• Die Schwindel-Ambulanz

    Holle-Lee, Dagny
    Herbig expertenrat, 1. Auflage 2019, 158 S. € 18.-

     

    Schwindel ist nicht gleich Schwindel. Seine Ursachen sind vielfältig und nicht ausschließlich im Innenohr verortet. Lange ist daher oft die Odyssee der Patienten ebenso wie die Liste der Fehldiagnosen. Diesem Problem nimmt sich die Autorin an, die sowohl über die mögliche Ursachen aufklären als auch therapeutische Möglichkeiten aufzeigen will. Dabei gelingt es ihr, nahezu sämtliche relevanten Schwindelursachen, die dem Arzt in der täglichen Praxis begegnen, kurz und dennoch prägnant sowie laienverständlich darzustellen. Auch die diagnostischen Methoden sowie die typischen Symptome der verschiedenen Formen des Schwindels werden gut zusammengefasst. In der Gesamtschau kommt der Leser zu dem Fazit, dass es zwar sehr schwierig sein kann, anhand des Symptoms „Schwindel“ die richtige Diagnose zu stellen, aber eine präzise Anamnese und nur wenige Untersuchungen ausreichen können, um zu einem fundierten Ergebnis zu kommen, ohne – wie in der ärztlichen Praxis häufig zu beobachten - auf die  scheinbar naheliegende, aber letztlich nicht fundierte Begründung mit einer Halswirbelsäulen-Problematik ausweichen zu müssen. Im Anhang des Buchs finden sich darüber hinaus Übungen bei Gleichgewichtsstörungen und psychologische Tipps zum häufigen funktionellen Schwindel. Der Ratgeber ist Betroffenen uneingeschränkt zu empfehlen, da er, sofern die richtige Diagnose erst einmal gestellt ist, gut über das jeweilige Krankheitsbild aufklärt, dem Patienten aber auch andererseits bei noch unklarer Diagnose wichtige Informationen an die Hand gibt, um sich im Dschungel der Schwindelursachen zu orientieren und vielleicht sogar selbst das zu den Beschwerden passende Krankheitsbild zu finden. Nicht zuletzt dürften selbst Hausärzte im Praxisalltag von den wertvollen Informationen profitieren, um kompetent die Weichen für die weitere Diagnose stellen zu können.
    © Neurologienetz.de 2019

  • Parkinson-Syndrome kompakt

    Höglinger G.U.
    Thieme Verlag 2018, 257 S., € 79,99.-

    Die Differenzialdiagnose und Therapie der Parkinson-Syndrome stellt nicht nur Anfänger der Neurologie vor eine große Herausforderung. Das gut gegliederte Werk soll die differenzialdiagnostischen Überlegungen durch die ausführliche Darstellung der atypischen Parkinson-Syndrome nebst Therapieempfehlungen erleichtern. Hinsichtlich der Therapie ist hervorzuheben, daß der Herausgeber erfreulicherweise den nichtmotorischen Symptomen der Parkinson-Erkrankung ein ganzes Kapitel widmet. Bezüglich der Behandlung der motorischen Symptome kommen auch die intensivierten invasiven Therapien nicht zu kurz. Im abschließenden Kapitel werden auch die „unterstützenden Therapien“ zumindest überblicksartig aufgeführt. Dem Umfang des Werkes entsprechend ist die inhaltliche Darstellung knapp gehalten, wobei zahlreiche Tabellen den Inhalt sinnvoll ergänzen. Zu dürftig geraten ist allerdings die Abhandlung der klinisch-neurologischen Untersuchung. Insgesamt eignet sich das Werk hervorragend, um Anfängern einen guten Überblick über die Parkinson-Erkrankung zu verschaffen. Zudem gibt es Antworten zum Umgang mit Komplikationen und der Problematik der häufigen nicht-motorischen Symptome. Selbst erfahrenen Anwendern dürfte es als Nachschlagewerk gute Dienste leisten. Zur Vertiefung der wichtigen unterstützenden – insbesondere aktivierenden – Therapien sollte allerdings auf ergänzende Literatur zurückgegriffen werden.
    © Neurologienetz 2019

     

     

     

     

     

     

     

  • Farbduplexsonografie der hirnversorgenden Gefäße – Atlas und Handbuch

    Eva Bartels
    Schattauer Verlag 2018, 2. Auflage, 388 S., € 149,99.-

    Auch die zweite Auflage des Werkes „Farbduplexsonografie der hirnversorgenden Gefäße“ erscheint als zweisprachige Ausgabe mit nebeneinander angeordneten Texten. Die physikalisch-technischen und anatomischen Grundlagen werden auch für Anfänger verständlich dargestellt. Im praktischen Teil sind die Duplexsonographie der extrakraniellen Gefäße, der Venen sowie der intrakraniellen Gefäße ausführlich behandelt, wobei nicht nur Normalbefunde, sondern auch Anlagevariationen und pathologische Befunde Eingang gefunden haben. Die Darstellung ist strukturiert und verständlich; kritisch anzumerken ist lediglich, dass das Bildmaterial nicht im Text platziert wurde, was ein umständliches Blättern notwendig macht. Der Sinn der bilingualen Darstellung erschließt sich jedenfalls dem Rezensenten nicht, auch wenn es dem interessierten Leser vielleicht die Aneignung der englischen Terminologie zu dem Thema und damit die Lektüre anderer englischsprachiger Texte hierzu erleichtern mag.
    Insgesamt dürfte sich das Fachbuch insbesondere für Anfänger zum Erlernen der Grundlagen, aber auch für Fortgeschrittene in der Ultraschalldiagnostik als übersichtliches Nachschlagewerk gut eignen.
    © Neurologienetz.de 2018

     

     

     

  • Das Leuchten der Erinnerung

    Frankreich/Italien 2017

    Der emeritierte Literaturprofessor John (Donald Sutherland) und seine Ehefrau Ella (Helen Mirren) begeben sich mit ihrem Oldtimer-Wohnmobil „Leisure Seeker“ auf große Fahrt und spüren den Erinnerungen vergangener Urlaubstage mit der Familie nach. Nicht nur das Entsetzen ihrer beiden zurückbleibenden erwachsenen Kinder Will (Christian McKay) und Jane (Janel Moloney) angesichts des unangekündigten Verschwindens der Eltern lässt erahnen, dass es sich um keine gewöhnliche Reise handelt. So sitzt John zwar am Steuer, doch die zierliche Ella führt mit spürbarer Anspannung das Kommando. Johns Demenzerkrankung offenbart sich in gedanklichen Ausfällen, die sich mit überraschend klaren Momenten abwechseln und befördert auf skurrile Art und Weise Wahrheiten zu Tage, die Ella bislang verborgen waren und ihr Familienidyll im Rückblick zerbrechen lassen. Am Ziel der gemeinsamen Reise - Hemingways Geburtshaus in Key West - angekommen, verlassen die schwerkranke Ella ihre Kräfte, doch mithilfe seiner Liebe gelingt es dem Paar, die trennende Kluft zu überwinden und wieder zusammenzufinden.

    Mit diesem tief berührenden Road Movie aus dem Jahr 2017 balanciert der italienischen Regisseur Paolo Vinzi auf dem schmalen Grat zwischen Komik und Tragik, zwischen Leben und Tod, und lässt den Zuschauer angesichts des mit Liebe und Mut, aber auch unheimlicher Gewalt und Brutalität erzwungenen Happy Ends zweifelnd und fragend zurück.
    ©Dr. Christine Thilmann, Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Neuro-Intensivmedizin

    Bösel J., Schönenberger S.
    Thieme Verlag 2018, 324 S., € 59,99.-

     

    Das Buch Neuro-Intensivmedizin ist als Ratgeber für die Kitteltasche konzipiert. Es bietet dem Leser die Möglichkeit, sich rasch und effektiv über das Vorgehen in den unterschiedlichen Situationen im ärztlichen Alltag auf der Intensivstation zu informieren. Der Schwerpunkt des Buches liegt hierbei nicht auf den neurologischen Erkrankungen, die nur ca. ein Drittel des Buches ausmachen. Mehr Raum nehmen die SOP (Standard Operation Procedures) internistischer Krankheitsbilder und die Darstellung invasiver Tätigkeiten auf der Intensivstation ein. So werden nicht nur SOPs zu Zugängen oder internistisch diagnostischen Maßnahmen aufgeführt, sondern auch das Vorgehen bei Aufnahme oder Verlegung von Patienten, rechtliche Fragen oder die neurologische Diagnostik auf der Intensivstation erläutert. Abschließend finden sich Skalen und Scores sowie Formeln und Fakten mit intensivmedizinischer Relevanz. Ziel des Buches ist, den Leser effektiv und schnell über erforderliche Vorgehensweisen auf der neurologischen Intensivstation zu instruieren und so Handlungsabläufe zu optimieren. Zwar werden Empfehlungen zu ersten „konkreten Maßnahmen“ gegeben, dennoch läßt der Umfang des Werkes keine detaillierte Beschreibung der jeweiligen Erkrankung und spezifischen Therapie zu, so daß hierfür anderweitige Fachliteratur zu Rate gezogen werden muss. Das Werk ist also sowohl Neurologen zur Einführung in ihre Tätigkeit auf der neurologischen Intensivstation als auch Intensivmedizinern anderer Fachrichtungen zu empfehlen, die sich immer wieder mit
    neurologischen Erkrankungen konfrontiert sehen.
    © Neurologienetz 2018

     

     

  • Elektorenzephalographie

    Noachtar S., Rémi J.
    Kohlhammer Verlag, 1. Auflage 2018, 507 S., 411 Abb., 23. Tab., € 199.-

     

    Daß die Autoren auf einen praxisorientierten Inhalt Wert legen, bestätigt sich bereits nach wenigen Seiten der Lektüre des vorliegenden Werkes. Den Grundlagen des EEGs sind mehr als 100 Seiten gewidmet, die mit zahlreichen Darstellungen von charakteristischen Kurvenveranschaulicht werden. Die komplexe Thematik der Potentialentstehung, die Funktion der Filter und die Lokalisation der Potentiale sind ebenso verständlich aufbereitet wie die verschiedenen Ableitungsformen oder Artefakte. Das Werk gliedert sich in Kapitel zur Durchführung, zu Provokationsmethoden und Klassifikationen und präsentiert im Anschluss mit einführender Texterläuterung die pathologischen und physiologischen EEG-Muster. Alle EEG-Muster sind durch erläuternde Texte sinnvoll ergänzt; dies sowie die Einarbeitung zahlreicher Graphiken veranschaulichen die Thematik in hohem Maße. Somit empfiehlt sich dieses Lehrbuch insbesondere zum Einstieg in die EEG-Materie, da es den Leser Schritt für Schritt an eine systematische EEG-Auswertung heranführt, mag darüber hinaus aber auch erfahrenen Neurologen als Nachschlagewerk gute Dienste leisten. Ein „Content+“ mit zusätzlichen Online-Inhalten bildet auch hier - wie bei nahezu allen Werken aus dem Kohlhammer Verlag – eine hilfreiche Ergänzung.
    © Neurologienetz 2019

     

     

  • Ein guter Tag zum Leben

    Lisa Genova
    Bastei Lübbe, 2017, 416S., € 10.-

    Der irisch-stämmige Joe O’Brien ist Mitte 40, passionierter Polizist, liebevoller Ehemann und stolzer Vater von vier Kindern. Er lebt in einer katholisch geprägten Nachbarschaft in Charlestown. Mitten im Leben stehend, bemerkt er plötzlich scheinbar lapidare Veränderungen in seinen Bewegungen, indem er beispielsweise tollpatschig stolpert oder Probleme bei feinmotorischen Tätigkeiten hat. Zunächst versucht er, diese Auffälligkeiten zu negieren und auf seine Arbeitsüberlastung zurückzuführen. Erst als sich die Symptome zunehmend verstärken und mit eine einer wachsenden emotionalen Unbeherrschbarkeit einhergehen, läßt er sich auf Drängen seiner Familie darauf ein, einen Neurologen zu konsultieren. Die Diagnose der schwerwiegenden Erkrankung „Chorea Huntington“ erschüttert nicht nur Joe, sondern auch die gesamte Familie. Plötzlich ist nicht mehr nur der Vater betroffen, sondern auch seine Kinder müssen sich damit auseinandersetzen, mögliche Genträger zu sein. Jedes der vier Kinder tut dies auf seine eigene Art und Weise. Die Beschreibung der ersten Krankheitssymptome, die typische „Verleugnung“ und der langsame  Lernprozess Joes, mit  seiner Erkrankung umzugehen, werden von der Autorin Lisa Genova ebenso feinfühlig beschrieben wie der beispielhafte Kampf der Tochter Katie im Umgang mit ihrem möglichen Schicksal. Könnte sie mit dem Wissen weiterleben, an einer tödlichen Krankheit zu leiden oder entscheidet sie sich, weiterhin mit der Ungewissheit zu leben? Der Autorin von „Still Alice“ gelingt es auch mit diesem Roman, den Leser ein neurologisches Krankheitsbild nahe zu bringen und ihn nachvollziehen zu lassen, was es für einen Menschen und seine ganze Familie bedeutet, mit eine solchen unheilbaren Erkrankung und dem damit verbundenen Schicksal konfrontiert zu sein und leben zu müssen..
    ©Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurologie compact

    Hufschmidt, Lücking, Rauer, Glocker
    Thieme Verlag 2017, 7. überarbeitete Auflage 1064 S., 22 Abb., € 99,99.-

    Der Umfang der aktuellen Auflage des Werkes „Neurologie compact“ ist gegenüber der 6. Ausgabe auf inzwischen 1064 Seiten angewachsen. Inhaltlich deckt das Werk fast das gesamte Spektrum der klinischen Neurologie ab. Wie in den vergangenen Ausgaben haben auch in der vorliegenden Auflage die neusten Erkanntnisse aus der Neurologie inklusive der aktuellen Entwicklungen in der neurologischen Diagnostik Eingang gefunden. Die Neuauflage wurde zudem um das Kapitel „Neurogeriatrie“ erweitert. Einleitend findet sich auf den ersten knapp 100 Seiten eine ausführliche Darstellung neurologischer „Symptome und Syndrome“. Es folgen umfassende Kapitel zu neurologischen Erkrankungen sowie „diagnostischen Methoden“ und „Prophylaxe und Therapie“ mit einem Unterpunkt „Off-label-use“, was zeigt, dass sich die Autoren auch mit nichtmedizinischen Alltagsproblemen auseinandergesetzt haben.  Ein Anhang mit klinischen Bewertungsskalen und Tabellen  zur neurologischen Begutachtung runden das Werk ab. Wie in der Vorauflage fehlt leider ein Kapitel zur neurologischen Untersuchung. Dies sowie die Inhaltsfülle machen das Fachbuch zu einem hervorragenden Nachschlagewerk für die tägliche Praxis. Zum Erlernen des Prüfungsstoffs für die Facharztprüfung ist es aufgrund zu vieler Detailinformationen eher ungeeignet. Nicht unerwähnt bleiben sollte das zusätzliche Online-Angebot mit Bild- und Videomaterial  sowie Tabellen und Verweisen zu nationalen und internationalen Leitlinien.
    Aufgrund des umfangreichen exzellenten Inhalts ist das Buch jedem Assistenz- und Facharzt der Neurologie ans Herz zu legen.

    © Neurologienetz.de


     

  • Ratgeber Polyneuropathie und Restless Legs

    Christian Schmincke
    Springer Verlag 2017, 268S., € 19,99.-

    Der Autor widmet sich den sehr häufigen Krankheitsbildern Polyneuropathien und Restless-legs-Syndrom, die vermutlich wegen der klinisch ähnlichen Mißempfindungen zusammen abgehandelt werden. Auf über 250 Seiten stellt der Autor die typischen Symptome, Ursachen, mögliche pathophysiologische Erklärungen und Therapiemöglichkeiten dar. Trotz des Umfangs des Werkes fehlen wichtige medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten beider Erkrankungen. Dafür werden die nicht wissenschaftlich belegte chinesische Medizin ausführlich vorgestellt und Theorien abseits von Schulmedizin und medizinischer Wissenschaft präsentiert. Auch finden sich zahlreiche praktische Tipps für Betroffene, die von der allgemeinen Lebensführung über die Ernährung bis hin zum Schlafen und zur Regelblutung reichen.
    Insgesamt handelt es sich um ein Werk mit einem initial guten Ansatz hinsichtlich der Erläuterung der Erkrankungsbilder und deren Ursachen, das aber nur Patienten zu empfehlen ist, die für nicht wissenschaftlich fundierte Erklärungen und Therapieansätze offen sind und schulmedizinisch fundierte Behandlungen ablehnen oder erfolglos absolviert haben. Der Anhang liefert dementsprechend ausnahmslos Adressen von Einrichtungen, die sich mit der traditionell chinesischen Medizin beschäftigen, zu denen auch die vom Autor selbst geleitete Klinik zählt.
    ©Neurologienetz.de 2017

     

     

  • Schwindel - Praktischer Leitfaden zur Diagnose und Therapie

    Bronstein, Lempert
    Schattauer Verlag 2017, 2. Auflage, 255 S., € 69,99-

    Dieses Fachbuch widmet sich dem in der neurologischen, aber auch hausärztlichen Praxis häufigen Symptom „Schwindel“. Die Autoren haben das Werk als Nachschlagewerk für die tägliche Praxis angelegt. Anhand typischer Symptome kann der Leser die diagnostischen Vorgehensweisen nachlesen und verstehen lernen. Da die Gliederung symptomorientiert ist, werden die verschiedenen Erkrankungen an unterschiedlichen Stellen des Buches besprochen.
    Trotz seiner Konzeption als Nachschlagewerk ist das Buch aufgrund der präzisen Darstellung der wichtigsten Schwindelursachen äußerst lesenswert. Ein Kapitel widmet sich auch der unterdiagnostizierten vestibulären Migräne. Zudem ist der psychogene Schwindel als eine der wichtigsten und häufig fehldiagnostizierten Schwindelarten ausführlich besprochen. Zahlreiche online zugängliche Videos ergänzen gelungen die textlichen Ausführungen.
    Die detaillierte Darstellung der verschiedenen Schwindelformen macht das Fachbuch sowohl für niedergelassene Neurologen als auch für Haus- sowie Hals-Nasen-Ohren-Ärzte lesenswert, da es zu einem besseren Verständnis der verschiedenen Schwindelursachen beiträgt und die differentialdiagnostische Zuordnung des Symptoms „Schwindel“ erleichtert..
    © Neurologienetz 2017

     

     

     

     

  • Kopfschmerzen

    Gaul C., Diener H.-C.
    Thieme Verlag 2016, 348S., 70 Abb., € 89,90.-

    Das Werk Kopfschmerzen bietet eine umfassende Darstellung der häufigsten Kopfschmerzarten. Die Ausführungen hierzu dürften für die meisten allgemein tätigen Neurologen ausreichen, zumal auch relativ seltene Kopfschmerzarzten abgehandelt sind. Für Spezialisten empfehlen sich hingegen zusätzlich Werke, die auch intensivere und detailliertere Ausführungen zu Migräne, Arteriitiden und den verschiedenen Neuralgien beinhalten. Hervorzuheben sind die Abschnitte dieses Buches zu nichtmedikamentösen Behandlungsansätzen wie Physiotherapie, Entspannungsverfahren, Biofeedback, Psychotherapie, alternativmedizinischer Therapieverfahren sowie zu neueren Verfahren wie der transkutanen elektrischen Nervenstimulation und der transkraniellen Magnetstimulation, denen jeweils ein einzelnes Kapitel gewidmet ist. Erfreulicherweise ist außerdem der medikamentösen Therapie von Kopfschmerzen ein eigener Abschnitt gewidmet, der allerdings lediglich Empfehlungen zur Migräne, dem Spannungskopfschmerz und dem Clusterkopfschmerz beinhaltet. Kapitel zur Begutachtung von Kopfschmerzen sowie zum Sozialrecht, zur Rente und zur Rehabilitation runden dieses insgesamt sehr lesenswerte Buch ab.
    © Neurologienetz.de

     


     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne

    Hartmut Göbel
    Springer Verlag 2016, 431 S., € 24,99.-

    Der vorliegende Ratgeber soll Betroffenen hilfreiche Informationen im Umgang mit Kopfschmerzen bieten. Dieses Buch bietet aber weit mehr als das: Der Inhalt umfaßt die Darstellung der drei häufigsten Kopfschmerzarten Migräne, Spannungskopfschmerz sowie der Clusterkopfschmerz. Zusätzlich wird der Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch beleuchtet. Andere Kopfschmerzarten werden nur gestreift. Der Autor beleuchtet die Entstehung von Kopfschmerzen, die Diagnosestellung und die diagnostischen Maßnahmen, die Versorgung von Kopfschmerzpatienten, die Darstellung der verschiedenene Medikamente sowie zahlreiche Tipss hinsichtlich Adressen, Materialien, oduer auch Selbsthilfegruppen. Der Schwerpunkt liegt aber auf den äußerst detaillierten Ausführungen zu den oben genannten Kopfschmerzarten. Hierbei wird auch auf sehr spezifische Aspekte dargestellt. So finden sich beispielsweise auch ausführliche Informationen zu den Aurasymtomen, der hormonellen Migräne und den kindlichen Formen der Migräne. Hinsichtlich der Therapie beschränkt sich die Darstellung nicht auf Details zu Dosierungen und Nebenwirkungen der  medikamentösen Therapie, sondern stellt auch nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten vor. Die inhaltliche Darstellung ist laienverständlich, aber gleichzeitig so fundiert, daß das Buch sogar für Ärzte und Fachärzte lesenswert ist.. Wer sich als Betroffener fundiert über Kopfschmerzen informieren will, dem ist dieses Werk sehr zu empfehlen.
    ©Neurologienetz 2017

  • Klinisch-neurologische Untersuchungstechniken

    Urban, Peter
    Thieme Verlag 2016, 2. Auflage, 334 S., 327 Abb. € 79,99.-

    Die klinisch-neurologische Untersuchung bildet neben der Anamnese das wichtigste Rüstzeug eines jeden Neurologen. Da diese in aktuellen Lehrbüchern zunehmend zu kurz kommt, ist dieses Werk sehr zeitgemäß. Das Fachbuch ist dreigeteilt in die Kapitel Anamnese, allgemeine klinische Untersuchung und klinisch-neurologische Untersuchungstechniken bei ausgewählten Erkrankungen und Symptomen. Dem Autor gelingt es dabei, sowohl die komplette Basisuntersuchung - inklusive der Neuropsychologie - als auch die spezifischen Untersuchungen - u.a. die Hirntoddiagnostik - detailliert darzustellen. Dabei weist er den Leser auf Besonderheiten hin und gibt Tips zu der den normalen Untersuchungsgang ergänzenden symptomorientierten Diagnostik. Zahlreiche Details sind dargestellt, die man in anderen Lehrbüchern vergeblich suchen dürfte. Hervorzuheben ist auch das Kapitel zur Detektion psychogener Störungen sowie die diesbezüglich im Text immer wieder eingestreuten Hinweise. Im Vergleich zur Vorauflage wurde es inhaltlich komplett überarbeitet. Sucht dieses Werk in Umfang und Detail doch seinesgleichen, wird es nicht nur Anfängern der Neurologie, sondern auch bereits erfahreneren Kollegen von großem Nutzen sein.
    ©Neurologienetz 2016

