• Elektorenzephalographie

    Noachtar S., Rémi J.
    Kohlhammer Verlag, 1. Auflage 2018, 507 S., 411 Abb., 23. Tab., € 199.-

     

    Daß die Autoren auf einen praxisorientierten Inhalt Wert legen, bestätigt sich bereits nach wenigen Seiten der Lektüre des vorliegenden Werkes. Den Grundlagen des EEGs sind mehr als 100 Seiten gewidmet, die mit zahlreichen Darstellungen von charakteristischen Kurvenveranschaulicht werden. Die komplexe Thematik der Potentialentstehung, die Funktion der Filter und die Lokalisation der Potentiale sind ebenso verständlich aufbereitet wie die verschiedenen Ableitungsformen oder Artefakte. Das Werk gliedert sich in Kapitel zur Durchführung, zu Provokationsmethoden und Klassifikationen und präsentiert im Anschluss mit einführender Texterläuterung die pathologischen und physiologischen EEG-Muster. Alle EEG-Muster sind durch erläuternde Texte sinnvoll ergänzt; dies sowie die Einarbeitung zahlreicher Graphiken veranschaulichen die Thematik in hohem Maße. Somit empfiehlt sich dieses Lehrbuch insbesondere zum Einstieg in die EEG-Materie, da es den Leser Schritt für Schritt an eine systematische EEG-Auswertung heranführt, mag darüber hinaus aber auch erfahrenen Neurologen als Nachschlagewerk gute Dienste leisten. Ein „Content+“ mit zusätzlichen Online-Inhalten bildet auch hier - wie bei nahezu allen Werken aus dem Kohlhammer Verlag – eine hilfreiche Ergänzung.
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  • Das EMG-Buch

    Bischoff, Ch., Schulte-Mattler W. J
    Thieme Verlag 2016, 4., überarbeitete Auflage, 339 S., € 99,99.-

    Auch die neueste Ausgabe dieses Standardwerks überzeugt durch sein Konzept und die Inhalte. Anhand von 95 Fällen werden die häufigsten peripheren Nervenläsionen, aber auch systemische Nerven- und Muskelerkrankungen dargestellt und die diagnostische Herangehensweise mittels Elektroneurograpgie und Elektromyographie erläutert. Dies hilft dem Leser einerseits, sich das differentialdiagnostische Vorgehen dieser elektrophysiologischen Verfahren anzueignen, macht ihn andererseits aber auch mit den typischen Befunden bei diesen Erkrankungen vertraut. Die einleitenden Kapitel zur EMG-Untersuchung, zur Neurographie sowie zu Vorgehensweise und Befundinterpretation bei verschiedenen neuromuskulären Erkrankungen veranschaulichen dem Leser die Grundlagen dieser Untersuchungstechniken. Sehr schön ergänzt werden die Befunde durch zahlreiche Videos, die online mittels eines im Buch enthaltenen Codes zugänglich sind.  Im Anhang finden sich Normwerte sowie ein Glossar häufiger Begriffe der elektrophysiologischen Diagnostik.
    Das Buch ist nicht nur jedem Anfänger der elektrophysiologischen Diagnostik uneingeschränkt zu empfehlen, sondern dient auch erfahrenen Untersuchern als umfassendes Nachschlagwerk.
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  • Praxisbuch EEG: Grundlagen, Befundung, Beurteilung und differentialdiagnostische Abgrenzung

    Wellach I.
    Thieme Verlag 2015, 2., überarbeitete Auflage, 166 Abb., 386 S., €59,99.-

