshälfte, Stirn
  • Lidödem
  • Auftreten bei ca. 50% ausnahmslos tagsüber
  • Schmerzen gel triggerbar, z.B. durch Kauen, Sprechen o.ä.
  • Keine Refraktärperiode zwischen Schmerzattacken

Besonderheiten bei der klinischen Untersuchung

  • Keine

Therapie

Um detaillierte Informationen zur Medikation und Dosierung zu erhalten loggen Sie sich bitte mit DocCheck in den Ärztebreich ein.
(Diese Seite muß dann hierzu neu geladen werden)

  • Keine sicher wirksamen Therapie bekannt
  • Lidocain:
  • Methylprednisolon:
  • Medikamentöse Prophylaxe:
    • Lamotrigin
    • Topiramat
    • Gabapentin
    • Carbamazepin
  • Stimulation des Nervus occipitalis:
    • Wenig Daten zu Therapieverfahren
    • Behandlungsversuch bei Therapiresistenz
  • Keine Wirkung von Indometacin

Procedere

  • MRT-Kopf:
    • Ausschluß neurovaskuläre Kompression und Hirnstammprozess
  • Bei Therapieresistenz und Nachweis einer neurovaskulären Kompression eventuell operative Intervention

Verlauf

  • Episodisches Auftreten mit Remissionen oder als chronisches SUNCT

Differentialdiagnose

Weiterführende Literatur

Fachbücher

Fachliteratur

SUNCT Therapie mit Lidocain

SUNCT Therapie mit Kortison