     

     

  • Memorix Neurologie

    Peter Berlit
    Thieme Verlag 2016, 6. Auflage, 526 Seiten, € 49,99.-

    Das erstmals 1990 erschienene Memorix Neurologie ist der „Oldie“ unter den Kitteltaschenbüchern und sicher allen erfahrenen Neurologen bekannt. Der namhafte Autor Peter Berlit beweist mit der Neuauflage dieses Büchleins, daß das Konzept eines Buchs für die Kitteltasche mit komprimiertem tabellarisch und stichwortartigem Inhalt nicht an Aktualität verloren hat. Die Stärke dieses Buches liegt in der knappen übersichtlichen Darstellung der Kranheitsbilder, die vor allem bei differentialdiagnostischen Überlegungen äußerst hilfreich ist. Zwar finden sich bei zahlreichen Erkrankungen auch therapeutische Angaben mit Dosierungen, dennoch liegt der Schwerpunkt auf der Diagnostik. Das zeigt sich u.a. darin, daß den ersten beiden Kapiteln „Neurologische Symptome und Syndrome“ und „Apparative Diagnostik und Labordiagnostik in der Neurologie“ knapp 180 Seiten gewidmet sind. Dank der übersichtlichen Präsentation gelingt es dem Leser, rasch die gewünschten Informationen aufzuspüren und die erhobenen klinischen Befunde differentialdiagnostisch einzuordnen. Daher eignet sich das Buch insbesondere für die Arbeit in der Notaufnahme, auch wenn es hinsichtlich der therapeutischen Angaben nicht an andere Kitteltaschenbücher heranreicht.
    © Neurologienetz.de

     

     

     

  • Das EMG-Buch

    Bischoff, Ch., Schulte-Mattler W. J
    Thieme Verlag 2016, 4., überarbeitete Auflage, 339 S., € 99,99.-

    Auch die neueste Ausgabe dieses Standardwerks überzeugt durch sein Konzept und die Inhalte. Anhand von 95 Fällen werden die häufigsten peripheren Nervenläsionen, aber auch systemische Nerven- und Muskelerkrankungen dargestellt und die diagnostische Herangehensweise mittels Elektroneurograpgie und Elektromyographie erläutert. Dies hilft dem Leser einerseits, sich das differentialdiagnostische Vorgehen dieser elektrophysiologischen Verfahren anzueignen, macht ihn andererseits aber auch mit den typischen Befunden bei diesen Erkrankungen vertraut. Die einleitenden Kapitel zur EMG-Untersuchung, zur Neurographie sowie zu Vorgehensweise und Befundinterpretation bei verschiedenen neuromuskulären Erkrankungen veranschaulichen dem Leser die Grundlagen dieser Untersuchungstechniken. Sehr schön ergänzt werden die Befunde durch zahlreiche Videos, die online mittels eines im Buch enthaltenen Codes zugänglich sind.  Im Anhang finden sich Normwerte sowie ein Glossar häufiger Begriffe der elektrophysiologischen Diagnostik.
    Das Buch ist nicht nur jedem Anfänger der elektrophysiologischen Diagnostik uneingeschränkt zu empfehlen, sondern dient auch erfahrenen Untersuchern als umfassendes Nachschlagwerk.
    © Neurologienetz.de

     

     

     

     

  • NeuroIntensiv

    Schwab, Schellinger, Werner, Unterberg, Hacke
    -Verlag GmbH, 2015, 3. Auflage, 870 S. 167 Abb., € 129,99.-

    Inzwischen liegt mit diesem Werk bereits innerhalb weniger Jahre die dritte Auflage vor. Das spricht einerseits für den großen Erfolg dieses Fachbuchs, aber auch für den stetigen Wissenszuwachs in diesem Themengebiet. Die neurologische Intensivmedizin nimmt in der alltäglichen Praxis in vielen Krankenhäusern immer mehr an Bedeutung zu. Auf über 850 Seiten wird die gesamte Bandbreite der neurologischen Intensivmedizin dargestellt. Sogar Themen wie bauliche Gegebenheiten, Organisationsstrukturen, Personalmanagment und bauliche Gestaltung sind berücksichtigt. Ausführlich widmen sich die Autoren den spezifischen diagnostischen apparativen Methoden sowie den intensivmedizinische Verfahren wie Zugänge, Drainagen, Intubation, verschiedene Katheter oder Sedierung; die hohe Praxisrelevanz ermöglicht es insbesondere Anfängern,  sich in der komplexen Materie der allgemeinen Intensivmedizin zurechzufinden. Ebenso werden nichtneurologische Komplikationen wie Pneumonien, das Vorgehen bei der Reanimation, die HIT oder auch Vergiftungen dargelegt. Erst die zweite Hälfte des Buches befaßt sich mit den intensivmedizinisch relevanten neurologischen Erkrankungen. Wie in den Vorauflagen ist die Darstellung ausführlich und setzt Schwerpunkte hinsichtlich der Besonderheiten der intensivmedizinischen Behandlung und Therapie. Kapitel zu den Themen Ethik, Recht und Hirntod runden das Werk gelungen ab. Aufgrund des Umfangs und des hervorragenden Inhalts kann „NeuroIntensiv“ auch weiterhin als das Standarwerk der neuologischen Intensivmedizin gelten, an dem kein Neurologe vorbeikommt, der sich etwas näher mit der Thematik befassen möchte.
    ©Neurologienetz 2017

  • Neurologie

    Werner Hacke
    Springer Verlag 2016, 14. Überarb. Auflage, 1039 S. € 69,99.-

    Das Werk „Neurologie“, ursprünglich von dem Neurologen Klaus Poeck konzipiert und herausgegeben, war seinerzeit eigentlich als gut verständliches Einsteigerwerk in die Neurologie für Studenten und Berufsanfänger konzipiert. Inzwischen eignet es sich allerdings hervorragend für den Praktiker sowie zur Facharztvorbereitung, nachdem sich die Erweiterung der Autorenschaft in einer inhaltlichen Erweiterung niedergeschlagen hat und selbst seltene neurologische Erkrankungen aufgeführt werden. Sehr gelungen sind die ersten Kapitel, die sich mit Anamnese, klinischer Untersuchung und typischen neurologischen Symptomen befassen und diese sehr verständlich dargelegen. Die Präsentation der Krankheitsbilder beinhaltet neben einer präzisen Schilderung der Symptomatik auch Empfehlungen zur Medikation mit Dosierungen. In sogenannten Facharztboxen werden seltenere Erkrankungen oder Spezifizierungen zu einzelnen Krankheitsbildern aufgeführt. Abschließend finden sich noch Ausführungen zur neurologischen Intensivmedizin, Rehabilitation sowie Neurogeriatrie. Insgesamt dürfte dieses Standardwerk zur Prüfungsvorbereitung ebenso wie im Praxisalltag insbesondere aufgrund seiner detaillierten Therapieempfehlungen gute Dienste leisten, wohingegen es für Studenten inzwischen allenfalls zur Vertiefung einzelner Gebiete angeraten werden kann.
    © Neurologienetz.de

     

  • Neuroanatomie - Struktur und Funktion

    Trepel, Martin
    Elsevier Verlag 2015, 6. Auflage, 432 S., € 38,99.-

    Das Werk ist als Lehrbuch für Studenten mit leicht verständlichen Texten und mit kurzen Absätzen konzipiert. Es bietet eine Einführung in die Neuroanatomie mit Erklärung von Grundlagen und Begriffen. Das Buch beinhaltet alle Aspekte von der Embryologie über die Anatomie, Histologie bis hin zur funktionellen Anatomie. Die Texte werden begleitet von hilfreichen Grafiken, Histologieschnitten sowie von kernspintomographischen und computertomographischen Bildern.
    In Form von „Klinik-Boxen“ werden klinische Bezüge zu relevanten Themen am Ende eines Absatzes hergestellt. Am Ende eines jeden Kapitels steht eine Zusammenfassung, die die wichtigsten Themen hervorhebt. Im Anschluss finden sich Fragen zur Überprüfung des besprochenen Themas inklusive Lösungen. Zudem bietet das Lehrbuch Fallbeispiele, an denen konkret geübt werden kann sowie eine Tabelle zur Übersicht aller Transmitterstoffe.
    Insgesamt ist es ein ideales Lehrbuch für Studenten, die die Neuroanatomie erlernen oder ihr bereits vorhandenes Wissen vertiefen wollen.
    © 2017 Neurologienetz.de, Melissa Harbrücker

     

  • Still Alice - Mein Leben ohne Gestern

    USA/Frankreich 2014

    Die hochgebildete Dr. Alice Howland (Julianne Moore) erlebt ihren 50. Geburtstag im Glück: Sie unterrichtet Linguistik an der Columbia Universität, ist mit John (Alec Baldwin), einem erfolgreichen Arzt verheiratet, und blickt stolz ihre drei bereits erwachsenen Kinder – die Juristin Anna (Kate Bosworth), der Mediziner Tom (Hunter Parrish) und die eher als Sorgenkind beobachtete künstlerisch interessierte eigenwillige Lydia (Kirsten Stewart). Mit großem Perfektionismus versucht Alice nicht nur, ihren Kindern und ihrem Ehemann zur Seite zu stehen, sondern arbeitet auch hart an sich, indem sie ihre Vorträge akribisch vorbereitet und sich durch sportliches Training körperlich fit hält. Doch schnell wird der Zuschauer Augenzeuge zunehmender kognitiver Ausfälle, die Alice selbst panisch registriert und zu analysieren versucht. Eine neurologische Untersuchung nebst genetischem Test bringen ans Licht, dass Alice an einer erblich bedingten, sehr früh einsetzenden Form der Alzheimer-Erkrankung leidet. Diese Diagnose erschüttert die ganze Familie und der Film zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich es den einzelnen Familienmitglieder gelingt, mit dieser Thematik umgehen. Obgleich Alice mit durchdachten Techniken versucht, an ihrem Alltag festzuhalten und sich Selbstbestimmtheit bis zuletzt zu bewahren, schreitet ihr geistiger und körperlicher Zerfall in großen Schritten voran und mündet schließlich in eine tiefgreifende geistige Isolation, in welche selbst die sich nunmehr rührend um die Mutter kümmernde Tochter Lydia kaum noch durchzudringen vermag.

    Julianne Moore, die 2015 für ihre Rolle mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin geehrt wurde, hat die Kernaussage dieses erschütternden Dramas mit wenigen Worten treffend zusammengefasst: “Es geht um Identität. Es geht darum, wer man ist. Ich glaube, wir haben alle das Gefühl, dass wir die Summe unserer Erfahrungen, unserer Emotionen und unseres Intellekts sind. Wer ist man also, wenn man die Dinge verliert, durch die man sich definiert? Was ist dann noch übrig?“ Brillant, aber auch ungeheuer aufwühlend und schockierend haben die beiden Regisseure Richard Glatzer und Wash Westmoreland diese Frageestellung und Geschichte in Szene gesetzt, die auf dem 2007 erschienenen gleichnamigen Debütroman der Neurologin Lisa Genova basiert.
    ©Dr. Christine Thilmann, Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

  • Multiple Sklerose

    Schmidt R.M., Hoffmann F., Faiss J. H., Köhler W.
    Elsevier Urban & Fischer, 6. Auflage 2015, 474 S., € 84,99.-

    Kaum eine neurologische Erkrankung in der Neurologie ist einem so starken Wandel hinsichtlich des Wissens sowie der Behandlungsmöglichkeiten unterworfen wie die Multiple Sklerose. Um Betroffene bestmöglichst zu behandeln, sollte man sich daher als Neurologe besonders mit der aktuellen Literatur befassen. Hierzu ist das vorliegende Werk äußerst empfehlenswert. Den Autoren gelingt es, dem Leser den neuesten Wissenstand interessant und umfassend zu vermitteln. In den Kapiteln zu den Grundlagen der MS finden sich umfangreiche Erläuterungen zu aktuellen epidemiologischen Daten, Genetik und Umweltfaktoren sowie zur Pathophysiologie und Immunpathogenese. Zu knapp sind leider die Kapitel zur klinischen Symptomatik und Neuropsychologie. Mag auch die symptomatische Therapie sehr ausführlich erläutert sein, so sollte doch die typische Klinik der MS dem Umfang des Werkes entsprechend detaillierter dargestellt werden. Positiv zu beurteilen sind wiederum die Kapitel zur pathophysiologisch ansetzenden und experimentellen Therapie. Sehr informativ ist auch das Kapitel über die komplementären Therapien, mit dem sich zahlreiche Fragen von Patienten fachlich fundiert beantworten lassen. Informationen zum Patientencoaching, MS Nursing, Rehabilitation und gesundheitsökomischen Aspekten runden das Werk inhaltlich ab, so dass nach der Lektüre dieses Fachbuches kaum Fragen zur Multiplen Sklerose offen bleiben dürften.
    © Neurologienetz 2015

     

     

     

     

     

  • Migräne und Kopfschmerzen

    Agosti R., Diener H.C., Limmroth V.,
    Karger 2015, 416 S., € 69,95.-

    Dieses Werk setzt es sich zum Ziel, die häufigsten Kopfschmerzarten hinsichtlich Ursachen, klinischer Symptomatik und Therapie verständlich darzustellen. Es richtet sich an Fachärzte, Hausärzte, Therapeuten und Betroffene. Die Texte sind gut verständlich. Hervorzuheben ist die detaillierte und gut beschriftete Illustration. Schwerpunkt des Werkes ist die Migräne, die am ausführlichsten hinsichtlich Pathophysiologie, Symptomatik und Therapie beschrieben wird. Auch die weiteren, häufigsten Kopfschmerzarten wie der Spannungskopfschmerz oder die trigeminoautonomen Kopfschmerzen finden Eingang. Wichtige Differentialdiagnosen wie z.B. die Arteriitis temporalis oder die intrakranielle Hypertension hingegen werden zu knapp oder nur stichwortartig erläutert. Dafür sind wissenschaftlich nicht fundierte komplementäre Therapien wie die craniosacrale Therapie oder die Osteopathie sehr ausführlich behandelt. Lesenswert ist das letzte Kapitel, das einen schönen Einblick in die Geschichte der Kopfschmerzen über die Jahrhunderte hinweg gibt.
    Inhaltlich ist das Werk für Neurologen zu knapp gehalten, da für den Facharzt wichtige Aspekte fehlen; für Hausärzte, Therapeuten und Betroffene dürfte es jedoch gut lesbar und inhaltlich weitgehend ausreichend sein.  
    © Neurologienetz.de

     

     

  • Praxisbuch EEG: Grundlagen, Befundung, Beurteilung und differentialdiagnostische Abgrenzung

    Wellach I.
    Thieme Verlag 2015, 2., überarbeitete Auflage, 166 Abb., 386 S., €59,99.-

    Die Elektroenzephalographie hat in der Ausbildung junger Neurologen durch die zunehmende Bedeutung radiologischer Bilddiagnostik an Wert eingebüßt. Dennoch ist diese Untersuchungsmethode auch aus der modernen Neurologie nicht wegzudenken. Wichtigsten Stellenwert hat das EEG weiterhin in der Diagnostik in der Epileptologie, gefolgt von Fragestellungen in der Intensivmedizin und Gerontoneurologie. Der Autor hat hier ein Werk vorgelegt, das jedem Neurologen, der sich näher mit dieser Untersuchungstechnik befassen möchte, ohne sich zu sehr in Detailwissen zu verlieren, hilfreiche Dienste leisten wird. So werden einleitend die Grundlagen der EEG-Untersuchung hinsichtlich Technik, Neurophysiologie und Anatomie dargelegt, um sich dann ausführlich der Befundung zu widmen. Der zweite Teil stellt – reich bebildert – normale und abnorme Befunde dar. Alle Wellenformationen und Befunde werden durch Darstellung entsprechender Ableitungen verständlich erklärt. In die Darstellung der pathologischen Befunde fließen zudem differentialdiagnostische Überlegungen mit ein. Insgesamt ein Werk, das einerseits einen guten Einstieg in die Befundinterpretation des EEGS bietet, durch seine klare Struktur aber auch ideal zum schnellen Nachschlagen in der täglichen Befundinterpretation geeignet ist. Dementsprechend kann diese Fachbuch uneingeschränkt dem jungen Assistenzarzt, als auch dem niedergelassenen Neurologen empfohlen werden.
    ©Neurologienetz 2015

     

     

     

     

     

     

  • Klinikleitfaden Neurologie

    Klingelhöfer J, Berthele A.
    5. Auflage, Elsevier 2015, 906 S., € 49,99.-, € 40.- als eBook

    „Klinikleitfaden Neurologie“ lautet der Titel dieses Kitteltaschenbuches. Inhaltlich erwartet man ein knappes, prägnantes Buch für kurze schnelle Informationen. Dieser Leitfaden bietet inhaltlich indes schon lange das, was man für die übliche Routinearbeit benötigt, und genügt selbst den Ansprüchen des Facharztes, was aufgrund des Umfangs von immerhin 908 Seiten auch nicht unbedingt verwundert. Erläutert sind alle wichtigen häufigen und teilweise auch seltenen Erkrankungen der Neurologie, so daß der Leser sich anhand der guten Einteilung und des Registers rasch zurechtfindet. Somit eignet sich dieses Werk nicht nur zum schnellen Nachschlagen, sondern kann auch für spezifische differentialdiagnostische Überlegungen sowie diagnostisches Vorgehen genutzt werden. Selbst Dosierungsangaben wurden vom Autor aufgenommen, so daß der Inhalt für die meisten Fragestellungen, die sich im Rahmen der täglichen Routine ergeben mehr als ausreichend sein sollte. Dementsprechend ist „Klinikleitfaden Neurologie“ für die Arbeit im Krankenhaus für Neurologen, aber auch an der Neurologie interessierte Mediziner anderer Fachrichtungen hervorragend geeignet.
    © Neurologienetz 2015

     

     

     

  • Klinische Elektromyographie und Neurographie – Lehrbuch und Atlas

    Stöhr M., Pfister R.
    Kohlhammer Verlag 2014, 6., überarbeitete und erweiterte Auflage, 379 S., 325 Abb., 29 Tab., € 149,99.-

    Das vorliegende Fachbuch aus dem Kohlhammer Verlag ist seit Jahrzehnten das Standardwerk der elektromyo- und neurographischen Diagnostik. Auch die aktuellste Auflage dieses Werkes untermauert diesen Anspruch. Wie in den Vorauflagen umfasst der Inhalt das gesamte Spektrum der elektrophysiologischen Diagnostik, wobei sich hier auch selten durchgeführte Untersuchungen wie die Hochvoltstimulation und die inzwischen zunehmend häufiger durchgeführte autonome Funktionsdiagnostik finden. Das Werk ist in zwei Teile gegliedert: Im allgemeinen Teil werden detailliert die verschiedenen Untersuchungstechniken aufgeführt, und im speziellen Teil ist eine Vielzahl von Krankheitsbildern mit entsprechenden Befunden und Abbildungen aufgeführt, die ergänzend und teilweise differentialdiagnostisch (siehe z.B. Plexus brachialis Parese) erläutert werden.  Hier finden sich auch zentralnervöse Störungen wie z.B. dystone Erkrankungen. Die zahlreichen Abbildungen bieten eine sinnvolle Ergänzung zu den textlichen Ausführungen.
    Wie die Vorauflagen ist auch die aktuelle Version ein hervorragendes Werk, das in keinem Bücherschrank eines Neurologen fehlen sollte!