    Die Elektroenzephalographie hat in der Ausbildung junger Neurologen durch die zunehmende Bedeutung radiologischer Bilddiagnostik an Wert eingebüßt. Dennoch ist diese Untersuchungsmethode auch aus der modernen Neurologie nicht wegzudenken. Wichtigsten Stellenwert hat das EEG weiterhin in der Diagnostik in der Epileptologie, gefolgt von Fragestellungen in der Intensivmedizin und Gerontoneurologie. Der Autor hat hier ein Werk vorgelegt, das jedem Neurologen, der sich näher mit dieser Untersuchungstechnik befassen möchte, ohne sich zu sehr in Detailwissen zu verlieren, hilfreiche Dienste leisten wird. So werden einleitend die Grundlagen der EEG-Untersuchung hinsichtlich Technik, Neurophysiologie und Anatomie dargelegt, um sich dann ausführlich der Befundung zu widmen. Der zweite Teil stellt – reich bebildert – normale und abnorme Befunde dar. Alle Wellenformationen und Befunde werden durch Darstellung entsprechender Ableitungen verständlich erklärt. In die Darstellung der pathologischen Befunde fließen zudem differentialdiagnostische Überlegungen mit ein. Insgesamt ein Werk, das einerseits einen guten Einstieg in die Befundinterpretation des EEGS bietet, durch seine klare Struktur aber auch ideal zum schnellen Nachschlagen in der täglichen Befundinterpretation geeignet ist. Dementsprechend kann diese Fachbuch uneingeschränkt dem jungen Assistenzarzt, als auch dem niedergelassenen Neurologen empfohlen werden.
    ©Neurologienetz 2015

     

     

     

     

     

     

  • Klinische Elektromyographie und Neurographie – Lehrbuch und Atlas

    Stöhr M., Pfister R.
    Kohlhammer Verlag 2014, 6., überarbeitete und erweiterte Auflage, 379 S., 325 Abb., 29 Tab., € 149,99.-

    Das vorliegende Fachbuch aus dem Kohlhammer Verlag ist seit Jahrzehnten das Standardwerk der elektromyo- und neurographischen Diagnostik. Auch die aktuellste Auflage dieses Werkes untermauert diesen Anspruch. Wie in den Vorauflagen umfasst der Inhalt das gesamte Spektrum der elektrophysiologischen Diagnostik, wobei sich hier auch selten durchgeführte Untersuchungen wie die Hochvoltstimulation und die inzwischen zunehmend häufiger durchgeführte autonome Funktionsdiagnostik finden. Das Werk ist in zwei Teile gegliedert: Im allgemeinen Teil werden detailliert die verschiedenen Untersuchungstechniken aufgeführt, und im speziellen Teil ist eine Vielzahl von Krankheitsbildern mit entsprechenden Befunden und Abbildungen aufgeführt, die ergänzend und teilweise differentialdiagnostisch (siehe z.B. Plexus brachialis Parese) erläutert werden.  Hier finden sich auch zentralnervöse Störungen wie z.B. dystone Erkrankungen. Die zahlreichen Abbildungen bieten eine sinnvolle Ergänzung zu den textlichen Ausführungen.
    Wie die Vorauflagen ist auch die aktuelle Version ein hervorragendes Werk, das in keinem Bücherschrank eines Neurologen fehlen sollte!

     

     

     

     

     

     

     


    ©Neurologienetz 2014

  • Praxisbuch Evozierte Potenziale

    Buchner, H.
    Thieme Verlag 2014, 191 S. 114 Abb., € 49,9.-

    Das Praxisbuch "Evozierte Potentiale" ist als zweigeteiltes Werk konzipiert: Im ersten Teil werden die Grundlagen hinsichtlich Anatomie, technischer Einstellungen, Auswertung, Fehlerquellen sowie wichtiger klinischer Befunde dargestellt. Die Ausführungen sind auch für Anfänger dieser Untersuchungstechnik verständlich und vermitteln die wichtigsten Inhalte der EP-Diagnostik. Etwas ausführlicher hätte die Darstellung der Nicht-Standard-Untersuchungen wie z.B. Trigeminus- oder Nervus-cutaneus-femoris-SEPs sein dürfen. Erwähnenswert ist, dass in dem Buch auch die in der niedergelassenen Praxis selten angewandten ereigniskorrelierten Potentiale Eingang gefunden haben. Der zweite Teil des Buches befasst sich mit der klinischen Anwendung, wobei aufgrund der klinischen Relevanz die Krankheitsbilder Multiple Sklerose, spinale Läsionen, Polyneuropathien und Systemdegenerationen aufgeführt werden. Die Kapitel zu Eps bei Kindern und in der Psychiatrie sowie des operativen Monitorings dürften hingegen nur einen Teil der Leser ansprechen. Das Kapitel zur Hirntoddiagnostik dürfte zumindest für die Arbeit von Kliniken eine gewisse Relevanz haben. Im Anhang finden sich - knapp gefasst - die Richtlinien für die Ausbildung und Durchführung sowie Normwerte.