     

     

     

     

     

     

     


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  • Honig im Kopf

    Deutschland 2014

    Die 11 jährige Tilda (Emma Schweiger) zieht die Notbremse, - sie tut dies, um ihren an Alzheimer erkrankten und in seiner Verwirrung aus dem Zug gestiegenen, geliebten Großvater Amandus (Dieter Hallervorden) wieder in die Arme schließen zu können. Gleichzeitig wirkt diese Notbremsung aber auch wie ein Sinnbild für die plötzliche Besinnung ihrer zerstrittenen Eltern Niko (Til Schweiger) und Sarah (Jeanette Hain) auf das Wesentliche, die Emma durch ihr Verschwinden mit dem Großvater hervorruft. 
    Die Demenzerkrankung eines älteren Familienmitglieds, die inneren und zwischenmenschlichen Konflikte der in der Verantwortung - und meist auch mitten im Berufsleben - stehenden Angehörigen, die schwierige Entscheidung, den Erkrankten bei sich aufzunehmen und zu pflegen oder ihn in ein Heim einzuquartieren, die durchaus komischen, nicht selten aber nahezu lebensgefährlichen Situationen, die an Demenz erkrankte Menschen verursachen, - all dies gehört zum Alltag in unserer Gesellschaft und wird doch vielfach totgeschwiegen und tabuisiert.
    Til Schwieger greift diese Thematik mit seinem Team auf und zaubert einen Roadmovie, in dem die 11 jährige Enkelin Tilda mit ihrem dementen Großvater Amandus auf den Spuren seiner Vergangenheit nach Venedig reist. In einer Rückblende wird gezeigt, wie Amandus zuvor die Fassade des Familienidylls seines Sohnes und seiner Schwiegertochter durch seinen Zuzug und die zunehmende Verschlechterung seines Geisteszustandes zum Einsturz gebracht hat und ins Heim einquartiert werden soll. Auf ihrer Reise ergeben sich für Tilda und Amandus so manche Hindernisse, aber unverhofft finden sich doch immer wieder verständnisvolle Unterstützer, die sie ihrem Ziel näherbringen. Die zunächst zurückgelassenen und verzweifelten Eltern kommen währenddessen zu Hause zur Besinnung und machen sich als Team auf die Suche nach den beiden Ausreißern, um die anfangs so ausweglos erscheinende Geschichte, wenn schon nicht einem Happy End, so doch zumindest zu einem versöhnlichen Ausgang zuzuführen.
    Das schwer verdauliche Thema „Demenz“ ist in diesem Film mit Humor und Tiefgang zugleich aufgearbeitet, was einem breiten Publikum und nahezu allen Altersschichten eine Auseinandersetzung mit dieser Erkrankung und ihren Auswirkungen auf die Familienangehörigen und die Gesellschaft ermöglicht. Dieter Hallervorden berührt und überzeugt in der Rolle des dementen Großvaters von Anfang an und schafft es, in der Figur des Amandus sowohl die Krankheitsanzeichen als auch die Herzenswärme, die Verzweiflung und das ernsthafte Bemühen des Vaters und Großvaters authentisch zum Ausdruck zu bringen. Auch die junge Emma Schweiger glänzt in der Rolle der Enkelin Tilda, die sie mit herzerfrischendem Charme und kindlicher Ernsthaftigkeit ausfüllt. Til Schweiger und Jeanette Hein hingegen treten als Eltern weitgehend in den Hintergrund und beweisen ihr schauspielerisches Talent zunächst vorwiegend in Wut-, Kraft- und Verzweiflungsausbrüchen, bis am Ende des Films ihre Vernunft siegt und sie geläutert für einen verträglichen Ausgang des Dramas verantwortlich zeichnen. 
    Sehenswert ist der Film nicht zuletzt wegen seiner wunderbaren Bilder des Familiensitzes „Gut Rosenbach“, der durchreisten Landschaften und natürlich Venedigs. Als Tüpfelchen auf dem i gibt es noch ein Stelldichein großer Schauspieler, namentlich Jan-Josef Liefers und Katarina Thalbach in Nebenrollen und selbst Udo Lindenberg in einer Statistenrolle, - ein Film für die ganze Familie, zum Lachen, Nachdenken und gemeinsamen Diskutieren!
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  • Praxisbuch Evozierte Potenziale

    Buchner, H.
    Thieme Verlag 2014, 191 S. 114 Abb., € 49,9.-

    Das Praxisbuch "Evozierte Potentiale" ist als zweigeteiltes Werk konzipiert: Im ersten Teil werden die Grundlagen hinsichtlich Anatomie, technischer Einstellungen, Auswertung, Fehlerquellen sowie wichtiger klinischer Befunde dargestellt. Die Ausführungen sind auch für Anfänger dieser Untersuchungstechnik verständlich und vermitteln die wichtigsten Inhalte der EP-Diagnostik. Etwas ausführlicher hätte die Darstellung der Nicht-Standard-Untersuchungen wie z.B. Trigeminus- oder Nervus-cutaneus-femoris-SEPs sein dürfen. Erwähnenswert ist, dass in dem Buch auch die in der niedergelassenen Praxis selten angewandten ereigniskorrelierten Potentiale Eingang gefunden haben. Der zweite Teil des Buches befasst sich mit der klinischen Anwendung, wobei aufgrund der klinischen Relevanz die Krankheitsbilder Multiple Sklerose, spinale Läsionen, Polyneuropathien und Systemdegenerationen aufgeführt werden. Die Kapitel zu Eps bei Kindern und in der Psychiatrie sowie des operativen Monitorings dürften hingegen nur einen Teil der Leser ansprechen. Das Kapitel zur Hirntoddiagnostik dürfte zumindest für die Arbeit von Kliniken eine gewisse Relevanz haben. Im Anhang finden sich - knapp gefasst - die Richtlinien für die Ausbildung und Durchführung sowie Normwerte.

    Als Lektüre zur ersten Auseinandersetzung mit dieser Untersuchungstechnik ist das Werk gut geeignet, wobei man sein Wissen auch durch die Darstellung spezieller Fragestellungen vertiefen kann.
    © Neurologienetz 2015

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Leitlinien Klinische Neurophysiologie

    Bischoff C., Straube A.
    Kohlhammer Verlag 2014, 390 S. € 99,90.-

    Entsprechend seines Titel „Leitlinien Klinische Neurophysiologie“ untergliedert sich das Werk in einen allgemeinen Teil, der die neurophysiologischen Grundlagen und technischen Voraussetzungen darstellt und in einen speziellen Teil, der die Diagnostik bei spezielllen Krankheitsbildern behandelt. Hierbei werden Indikationen und typische Befunde, aber auch Fallstricke beim Untersuchungsgang aufgeführt. Hilfen bei der Strukturierung des Untersuchungsgangs als auch Befundinterpretationen ergänzen die Darstellung sinnvoll. Abschnitte zur autonomen Funktionsdiagnostik und Tremoranalyse fehlen ebenso wenig wie Ausführungen zur Nerven- und Muskelsononlogie. 
    Positiv hervorzuheben sind sowohl die Kapitel zur neurophysiologischen Diagnostik in der Intensivmedizin sowie bei Kindern als auch das übersichtliche, klar gegliederte Kapitel zur Ultraschalldiagnostik.
    Nicht zuletzt dank der klaren Strukturierung und übersichtlichen Darstellung gelingt es den Autoren mit ihrem Buch, dem Leser wertvolle Hilfe bei der Anwendung und dem Verständnis zur elektrophysiologischen Diagnostik zu geben, so dass man dieses Werk als sinnvolle Ergänzung zu der bis jetzt verfügbaren Literatur empfehlen kann. 

     

     

     

     

     

     

     

     

     


    ©Neurologienetz 2014

  • Läsionen peripherer Nerven und radikuläre Syndrome

    Mumenthaler M., Stöhr M., Müller-Vahl H., Tegenthoff M.
    Thieme Verlag, 10. Aufl. 2014, € 169,99.-

    Da dieses Standardwerk der peripheren Neurologie nunmehr bereits in der zehnten Auflage erscheint und wohl eines der wenigen Bücher in der Neurologie ist, um das man als niedergelassener Neurologe nicht herum kommt, mag man eine Rezension vielleicht für überflüssig erachten. Gleichwohl ist positiv hervorzuheben, dass auch diese Auflage inhaltlich mit fundierten Ausführungen, einer ausführlichen Darstellung der Klinik sowie gutem Bildmaterial in Form anatomischer Darstellungen und Befundphotographien glänzt. Das Einbringen der persönlichen klinischen Erfahrung der Autoren steht in ausgewogenem Verhältnis zu den aufgeführten Studien. Auch die Erläuterung kontrovers diskutierter Krankheitsbilder - herausgegriffen sei hier das „algetische Supinatorlogensyndrom" - komplettieren das gelungene Werk zusammen mit der Darstellung der immer wichtiger werdenden Diagnostikverfahren wie z.B. der kernspintomographischen Nerven- und Muskeldarstellung und sonographischen Untersuchungen. Wer die Vorauflage noch nicht sein Eigen nennt, dem sei diese 2014 erschienene Auflage empfohlen.
    ©Neurologienetz 2014

  • Neuro Imaging pocket

    Weidauer S., Stuckrad-Barre S. v.
    Börm Bruckmeier Verlag 2014, 1. Auflage, 368 S., € 24,95.-

    Einführend werden in dem Kitteltaschenbuch die Anatomie des Gehirns inklusive der Gefäße sowie die Grundlagen der neuroradiologischen Diagnostik erläutert. Im Atlasteil finden sich in 13 Kapiteln radiologische Bilder der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Auch wenn die Bilder dem Format geschuldet recht klein sind, gelingt es den Autoren dennoch, die Befunde verständlich dazustellen. Hier werden auch wichtige Differentialdiagnosen und Unterscheidungskriterien genannt. In Einzelfällen werden ergänzend klinische Befunde zu den Krankheitsbildern aufgeführt. Das Taschenbuch „Neuro Imaging pocket“ eignet sich gut zum Erlernen der wichtigsten Grundlagen der neuroradiologischen Diagnostik und ist zum Verständnis der Interpretation neuroradiologischer Befunde für klinisch tätige Neurologen sehr hilfreich.
    © Neurologienetz 2014

     

     

     

     

     

  • Neurologische Untersuchung

    Suchenwirth R., Dittel R.
    Neuromedizin Verlag 2014, 220 S. 189 Abb., 15 Tab., € 39.-

    Das Buch hebt sich aufgrund seiner Detailliertheit positiv von ähnlichen Werken ab. So findet man in diesem Werk zahlreiche Untersuchungstechniken, Zeichen oder praktische Untersuchungsanweisungen, die ansonsten selten beschrieben sind. Besondere Erwähnung verdient die Darstellung der Motorikprüfung, bei der die wichtigsten Muskelprüfungen detailliert in Text und Bild dargestellt werden. Die Autoren geben daneben auch Hinweise zur speziellen und erweiterten Anamneseerhebung und ergänzen ihr Werk mit einem Kapitel zur Neuropsycholgie. Dringend aktualisiert werden sollte das umfangreiche Bildmaterial, das einerseits zwar den Text hilfreich ergänzt, andererseits aber teilweise unpräzise ist. Insgesamt kann das Buch hilfreiche Informationen und Tipps zur neurologischen Untersuchung geben, so dass es sich für die alltägliche klinische Tätigkeit gut eignet.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     


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  • Bewusstseinsstörungen und Enzephalopathien

    Hansen H.-C.
    Springer Verlag 2013, 437 S., 125 Abb., € 99,99.-

    Das Werk nimmt sich dem komplexen Thema der Enzephalopathien und Bewusstseinsstörungen an, denen Ärzte insbesondere im Rahmen der Notversorgung und auf der Intensivstation begegnen. Inhaltlich konzentriert sich das Buch auf die selteneren Formen wie metabolische, infektiöse, psychisch-bedingte sowie anderweitig toxische Enzephalopathien. Nur gestreift werden akut-ischämisch-bedingte Enzephalopathien, deren Erörterung allerdings aufgrund der dazu bereits ausreichend vorhandenen Literatur auch entbehrlich ist. Etwas kurz geraten ist die Darstellung der epileptisch bedingten Bewusstseinsstörungen, die zumindest hinsichtlich der Klinik ein wenig ausführlicher hätten behandelt werden dürfen. Ansonsten überzeugt das Werk aber durch seine ausführliche Darstellung der oben genannten Enzephalopathien und Bewusstseinsstörungen, die klinisch, pathophysiologisch und hinsichtlich Diagnostik und Therapie erschöpfend dargestellt werden. Hilfreich ist auch ein eigenes Kapitel, das Parameter bezüglich des Verlaufs und der Prognose beleuchtet. Insgesamt ein Werk, das sich nicht nur zum Nachschlagen, sondern aufgrund der guten Aufarbeitung des Themas durchaus auch zur Vertiefung des Stoffes eignet.

     

     

     

     

     

     

     

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  • Fallbuch Neurologie

    Gerlach R., Bickel A.
    3. Auflage 2014, Thieme Verlag, 349 S., € 24,99.-

    Das Buch trainiert den Leser die erlernten theoretischen Kenntnisse auf die Praxis anzuwenden und führt ihn anhand von 95 Fällen aus dem Klinikalltag in die praktische Neurologie ein. Fragen leiten durch den diagnostischen Prozess zur Diagnosestellung und beziehen auch differentialdiagnostische Überlegungen mit ein. Die Autoren haben die verschiedenen Themengebiete der Neurologie inhaltlich gut abgedeckt. Die Fallauswahl ist somit sehr gelungen, die Abhandlungen sind kurz und verständlich gehalten, so dass man nach der Lektüre – zumindest hinsichtlich der behandelten Krankheitsbilder –  recht gut für eine mündliche Prüfung gerüstet sein dürfte. Gleichwohl sollte man sich bewusst sein, dass dieses Werk lediglich ergänzend hinzugezogen werden sollte und ein ausführliches Lehrbuch zum Nachschlagen und zur Vertiefung nicht zu ersetzen vermag.

     

     

     

     

     

     

     

     


    ©Neurologienetz 2014

  • Mehr als nur ein halbes Leben

    Lisa Genova
    Bastei Lübbe, 2013, 381 S., € 9,99.-

    Sarah Nicholson ist eine junge, zielstrebige Frau, die erfolgreich bei einem großen Unternehmen im Personalmanagement arbeitet. Gleichzeitig ist sie Ehefrau und Mutter dreier noch recht junger Kinder. Entsprechend anstrengend und klar strukturiert ist ihr Alltag. Zeit ist in ihrem Leben Mangelware, alles muß sie gut planen und organisieren. Auf dem Weg zur Arbeit erleidet sie bei einem Autounfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Als sie im Krankenhaus zu sich kommt, wird sich nach und nach bewußt, daß sie körperlich schwer behindert ist und an einem Neglect leidet,  so daß sie ihre linke Körperhälfte nicht mehr wahrnimmt. Die schwere Erkrankung zwingt sie dazu, vieles mühsam wieder zu erlernen und plötzlich geduldig zu sein.  Hat sie anfangs noch den festen Vorsatz, sich die Rückkehr in ihr früheres Lebenzu erkämpfen, ermöglichen ihr die erzwungenen Veränderungen eine andere Sicht auf ihr Leben und führen ihr vor Augen, dass es vielleicht gar nicht so erstrebenswert ist, ihr „altes Leben“ zurückzugewinnen.  Dieses sehr lesenswerte Buch läßt den Leser einerseits mit der Frage zurück, was im Leben wirklich zählt. Andererseits sind die Schilderungen des Neglects sehr anschaulich, so daß der Leser sich gut in die Protagonistin und den alltäglichen Kampf mit ihrer Behinderung hineinversetzen kann. Das Buch ist Neurologen, Angehörigen von Schlaganfallpatienten und auch Betroffenen sehr zu empfehlen!
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  • Drachen, Doppelgänger und Dämonen – Über Menschen mit Halluzinationen -

    Sacks, Oliver
    rowohlt 2013, 352 S., 22,95.-

    Mit in seinem neuesten Werk knüpft Oliver Sacks an seine vorherigen Bücher an. Der Autor präsentiert Fallgeschichten aus seiner langjährigen Praxis und widmet sich hier den Halluzinationen - so auch der Titel der englischen Originalausgabe. Dabei greift Sacks auch Darstellungen in früheren Werken auf, so dass „Sacks-Kenner" eine gewisse Wiederholung beklagen könnten. 
    Von besonderem Interesse dürften für Neurologen die Ausführungen zu Halluzinationen bei Migräneauren, Epilepsien, Narkolepsien und die komplex-visuellen Halluzinationen im Halbfeld sein, die in dieser Ausführlichkeit und Präzision in kaum einem Lehrbuch zu finden sind.
    Hinzu kommt, dass Sacks zumindest im deutschen Sprachraum zu den wenigen Autoren zählt, die neurologische Fallgeschichten sowie Ausführungen zu Erkrankungen – noch dazu unterhaltsam und überwiegend auch dem Laien verständlich - veröffentlichen. Von daher dürfte auch die Lektüre dieser Neuerscheinung lohnen!
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  • Epilepsie

    Dr. Günter Krämer
    Trias Verlag 2013, 4. überarbeitete Auflage, 415 S., € 19,99.-

    „Werden Sie Experte in Sachen Epilepsie“ liest man auf der Rückseite des Einbands. Dieses Versprechen erfüllt der Autor voll und ganz. Auf über 400 Seiten sind 200 Fragen zur Epilepsie verständlich und überaus detailliert beantwortet. Anders als viele andere Ratgeber, die sich auf die Darstellung einzelner ausgewählter Epilepsieformen beschränken, beleuchtet dieses Werk hier fast alle Krankheitsbilder und sämtliche Aspekte. Die Ausführungen zu den Themen Ursachen, Auslöser, Folgen, Untersuchungen und Verlauf sind fundiert und auch für Laien verständlich. Bewusst verzichtet der Autor auf eine detaillierte Darstellung der verschiedenen Medikamente. Dagegen sind z.B. operative Behandlungsmöglichkeiten oder anderweitige Fragen zum Behandlungsverlauf vorgestellt. Das für Betroffene besonders wichtige Kapitel „Leben mit Epilepsie“ läßt ebenfalls kaum eine Frage offen. Die Inhalte sind so informativ, daß sie nicht nur Betroffenen und Angehörigen wichtige Hilfestellungen geben, sondern auch Ärzten, die über kein profundes Wissen zu diesem Krankheitsbild verfügen, viele Fragen beantworten, die im Arzt-Patienten Gespräch auftauchen.

    Jedem Betroffene oder Angehörigen, der sich eingehender mit der Diagnose Epilepsie auseinandersetzen will, sei dieser hervorragende Ratgeber ans Herz gelegt. Nach seiner Lektüre wird kaum eine alltagsrelevante Frage zum Thema Epilepsie unbeantwortet bleiben.

     

     

     


    © Neurologienetz 2014

     

     

     

  • Patientenratgeber Kopfschmerzen und Migräne

    Gaul, C.; Totzeck, A.; Nicpon, A.; Diener, H.-C
    ABW Wissenschaftverlag, 114 S., € 9,95.-

    Dieser Ratgeber zum Thema „Kopfschmerz“ konzentriert sich inhaltlich auf die Erscheinungsformen Migräne sowie Cluster- und Spannungskopfschmerz und präsentiert diese hinsichtlich Pathophysiologie, Klinik, potentiellen Auslösern sowie medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien. Auch speziellen Aspekten wie Schwangerschaft sowie alternativen Behandlungen schenken die Autoren Berücksichtigung. Lobenswert ist zudem, dass auch eine Auseinandersetzung mit strittigen Themen wie der Botulinumtoxin-Therapie oder operativen Interventionen stattfindet. Insgesamt sind die Ausführungen verständlich und für die meisten Patienten sicherlich ausreichend. Zu knapp dargestellt ist allerdings die Migräneaura, die – insbesondere bei isoliertem Auftreten - selbst von Ärzten oft fehldiagnostiziert wird. Hier wären ausführlichere Erläuterungen hilfreich. Auch ausgewählte weitere Kopfschmerzformen sind zumindest kurz aufgeführt. Insgesamt ein guter Ratgeber, der die wichtigsten Fakten zum Thema Kopfschmerz knapp und verständlich zusammenfasst.
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurologische Akut- und Intensivmedizin

    Grabowski,A.
    Schattauer, F.K., 2013, 537 S., 234 Abb., 131 Tab., € 89,99.-

    Die neurologische Intensivmedizin hat in den letzten 15 Jahren - nicht zuletzt wegen der Einrichtung zahlreicher Stroke Units und ihrer zwischenzeitlichen Aufnahme in den Ausbildungskatalog für den Facharzt für Neurologie - zunehmend an Bedeutung gewonnen. Daher ist es erforderlich, dass sich angehende Fachärzte mit dieser Thematik auseinandersetzen, was mit diesem inhaltlich vorbildlich ausgerichteten Werk hervorragend gelingen dürfte: Vorgestellt werden nicht nur die intensivmedizinisch relevanten neurologischen Erkrankungen, sondern auch die für den Neurologen wichtigen internistischen Komplikationen auf der Intensivstation und der Stroke Unit. Der Autorenkreis setzt sich aus Neurologen, Internisten und Radiologen zusammen. Auch alltägliche praxisrelevante Aspekte wie Beatmung, Analgosedierung, Ernährung, Gefäßzugänge, Labordiagnostiksowie die Behandlung von Gerinnungsstörungen und des Säure-Base-Haushalts finden Eingang in das Werk. Hervorzuheben ist die Darstellung der neurologischen Krankheitsbilder, bei welcher insbesondere der Klinik, Diagnostik, Therapie und Differentialdiagnostik ein hoher Stellenwert eingeräumt wurde. Zudem wird der Text durch zahlreiche Tabellen, Abbildungen sowie Hinweissätze und sehr gutes Bildmaterial ergänzt. Verzichtet hat man hingegen unverständlicherweise auf die Darstellung der spezifischen klinisch-neurologischen Untersuchung des intensivmedizinischen Patienten. Dennoch insgesamt ein sehr empfehlenswertes Werk für alle Neurologen, die sich einen schnellen und doch umfassenden Überblick zum Thema der neurologische Intensivmedizin verschaffen wollen.
    ©Neurologienetz 2013

     

     

     

     

     

     

     

  • Autoimmunerkrankungen in der Neurologie

    Stangel, M.; Mäurer, M.
    Springer-Verlag, 2012, 277 S., 53 Abb., € 99,95.-

    Das Werk befaßt sich mit autoimmunvermittelten, neurologischen Erkrankungen als auch primär internistischen Kollagenosen und Vaskulitiden mit neurologischer Begleitsymptomatik. Hierbei finden geläufige aber auch selten in der klinischen Praxis anzutreffende Erkrankungen Eingang in dieses Fachbuch. Die Ausführungen berücksichtigen hierbei den neuesten wissenschaftlichen Stand, insbesondere bezüglich Pathophysiologie und Therapie. Hervorzuheben sind einerseits die exzellenten diagnostischen Vorgaben und Richtlinien, andererseits die ausführliche klinische Beschreibung der Krankheitsbilder. Zahlreiche Tabellen und Abbildungen bieten gute ergänzende Übersichten.
    Wer sich ein tieferes Verständnis zu diesem Themengebiet aneignen will, ist mit diesem Werk gut beraten.

     

     

     

     

    © Neurologienetz.de

  • Vertigo – Leitsymptom Schwindel

    Brandt Th., Dieterich M., Strup M.
    Springer Verlag 2013, 2. Auflage, 143 S., 107 Abb.mit DVD, € 74,99.-

    Wie die Erstausgabe besticht auch die zweite Auflage dieses Werks durch die umfassende Darstellung dieses interdisziplinären Themas. Den Autoren gelingt es, die verschiedenen Krankheitsbilder, die das Symptom Schwindel auslösen, umfassend darzustellen. Der Fokus liegt sehr praxisbezogen auf Anamnese und klinischer Untersuchung, anhand derer sich die meisten Erkrankungen bereits diagnostizieren lassen. Diese Punkte werden idealerweise durch Videos von Anamneseschilderungen durch Patienten und klinische Untersuchungsbefunde ergänzt. Auch die apparativen und bilddiagnostischen Untersuchungen sind sinnvoll durch radiologisches Bildmaterial, Schemata, zahlreiche Tabellen und anatomische Abbildungen veranschaulicht. Sowohl die Therapiemöglichkeiten als auch die Differentialdiagnosen werden detailliert beschrieben. Weitergehend interessierten Lesern kann das ausführliche Quellenverzeichnis dienlich sein.
    Aufgrund der exzellenten Darstellung des Symptoms Schwindel unter Einbeziehung aller relevanten Informationen ist dieses Fachbuch jedem Neurologen, HNO-Arzt und Hausarzt uneingeschränkt zu empfehlen!

     

     

     

     

     

     

  • Neurologische Differenzialdiagnostik mit DVD

    C. L., Mumenthaler M.
    Thieme Verlag 2012, 6. Auflage, 403 S., 339 Abb., 108 Videos, € 89,9.-

    Die ätiologische Zuordnung verschiedener Symptome stellt Neurologen immer wieder vor Probleme. Eine exakte Anamneseerhebung vorausgesetzt, kann dieses Werk dem Praktiker große Dienste leisten. Durch die genaue Differenzierung der Symptome in Art und Frequenz des Auftretens, Lokalisation, Begleitsymptomatik, Auslösern, Dauer und Belastungsabhängigkeit gelingt es dem Leser, zuverlässig differentialdiagnostische Überlegungen vorzunehmen. Hervorzuheben ist, dass auch seltene Erkrankungen Eingang in die Differentialdiagnostik finden. Zudem erleichtern die anschauliche Bebilderung und zahlreiche Tabellen das Verständnis. Hilfreich dürfte auch die konkrete Differenzierung zwischen ähnlichen Symptome sein, die die diagnostische Einordnung zusätzlich erleichtert. Besondere Erwähnung verdient schließlich die umfangreiche Videosammlung, die zahlreiche Symptome und Erkrankungen aufführt und auch hier differentialdiagnostisch gute Dienste leistet. Insgesamt ist auch die Neuauflage dieses Werks jedem klinisch tätigen Neurologen sehr ans Herz zu legen!

     

     

     

     


    ©Neurologienetz 2012


  • Liebe

    Warner Bros - Frankreich, Deutschland, Österreich 2012

    Nein, dieser Film zeichnet kein romantisches Bild der Liebe, erzählt keine von Sentimentalitäten geprägte Happy-End-Story, auch wenn man dies aufgrund seines Titels zunächst vermuten könnte. Vielmehr schockiert er den ahnungslosen Zuschauer mit seiner schonungslosen Darstellung des langsamen und schrittweisen Sterbens von Körper und Geist, beleuchtet die zunehmenden Gebrechlichkeiten und die Auswirkungen dieser Entwicklung auf den pflegenden Ehepartner und bleibt dabei doch ruhig, fast unheimlich ruhig.

    Erzählt wird die Geschichte von Anne (Emmanuelle Riva) und George (Jean-Louis Trintignant), einem alten, in Liebe verbundenen Ehepaar, die den Ruhestand und die gemeinsamen Ereignisse wie einen Konzertbesuch genießen, bis Anne eines Morgens am Frühstückstisch einen Schlaganfall erleidet. Es folgt ein Klinikaufenthalt mit einer Operation, die misslingt und eine dauerhafte halbseitige Lähmung Annes mit sich bringt. Die einst virtuose Pianistin ist nunmehr auf den Rollstuhl angewiesen und meistert die ungewohnte Hilflosigkeit anfänglich tapfer und scheinbar beherrscht, bis ein missglückter Suizidversuch ihre tatsächliche Gefühlslage erkennen lässt.
    Rührend kümmert sich George um seine geliebte Frau, die ihm jedoch immer mehr entgleitet, erfüllt ihr den Wunsch, nie wieder in eine Klinik verbracht zu werden, bis zur Selbstaufgabe und entlässt selbst seine einzige Hilfe, eine wenig einfühlsame Pflegerin, deren Umgang mit seiner Frau ihm würdelos und erniedrigend erscheint. Unterbrochen wird die Isolation der beiden nur kurz und von wenigen Menschen, z.B. vom Hausmeister und der Putzfrau, aber auch von einem früheren Klavierschüler Annes, der nunmehr selbst zum gefeierten Pianist avanciert ist. Selbst die einzige Tochter des Paares (Isabelle Huppert) vermag die verzweifelte Symbiose nicht aufzubrechen: sie - in der Mitte des Lebens stehend - ist dem Elternhaus entwachsen und zu sehr mit eigenen Problemen belastet, um die Bedürfnisse und Gedanken der Eltern nachvollziehen zu können.

    Dem Regisseur Michael Haneke, dessen Werk „Das weiße Band" bereits mit einem Golden Globe und zwei Oscar-Nominierungen ausgezeichnet wurde, gelingt mit „Liebe" die Darstellung einer tiefen Liebe, die die Konfrontation mit dem Alter, den Gebrechlichkeiten, mit Schnabeltassen, Verwirrtheit, versagenden Stimmbändern und dem Einnässen nicht abschreckt und die bereit ist, alles zu geben, sich selbst aufzugeben und letztlich sogar das loszulassen bzw. mit eigenen Händen dem erlösenden Tod zu übergeben, was man am meisten liebt. Keine leichte Kost, aber ein Lehrstück über das Leben und die Liebe, das noch lange zum Nachdenken anregt!

    © Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Elektrophysiologie in der Praxis

    Milnik V.
    Elsevier Verlag 2012, 2. Auflage, 408 S, >600 Abb.. € 49,99.-, als eBook 39,99.-

    Das Buch „Elektrophysiologie in der Praxis“ beschreibt alle in der Neurologie gängigen diagnostischen elektrophysiologischen Verfahren mit Ausnahme der Elektromyographie. Primär wendet sich das Werk an den Untersucher, so daß der inhaltliche Schwerpunkt auf der korrekten Durchführung der Untersuchung und möglichen Fehlerquellen liegt. Der Interpretation der Befunde wird hingegen wenig Beachtung geschenkt. Der Autor zielt darauf ab, den Leser in die Lage zu versetzen, die Plausibilität der Untersuchungsergebnisse durch die präzise Schilderung der Untersuchungsvorgänge und das Aufzeigen von Fehlerquellen zu verstehen und überprüfen zu können. Bezüglich der Neurographie werden die Ableitungen der häufigsten sensiblen und motorischen Nerven mit Zeichnungen oder Photographien verständlich dargestellt. Dies trifft ebenso auf die Ausführungen zu den evozierten Potentialen und zur EEG-Untersuchung zu. Auch die vegetative Diagnostik, Hirnstammreflexe und das MEP finden Eingang in dieses Werk. Darüber hinaus sind die technischen und theoretischen Grundlagen der genannten Untersuchungen erfasst.
    Der besondere Wert dieses Buches liegt in der exakten Beschreibung der Ableitungen und der möglich Fehlerquellen, - schon allein aufgrund dieser Informationen sollte dieses Buch einen festen Platz in jedem neurophysiologischen Labor haben.
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  • Vergissmeinnicht

    Lighthouse Home Entertainement - Deutschland 2012

    Nahezu unvorbereitet begleitet der Zuschauer den Ich-Erzähler David auf dem Weg in sein  Elternhaus, in dem Vater Malte und Mutter Gretel warten. Rasch wird klar, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Elternbesuch handelt: Die Mutter ist an Alzheimer erkrankt. In unfreiwillig komischen Gesprächen offenbart sich - auch für den Sohn überraschend - das Ausmaß ihrer Erkrankung. Während Vater Malte, von der Langzeitpflege ausgelaugt, einen Urlaub in die Schweiz antritt, übernimmt Sohn David vorübergehend seine Aufgaben und setzt sich das ehrgeizige Ziel, seine Mutter durch neue Anreize aus ihrer Zurückgezogenheit herauszureißen und  wieder aktiv in den Alltag einzubinden. Schnell muss aber auch er erkennen, dass seine Erfolge nicht von Dauer sind und ihm die Pflege alle Kraft abverlangt. 
    Schonungslos offen erhält der Zuschauer Einsicht in das Zusammenleben mit einem demenzkranken Menschen; dabei gelingt es dem diese Entwicklung dokumentierenden Sohn und Regisseur David Sieveking stets, die Würde seiner Mutter zu bewahren. Mehr noch: Während sich Gretel immer mehr verliert, macht sich ihr Sohn auf die Suche nach der Persönlichkeit seiner Mutter, recherchiert ihren Lebensweg von der früheren NDR-Journalistin hinzu Ehefrau und Mutter dreier Kinder, der Revolutionärin, Feministin, Geliebten und Frauengruppengründerin. Untermalt von Dokumenten aus Archiven, alten Photographien und Gesprächen mit Weggefährten wie beispielsweise  ihrem früheren Liebhaber zeichnet er das Bild einer willenstarken, kraftvollen, dynamischen und die Unabhängigkeit liebenden Frau, - stark kontrastierend zu dem nunmehr wie ein Kleinkind auf Hilfe und Fürsorge angewiesenen Menschen, den die Krankheit aus ihr gemacht hat. Dass Gretel gleichwohl im Schoß ihrer Familie, nicht zuletzt auch unterstützt durch Pflegekräfte, behütet ihren Lebensweg zu Ende gehen kann und ihre Persönlichkeit durch die nunmehrige Auseinandersetzung ihrer Familie mit ihrer Vergangenheit und ihrem Leben fortwirkt, dürfte sowohl Betroffenen als auch Angehörigen Mut machen und zeigt ohne Pathos und Dramatik ganz konkret Wege auf, wie das Leben im Falle einer solchen Diagnose weitergehen kann. So viel Positives man auch aus diesem Dokumentarfilm ziehen mag, so bleibt der Zuschauer letztlich aber doch allein gelassen mit der Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt bzw. ob eine einst so starke und auf ihre Autonomie bedachte Frau ihre Einwilligung zu dieser Dokumentation ihrer Erkrankung erteilt hätte.
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  • Parkinson-Syndrome und andere Bewegungsstörungen

    Oertel W., Deuschl G., Poewe W.
    Thieme Verlag 2012, 631 S., 226 Abb., 182 Tab., €119,99.-

    Die Autoren legen hiermit ein Fachbuch zu Bewegungsstörungen vor, das für die Mehrzahl der Leser keine Fragen offen lassen dürfte. Nicht nur der inhaltliche Umfang, sondern auch die präzisen Ausführungen zu Ursachen, Klinik und Therapie von Bewegungsstörungen sind herausragend.
    Mit den präzisen Empfehlungen zum therapeutischen Vorgehen beschränkt sich das Werk nicht nur auf die Darstellung gängigen „Lehrbuchwissens", sondern präsentiert auch zahlreiche studienbelegte Therapieoptionen. Selbst die im Praxisalltag so wichtige klinische Symptomatik wird erschöpfend erläutert. Zahlreiche Tabellen, Übersichten und Zusammenfassung ergänzen den Text oder fassen das Wichtigste prägnant zusammen, so dass sich eine Nutzung sowohl als Nachschlagewerk als auch als klassisches Lehrbuch anbietet.
    Ein Werk, das bereits mit der ersten Auflage zum Standardwerk für Bewegungsstörungen avanciert!

     

     

     

     

     

  • Ziemlich beste Freunde

    Senator Film - Frankreich 2011

    Gegensätzlicher könnten sie kaum sein: auf der einen Seite der wohlhabende querschnittsgelähmte und nahezu bewegungsunfähige Philippe (Francois Cluzet),der, umsorgt von seinem Personal, aber gleichwohl einsam, ein imposantes Pariser Palais bewohnt, und auf der anderen Seite der junge durchtrainierte Immigrant Driss (Omar Sy), der sich, gerade aus der Haft entlassen, neuorientieren muss, nachdem auch seine Mutter ihn aus der mit der mehrköpfigen Familie bewohnten Wohnung geworfen hat.

    Beide führt ein Bewerbungsgespräch für eine von Philippe ausgeschriebene Krankenpfleger-Stelle zusammen, die Driss zunächst lediglich als Alibibewerbung für seine Arbeitslosenversicherung benötigt. Philippe gelingt es, Driss für den Job zu ködern, und nach und nach werden sie „ziemlich beste Freunde".

    Wüsste man es nicht besser, man würde diese anrührende, Brücken schlagende Tragikkomödie wohl allzu leicht als unrealistischen Kitsch abtun. Doch nein, sie beruht auf einer wahren Begebenheit, und so mag man der Geschichte dieser ungleichen Freundschaft eine Chance geben - und wird positiv überrascht. Natürlich werden Klischees bedient, wenn der Pfleger den an allen vier Gliedmaßen Gelähmten mit dem Maserati durch Paris kutschiert, seinen Rollstuhl tunt, um es ihm zu ermöglichen, die Touristen auf ihren Segways zu überholen, wenn er sich - mit kindlicher Naivität - in abstrakter Malerei versucht oder sich angesichts eines singenden Baumes in der Oper kaum mehr vor Lachen halten kann. Gleichwohl wagen es die Regisseure des Films, Olivier Nakache und ErikToledano, Tabus zu brechen und den Blick des Zuschauers zwischen den komischen Szenen auch immer wieder auf die grausamen Details des Lebens eines Tetraplegikers zu lenken: auf nächtliche Schmerz- und Panikattacken, Depressionen, die Notwendigkeit der Darm- und Blasenentleerung mittels Katheter und Beutel sowie die Unmöglichkeit, die vor dem Gesicht geschwenkte Schokolade zu greifen und ohne Hilfe essen zu können, was Driss grausam und doch wahr mit den Worten zusammenfasst: „Keine Arme, keine Schokolade!"

    Die rasche Abfolge der komischen und tragischen Filmsequenzen erlaubt es kaum, vor dem Ende des Filmes inne zu halten und eine Entscheidung zu treffen, sich ihm zu- oder abzuwenden. Man wird mitgerissen und hofft auf ein Happy-End für die beiden Außenseiter oder „Unberührbaren" (Intouchables), wie der Titel des französischen Originals lautet. Diese Hoffnung wird nicht enttäuscht. Die Zuschauer danken es: Der dritterfolgreichste französische Film aller Zeiten zieht die Zuschauer auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Kinos und wurde mit zahlreichen Nominierungen (u.a. für den europäischen Filmpreis 2012) und Preisen (so z.B. DIVA Publikumspreis 2012) ausgezeichnet.

    Sprachen: deutsch/französisch
    Länge 108 min.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Eine dunkle Begierde

    Universal Pictures - D/UK/Kanada 2011

    Die psychisch gestörte junge Russin Sabina Spielrein (Keira Knightley) wird 1903 in die Nervenklinik Burghölzi eingeliefert, wo sich der junge ambitionierte Dr. Jung (Michael Fassbender) ihrer annimmt und sie mit einer „Redekur" zu heilen versucht. Schnell erkennt Jung das Potenzial seiner intelligenten Patientin und binnen kurzer Zeit zeigt die Therapie erstaunliche Erfolge: Von der hysterisch-grimassierenden Patientin avanciert Spielrein zu seiner anmutigen Assistentin, studiert schließlich selbst Psychologie und promoviert. Ihr psychisches Erstarken korrespondiert jedoch mit der schleichenden Schwächung ihres Therapeuten, der sich in sie verliebt, gleichwohl zunächst - den Konventionen und Behandlungsmaximen entsprechend - den therapeutischen Abstand wahrt, letztlich jedoch ihrem Drängen auf sexuellen Kontakt nachgibt und erliegt. Jung scheint an seinem Doppelleben als Familienvater und Therapeut sowie Liebhaber seiner Patientin zu zerbrechen; es gelingt ihm zwar, die zerstörerische Beziehung zu Spielrein - zumindest körperlich - zu beenden, gleichwohl kann er sie nicht vergessen und sucht Trost nicht nur bei seiner ihn fürsorglich und auch finanziell unterstützenden Ehefrau, sondern auch in weiteren sexuellen Verhältnissen, während Spielrein, beruflich erfolgreich, heiratet und ein Kind von ihrem Ehemann erwartet.

    Parallel zur Beziehung Jungs mit Spielrein wird das Verhältnis zwischen Jung und dem älteren, fast väterlich wirkenden Wiener Kollegen Sigmund Freud (Viggo Mortensen) beleuchtet: Anlässlich der Behandlung Spielreins sucht Jung den Kontakt zu seinem Idol und tauscht sich mit ihm aus; es entwickelt sich ein wissenschaftlicher Dialog, der - nicht zuletzt angeheizt durch die Kontaktaufnahme Spielreins mit Freud - im Zerwürfnis endet, weil Jung Freuds Beschränkung auf den Sexualtrieb als Quelle alles Pathologischen ablehnt und Freud weder Jungs Begeisterung für Parapsychologie teilen, noch Verständnis für die ihm zur Kenntnis gelangende Grenzüberschreitung Jungs in Form des sexuellen Kontakts zu seiner Patientin aufbringen kann.

    Die kultivierten Dialoge sowie die zumeist helle und zivilisierte Szenerie dieser historischen Biographie, die auf dem Theaterstück „Die Methode" des englischen Dramatikers Christopher Hampton basiert, kontrastieren stark mit der „dunklen Begierde", die sich dem Zuschauer in den zahlreichen Dialogen offenbart und ihn in ihrer Unverblümtheit zu schockieren vermag. Dem kanadischen Regisseur David Cronenberg, der sich als Begründer des sog. Body Horrors mit seinen vorangegangenen Produktionen („Videodrome", „Die Fliege", „Tödliche Versprechen") einen Namen mit der Darstellung abstoßender Körperlichkeit gemacht hat, gelingt hier die Demaskierung der scheinbar heilen und nach außen hin so makellosen Mitglieder der Gesellschaft und die erbarmungslose Freilegung ihrer seelischen Abgründe und Schwächen.
    © Neurologienetz.de

    Sprachen: deutsch/englisch/spanisch/französisch
    Länge: 98 min.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Ein Tick anders

    Deutschland 2011

    Mit ihrem „Schluckauf im Gehirn", wie Eva ihre Erkrankung, das Tourette-Syndrom, bezeichnet, ist sie in der Tat einen „Tick anders". Das fällt kaum ins Gewicht, wenn sie sich im Kreise ihrer nicht eben durchschnittlichen Familie bewegt: Da überbieten sich die überengagierte, kaufsüchtige Mutter, der etwas tollpatschige und mit beruflichen Rückschlägen kämpfende Vater, der halbkriminelle Onkel und nicht zuletzt die Bomben bastelnde und Laub bemalende Großmutter mit ihren Marotten. Ruhe und Erfüllung findet Eva in der Natur, bei ihren kleinen stillen Freunden, den Molchen. Dieses selbst geschaffene Idyll, in das sich das junge Mädchen - von den Reaktionen ihrer Umwelt, ihren Mitschülern und der Schule frustriert - zurückgezogen hat, droht jäh zu zerbrechen, als ihr Vater einen neuen Arbeitsplatz findet und der Umzug der Familie von der ländlichen Kleinstadt in die Großstadt Berlin ansteht: Eva muss sich etwas einfallen lassen! Eigene Bemühungen, Geld zu verdienen und damit ihren Verbleib in der Heimat sichern zu können, scheitern, - nicht zuletzt aufgrund der unkontrollierbaren Tics, die ihren Gedanken so manches Mal drastisch Ausdruck verleihen und ihr damit in die Quere kommen. Gleichwohl nimmt Evs Geschichte - dank des kriminellen Potentials von Oma und Onkel, aber auch mithilfe ihrer Entschlossenheit, ihr Schicksal zu meistern und an ihren Träumen festzuhalten - eine überraschende Wende. So kommt es zu einem sonnigen Happy-End, das nicht eben realistisch anmutet, aber Hoffnung und Zuversicht vermittelt!

    © Neurologienetz.de

    Sprache: deutsch
    Länge: 85 min.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Das innere Auge

    Rowohlt, Oliver Sacks

    Wie in früheren Werken schildert Sacks in dem Werk „Das innere Auge“ Geschichten von Menschen, deren Leben durch neurologische Erkrankungen eine Wendung nimmt. Sacks betrachtet hier aber eben nicht nur die Krankheit, sondern sieht die Personen, die durch diese getroffen werden. Das macht den eigentlichen Reiz aller Fallgeschichten von Oliver Sacks aus. Auch wenn die Schicksale der Betroffenen von einer etwas zu heiteren und optimistischen Seite geschildert werden und die teilweise gravierenden frustrierenden Aspekte, die diese Erkrankung für die Erkrankten mit sich bringen, wenig beleuchtet werden, so ist es andererseits auch die Stärke des Autors, kleine positive Entwicklungen zu erkennen und seine Patienten in ihren Bemühungen zu unterstützen ihr früheres Leben wo gut wie noch möglich fortzuführen. Besonders interessant ist der zweite Abschnitt des Buches in dem Sacks die – hier durchaus mit ängstlichen Emotionen erlebte – eigene Erfahrung an einem Aderhautmelanom zu erkranken beschreibt.  Die Kombination aus eigener Krankheitsgeschichte und der scharfen Beobachtung der Auswirkung neurologischer Erkrankungen auf Einzelschicksale macht den Reiz dieses Werkes aus, so dass dieses Buch insbesondere für Neurologen und neurologisch Interessierte ein kurzweiliges und interessantes Lesevergnügen sein wird.
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Alzheimer und Demenzen

    Engel, S.
    Trias Verlag, 208 S., € 19,95.-

    Der Autorin gelingt es in diesem Werk hervorragend, nicht nur die Erkrankung “Demenz” und deren Ursachen, Diagnostik und Therapie für Laien verständlich zu erklären, sie gibt auch einen ausgezeichneten Ratgeber im Umgang mit Betroffenen an die Hand. Hier liegt sinnvollerweise auch der Schwerpunkt dieses Werks. Angehörigen wird gezeigt, wie sie Erkrankte in den Alltag integrieren können, dessen Kompetenzen stärken können und wie es gelingt, die Persönlichkeit möglichst lange zu erhalten. Hervorzuheben sind auch die Kapitel, in denen dargelegt wird, wie es Angehörigen gelingt, weiterhin auch ihren eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden. Abgerundet wird das Werk durch Hinweise zu rechtlichen Bestimmungen und Adressen, wo man weitere Hilfe erhält.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    © Neurologienetz.de

     

     

     

  • In die Sonne schauen - Wie man die Angst vor dem Tod überwindet - Irvin D. Yalom

    Yalom, Irvin D.
    btb 2010, 272 S., €9,99.-

    „Le soleil ni la mort ne se peuvent regarder en face.“ (Der Sonne und dem Tod kann man nicht ins Gesicht blicken.) Entgegen dieser Aussage des französischen Moralisten Francois de la Rochefoucauld scheut Yalom die Auseinandersetzung mit dem Thema „Tod“ nicht. Gleichwohl handelt es sich bei seinem Buch um ein lebensbejahendes Werk, das sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigt. Yalom, bekennender Atheist, beschäftigt sich - aus säkularer Sicht - mit dem Leben vor dem Tod und möchte den Leser ebenso wie seine Patienten dazu anleiten, ein erfülltes Leben im „Jetzt“ zu führen. In seinen Erzählungen berichtet er von Patienten, die ihn entweder wegen expliziter Todesängste konsultieren oder aber psychische Beschwerden aufweisen, die sich im Laufe der Therapie als eigentliche Angst vor dem Tod entpuppen. Sich seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst, beschreibt Yalom darüber hinaus ausführlich, wie er selbst sich mit der Endlichkeit des menschlichen Daseins auseinandersetzt und für sich einen Weg gefunden hat, diese zu akzeptieren und nicht an ihr zu verzweifeln. Die differenzierte Herangehensweise und Vielfalt der Denkansätze animiert den Leser zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Tod, um daraus eine eigene Haltung zu diesem Thema zu entwickeln. Für sich selbst zieht Yalom den Schluss, dass man der Angst vor dem Tod nur durch ein erfülltes Leben begegnen kann.
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurologische Differenzialdiagnostik

    Bewermeyer, H.; Fink, G.R.; Limmroth, V.
    Schattauer 2011, 466 S., 132 Abb., 155 Tab., € 99,90.-

    Primär wird der Leser eines Lehrbuchs zur Differentialdiagnostik neurologischer Erkrankungen davon ausgehen, dass dieses an Symptomen orientiert aufgebaut und nach deren zeitlicher Entwicklung unterteilt ist. Die Autoren dieses Werk hingegen beschreiten einen anderen Weg: Sie führen Symptomkomplexe auf, stellen die in Betracht kommenden Krankheitsbilder kurz dar und bezeichnen deren Unterschiede. Unterstützend finden sich Tabellen sowie Graphiken für Entscheidungsprozesse. Einerseits weist diese Herangehensweise Vorteile auf, da sie die Abgrenzung von Erkrankungen erleichtert, andererseits fehlen aber Kriterien, die eine rasche Entscheidungsfindung ermöglichen. Zudem sind die Kapitel teilweise nach Ursachen und nicht nach Symptomen unterteilt. Auch inhaltlich zeigt das Werk kleinere Lücken: Sucht man z.B. die Differentialdiagnose einer Ptosis, so wird man nicht fündig.
    Insgesamt ist der Ansatz der Autoren und auch der Verweis auf die evidenzbasierte Darstellung zwar interessant, das Konzept birgt jedoch - trotz vieler hilfreicher Aspekte für die tägliche Arbeit - einige Nachteile.