    Als Lektüre zur ersten Auseinandersetzung mit dieser Untersuchungstechnik ist das Werk gut geeignet, wobei man sein Wissen auch durch die Darstellung spezieller Fragestellungen vertiefen kann.
    © Neurologienetz 2015

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Leitlinien Klinische Neurophysiologie

    Bischoff C., Straube A.
    Kohlhammer Verlag 2014, 390 S. € 99,90.-

    Entsprechend seines Titel „Leitlinien Klinische Neurophysiologie“ untergliedert sich das Werk in einen allgemeinen Teil, der die neurophysiologischen Grundlagen und technischen Voraussetzungen darstellt und in einen speziellen Teil, der die Diagnostik bei spezielllen Krankheitsbildern behandelt. Hierbei werden Indikationen und typische Befunde, aber auch Fallstricke beim Untersuchungsgang aufgeführt. Hilfen bei der Strukturierung des Untersuchungsgangs als auch Befundinterpretationen ergänzen die Darstellung sinnvoll. Abschnitte zur autonomen Funktionsdiagnostik und Tremoranalyse fehlen ebenso wenig wie Ausführungen zur Nerven- und Muskelsononlogie. 
    Positiv hervorzuheben sind sowohl die Kapitel zur neurophysiologischen Diagnostik in der Intensivmedizin sowie bei Kindern als auch das übersichtliche, klar gegliederte Kapitel zur Ultraschalldiagnostik.
    Nicht zuletzt dank der klaren Strukturierung und übersichtlichen Darstellung gelingt es den Autoren mit ihrem Buch, dem Leser wertvolle Hilfe bei der Anwendung und dem Verständnis zur elektrophysiologischen Diagnostik zu geben, so dass man dieses Werk als sinnvolle Ergänzung zu der bis jetzt verfügbaren Literatur empfehlen kann. 

     

     

     

     

     

     

     

     

     


    ©Neurologienetz 2014

  • Elektrophysiologie in der Praxis

    Milnik V.
    Elsevier Verlag 2012, 2. Auflage, 408 S, >600 Abb.. € 49,99.-, als eBook 39,99.-

    Das Buch „Elektrophysiologie in der Praxis“ beschreibt alle in der Neurologie gängigen diagnostischen elektrophysiologischen Verfahren mit Ausnahme der Elektromyographie. Primär wendet sich das Werk an den Untersucher, so daß der inhaltliche Schwerpunkt auf der korrekten Durchführung der Untersuchung und möglichen Fehlerquellen liegt. Der Interpretation der Befunde wird hingegen wenig Beachtung geschenkt. Der Autor zielt darauf ab, den Leser in die Lage zu versetzen, die Plausibilität der Untersuchungsergebnisse durch die präzise Schilderung der Untersuchungsvorgänge und das Aufzeigen von Fehlerquellen zu verstehen und überprüfen zu können. Bezüglich der Neurographie werden die Ableitungen der häufigsten sensiblen und motorischen Nerven mit Zeichnungen oder Photographien verständlich dargestellt. Dies trifft ebenso auf die Ausführungen zu den evozierten Potentialen und zur EEG-Untersuchung zu. Auch die vegetative Diagnostik, Hirnstammreflexe und das MEP finden Eingang in dieses Werk. Darüber hinaus sind die technischen und theoretischen Grundlagen der genannten Untersuchungen erfasst.
    Der besondere Wert dieses Buches liegt in der exakten Beschreibung der Ableitungen und der möglich Fehlerquellen, - schon allein aufgrund dieser Informationen sollte dieses Buch einen festen Platz in jedem neurophysiologischen Labor haben.
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  • Praxis der evozierten Potentiale

    K. Maurer, N.Lang, J. Eckert
    Steinkopff Verlag 2005, 2. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage April 2005. 298 Seiten. 126 Abb., €59,95.-