     

     

     


    ©Neurologienetz 2011

  • Vaskuläre Neurologie

    Hermann D.M., Steiner Th., Diener H.-Ch.
    Thieme Verlag 2010, 354 S., 205 Abb., 51 Tab., € 89,95.-

    Mit vaskulären Erkrankungen werden niedergelassene, aber auch insbesondere klinisch tätige Neurologen täglich konfrontiert. Da die Folgen dieser häufigen Erkrankungen, insbesondere was dauerhafte Behinderungen angeht, gravierend sein können, sollte jeder Neurologe fundiert über diese Kranheitsbilder informiert sein. Diesem Ziel nimmt sich das vorliegende Werk an. So wird ausführlich auf Risikofaktoren und deren Diagnostik eingegangen, deren spezifische Therapien dargestellt und häufige und seltene vaskuläre Krankheitsbilder mit entsprechender Klinik aufgeführt. Hier muss leider einschränkend bemerkt werden, dass ischämische Symptome und Syndrome nur stichwortartig aufgeführt werden, was in einem solchen Werk sicher etwas ausführlicher erfolgen dürfte. Detailliert werden hingegen die kardiovaskulären Risikofaktoren und deren Behandlung erläutert. Ebenso erwähnenswert ist, dass die Autoren ein Augenmerk auf sinnvolle und unsinnige Behandlungen sowie damit verbundene Fallgruben legen und auch mit veralteten Therapieprinzipien „aufräumen". Weitere Kapitel befassen sich mit der stationären klinischen - auch intensivmedizinischen- Behandlung sowie der Rehabilitation. Insgesamt bietet das vorliegende Buch einen umfassenden aktuellen Überblick über das Themengebiet vaskulärer Erkrankungen, so dass der Leser mit dem beinhalteten Fachwissen ausreichend gerüstet, diese Krankheitsbilder erkennen und spezifisch behandeln kann.

     

     

     

     


    ©Neurologienetz 2010

  • Multiple Sklerose - Klinische Neurologie

    Wiendl, H.; Kieseier, B.C.
    Kohlhammer Verlag, 2010, 229 S., € 45.-

    Der Fortschritt in der Erforschung der Multiplen Sklerose, insbesondere hinsichtlich neuer Therapien, zwingt zu Aktualisierungen und Neuerscheinungen. Wie bei den anderen Werke der Reihe „Klinische Neurologie" ist der hohe Praxisbezug dieses Buches hervorzuheben. Während die Klinik eingangs äußerst knapp abgehandelt wird, sind Differentialdiagnose und Pathogenese angemessen dargestellt. Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf der prophylaktische Therapie, insbesondere im Hinblick auf den schubförmigen Verlauf der Erkrankung, der sehr detailliert mit immunologischen Ansätzen erörtert wird. Die Autoren berücksichtigen auch die aktuelle Entwicklung und geben einen Ausblick auf etwaige zukünftige Behandlungsmöglichkeiten. Das Werk schließt mit Empfehlungen zur symptomatischen Behandlung sowie patientenrelevanten Informationen.
    Sucht man ein Buch zum Thema „Multiple Sklerose", das die aktuellen und zukünftigen Therapien umfassend beleuchtet, und kann man auf klinische Details verzichten, so ist man hiermit gut beraten.

     

     

     

     


    ©Neurologienetz 2010

     

  • Roter Faden Neurologie

    Dodel/Klockgether
    Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2010, 760 S., 136 farb. Abb., 63 s/w Tab. €44.-

    Lehrbücher zur Neurologie gibt es zu genüge, möge man meinen. Doch dieses Werk hebt sich schon im ersten Kapitel von anderen ähnlichen Werken ab. Leider findet die neurologische Untersuchung nicht mehr in alle Fachbücher Eingang, obwohl diese trotz der heutigen therapeutischen Möglichkeiten zusammen mit der Anamnese wichtigstes diagnostische Instrument ist. Auf über 100 Seiten werden diese Symptome und Syndrome ausführlich und verständlich aufgeführt. Die Kapitel zu den Erkrankungen stellen Anamnese, Klinik, Diagnostik umfangreich dar. Besonders hilfreich für junge Kollegen sind die Empfehlungen zum praktischen Vorgehen bei entsprechendem Krankheitsverdacht. Auch Differentialdiagnosen und Ausführungen zu Prognose und Verlauf finden sich. Die Therapien sind zielgruppenorientiert, wenig detailliert, d.h. ohne Dosierungsangaben. Hervorgehoben werden muss das sehr gute Kapitel zur Neuroorthopädie mit hervorragender Darstellung der Klinik. Abgerundet wird das Werk durch kurze Kapitel zur Rehabilitation, psychiatrischen Symptomen neurologischer Erkrankungen sowie hilfreichen Skalen & Scores. Beim Lernen hilfreich sind zahlreiche in die Kapitel eingearbeitete Fallbespiele, „Merke-Kästchen" sowie Kurzzusammenfassungen und Kommentare.
    Ein exzellentes Werk für Studenten, Berufseinsteiger und neurologisch interessierte Hausärzte
    ©Neurologienetz 2010

     

     

     

     

     

     

  • Das Gehirn

    Linden, David J.
    rororo

    David Linden erläutert in seinem Werk zahlreiche Fragen, die sich zwangsläufig stellen, wenn man sich mit dem Aufbau und der Funktion des Gehirns beschäftigt. Schon die ersten Kapitel zeigen auf, dass dieses Organ nicht perfekt geplant ist, sondern das Ergebnis einer langen evolutionsbiologischen Entwicklung darstellt. Die Entstehung von Religiosität führt der Autor beispielsweise auf die evolutionäre Gehirnentwicklung und die daraus resultierenden spezifischen Hirnfunktionen zurück. In weiteren Kapiteln wendet er sich den Themen „Liebe und Sex", der Funktion des Schlafens und des Träumens sowie der Gedächtnisbildung und der menschlichen Individualität zu. Die Aufarbeitung der Themen erfolgt detailliert und mit bemerkenswerten Ansätzen, so dass der interessierte Leser nach der Lektüre um einige Fakten und Ideen bereichert sein dürfte. Insgesamt handelt es sich um ein - insbesondere für Neurologen - äußerst lesenswertes Buch, da der Autor nicht krankheits-, sondern alltagsrelevante Gehirnfunktionen beleuchtet.
    © Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Kopfschmerzen / mit CD-ROM Reihe Klinische Neurologie

    Förderreuther, S.; Straube, A.
    Kohlhammer,W. Verlag GmbH, 2009, 262 S., 30 Abb., 151 Tab., € 49,90.-

    Die exakte Differentialdiagnostik von Kopfschmerzen setzt ein breites Basiswissen voraus. Dieses Buch handelt nicht nur die häufigsten „klassischen" Kopfschmerztypen ab, sondern führt auch ausführlich symptomatische Kopfschmerzen als Folge verschiedenster Erkrankungen auf. Hierbei wird besonderer Wert auf die klinische Symptomatik gelegt, die detailliert aufgeführt ist. Hervorgehoben sind bei allen Erkrankungen die IHS-Kriterien, die eine präzise Diagnosestellung erleichtern sollen. Des Weiteren finden sich umfangreiches Bildmaterial sowie - zusätzlich auf CD-ROM - Informationen zu den bei Kopfschmerzen einsetzbaren Medikamenten und sehr hilfreiche Informationen für Patienten. Insgesamt handelt es sich - insbesondere aufgrund der guten Darstellung der symptomatischen Kopfschmerzen und der zusätzlichen Informationen auf CD-ROM - um ein informatives Fachbuch, das sowohl Neurologen als auch interessierten Hausärzten zur Lektüre zu empfehlen ist
    ©Neurologienetz 2007

     

     

     

     

  • Neuromuskuläre Erkrankungen, Reihe Klinische Neurologie

    Sieb J., Schrank B.
    Kohlhammer Verlag 2009, 332 S., 75 Abb., 60 Tab., € 59,90.-

    „Neuromuskuläre Erkrankungen" ergänzt die Reihe „Klinische Neurologie" als weiteres hervorragendes Fachbuch. Die Autoren setzen den Fokus auf die klinischen Aspekte der Krankheiten, ohne auf Detailinformationen zu verzichten. Einleitend finden sich Kapitel zu Symptomen, diagnostischen Verfahren und praktischen Hinweisen zum ärztlichen Vorgehen bei Verdacht auf eine muskuläre Erkrankung.Trotz der inzwischen großen Anzahl bekannter Muskelerkrankungen werden diese sehr übersichtlich dargestellt und die Unterschiede der verschiedenen Typen herausgearbeitet. Dem Leser werden einerseits charakteristische Klinik und Befunde einprägsam dargestellt, er kann sich aber andererseits bei näherem Interesse beispielsweise auch genetisches Detailwissen aneignen. Sinnvoll ergänzt werden die Ausführungen durch zahlreiche Tabellen und Abbildungen. Wünschenswert wäre ein separates Kapitel zur spezifischen körperlichen Untersuchung. Da die Differentialdiagnostik dieser Erkrankungen klinisch tätige und niedergelassenen Neurologen immer wieder vor Probleme stelle, sei dieses Buch zur Vertiefung des Fachwissens jedem interessierten Kollegen empfohlen. 

     

     

     

     


    ©Neurologienetz 2009

  • Augenbewegungsstörungen

    Thömke F.
    Thieme Verlag, 2. Aufl. 2008, 358 S., 139 Abb., € 59,95.-

    Das Wissen über okulomotorische Störungen ist aufgrund ihrer Komplexität bei vielen Neurologen lückenhaft, obwohl Okulomotorikstörungen bei einer Vielzahl neurologischer Erkrankungen auftreten. Wer sich dieses Buches annimmt, wird feststellen, dass die Ausführungen hierzu in den meisten Lehrbüchern unvollständig sind. Der Autor vermittelt anatomische und klinische Grundlagen, bevor er in verständlicher Art und Weise die peripheren und zentralen Störungen der Okulo- und Pupillomotorik abhandelt. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Ausführungen zu den verschiedenen Nystagmusformen. Auch die im Zusammenhang mit Augenbewegungsstörungen stehenden neurologischen Erkrankungen werden en détail erläutert. Die zahlreichen Abbildungen und Tabellen vereinfachen das Verständnis der komplexen Sachverhalte.
    Das Werk führt exzellent und sehr ausführlich durch das schwierige Thema der Okulomotorikstörungen und ist jedem, der sich eingehender mit diesem Themengebiet auseinandersetzen möchte, wärmstens zu empfehlen.

     

     

     

     

    © Neurologienetz.de

     

     

  • Der einarmige Pianist - Oliver Sacks

    Sacks, Oliver
    Rowohlt

    „Musicophilia" lautet der Originaltitel dieses Buchs, der seinen Inhalt treffender beschreibt als der Verweis auf eine Anekdote in diesem Buch. Seit Jahrzehnten begeistert der Autor Oliver Sacks nunmehr mit seinen interessanten Fallgeschichten Laien und Fachleute. Auch in diesem Werk gelingt es ihm wieder meisterlich, Interesse an der Neurologie zu wecken und das in diesem Fachgebiet wenig beachtete Thema „Musik" spannend mit ihren vielen Facetten abzuhandeln. Inhaltlich werden anhand von Fallgeschichten seltene und eigentümliche Krankheitsbilder dargestellt, denen der Bezug zur Musik gemein ist. So berichtet Sacks z.B. über einen Chirurgen, der seine Liebe zur Musik nach einem Blitzschlag entdeckt, über die wunderbare Wirkung der Musik auf Parkinson-, Demenz- und Schlaganfallkranke, aber auch allgemein über die Wirkung der Musik auf das menschliche Gehirn. Sacks begegnet allen Betroffenen mit Respekt und Neugier, aber auch dem Wunsch, durch die sich ihm erschliessenden Kenntnisse den Patienten zu helfen. Anzumerken sei jedoch, dass die Geschichten und Ausführungen gewisse medizinische Kenntnisse voraussetzen. Eine äußerst interessante Lektüre sowohl für Neurologen als auch den musikbegeisterten Laien!
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  • Nervenkompressionssyndrome

    Assmus H., Antoniadis G.,
    Steinkopff Verlag 2008, 180 S. 200 Abb., € 54,99,95.-

    Die Autoren nehmen sich in diesem Werk der besonders in der niedergelassenen Praxis häufig vorkommenden Nervenkompressionssyndromen an. Neben der detaillierten Darstellung der operativen Verfahren werden hier auch ausführlich Anatomie, Klinik, Diagnostik und nicht-chirurgische Therapieverfahren beschrieben. Zudem ist auch für die diagnostische Tätigkeit das Wissen über die Möglichkeiten und die Verfahren chirurgischer Therapien zur Aufklärung des Patienten wichtig. Somit habe ich gerade deswegen auch als Neurologe das Werk mit besonderem Interesse gelesen. Inhaltlich werden alle wichtigen Nervenkompressionssyndrome der oberen und unteren Extremität umfassend dargestellt.
    Insgesamt kann das Werk neben der Zielgruppe der Neurochirurgen, spezialisierten Chirurgen und Orthopäden auch Neurologen, uneingeschränkt empfohlen werden.

     

     

     

     


    ©Neurologienetz 2007

  • Traumatische Schädigungen des Nervensystems - Reihe Klinische Neurologie

    Firsching R., Ferbert A.,
    Kohlhamme 216, 56 Abb., 15 Tab. 2008, € 59,90.-

    Die Autoren nehmen sich in dem Kompendium dem Thema „Schädigungen des Nervensystems durch Traumen" an. So werden Verletzungen des Kopfes, der Halswirbelsäule und peripherer Nerven abgehandelt. Aufgrund des geringen Seitenumfangs beschränkt sich die Darstellung auf die Grundlagen. So fällt thematisch auf, dass Verletzungen des Mylons im Bereich der BWS oder lumbosakrale Affektionen keinen Eingang in das Werk gefunden haben. Auch die Darstellung der Verletzungen peripherer Nerven ist kurz gefasst und nicht komplett. Das Hauptaugenmerk des Werks liegt offensichtlich auf den Schädelhirntraumen, deren Klassifikationen, Pathophysiologie, Bildgebung, weitere Diagnostik, Therapie und Prognose behandelt wird. Hervorzuheben ist das ausführliche Bildmaterial in diesen Kapiteln. Die Ausführungen zum Thema „Begutachtung" sind hingegen wiederum knapp, und das Kapitel für Angehörige ist in einem Fachbuch für Ärzte wohl eher überflüssig.
    Insgesamt handelt es sich um ein Kompendium, das zwar einen guten Überblick zum Thema gibt, jedoch inhaltlich unvollständig ist und daher nur als Einstiegslektüre empfohlen werden kann.

     

     

     


    ©Neurologienetz 2007

     

  • Kompendium der neurologischen Pharmakotherapie

    Block F.
    Springer Verlag 2008, 540 S. 38 Tab., € 29,85.-

    Der Autor nimmt sich in diesem Werk dem komplexen Thema der neurologischen Pharmakotherapie an. Praxisorientiert gliedert sich der Aufbau nach Krankheitsbildern, die sehr kurz umrissen dargestellt werden. Die Auflistung beschränkt sich aufgrund des Umfangs des Buches auf die häufigsten Erkrankungen. Positiv erwähnt werden muss das Kapitel zur Pharmakotherapie bei Schwangeren, das behandelnde Ärzte immer wieder vor Schwierigkeiten stellen kann. Die Empfehlung zur Pharmakotherapie umfasst die wichtigsten Medikamente, die übersichtlich und hinsichtlich der klinischen Relevanz dargestellt werden. Wichtig sind hier insbesondere die Angaben zu Medikamenteninteraktionen, die bei den Antiepileptika u.a. übersichtlich in Tabellen aufgeführt werden. Gelegentlich scheint die Wahl der Medikation z.B. von Antidepressiva etwas wahllos herausgegriffen zu sein. Überflüssig ist die teilweise bis fast zu einer Seite füllende Angabe der verschiedenen Hersteller und verfügbarer Dosen eines Wirkstoffes.
    Insgesamt ein Werk, das insbesondere zu Fragen zu Dosierung und Interaktionen im klinischen Alltag dienlich sein kann. Für vertiefende Informationen muss der Leser jedoch auf andere Werke zurückgreifen
    ©Neurologienetz 2007

     

     

     

     

     

  • Die Schopenhauer Kur - Irvin D. Yalom

    Yalom, Irvin D.; Carstens, Almuth
    btb

    Der renommierte Psychoanalytiker Julius Hertzfeldt ist 65, als bei ihm ein bösartiger Hautkrebs diagnostiziert wird. Dies wirft bei ihm die Frage nach den Erfolgen seines langjährigen Wirkens auf. Hierbei kommt ihm Philip Slate ins Gedächtnis, den er vor Jahren wegen seiner Sexsucht behandelt hatte, ihm aber letztendlich nicht helfen konnte. Hetrzfeldt sucht den Kontakt mit dem ehemaligen Patienten, der ihm schildert, er habe sich schließlich selbst durch die “Schopenhauer-Kur” geheilt. Yalom entwickelt hieraus einen intelligenten Roman, in dem er das Werk Schopenhauers und dessen Philosophie darstelllt und dessen Thesen im Rahmen einer Gruppentherapie diskutiert. Das Buch geht über eine reine Erzählung weit hinaus, in dem es philosophische Denkanstöße gibt, zwischenmenschliche Beziehungen beleuchtet und die daraus resultierende interessante Entwicklung der Charaktere darstellt. Ein hervorragendes Werk, an dem insbesondere an Philosophie und Psychotherapie Interessierte Vergnügen haben werden.
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen

    Buchner, H.
    Thieme Verlag, 2007, 201 S., 15 Abb., 44 Tab. € 29,95.-

    Das Taschenbuch zur neurologischen Differentialdiagnostik ist gedacht als schnelles, orientierendes Nachschlagewerk bei diagnostischen Überlegungen. Es ist in Oberkapitel gegliedert (Schmerz, Gangstörung, Querschnittssyndrome...), die nach Symptomen noch einmal unterteilt werden. Hierdurch gelingt ein schneller Zugriff auf die gesuchte Information. Der Inhalt kann dem Umfang des Buches entsprechend sich nur auf das Wesentliche beschränken. Somit finden sich auch nur häufige Differentialdiagnosen, so dass das Buch vorwiegend Berufsanfängern dienlich sein wird. Diesen werden auch die Hinweise bezüglich einer Dringlichkeit einer Diagnostik und erforderlichen Therapie hilfreich sein. Erfahrene Neurologen werden hingegen auf umfangreichere Werke zurückgreifen.
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  • Neurologische und neuropsychiatrische Aspekte der HIV-Infektion

    Arendt Gabriele, Reihe Klinische Neurologie
    Kohlhammer Verlag 2007, 318S., € 57.-

    Retroviren wie das HI-Virus haben als neurotrope Viren eine besondere Affektion zum zentralen und peripheren Nervensystem. Die Möglichkeit einer antiretroviralen Therapie hat die HIV-Infektion inzwischen zu einer chronischen Erkrankung gemacht. Aufgrund dessen ist die Kenntnis der neurologischen Folgeerkrankungen inzwischen von zunehmender Wichtigkeit. Das vorliegende Werk trägt dieser Bedeutung Rechnung. Es wird der aktuelle Wissenstand zu Genetik und Epidemiologie, Neuropathogenese sowie zur Zusatzdiagnostik dargestellt. Die Aufarbeitung der neurologisch asoziierten Erkrankungen, der opportunistischen Infektionen und psychiatrischen Komorbiditäten sind inhaltlich hervorragend, verständlich geschrieben und durch übersichtliche Tabellen und radiologische Bilder ergänzt. Abschließend finden sich Kapitel zu derzeitig verfügbaren Therapien und ein Kapitel mit patientenrelevanten Informationen, insbesondere zu Beruf und Rehabilitation. Das Buch ist uneingeschränkt sich mit HIV-Infektion befassenden Internisten, als auch Neurologen in Klinik und Praxis besonders zu empfehlen, da es inhaltlich deutlich über das in Standardwerken aufgeführte Fachwissen hinausgeht.
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  • Neurologie ”to go”

    Andreas Bitsch
    WVG Stuttgart 2007, 480 S., 38 Abb., 227 Tab., € 38.-

    Neurologie “to go” ist ein für den Praxisalltag konzipiertes Werk, das einen raschen Zugriff und eine durch die zahlreichen Tabellen exzellente Übersicht der gesuchten Informationen liefert. Dem Autor gelingt eine knappe und dennoch fundierte Darstellung der neurologischen und paraklinischen Diagnostik, der neurologischen Krankheitsbilder, der Pharmakologie und klinischer Skalen. Zudem finden sich wichtige Kapitel zur Differential- und Hirntoddiagnostik. So ist es durch die hohe Praxisrelevanz gelungen, ein Kitteltaschenbuch zu schaffen, das den Ansprüchen von Berufsanfängern ebenso genügt wie den Interessen von erfahrenen Kollegen. Inhalte wie z.B. die Tabellen zur Neurogenetik hingegen sind meines Ermessens Spezialwissen, das nicht Inhalt eines Buchs für die Kitteltasche sein müsste. Dennoch ist das Konzept des Herausgebers aufgegangen. Man kann hoffen, dass das Werk die entsprechende Resonanz unter Neurologen findet.
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  • Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter

    Zettl U.K., Köhler, W., Buchmann J.
    Thieme Verlag 2007, 112 S., 15 Abb., 39 Tab., € 29,95.-

    Die Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter stellt eine große Herausforderung an den behandelnden Arzt. Schwierigkeiten kann es bereits bei der Diagnosestellung geben. Nach neuesten Erkenntnissen ist die Erkrankung jedoch häufiger als vermutet. Die Autoren beschränken sich in ihrer Darstellung nicht auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der MS im Erwachsenenalter, sondern geben einen umfassenden Überblick über diese Erkrankung. Die Ätiologie, pathophysiologische Vorgänge, die typische Klinik werden ebenso detailliert erläutert wie Diagnostik, die diffizile Therapie und die Rehabilitation. Studienergebnisse, insbesondere zur Therapie mit Immunmodulatoren werden ausführlich erläutert. Ein separates Kapitel befasst sich mit Leistungspflichten der Krankenkasse sowie die Problematik der Aufklärung und Einwilligungsfähigkeit. “Erwachsenen”-Neurologen kann dieses Werk bei den spezifischen Fragen der kindlichen MS gute Dienste leisten.

    @ P. Thilmann 

     

     

     

     

     

  • Spezielle zerebrovaskuläre Krankheiten - Reihe Klinische Neurologie

    Ringelstein E.B., Nabavi, D. G.
    Kohlhammer Verlag 2007, 228 S., 25 Abb., 45 Tab, € 42.-

    Das Buch stellt die passende Ergänzung zum Werk “Der ischämische Schlaganfall” vom selben Autorenteam dar, da in diesem Buch die Differentialdiagnosen bzw. mögliche Ursachen des ischämischen Schlaganfalls eingehend erläutert werden. Außer den klassischen Diagnosen Hirnblutung und SAB werden auch Sinusvenenthrombose, Vaskulitidendas Moy-Moya Syndrom, seltene zerebrale Mikorangiopathien, die vaskuläre Demenz aber auch der juvenile Schlaganfall und die paradoxe Hirnembolie aufgeführt. Schwerpunkt liegt auch hier auf der typischen Klinik, der jeweiligen Diagnostik und der entsprechenden Therapie. Zahlreiche Tabellen und Abbildungen machen die Ausführungen übersichtlich und anschaulich. Wenig sinnvoll erscheint mir auch hier der abschließend aufgeführte Patientenratgeber, der lediglich den Arzt auf etwaige Fragen von Patienten und Angehörigen vorbereiten kann.
    ©Neurologienetz 2007

     

     

     

     

  • Fehlbildungen und frühkindliche Schädigungen des ZNS

    Jansen O., Stephani U.
    Thieme Verlag 2007, 264 S., 160 Abb., € 89.95-

    In diesem Buch werden die Fehlbildungen des Zentralnervensystems und frühkindlich erworbene Störungen mit besonderer Berücksichtigung der Neuroradiologie detailliert dargestellt. Die reichhaltige Bebilderung sowie die exakte Erläuterung der klinischen Befunde erleichtern das Verständnis. Zudem finden sich Ausführungen zur Pathophysiologie und ursächlichen Gendefekten. Schwerpunkt dieses Werks liegt auf der diagnostischen Einordnung und richtet sich hierbei nicht nur an Neuropädiater, sondern eben auch an Neurologen und Neuroradiologen. Da das Thema dieses Buchs in den meisten Standard Neurologiebüchern stiefmütterlich behandelt wird, sei Interessierten, die sich eingehender mit diesen seltenen Krankheitsbildern beschäftigen wollen, dieses Werk empfohlen.
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  • An Ihrer Seite

    Kanada 2007

    Es beginnt mit kleinen Gedächtnisaussetzern: Fiona (Julie Christie) weiß nicht mehr, wo die gerade abgetrocknete Bratpfanne ihren Platz hat und stellt sie in den Kühlschrank. Wenig später entfällt ihr ein Wort und schließlich bestätigt eine Ärztin den beängstigenden Verdacht, dass Fiona an Alzheimer erkrankt ist. Diese Diagnose zerstört den harmonischen gemeinsamen Lebensabend, den Fiona und ihr Mann Grant (Gordon Pinsent) nach mehr als 40 jährig überwiegend glücklichen Ehejahren in ihrem idyllisch an einem See gelegenen Häuschen in Ontario verbringen. Als Fiona bei einer Skiwanderung schließlich die Orientierung verliert und nicht mehr nach Hause findet, steht ihr Entschluss fest: Sie zieht in ein Pflegeheim, um ihrem Mann diese Entscheidung zu ersparen und vorzusorgen, solange sie sich dazu noch in der Lage sieht. Grant widersetzt sich ihrem Ansinnen zunächst, muss ihren Wunsch letztlich aber ebenso respektieren wie die Anordnung der Heimleitung, wonach er während Fiona's ersten 30 Tagen in der Einrichtung keinen Kontakt zu ihr aufnehmen darf. Seine ersten Besuche nach Ablauf dieser Frist schockieren ihn zutiefst, denn Fiona erkennt ihn nicht wieder als ihren Ehemann; sie hat einen anderen Mann gefunden und ein erfülltes Leben in ihrer neuen Welt begonnen, deren Spielregeln Grant verletzen und ihm anfangs wie eine späte Rache für Versuchungen erscheinen, denen er einst als umschwärmter Literaturprofessor während der gemeinsamen Ehe erlegen war. Nach und nach lernt Grant jedoch, mit der Erkrankung seiner Frau umzugehen und seine nur noch auf eine Nebenrolle in ihrem Leben beschränkte Bedeutung zu akzeptieren, bis seine Liebe zu ihr ihn sogar so weit bringt, dass er die Wiederaufnahme des aus dem Heim entlassenen Nebenbuhlers veranlasst.

    Mag der Film aus medizinischer Sicht auch keine neuen Erkenntnisse und keine allzu realistische Darstellung des Krankheitsverlaufs und des Heimalltags darbieten, so gelingt der jungen Sarah Polley mit ihrem preisgekrönten Regiedébut doch ein eindrucksvolles Portrait einer großen Liebe, die auch an der die Welten der beiden Liebenden zerteilenden Alzheimererkrankung nicht zerbricht, sondern über sich hinauswächst.

    Sprachen: deutsch/englisch/französisch
    Länge: 110 min.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Parkinson Syndrome - Reihe Klinische Neurologie

    Schwarz J., Storch A.
    Kohlhammer Verlag, 1. Auflage 2007, 424 S.,€ 19,90.-.

    Das Werk bietet eine umfassende und detaillierte Darstellung des Morbus Parkinson sowie von Parkinson-Syndromen. Dies beinhaltet auch Differentialdiagnosen wie den Morbus Wilson, die Chorea Huntington, spinozerebelläre Ataxien und andere. Die Autoren führen neben aktueller medikamentöser und nichtmedikamentöser Therapien auch Spezifisches wie z.B. die problematische Therapie autonomer und psychiatrischer Symptome auf. Auch juristische Aspekte werden in einem separaten Kapitel erörtert. Ausblicke auf zukünftige Behandlungsmöglichkeiten finden ebenso Eingang wie Skalen und Scores im Anhang des Buches.
    Ein aufgrund der Aktualität und des Umfangs der Inhalte sowie der guten Gliederung sehr empfehlenswertes Buch zum Thema Parkinson.
    ©Neurologienetz 2007

     

     

     

     

     

  • Neuropsychologie Grundlagen, Klinik, Rehabilitation

    Goldenberg, Georg
    Elsevier 2007, 4. Aufl., 360 Seiten, 112 Abb., € 49,95.-

    Der Autor stellt in diesem Werk umfassend die Vielfalt neuropsychologischer Störungen vor. Schwerpunkt der Darstellung liegt auf der Praxisnähe, so dass die neuropsychologischen Defizite ausführlich mit Erläuterung normaler Funktionen und der entsprechenden Ausfälle detailliert dargestellt werden. Unterstützend werden zahlreiche Fallbeispiele aufgeführt. Die Ausführlichkeit und die klinischen Ausführungen ermöglichen dem Leser im Gegensatz zu theorielastigen Büchern ein einfaches Erlernen des teilweise komplexen Themengebiets. Wer ein übersichtliches, prägnantes und kurz gefasstes Werk sucht wird hingegen enttäuscht sein, da die Erläuterungen gelegentlich umständlich und übertrieben ausführlich wirken.
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

  • Polyneuropathien

    Neundörfer, B.; Heuss, D.
    Thieme Verlag 2007, 129 S., 62 Abb., 65 Tab., € 69,95.-

    Polyneuropathien sind in Klinik und Praxis häufige neurologische Erkrankungen, die den Untersuchenden nach Ausschluß der gängigen Ursachen vor größere differentialdiagnostische Schwierigkeiten stellen können. Hierauf wird von den Autoren auch der Schwerpunkt gelegt. Ergänzend erläutert werden diagnostische Methoden und deren Indikation, die ausführliche Darstellung der verschiedenen Neuropathien sowie entsprechend den insgesamt beschränkten Möglichkeiten die meist symptomatischen Therapien.
    Für den niedergelassenen Neurologen, der praktisch täglich mit diesen Erkrankungsbildern konfrontiert wird, erleichtert das Buch eine differenzierte Diagnostik und sofern möglich eine entsprechende Therapie.
    ©Neurologienetz 2007

     

     

     

  • Der Tag, an dem ich meine Stimme fand

    Mukhopadhyay, Tito R.
    rororo

    Dieser autobiographische Roman handelt von dem indischen Jungen Tito, der an Autismus erkrankt ist. Eindrücklich beschreibt er die innere Gefühlswelt eines autistischen Kindes und die Probleme, mit der Umwelt in Kontakt zu treten. Äußerst geduldig versucht Titos Mutter, ihrem Kind Brücken zu bauen und ihm die Kontaktaufnahme zu erleichtern. Trotzdem bleiben seine Reaktionen, die durch Ängste vor Veränderungen seiner Umgebung ausgelöst werden, für seine Mitmenschen nicht nachvollziehbar. Das Buch berichtet über den schwierigen, langen Weg zur Kommunikation, der anfangs mittels einer Buchstabentafel und später durch das Schreiben gelingt. Faszinierend ist der exemplarische Einblick in das Seelenleben von Autisten, denen eine tiefergehende Introspektionsfähigkeit bisher abgesprochen wurde. Zudem beeindruckt Titos poetische Ader, die sich in der Erzählung „Der Bewußtseinsbaum“ und seinen den Text ergänzenden Gedichte ausdrückt. Insbesondere Angehörigen, aber auch Kinder- und Jugendpsychiatern ist das Buch zum besseren Verständnis der Betroffenen ans Herz zulegen.
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  • Kognitive Neurologie

    Karnath H.-O.; Hartje W.; Ziegler W.
    Thieme Verlag 2005, 254 S., 63 Abb., € 79,95.-

    Neuropsychologische Defizite sind leider in der Neurologie immer noch ein häufig unerkanntes Problem. Aufgrund mangelnder Ausbildung sowie dem daraus resultierenden Fehlen an Erfahrung wird ihr Auftreten viel zu selten diagnostiziert. Daher kann auch eine gezielte Therapie nur selten erfolgen, wenn man einmal von den Aphasien absieht. Dies betrifft kognitive Störungen bei Schlaganfällen und Traumata ebenso wie degenerative Erkrankungen. Das Werk bietet einen umfassenden Überblick sowie eine ausführliche Darstellung der verschiedenen kognitiven Defizite bezüglich Diagnostik, Pathophysiologie, typischer Klinik und spezifischer Therapie. Die klinische Diagnostik am Krankenbett ist ebenso präsentiert wie verschiedene spezifische Testverfahren. Da gängige Lehrbücher das Thema Neuropsychologie meist nur am Rande ansprechen, ist dieses Buch jedem neurologisch tätigen Arzt als Pflichtlektüre anzuraten!
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

  • Motherless Brooklyn

    Lethem, Jonathan
    Goldmann Manhattan

    Im Mittelpunkt des Romans steht der unter dem Tourette-Syndrom leidende Lionel Essrog.
    Aufgewachsen in einem Waisenhaus erstarkt sein Selbstbewusstsein, als er zusammen mit drei weiteren Heimjungen vom Kleinkriminellen Frank Minna als dessen Handlanger -die “Minna Men” - angeheuert wird.
    Doch Minna wird ermordet, - nach und nach schafft es Lionel, sich aus seiner passiven Rolle zu lösen und letztlich nicht nur den Mord an seinem verehrten Chef aufzukären, sondern auch das Dickicht um dessen Machenschaften zu lichten.
    Ein nicht ohne Grund mit vielen Preisen ausgezeichneter Roman, den es vor allem wegen seiner kunstfertigen Sprachgewandtheit zu lesen lohnt! Dabei gelingt es dem Autor meisterhaft, den Leser einfühlsam in die Welt eines Tourette-Erkrankten zu entführen, indem er - nicht ohne Sinn für Humor, aber bar jeder Lächerlichkeit - dessen Innenansichten und typische Reaktionen der Aussenwelt in die Geschichte einfliessen lässt.
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Die Kunst, ein guter Arzt zu werden

    Von Troschke, Jürgen
    Hans Huber Verlag

    Was zeichnet heutzutage einen guten Arzt aus? Ist reines Fachwissen entscheidend? Oder vielmehr Empathie? Wer war ein guter Arzt? Jürgen von Troschke regt an, über das Arztsein nachzudenken. Er erläutert Ideale und Vorstellungen junger Medizinstudenten, gibt Einblicke in die Geschichte des ärztlichen Standes, nennt Vorbilder sowie Verfehlungen und versucht, die wünschenswerten Qualitäten eines Mediziners mithilfe von Arztbiographien und Arztromanen herauszuarbeiten. Seinen Ausführungen folgen zusammenfassende Empfehlungen für die Kunst ein guter Arzt zu werden. So eröffnet dieses Buch dem interessierten Mediziner während der verschiedenen Phasen seiner Tätigkeit neue Blickwinkel und gibt Anregungen, wie man auf seine Weise den eigenen Idealen am nächsten kommt.
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  • Der Versuch

    Darnton, Joe
    Goldmann

    Der dreizehnjährige Tyler erleidet bei einem Unfall schwere Gehirnverletzungen. Als der Neurochirurg Saramaggio dem verzweifelten Vater in Aussicht stellt, dessen Gesundheit durch die Implantation von Stammmzellen in das Gehirn des Sohnes wiederherzustellen, willigt dieser ein, nicht wissend, dass der Forscher Dr. Cleaver ganz andere Absichten verfolgt. Es entwickelt sich ein spannender, intelligenter Thriller an der Grenze zwischen Leben und Tod, Mensch und Maschine, der das gespaltene Verhältnis des Menschen zu den Möglichkeiten des technischen Fortschritts der Medizin und den damit verbundenen ethischen Problemen anhand der emotionalen Zerissenheit des Vaters darstellt.
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  • Die blinde Frau, die sehen kann

    Ramachandran, Vilayanur S.; Blakeslee, Sandra
    rororo 2002, 512 S., € 11,99.-

    Obwohl die Veröffentlichung des Buches von Vilayanur Ramachandran und Sandra Blakeslee schon einige Jahre zurückliegt, hat es an seiner Faszination bis heute nichts eingebüßt. So gelingt es dem indischen Neurowissenschaftler, die Neugier des Lesers an der Komplexität des Gehirns zu wecken. In seinen Geschichten über Phantomgliedmaßen und insbesondere das visuelle System bedient sich der Autor innovativer klinischer Denkansätze und beschreibt Experimente, die einen faszinierenden Einblick in die Funktionsweise des Gehirns erlauben. Anschaulich verdeutlicht er anhand seiner Versuche die Plastizität dieses komplexen Organs. Dabei gelingt es ihm, den neurologisch Kundigen ebenso anzusprechen wie den bisher mit diesem Thema wenig Vertrauten. Ramachandran wird zwar immer wieder mit Oliver Sacks verglichen,  doch stehen bei Sacks‘ Geschichten die von einer Krankheit Betroffenen im Vordergrund, wohingegen Ramachandran den Fokus auf die organischen Hintergründe lenkt und somit anhand seiner Versuche Rückschlüsse auf die Veränderungen im Gehirn zieht.
    Es handelt sich hier um ein für Neurologen äußerst lesenswertes und noch immer aktuelles Buch, nicht zuletzt weil es dazu anregt, die eigene Herangehensweise an Patienten und deren Erkrankungen zu überdenken.
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  • Iris

    Miramax - 2001

    Iris Murdoch ist eine gefeierte Autorin, die als junge Frau das Leben in vollen Zügen genießt. In ihrer Beziehung zu dem Literaturkritikers John Bayley ist sie stets der dominante Part. John Bayley muss die Launen seiner Partnerin ebenso ertragen, wie die ständige Gewissheit, dass er nicht der einzige Mann im Leben seiner großen Liebe ist. Trotzdem besteht die Partnerschaft in dieser Weise fort, bis eines Tages Iris erste Veränderungen auffallen. Die einst wortgewandte, selbstbewusste Autorin bemerkt, dass ihr bestimmte Sachen plötzlich erstaunlich schwer fallen. Sie leidet unter Gedächtnislücken und kommt mit gewohnten Alltagssituationen nicht mehr zurecht. Anfänglich leidet Iris Murdoch unter ihren Defiziten. Das Leiden geht im Verlauf der Erkrankung jedoch immer mehr auf ihren Partner John Bayley über, der von allen Liebschaften plötzlich der Einzige ist, der noch an ihrer Seite steht und den unaufhaltsamen Weg in die Welt des Vergessens mit ihr geht.

    Ein rührender Film, der die Alzheimer Erkrankung in Ihrer Grausamkeit, insbesondere für die Angehörigen von Betroffenen eindrücklich darstellt. Die Darstellung der Erkrankung ist das zentrale Thema des Films. Über die Autorin erfährt man im Film recht wenig. In den Extras der DVD findet man einen kurzen Ratgeber für Angehörige.

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    Sprachen: deutsch/englisch
    Länge: 87 min.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • A beautiful mind

    Dreamworks

    Der mit 4 Oscars ausgezeichnete Film schildert das tragische Leben des hochbegabten Mathematikers Dr. John Nash, der zu Zeiten seines Studiums im jungen Erwachsenenalter an einer schizophrenen Psychose erkrankt. Es folgen ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, Krankheitsrückfälle sowie der Versuch der Wiedereingliederung in den Universitätsalltag. Immer wieder holt Nash jedoch seine Krankheit, die ihm eine scheinbare Welt mit Verschwörungen erschafft, ein. Trotz seiner jahrelangen schweren Erkrankung erhält John Nash zusammen mit 2 Kollegen 1994 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

     

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    Sprachen: deutsch/englisch

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Mount Misery

    Shem, Samuel
    Knaur

    Der Folgeroman des Kultbuchs “House of God” beschreibt den weiteren beruflichen Werdegang von Dr. Roy Bash in der psychiatrischen Klinik “Mount Misery”. Wie in seinem Erstlingswerk fehlt es auch in diesem Werk nicht an bitteren Erkenntnissen und Seitenhieben auf das Gesundheitssystem und die Eigenheiten des ärztlichen, insbesondere psychiatrischen Berufsstandes. So wird Dr. Bash erkennen, dass eine Besserung nur durch eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes erreicht wird und dass Therapien und Krankheiten nach Forschungsinteressen erfolgen bzw. gestellt werden.
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  • Alzheimer

    Maurer, Konrad; Maurer, Ulrike
    Piper

    Das Buch über Alois Alzheimer ist nicht nur eine exzellent recherchierte Biographie des großen Wissenschaftlers, sondern bietet auch einen tiefen Einblick in die Psychiatrie der Jahrhundertwende. Auch des Wirkens namhafter Psychiater wie Kraeplin, Wernicke, Levy und anderer, sowie deren Bekanntschaft zu Alzheimer wird in diesem Buch geschildert. Interessant ist insbesondere wie breitgefächert die wissenschaftlichen Tätigkeiten zu damaliger Zeit waren und wie eng verbunden diese mit dem klinischen Alltag verknüpft waren. Eine höchst lesenswerte Biographie.
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  • Small World

    Suter, Martin
    Diogenes

    Eingebettet in eine Kriminal- und Familiengeschichte wird auf einfühlsame Weise die fortschreitende Alzheimer Demenz des 60-jährigen Konrad Lang geschildert, welchen mit der ihm seit Kindheitstagen verbundenen Familie Koch mehr als nur freundschaftliche Bande verknüpfen. Ausgelöst durch seinen Rückzug in Kindheitserinnerungen und mit Hilfe einer misstrauischen jungen Frau gelingt es, ein grausames Geheimnis zu lüften...
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  • The Tic Code

    e-m-s Company

    Der Film beschreibt die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem jungen, begabten Klavierspieler Miles und seinem Idol, dem Saxophonisten Tyrone Pike. Beide verbindet die Liebe zum Jazz und die gemeinsame Krankheit - der “Tic Code”. Der Film stellt auf eindrückliche Weise das Krankheitsbild des “Gilles-de-la-Tourette Syndroms” dar.
    Der Film wurde bei den Filmfestspielen in Berlin mit dem “Gläsernen Bären” ausgezeichnet.
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    Sprachen: deutsch/englisch

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Die Rote Couch

    Yalom, Yrvin D.
    btb

    Die Begegnung mit seinem älteren und renommierten Kollegen Seymout Trotter, der wegen eines Verhältnisses mit einer Patientin angeklagt ist, veranlasst den jungen Psychoanalytiker Ernest Lash dazu, den klassischen Therapieformen den Rücken zu kehren und sich auf das Experiment der von Trotter propagierten absolut ehrlichen Arzt-Klienten Beziehung einzulassen. Ein Versuch, bei dem er die List von Carol - erfolgreiche Anwältin und Ehefrau eines seiner Patienten - nicht eingeplant hat, die sich an ihm für die Trennung von ihrem Ehemann durch Verführung rächen will. Letztendlich werden unbemerkt Rollen getauscht, - aus der Patientin wird die eigentliche Therapeutin...
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  • Neuropsychologie

    Bryan Kolb, Ian Q.
    Wishhaq Spektrum Akademischer Verlag/Elsevier 1996, 2. Auflage, 574 S., € 51.-

    Dieses Werk umfasst beginnend mit der Entwicklungsbiologie und anatomischen Grundlagen die Funktion verschiedener Gehirnbereiche sowie losgelöst von anatomischen Strukturen höhere Funktionen wie Sprache, Emotionen, Verhalten Aufmerksamkeit und Bewusstsein und deren Störungen. Didaktisch erleichtert der klare Aufbau, der von den Grundlagen ins Detail geht, das Verständnis. Für Neurologen sowie an der Neuropsychologie interessierten Ärzten und Studenten sei dieses Werk sehr empfohlen. 
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen

    Green, Hannah
    rororo

    Der autobiographische Roman schildert den Krankheitsweg der 16-jährigen Deborah, die an Schizophrenie erkrankt und deswegen in eine psychiatrische Klinik gebracht wird. Dort wird sie von der einfühlsamen Ärztin Dr. Fried behandelt. Durch die Gespräche mit der Ärztin und die Freundschaft mit einer anderen Patientin findet sie langsam den Weg zurück in die Normalität.