    Die evozierten Potentiale finden seit langem in der Neurologie inzwischen aber auch zunehmend in der Intensivmedizin und anderen Fachgebieten eine breite Anwendung. Die Autoren legen den Schwerpunkt auf die klinischen Anwendungsgebiete und Einarbeitung zahlreicher Krankheitsbilder mit Darstellung typischer Befunde. Der Text ist zur Veranschaulichung reich bebildert. Erfreulich ist, dass auch nicht so verbreitete Einsatzgebiete im Bereich des SEP aufgeführt und mit Normwerten angegeben werden. Ebenso sind intensivmedizinische Anwendungsgebiete der verschiedenen evozierten Potentiale ausführlich erklärt. Sehr ausführlich Erläuterung finden sich zu den AEPs. Im Anhang finden sich zu allen Untersuchungen die üblichen Normwerttabellen. Verzichtet wurde auf eine ausführliche Darstellung der Methodik, die den Auswertenden auch insgesamt weniger interessieren dürfte.
    Insgesamt ein leicht verständliches, gut gegliedertes Werk, dass die wichtigsten Fragen der EP Auswertung erschöpfend abhandelt.

     

     

     

  • EMG/NLG Pocketflyer

    Feddersen B., Birnbaum T.
    Börm Bruckmeier Verlag 2012, € 4,99.-

    Der handliche Pocketflyer ist als schnelles Nachschlagewerk für die wichtigsten Fragestellungen im Rahmen der EMG/NLG-Diagnostik konzipiert. So werden hier anatomische Grundlagen zur Muskel- und Nervenversorgung inklusive der klinischen Prüfung ebenso dargestellt wie die Ableitung der wichtigsten motorischen und sensiblen Nerven und deren Normwerte. Sowohl in diesem Abschnitt als auch in dem Abschnitt zur Elektromyographie finden sich darüber hinaus Ausführungen zur Befundinterpretation zur diagnostischen Differenzierung. Aufgrund der inhaltlichen Beschränkung des Pocketflyers werden nur wenige klinische Krankheitsbilder samt elektrophysiologischer Befunde dargestellt. Abschließend finden sich noch Ausführungen zur Therapie mit Botulinumtoxin im Hinblick auf Indikation, relevanteste Muskelgruppen und Anwendungshinweise dargestellt. Trotz seines geringen Umfangs handelt es sich um einen informativen Pocketflyer, der zum schnellen Nachschlagen der Grundlagen der elektrophysiologischen Diagnostik gedacht ist und diesen Zweck erfüllt.

     

     

     

  • Klinische Elektroenzephalographie

    Zschocke/Hansen
    Springer Verlag 2012, 3. Auflage, 656 S., 772 Abb. Mit DVD, € 179,95.-

    Auch die 3. Auflage des Werks „Klinische Enzephalographie" wird ihrem Ruf als Standardwerk gerecht. Gewohnt detailliert sind in den ersten beiden Kapiteln die Grundlagen der Entstehung und Ableitung des EEGs abgehandelt. Der folgende praktische Teil gibt Empfehlungen zu Ableitung und Auswertung und stellt verständlich und ausführlich normale sowie pathologische EEG-Befunde dar. Diese sind einerseits nach Erkrankungen, andererseits nach Befundmustern unterteilt. Hier werden auch seltene Besonderheiten wie Hirnstammfunktionsstörungen und natürlich das EEG in der Hirntoddiagnostik beschrieben. Ausführungen zu methodischen Grundlagen, EEG-Mapping, MEG, einem Kapitel zum EEG in der Neuropädiatrie sowie die Empfehlungen der DGKN zur EEG-Ableitung runden das Werk ab. Bestechend sind der inhaltliche Umfang und die verständlichen Texte, die keine Fragen offen lassen. Zudem ist das exzellente Bildmaterial hervorzuheben, das die textlichen Ausführungen sinnvoll ergänzt.

    Neu und hervorragend gelungen ist auch die beiliegende DVD, auf welcher 64 EEG-Befunde - wie im digitalen EEG üblich - in verschiedenen Ableitungen darstellbar sind. Darüber hinaus werden die EEG-Muster markiert und benannt, so dass der Lerneffekt enorm ist!

    Um dieses Werk kommt keiner herum, der regelmäßig EEGs auszuwerten hat!