    Auf unvergleichliche Weise wird in diesem Werk die Innenwelt einer schizophrenen jungen Frau dargestellt. Dem Leser wird die Möglichkeit gegeben, sich in die psychotische Gedankenwelt mit dem Verlust jeglichen Realitätsbezugs, der gestörten Gefühlswelt sowie den zerfahrenen Gedankengängen hineinzubegeben. Jeden, der beruflich oder privat bereits mit Psychosekranken zu tun hatte, wird dieses Buch durch die einmalige Schilderung von Seiten der Patientin faszinieren.
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  • Der Mann, dessen Welt in Scherben ging

    Lurija, Alexander R.
    rororo science

    Lurija schildert zwei neurologische Geschichten, die des russischen Offiziers Sassezki, der im zweiten Weltkrieg durch einen Granatsplitter eine Gehirnverletzung erleidet und des Gedächtniskünstlers Schereschewski. Die 3.000 seitigen Aufzeichnungen Sassezkis, in denen dieser versucht sein Leben zu rekonstruieren und Vergessenes festzuhalten, geben Lurija und dem Leser die Möglichkeit das Leid und die Probleme aus Sicht des Patienten zu erfahren. Lurija beschreibt nicht nur die neurologischen Defekte, sondern auch den Einfluss des Gedächtnisverlusts auf Leben und Persönlichkeit des Verletzten.

    Ebenso schildert er sowohl das scheinbar unbegrenzte eideistische Gedächtnis des Mnemonikers als auch die Probleme, die ein bildhaftes Gedächtnis auf dessen Lebensführung haben kann.

    Das Werk ist eine Pflichtlektüre für jeden Neurologen, die die interessante Möglichkeit bietet sich in die Welt von Patienten mit Gehirnverletzungen zu versetzen.

    Unverständlicherweise wird das Buch vom Verlag nicht mehr vertrieben, daher bleibt derzeit nur der Weg in die örtliche Bücherei.

    Es bleibt zu hoffen, dass dieses Werk bald wieder aufgelegt wird!
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

    Sacks, Oliver
    rororo

    Oliver Sacks berichtet in seinen Geschichten über “Defekte” und “Überschüsse”, womit es ihm gelingt, seine Patienten unter einer neuen, der Medizin eigentlich fremden Perspektive zu betrachten. Von besonderem Interesse sind diese Geschichten insbesondere für neuropsychologisch Interessierte. Den Geschichten folgt jeweils eine Nachschrift, in der die “Fälle” tiefer ergründet und neurologisch erörtert werden. Ein Glossar erläutert medizinische Fachausdrücke.
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  • Der große Patientenratgeber Multiple Sklerose

    Thomas Henze
    33. Auflage, Zuckschwerdt Verlag 2013, 322 S, € 19,90.-

    Zur Einführung werden kurz und verständlich Informationen über die Pathophysiologie sowie das diagnostische Vorgehen bei der Multiplen Sklerose erläutert. Die inzwischen breit gefächerten und dadurch für Laien schwer verständlichen medikamentösen Therapiemöglichkeiten zur Immunmodulation sind erfreulicherweise kurz gefaßt. Ohnehin wäre ein Ratgeber zu dieser Thematik aufgrund der zuletzt recht zahlreichen Neuzulassungen schnell überholt, zumal Patienten bei der Frage der immunmodulatorischen Therapie weitgehend ihrem behandelnden Arzt vertrauen müssen. Der Fokus dieses Patientenratgebers liegt vielmehr auf der ausführlichen Darstellung der verschiedenen Symptome der Multiplen Sklerose. Der Autor erläutert hierbei auch Symptome, die im Arzt-Patienten-Gespräch häufig nicht zur Sprache kommen, wie z.B. Darm- und Blasenstörungen, Sexualität oder Schmerzen. Hierzu werden medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten ausführlich dargelegt. Die Kapitel zu Multiple Sklerose und Sport, Rehabilitation und auch Palliativmedizin ergänzen den Ratgeber inhaltlich in sinnvoller Weise. Nachdem dieser Ratgeber Informationen zum gesamten Spektrum der Symptome der Multiplen Sklerose zusammenfasst, kann er Betroffenen uneingeschränkt empfohlen werden.
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  • Leben mit Parkinson – Achterbahn für Fortgeschrittene

    Dr. Helmut Schröder
    Trias Verlag 2015, 1. Auflage, 136 S., € 17,99.-

    Das Buch ist kein klassischer Ratgeber zur Parkinson Erkrankung, sondern - wie der Titel bereits vermuten läßt - ein Erfahrungsbericht des Autors, der selbst mit knapp 50 Jahren daran erkrankt ist. Eindrücklich schildert er, wie er die ersten Symptome wahrgnommen hatte, dass recht rasch die Diagnose gestellt wurde und wie er schließlich seinen eigenen Weg gefunden hat, mit dieser Krankheit zu leben, sie zu akzeptieren und trotz vielerlei Einschränkungen den Mut und die Lebensfreude nicht zu verlieren. Auch wenn das Buch insgesamt einen manchmal scheinbar zu positiven Eindruck über den Umgang des Autors mit solch einer schwerwiegenden Erkrankung vermittelt, so zeigt der Autor, selbst Arzt, wie man die Erkrankung annehmen und sich ihr zugleich entgegenstellen kann, um gleichwohl ein lebenswertes Leben zu führen. Auf diese Weise werden betroffene Leser motiviert, ihr Schicksal anzugehen und nicht aufzugeben. Im Rahmen der Krankheitsschilderung erläutert der Autor auch allgemeine Informationen zur Erkrankung, zu medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien; er schildert selbst persönliche Erfahrungen mit einer Tiefenhirnstimulation, so daß der Leser nicht nur Hilfestellungen im Umgang mit der Erkrankung, sondern zugleich wichtige medizinische Informationen hierzu bekommt. Da auch die Ehefrau des Autors im Buch immer wieder zu Wort kommt, wird auch die Perspektive der Angehörigen beleuchtet. So sei dieser Erfahrungsbericht insbesondere Betroffenen empfohlen, die mit ihrer Diagnose hadern und eine Hilfestellung im Umgang mit der Parkinson Erkrankung benötigen.

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  • Diagnose Epilepsie

    Günter Krämer
    Trias Verlag 2012, 2. Auflage, 144 S., € 14,99.-

    Der Ratgeber vermittelt die wichtigsten Grundlagen zur Epilepsie-Erkrankung. Nach einleitenden Ausführungen zu den Grundlagen und insbesondere den Auslösern und Ursachen werden die häufigsten Anfallsformen und Syndrome dargestellt, gefolgt von Angaben zur Diagnostik der Epilepsien. Das Kapitel zur medikamentösen Therapie ist erfreulicherweise kurz gehalten, da die Auswahl aufgrund der großen Zahl an verfügbaren Medikamenten dem Arzt vorbehalten sein sollte und den Rahmen eines Ratgebers sprengt. Alltagsrelevante Fragen wie Führerschein, Berufswahl, Reisen und Sport, aber auch Sexualität und Kinderwunsch sind ebenfalls abgehandelt, aber insgesamt recht knapp gehalten, so daß eine ausführliche ergänzende Beratung durch den Arzt unverzichtbar ist.
    Wer sich als Patient kurz und präzise mit der Diagnose Epilepsie, deren Auswirkung und insbesondere den verschiedenen Anfallsformen befassen will, dürfte mit diesem Buch gut beraten sein. Für eine tiefer ins Detail gehende Befassung mit der Erkrankung empfiehlt sich jedoch ein umfassenderer Ratgeber.
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  • Epilepsien – 200 Fragen und Antworten

    Dieter Schmidt
    Zuckschwerdt Verlag 2012, 8., überarbeitete und erweiterte Auflage, 170 S., € 14,90.-

    In 200 Fragen und Antworten können sich Betroffene ausführlich über die Erkrankung Epilepsie informieren. Im Gegensatz zu klassischen Patientenratgebern werden in diesem Buch viele detaillierte Probleme und Fragestellungen, die im Alltag von Epilepsiepatienten auftreten angesprochen. Der Inhalt umfaßt hierbei allgemeine Informationen zu den verschiedenen Formen der Epilepsie, die Untersuchungsmöglichkeiten und medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Besonders interessant dürften aber insbesondere Antworten auf alltägliche Sorgen wie „Verschlechtert sich das Gedächtnis bei Epilepsie“, „Dürfen Epilepsiekranke Kinder bekommen“ oder auch „Wem erzähle ich von der Epilepsie“, „Muss die Epilepsie dem Arbeitgeber gemeldet werden“ sein. Dadurch, daß dieser Ratgeber sich eben nicht auf das Allgemeinwissen der Epilepsie beschränkt, sondern vielerlei psychosoziale Themen und die Sorgen an Betroffener aufgreift ist das Buch für zur Lektüre Angehörigen und Patienten gleichermaßen zu empfehlen.
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  • NeuroRehabilitation - Ein Praxisbuch für interdisziplinäre Teams

    Frommelt P., Lösslein H.
    Springer Verlag 2010, 3. Auflage, 804 S., 108 Abb., 92 Tab., € 79,95.-

    Mit der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen muß sich zwangsläufig jeder neurologisch tätige Arzt befassen, ob in Klinik oder Praxis. Dennoch wird dieses Thema in der Neurologie jedoch, gemessen an seiner Häufigkeit, viel zu wenig beachtet. Diese Werk behandelt das Thema von den Grundlagen bis hin zu Detailwissen für in diesem Fachgebiet Erfahrene. So werden äußerst interessante historischen Aspekte, neurobiologische Grundlagen, sowie die Diagnostik neurologischer Störungen, und hier insbesondere bezüglich der neurokognitiven Funktionen, allgemein aber auch krankheitsspezifisch ausführlich erörtert. Entsprechende Therapiekonzepte finden sich natürlich ebenfalls. Den Auswirkungen auf Beruf und Fahreignung wird je ein eigenes Kapitel gewidmet.

    Durch die ausführliche Aufarbeitung des Themas, die interdisziplinäre Darstellung, die ergänzenden Informationen wie z.B. zur Historie sowie die übersichtliche und verständliche Darstellung der Inhalte, ist dieses Buch auch dem zu empfehlen, der nicht primär neurorehabilitativ arbeitet.

     

  • Psychische Erkrankungen Klinik und Therapie

    Berger, M.
    Urban & Fischer Verlag, 4. Aufl. 2012, 1.062 S., €149.-

    Mit Zugang zum Elsevier-Portal.

    Auch die 4. Auflage des Werks „Psychische Erkrankungen" dürfte die Erwartungen des fachkundigen Lesers erfüllen: Findet er in diesem Standardwerk der Psychiatrie doch neben präzisen Ausführungen zu den Grundlagen der Psychiatrie auch eine hervorragende Darstellung des aktuellen Wissens- und Forschungsstands psychiatrischer Erkrankungen und deren Therapiemöglichkeiten. Besonders hervorzuheben ist die leichte Verständlichkeit und Klarheit der Texte, dank derer sich dieses Fachbuch nicht nur für Psychiater zur Aneignung und Vertiefung spezifischen Fachwissens empfiehlt, sondern auch anderen Fachkreisen als exzellentes Nachschlagewerk dienen kann. Zahlreiche Fallbeispiele veranschaulichen die Inhalte und Tabellen ergänzen den Text sinnvoll sowie übersichtlich. Auch historische Aspekte sowie biochemische Krankheitsmodelle sind interessant dargestellt. Von hohem Nutzen dürfte einigen Lesern das Online-Angebot sein, über den der gesamte Inhalt via Internet abrufbar ist, was die tägliche Praxisarbeit und die rasche Recherche erleichtert. Hier finden sich auch weitere Inhalte wie z.B. Fragen zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung, Videos oder Ergänzungskapitel.

    Insbesondere für Fachärzte, aber auch für Interessierte anderer Fachrichtungen ist dieses Fachbuch uneingeschränkt zu empfehlen!

  • Einer flog über das Kuckucksnest

    Warnerbros 1998

    McMurphy wird aus einer Häftlingsanstalt wegen eines angeblichen Nervenleidens in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Dort muss er sich mit dem harten Regiment der dominanten Stationsschwester auseinandersetzen. Durch die Tatsache, dass er zu den Mitpatienten einen normalen Zugang sucht, treten immer wieder Konflikte auf der psychiatrischen Station auf. Die Stationsschwester versucht jegliche Form der Menschlichkeit und drohende Revolten im Keim zu ersticken. McMurphy nimmt die Herausforderung im ungleichen Kampf an.
    Der Film war ebenso wie der gefeierte gesellschaftskritische Roman von Ken Kesey eine weltweite Sensation.
    Er wurde mit 5 Oscars ausgezeichnet.

    Sprachen: deutsch englisch/spanisch
    Länge: 128 min.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Side Effects

    Senator Film - USA 2013

    Regisseur Steven Soderbergh überzeugt einmal mehr mit diesem 2013 in die Kinos gekommenen Pharmathriller, der den Zuschauer rasch in seinen Bann zieht und mit überragenden Schauspielern aufwartet:
    Der ambitionierte, jung-dynamische Psychiater Dr. Jonathan Banks (Jude Law) nimmt sich der labilen Emily (Mara Rooney) an, die ihn wegen ihrer Depressionen und Todessehnsucht konsultiert, als ihr Ehemann (Channing Tatum), ein Broker, aus dem Gefängnis entlassen wird, in dem er vier Jahre wegen Insiderhandels eingesessen hat. Der seinerzeitige durch die überraschende Verhaftung ihres Ehemannes eingeleitete abrupte Abschied vom jungen Eheglück im Luxusleben, sein Gefängnisaufenthalt und sein Drang, nunmehr wieder ins alte Leben und in die Gesellschaft zurückzukehren, scheinen Emily zu überfordern; Hilfe verspricht ein neues, allerdings hinsichtlich seiner Nebenwirkungen noch wenig erprobtes Antidepressivum. Banks nimmt Emily - auch auf Empfehlung ihrer früheren Therapeutin (Catherine Zeta-Jones) - in eine Studie zu dieser Wunderpille auf, nicht ohne allerdings auch vom Pharmahersteller entsprechend honoriert zu werden, und die Medikation schlägt an: Emily wird wieder lebens-, gesellschafts- und beziehungsfähig. Die Erfolgsgeschichte nimmt jedoch eine dramatische Wendung, als Emily unter dem Einfluss des Antidepressivums zu schlafwandeln beginnt und in diesem Zustand tötet. Banks kämpft für seine Patientin, um seinen Ruf und muss letztlich feststellen, selbst zum Spielball krimineller Machenschaften geworden zu sein...

     

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    Sprachen: deutsch/englisch
    Länge: 102 min.

     

     

     


     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Romantische Wissenschaft

    Lurija, Alexander R.
    rororo sience

    Alexander R. Lurija gilt als Begründer der Neuropyschologie. Er vertrat die “Romantische Wissenschaft”, die im Gegensatz zu der in seiner Zeit vorherrschenden Lehre Pawlows stand. Mit seinem Lehrer Wygotskij unternahm Lurija Expeditionen nach Usbekistan und Kirgisen, um dort den Einfluss von Sprache und Bildung auf menschliches Handeln zu erforschen. Weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Ergründung der Sprachentwicklung von Kindern sowie - gezwungenermaßen - die Diagnostik und Therapie von Hirnverletzten im II. Weltkrieg. Diese Autobiographie stellt die Beobachtungsgabe eines bedeutenden Wissenschaftlers zu Zeiten fehlender Möglichkeiten einer bildgebenden Diagnostik dar.
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  • Einer flog über das Kuckucksnest

    Kesey, Ken
    rororo

    Das Buch handelt von dem Spieler und Draufgänger R. P. McMurphy, der sich aufgrund angeblicher Geisteskrankheit in eine psychiatrische Klinik verlegen lässt, um seiner Haftstrafe in einem normalen Gefängnis zu entgehen und den Rest seiner Strafe auf angenehmere Art zu verbüßen. Schnell erkennt er allerdings seinen Irrtum. Die Station wird von der autoritären, keinen Widerspruch duldenden Oberschwester Miss Ratched geführt. McMurphy eckt immer wieder an, weil er in seinen Mitpatienten normale Menschen sieht und sie entsprechend behandelt. Er merkt rasch, dass es auf der Station weniger um humanen Umgang und Heilung als um Macht geht. McMurphy nimmt den Kampf gegen die Bevormundung scheinbar Benachteiligter auf. Das Werk zeichnet ein düsteres Bild der Psychiatrie, in der nicht der Patient, sondern der problemlose Stationsalltag im Mittelpunkt steht.
    Aufsehen erregte „Einer flog über das Kuckucksnest“ wegen seines kritischen Sicht des bestehenden Gesellschaftssystems.
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  • Wenn Parkinson kommt - Wigand Lange

    Lange, Wigand
    Gütersloher Verlagshaus

    Wigand Lange lebt seit über 10 Jahren mit seinem “Freund Parkinson”. Als Fortführung seines ersten Bandes beschreibt der Autor, wie er es geschafft hat, die Erkrankung nicht mehr als Feind zu sehen, den er bekämpfen muss, sondern wie er sich mit seiner Erkrankung arrangiert und ein erstaunlicher Selbstheilungsprozess einsetzt, der ihm eine ungeahnte Lebensfreude zurückgibt. Lange macht mit diesem Buch Betroffenen Mut, zeigt, dass ein Leben nur mit und nicht gegen die Parkinson Erkrankung möglich ist. Von ärztlicher Seite schwierig, aber nachvollziehbar sind die paramedizinischen Hilfen und die immer wieder beschriebene subjektive Beeinträchtigung durch “Elektrosmog”, die der Autor aufführt. Insgesamt ein Buch, dass vorwiegend für Betroffene und Angehörige interessant sein dürfte.
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  • Unser empathisches Gehirn

    Keysers, Christian
    C. Bertelsmann, 320 S., € 22,90.-

    Sind soziale Fähigkeiten in unserem Gehirn bereits angelegt? Woraus resultiert Mitgefühl? Gibt es eine neurobiologische Grundlage für Intuition? All diesen Fragen geht der Hirnforscher Christian Keysers in seinem Werk nach. Grundlage für seine Erklärung sind die Anfang der Neunziger Jahre entdeckten Spiegelneuronen. Anhand der Funktion solcher in verschiedenen Bereichen des Gehirns lokalisierten Nervenzellen versucht der Autor, diese bisher nur ansatzweise verstandenen Fähigkeiten des Gehirns zu erklären. Überzeugend legt er dar, warum die Spiegelneuronen hierzu einen entscheidenden Teil beitragen und unser Gehirn zu einem sozialen Organ machen. Schwerpunkt dieses Buches ist insbesondere die unbewußte menschliche Interaktion. Nachvollziehbar wird dargelegt, warum die Spiegelneuronen hier eine Schlüsselfunktion haben. Kritisch anzumerken ist allerdings, dass in der neurowissenschaftlichen Forschung derzeit vermehrt Zweifel daran vorgetragen werden, dass sich die oben angesprochenen Fragen allein mit den Funktionen der Spiegelneuronen erklären lassen, - ein Aspekt, dem Keyser in seinem Werk wenig Beachtung schenkt.
    Dennoch handelt es sich um ein empfehlenswertes Buch, weil der derzeitige Kenntnisstand der Spiegelneuronen-Forschung äußerst interessant präsentiert ist und die Neugier des Lesers bezüglich neuer Erkenntnisse zu diesem Thema weckt.
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  • Ratgeber Medikamentenabhängigkeit - Informationen für Betroffene und Angehörige

    Elsesser, K.; Sartory, G.,
    Hogrefe Verlag 2005, 73 S., € 9,95.-

    Medikamentenabhängigkeiten sind vielen Patienten unbewusst, da sich diese schleichend entwickeln. Dieser Ratgeber gibt Antworten auf die Fragen: Wann ist man abhängig? Welche Medikamente machen süchtig? Was ist der Unterschied ziwschen körperlicher und psychischer Abhängigkeit? Welche Möglichkeiten einer Behandlung gibt es? Wie verläuft diese? Zudem werden die Möglichkeiten fremder Hilfe durch Kliniken und Selbsthilfegruppen aufgeführt. Der Ratgeber ersetzt keine Therapie, kann aber ein erster Schritt der Auseinandersetzung mit und Bewältigung der eigenen Krankheit sein.
    © P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Progressive Muskelentspannung – Entspannungs-CD

    Hofmann, E.
    Hogrefe-Verlag 2005, Doppel-CD, € 19,95.-

    Die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson ist ein Verfahren, mit dem das Erkennen von Anspannungszustände des Köpers erlernt wird. Das Programm der CDs ist unterteilt in die „Langform liegend“ auf CD1, mit der die Technik durch eine wiederholte Anwendung erlernt werden kann und die zweite CD, auf der sich zur täglichen Anwendung Kurzprogramme zur Durchführung im Sitzen und im Liegen finden. Die CD verzichtet auf sphärische Musik, sondern fokussiert die Aufmerksamkeit auf die Stimme des Tutors und somit auf die körperliche Wahrnehmung. Das Erlernen gelingt rasch und durch die Kurzprogramme ist das tägliche Üben ohne großen Zeitaufwand möglich. Die Progressive Muskelentspannung ist geeignet zur Selbsttherapie von Schmerzerkrankungen wie Migräne und Spannungskopfschmerzen, für unruhig-depressive Erkrankungen als auch für alle Formen von Angsterkrankungen.
    © P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Epilepsie - Ein illustriertes Wörterbuch für Kinder und Jugendliche

    Hippocampus-Verlag 2004, 72 S., zahlreiche farbige Abb., €5,80.-

    Dieser Ratgeber hilft Kindern und Jugendlichen mehr über ihre Erkrankung und damit verbundene Begriffe und Fakten zu verstehen. Zahlreiche Persönlichkeiten, die ebenfalls an Epilepsie litten, werden dargestellt. So soll der Krankheit das Stigma genommen werden. Das Buch ist alphabetisch aufgebaut, um so einen schnellen Überblick zu bekommen. Die Erklärung erfolgt verständlich und wird durch zahlreiche Abbildungen ergänzt. Zudem finden sich Tipps zu Verhaltensweisen und den Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Insgesamt ein leicht verständlicher Ratgeber, der Betroffenen sehr ans Herz gelegt werden kann.
    P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Endlich frei von Angst

    Schwarz, Aljoscha; von Witzleben, Dr. Ines
    Gräfe und Unzer 2004, 160 S., € 14,90.-