     

     

     

     

     

  • Interventionelle Neurophysiologie

    Claßen J., Schnitzler A.
    Thieme Verlag 2013, 349 S., € 89,90.-

    Ausgehend von der bis vor kurzer Zeit rein diagnostisch
    orientierten Neurophysiologie, wurde inzwischen eine ganze Reihe
    neuer Therapieverfahren entwickelt. Diese basieren letztlich auf 
    der Erkenntnis, dass sich die Aktivitäten von Neuronen durch
    elektrische Stimulation gezielt modifizieren lassen.
    Mit diesem Buch unternehmen die Autoren unter Mithilfe vieler
    namhafter Wissenschaftler erstmals den Versuch, den derzeitigen
    Wissensstand zu bündeln und ihn so dem interessierten Leser
    nahe zu bringen. Zunächst sind die Grundlagen der interventionellen Neurophysiologie dargelegt. Nachfolgend werden die Methoden, die Geräte sowie die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in der Neurologie, Psychiatrie, Ophthalmologie und Otologie beschrieben.
    Die einzelnen Kapitel umfassen Themen wie z.B. die modulatorische Neurostimulation der Motorik, die Tiefenhirnstimulation bei Epilepsie und beim Parkinson. Beachtung finden aber auch die neuesten Erkenntnisse bei den Cochlea- wie Retina-Implantaten.
    Somit zeigt sich diese Lektüre besten geeignet für Ärzte der Fachrichtungen Neurologie, Psychiatrie, Ophthalmologie und Otologie sowohl zur Verbesserung des eigenen Wissensstands, als auch als Hilfestellung bei der kompetenten Beratung ratsuchender Patienten.

     

     

     

     

     

  • Klinische Neurophysiologie

    Zipper, Stephan G.
    Referenz Verlag 2013, 158 S., €49,80.-

    Das Buch wendet sich an Ärzte sowie Nicht-Mediziner, die berufsbedingt mit Fragestellungen der Begutachtung neurophysiologischer Untersuchungen konfrontiert werden. In knapper Form sind die wichtigsten Grundlagen zur Elektroneurographie, zu Elektromyographie, zu evozierten Potentialen sowie zur Elektroenzephalographie dargestellt. Der Fokus ist hierbei auf den gutachterlichen Aspekt mit Verweis auf die Indikation der jeweiligen Untersuchung und Wertigkeit der Befunde gerichtet. In exemplarischen Fallbeschreibungen werden typische Untersuchungsergebnisse entsprechend dem klinischen Befund ausgeführt und gewertet. Den Abschluss bildet ein Atlasteil, in dem die Untersuchung einzelner Nerven erläutert sowie Angaben zur Lokalisation ausgewählter Muskeln für die Elektromyographie gemacht werden. Soweit der Autor das Ziel verfolgt, Nicht-Mediziner kurz und übersichtlich über die klinische Elektrophysiologie zu informieren, mag ihm dies gelingen, indem er sich auf die wichtigsten Informationen und Ausführungen zur Wertung von Befunden beschränkt; der Atlasteil dürfte für den Laien allerdings eher uninteressant sein. Für in der Neurophysiologie Tätige hingegen sind sowohl der allgemeine als auch der klinische Teil deutlich zu kurz gehalten.

    Bestellen

  • Neurophysiologie in der Praxis

    Baum A.-K.
    Kohlhammer Verlag 2013, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, 193 S. , €26,90.-

    Die Neuauflage des Werks „Neurophysiologie in der Praxis“ richtet sich an medizinisch-technische Assistenten der Neurologie. Es umfasst inhaltlich die Untersuchungen Elektroenzephalographie, evozierte Potentiale, Neurographie inklusive Hirnstammreflexe und Tremoranalyse sowie den sympathischen Hautreflex. Wie die Vorauflage besticht auch diese Ausgabe durch ihre klare Gliederung sowie die guten Abbildungen mit exakter Angabe der Elektrodenpositionen, Normwerte und Ableiteeinstellungen sowie die beispielhafte Kurvensdarstellung der jeweiligen Ableitung. Die Ausführungen zur EEG-Diagnostik entsprechen inhaltlich dem sinnvollen Basiswissen, das EEG-Assistenten mitbringen sollten. Insgesamt handelt es sich um ein rundherum gelungenes Buch, das in keinem neurophysiologischen Untersuchungszimmer fehlen sollte.