    Dieser Ratgeber kann durch seine umfassende Darstellung eine gute Hilfe für an Angst Leidende sein. Er vermittelt die natürlichen Grundlagen der Angst und ihre krankhaften Formen, erklärt die mit Angst verbundenen Körperreaktionen sowie die Möglichkeiten einer Selbstbehandlung. Diese sind in mehrere Schritte aufgeteilt und beinhalten ein Vorgehen, das in dieser Form auch in ambulanten kognitiven Verhaltenstherapien verwandt wird. Hierzu werden Verhaltensweisen im Umgang mit angstbesetzten Situationen empfohlen, krankhafte Gedankengänge entschlüsselt, sowie Techniken zur Entspannung gelehrt. Durch das direkte Ansprechen des Lesers wird diesem das Vorgehen persönlich vermittelt. 
    Dadurch ist dieser exzellente Ratgeber sicher jedem Betroffenen eine wertvolle Hilfe auf dem Weg zurück in ein angstfreies Leben.
    © P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Ratgeber Kopfschmerz

    Bischoff, C.; Traue, H. C.
    Hogrefe Verlag 2005, 80 S., € 9,95.-

    Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Ihre Ursachen sind vielfältig. Treten Kopfschmerzen häufig auf oder werden sogar chronisch, können sie für Betroffene ebenso wie für Angehörige äußerst belastend sein. Der Ratgeber beschreibt die wichtigsten Kopfschmerzarten, den Spannungskopfschmerz, die Migräne sowie den medikamenteninduzierten Kopfschmerz. Dies ist sinnvoll, da das Auftreten und die Behandlung dieser Kopfschmerzformen auch durch den Betroffenen erfolgen kann, wohingegen die Behandlung anderer Kopfschmerzarten in die Hände eines Neurologen gehören. Dementsprechend werden dem Leser Faktoren aufgezeigt, die an der Entstehung und dem Aufrechterhalten von Kopfschmerzen eine Rolle spiele und wie diese auch in Eigenregie behandelt werden können.
    © P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Wenn die Panik kommt - Ein Ratgeber

    Silove, D.; Minacavasagar, V.
    Verlag Hans Huber 2006, 160 S., 15 Abb., 4 Tab., € 19,95.-

    Der Ratgeber befasst sich speziell mit dem Krankheitsbild “Panikattacke mit/ohne Agoraphobie”. Er klärt den Leser nicht nur umfangreich über das Krankheitsbild auf, sondern bietet gleichzeitig eine Möglichkeit der Selbsthilfe in 6 aufeinander aufbauenden Schritten an. Der Betroffenen kann also im Vorfeld, begleitend oder bei leichter Ausprägung, anstatt einer Psychotherapie eine Therapie in Eigenregie durchführen. Das Buch stellt hierbei die entscheidenen Punkte in der Denkweise von Betroffenen heraus und zeigt die fehlerhaften Gedankengänge und Verhaltensweisen auf.
    Die Selbsttherapie arbeitet mit der Einbindung des Lesers, der über seine eigenen Ängste nachdenken muss und angeregt wird, diese in Stufen anzugehen.
    Ein sehr gelungener Ratgeber, der vielen Patienten eine wertvolle Hilfe auf dem Weg zurück in ein angstfreies Leben sein kann. 
    © P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Autogenes Training

    Langen, D.
    Gräfe & Unzer Verlag, 128 S., € 12,90.-

    Autogenes Training ist eine der am weitesten verbreiteten Entspannungsmethoden. Zudem dient sie zum Kräfte Sammeln und der positiven Beeinflussung des Körpergefühls. Der Autor lehrt in diesem Ratgeber die Grundform dieser Methode. Das Werk ermöglicht es dem Übenden durch die Beschränkung auf das Wesentliche und die gute Darstellung eines schrittweisen Vorgehens das schnelle Erlernen dieser Entspannungsmethode. Das Erläutern individueller Formen erweitern die Anwendungsmöglichkeit. Das abschließende Kapitel mit Informationen zur Stärkung der Selbstheilungskräfte hingegen hat mit dem Titel hingegen wenig zu tun. Zudem erweckt der Autor den Eindruck, als sei Autogenes Training bei praktisch allen Erkrankungen hilfreich. Insgesamt ein zum Erlernen des AT guter Ratgeber, der jedoch in den angesprochenen Punkten falsche Hoffnungen weckt.

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Multiple Sklerose - Der große TRIAS-Ratgeber

    Maida, E. M.
    Trias Verlag, 251 S., € 19,95.-

    Die Multiple Sklerose zählt zu einer der häufigsten Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Diagnose löst bei Betroffenen meistens eine große Verunsicherung aus. In diesem Ratgeber wird die Erkrankung und mögliche Verläufe fundiert und sehr gut verständlich dargelegt. Des weiteren wird eingehend die Therapie akuter Schübe, der Schubprophylaxe sowie der begleitenden Symptome dargelegt. Hier wäre jedoch eine etwas kritischere Betrachtung der schubprophylaktischen Medikation wünschenswert gewesen. Hervorragend sind die Kapitel des Umgangs mit Begleitsymptomen, der Rehabilitation, sozialrechtlicher Fragen und der Auswirkungen auf die Psyche. Insgesamt ist der Ratgeber bis auf die o.g. Anmerkung Betroffenen und Angehörigen als wertvolle Informationsquelle zu empfehlen.
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  • Parkinson-Krankheit - Der große TRIAS-Ratgeber

    Ludwig, Dr. E.; Annecke, Dipl.-Psych. R.
    Trias Verlag 2007, 152 S., € 24,95.-

    Dieser Ratgeber informiert Betroffene und Angehörige auf ca. 150 Seiten umfassend zu allem Wesentlichen, was die Parkinson-Krankheit betrifft. So wird zuerst in verständlicher Weise erklärt, wie die Erkrankung entsteht und was dabei im Gehirn passiert. Die darauf folgenden Kapitel beschäftigen sich mit der Diagnosestellung, typischen und eher unbekannten Symptomen zu Beginn der Erkrankung, der Therapie und den Problemen, die im Verlauf der Erkrankung auftreten. Die Darstellung ist als durchgehend hervorragend zu bezeichnen: Alle Kapitel sind inhaltlich umfassend und für Laien verständlich, außerdem wurde klar darauf geachtet, auf die Interessen Betroffener einzugehen. Abschließend finden sich hilfreiche Tipps im Umgang mit den Symptomen der Parkinson-Erkrankung. Zudem werden die unterstützenden Behandlungsmöglichkeiten durch Logopädie, Ergotherapie und Krankengymnastik eingehend erläutert.
    Ein rundum gelungener Ratgeber, der jedem Betroffenen wärmstens zu empfehlen ist!
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  • Multiple Sklerose: Antworten auf die 111 wichtigsten Fragen

    Krämer, Günter ; Besser, Roland
    Trias Verlag 2006, 6. Aufl. , 231 S., 55 Abb., € 19,95.-

    Anhand eines Frage-Antwort Aufbaus werden in diesem Ratgeber alle denkbaren Fragen, die zur Multiplen Sklerose bei Betroffenen im Verlauf der Erkrankung auftreten können, eingehend und äußerst verständlich erläutert. Hierzu gehören neben den klassischen Fragen zur Ursache auch eine ausführliche Darstellung der verschiedenen Symptome. Ebenso wird detailliert auf Behandlungsmöglichkeiten eingegangen. Die Ausführungen sind auf dem neuesten Stand und gehen auch auf alltägliche Probleme wie das Fatigue-Syndrom, Blasen- und Mastdarmstörungen oder sexuelle Funktionsstörungen ein. Auch auf Fragen zu Impfungen, Schwangerschaft, Rehabilitationen und Probleme im Alltag wird eingegangen. 
    Der Ratgeber kann somit Betroffenen Antwort auf verschiedenste Fragestellungen geben und ihn bei auftretenden Problemen eine gute Hilfestellung, auch zur Vorbereitung auf Arztbesuche, bieten.
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  • Alzheimer-unabwendbares Schicksal?

    Flöel, Agnes
    Schattauer Verlag , 1. Auflage 2013, 130 S, € 19,95.-

    Das Werk will "kompaktes Wissen vermitteln für alle Berufsgruppen, die mit Alzheimer Patienten arbeiten und für Angehörige von Demenzkranken." Die Autorin gibt einen umfassenden Überblick über die Genese Frühdiagnostik, Diagnostik und Therapie, sowie das derzeitige Forschungsbemühen nach neuen Wirkstoffen. Im Kapitel „unsere Lebensweise - unsere Chance" stellt die Autorin, den derzeitigen Wissensstand zu spezifischen und allgemeinen Risikofaktoren der Alzheimer Demenz ebenso dar wie die Möglichkeiten einer - jedoch rein präventiven - Lebensführung. Die Kapitel über die Biomarker und die Suche nach neuen Wirkstoffen sind durchaus auch für den fachorientierten Mediziner lesenswert. Durchaus lobenswert ist das Glossar als Anhang. Die verschiedenen Termini, die bei der Problemdarstellung des Morbus Alzheimer Verwendung finden, werden dem Leser in verständlicher Weise erläutert. Kapitel mit Empfehlungen für Angehörige zum Umgang mit Demenzkranken sowie rechtlichen und sozialmedizinischen Fragen, die dieses Werk sinnvoll ergänzt hätten, fehlen aufgrund der rein medizinischen Ausrichtung des Buches leider. Insgesamt ein lesenswertes Buch, das kurz und prägnant laienverständlich den derzeitigen Wissenstand zur Alzheimer Demenz darstellt. 
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  • Parkinson - Die Krankheit verstehen und bewältigen

    Trenwalder, C.
    Schattauer Verlag 2012, 115 S., 42 Abb., € 19,95.-

    Dieser Patientenratgeber zum Thema Morbus Parkinson stellt die Erkrankung äußerst umfassend und laienverständlich dar. So werden einleitend primär die typischen körperlichen, aber auch die begleitend auftretenden nicht motorischen Symptome erläutert. Die weiteren Kapitel informieren den Leser zur Diagnostik und Therapie des Morbus Parkinson. Hier sind, außer den relevanten Medikamenten, auch invasive Behandlungsmöglichkeiten verständlich beschrieben; ebenso finden sich Ausführungen zu supportiven Therapien wie Logopädie, Physiotherapie und Psychotherapie. Das Kapitel „Leben mit Parkinson" beantwortet Alltagsfragen kurz und prägnant. Die Darstellung zum Vorgehen bei Operationen von Parkinson-Patienten rundet den Ratgeber gekonnt ab.
    Dank der kompetenten Aufbereitung und seinem umfassenden Inhalt dürfte dieses Werk interessierten Betroffenen und ihren Angehörigen wertvolle Hilfestellungen geben.
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  • Das Lewy-Body-Demenz Buch

    Whitworth, Helen Buell ; Whitworth, James
    Huber Verlag 2013, 334 S. € 28,95.-

    Mit der demographischen Entwicklung finden die Demenz-Erkrankungen zunehmend die breite Aufmerksamkeit des öffentlichen Interesses. Mit dem vorliegenden Buch wenden sich die Autoren primär an die Betroffenen und deren Angehörige und Pflegepersonen. Sie geben Antworten auf die Fragen: Was ist Demenz? Welche Besonderheiten weist die Lewy-Body-Demenz auf? Was sind die die Symptome? Wie stellt man die Diagnose? Wie ist der Verlauf? Welche Therapie? Wie verhalte ich mich als Angehöriger und Betreuer im Umgang mit den Betroffenen? Welche Möglichkeiten der Hilfe gibt es bei den kognitiven als auch körperlichen Defiziten? Welche rechtlichen und finanziellen Aspekte sind bei der Betreuung zu beachten? Auf alle diese Fragen gibt diese Broschüre in klarer, prägnanter für den Laien verständlicher Form ausführlich Antwort. Ärzte, die bei ihrer täglichen Arbeit mit dieser besonderen Demenz-Erkrankung konfrontiert sind, werden dieses Buch gerne als Hilfestellung dem aufgezeigten Personenkreis empfehlen.
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  • Diagnose Epilepsie

    Krämer, Günther
    Trias Verlag 2012, 2. Auflage, 144 S., € 14,99.-

    Der Ratgeber vermittelt die wichtigsten Grundlagen zur Epilepsie-Erkrankung. Nach einleitenden Grundlagen über Auslöser und Ursachen werden die häufigsten Anfallsformen und Syndrome dargestellt. Es folgen Ausführungen zur Diagnostik der Epilepsien. Das Kapitel zur medikamentösen Therapie ist erfreulicherweise kurz gehalten, da die Auswahl aufgrund der großen Zahl an verfügbaren Medikamenten dem Arzt vorbehalten sein sollte und den Rahmen eines Ratgebers sprengen dürfte. Alltagsrelevante Fragen wie Führerschein, Berufswahl, Reisen und Sport, aber auch Sexualität und Kinderwunsch sind ebenfalls abgehandelt, jedoch insgesamt recht knapp gehalten, so dass eine ausführliche ergänzende Beratung durch den Arzt unverzichtbar ist.
    Wer sich als Patient kurz und präzise mit der Diagnose Epilepsie, deren Auswirkung auf die Betroffenen und insbesondere den verschiedenen Anfallsformen befassen will, dürfte mit diesem Buch gut beraten sein. Für eine tiefer ins Detail gehende Befassung mit der Erkrankung empfiehlt sich jedoch ein umfassenderer Ratgeber. 

     

     

     

     

     

     

     

  • Der große Patientenratgeber Multiple Sklerose

    Henze, T.
    33. Auflage, Zuckschwerdt Verlag 2013, 322 S, € 19,90.-

    Der Fokus dieses Patientenratgebers liegt auf der ausführlichen Darstellung der verschiedenen Symptome der Multiplen Sklerose. Es werden Begriffe erklärt und Ursachen sowie diagnostische Verfahren verständlich dargestellt; die medikamentösen und nicht medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten sind ausführlich präsentiert. Damit der Autor schwerpunktmäßig die für Patienten im Alltag relevanten Fragen beantwortet. Informationen zu bekannten, sowie aktuellen Therapien sind hier sinnvollerweise kurz gefasst, da die Patienten hierbei letztlich auf die Erfahrungen und Empfehlungen ihres Arztes vertrauen können müssen und sich heutzutage vermehrt auch über das Internet zu diesen Fragen informieren. Die Kapitel zu Multiple Sklerose und Sport, Rehabilitation und auch Palliativmedizin ergänzen den Ratgeber inhatlich in sinnvoller Weise.
    Von ärztlicher Seite kann der Ratgeber Betroffenen uneingeschränkt empfohlen werden, da der Autor Antwort auf Fragen gibt, die im Arzt-Patienten-Gespräch häufig nicht gestellt werden, insbesondere zu Darm- und Blasenstörungen, Sexualität oder Schmerz.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Fahreignung bei neurologischen Erkrankungen

    Dettmers,Ch.; Weiller, C.
    Hippocampus Verlag 2004, 172 S., € 34,50.-

    Das Thema der Fahreignung bei neurologischen Erkrankungen wird in Praxis und Klinik im Regelfall nur bei Patienten mit Epilepsie thematisiert. Doch die Fahreignung ist auch bei zahlreichen anderen neurologischen und psychiatrischen Krankheiten eingeschränkt. Exemplarisch wird diese Thematik anhand der Darlegung rechtlicher Aspekte verschiedener Krankheitsbilder erläutert. Speziell aufgeführt werden die Multiple Sklerose, die Parkinson Krankheit, Epilepsien, aber auch einzelne Symptome wie die homonyme Hemianopsie, Aphasie und Querschnittslähmung. Besonders wichtig ist auch das Kapitel der kardiovaskulären Störungen, was im Bereich der Neurologie inbesondere die Problematik der Fahreignung bei Synkopen betrifft. Weitere Themen sind medikamentöse Beeinträchtigungen auf die Fahreignung sowie psychiatrische Erkrankungen inklusive Suchterkrankungen. Das Buch informiert zudem über ärztliche Aufklärungspflichten und Haftungsrisiken. Leider nur aus Betroffenensicht abgehandelt ist das Problem der Fahreignung nach Schlaganfall, was in der täglichen Praxis eine der häufigsten Fragen aufwirft. Ergänzend zu den “Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung”, die manches offen lassen, finden sich in diesem Werk Antworten auf ungeklärte Fragen.
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Psychiatrie

    Huber, G.
    Schattauer Verlag 2005, 7. Auflage, 859 S., 5 Abb., 45 Tab., € 59,00.-

    Die Neuauflage dieses Standardwerks der Psychiatrie bietet wie die Vorauflagen eine profunde Darstellung des Themengebiets. Bemerkenswerterweise ist das Buch von einem einzigem Autor verfasst, dessen langjährige klinische Erfahrung in die Krankheitsdarstellungen eingeflossen ist. Dementsprechend sind z.B. Therapieempfehlungen weniger evidenzbasiert als durch Erfahrungen geprägt. Die aktuellen ICD-10- und DSM-IV-Klassifikationen sind eingearbeitet und auch auf die historische Entwicklung von Krankheitsmodellen wird dezidiert eingegangen. Medikamentöse Therapieempfehlungen erfolgen mit genauen Dosis- sowie Eindosierungsangaben. Wichtige nicht medikamentöse Therapieansätze wie Sozio- und Psychotherapie sowie rehabilitative Maßnahmen sind ebenfalls ausführlich erläutert.
    Auch wenn sich das Werk u.a. an Studenten richtet, zeigt es sich inhaltlich eher auf Facharztniveau und ist daher Assistenzärzten der Psychiatrie ebenso ans Herz zu legen wie erfahrenen Psychiatern.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Therapielexikon Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

    Zaudig, M.; Trautmann-Sponsel, R.D.
    Springer Verlag 2005, 892 S., 27 Abb., € 64,95.-

    Das Buch versteht sich als Nachschlagewerk für im Praxisalltag auftretende Fragen. Es beinhaltet ca. 650 alphabetisch sortierte Einträge zu den Titelthemen. Für verschiedene Bezeichnungen finden sich entsprechende Querverweise. Die inhaltliche Darstellung ist sehr umfassend, beispielsweise werden Krankheitsbilder mit Definition, Klinik sowie medikamentösen und psychotherapeutischen Therapien angegeben. Auch die aufgeführten Medikamente werden mit Wirkung, Nebenwirkung, Indikationen, aber auch Wechselwirkungen beschrieben. Die Darstellung zeigt sich somit klar strukturiert. Sie lehnt sich inhaltlich bei den Krankheitsbildern am ICD-10 und DSM-IV an.

    Durch den Umfang des Werks sowie die erschöpfende Darstellung eignet sich das Buch gut zum schnellen Nachschlagen bei der täglichen Arbeit aber auch zur Prüfungsvorbereitung.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Medizinisches Spanisch Pocket

    Börm Bruckmeier Verlag 2005, 416 S., € 14,95.-

    Das Taschenwörterbuch ist ebenso aufgebaut wie Medizinisches Englisch Pocket. Es umfasst einen einführenden allgemeinen Wortschatz, einen spezifischen Wortschatz verschiedener Fachgebiete bezüglich der Anamnese, des Labors, des Personals u.ä.

    Ein separates Kapitel widmet sich dem zahnmedizinischen Wortschatz. Abschließend findet sich ein deutsch-spanisches und spanisch-deutsches Wörterbuch.

     

  • Medizinisches Englisch Pocket

    Börm Bruckmeier Verlag 2005, 416 S., € 14,80.-Börm Bruckmeier Verlag 2005, 416 S., € 14,80.-

    Das Taschenwörterbuch umfasst einen einführenden allgemeinen Wortschatz. Einen spezifischen Wortschatz verschiedener Fachgebiete bezüglich der Anamnese, des Labors, des Personals u.ä. Ein separates Kapitel widmet sich dem zahnmedizinischen Wortschatz. Abschließend findet sich ein deutsch-englisches und englisch-deutsches Wörterbuch.

     

     

  • Taschenführer ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen

    Dilling, H.; Freyberger, H.J.

    Dieses Werk enthält die internationale Klassifikation psychischer Störungen in der 10. Revision. Die Klassifikation ist ausführlich kommentiert und erleichtert somit differentialdiagnostische Überlegungen sowie die Diagnosestellung. Ergänzend finden sich die Entsprechungen der Klassifiaktion der DSM IV. Sehr interessant sind die im Anhang befindlichen kulturspezifischen Störungen.
    Für die praktische Arbeit ist diese Kompendium durch die übersichtliche und einfache Darstellung sehr nützlich.

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Medizinisches Französisch Pocket

    Börm Bruckmeier Verlag 2006, 352 S., € 14,95.-

    Endlich gibt es auch ein Wörterbuch für medizinische französische Begriffe. Dies wurde in bewährter Form verfasst. Der Inhalt ist somit untergliedert in den “Alltagswortschatz”, den nach Fachgebieten unterteilten “medizinischen Spezialwortschatz”, Formulierungen für das ärztliche Gespräch, den “zahnärztlichen Spezialwortschatz" sowie das “Wörterbuch”. Die Unterteilung ist zweckmäßig und ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die gesuchten Formulierungen oder Wörter. Für die Tätigkeit im Ausland ist es als Grundlage für die tägliche Arbeit sehr zu empfehlen. Sehr spezifisches Fachvokabular konnte durch den Umfang des Werks jedoch keinen Eingang finden.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Medizinisches Italienisch pocket

    Börm Bruckmeier Verlag 2007, 325 S., 14,95.-

    Wie die anderen Pockets dieser Reihe ist auch hier der Aufbau gleich gestaltet. Dem kurzen Alltagswortschatz folgen Kapitel zum medizinischen und zahnmedinischen Spezialwortschatz, der Wortschatz zum ärztlichen und zahnärztlichen Gespräch, sowie das Wörterbuch in beide Übersetzungsrichtungen. Auch dieses Pocket deckt die häufigsten Fachbegriffe ab und ist somit für den Auslandseinsatz im Rahmen von Famulatur und Praxisjahr geeignet.

     

     

     

     

     

     

  • Wörterbuch Medizin pocket

    Deschka, M.
    Börm Bruckmeier Verlag, 2009, 2. Auflage, 362 S., € 12,95.-

    Das Pocket-Lexikon „Wörterbuch Medizin" erläutert beinahe 10.000 medizinische Fachbegriffe und Fremdwörter sowie Terminologie ganz im Sinne eines Nachschlagewerkes in sowohl kompakter als auch übersichtlicher Weise.
    Fettgedruckte Stichwörter und eingerückte Erläuterungen sowie eine Orientierungsleiste am Buchrand schaffen Übersichtlichkeit und ermöglichen schnellste Orientierung und das Auffinden des gesuchten Begriffes.
    Der Autor hält die Worterklärungen kurz und prägnant. Indem auf genauere Erläuterungen einzelner Begriffe an anderer Stelle verwiesen wird, kann der Leser das Lexikon ganz entsprechend seinem Wissensstand und seiner zur Verfügung stehenden Zeit verwenden. So wird auf langatmige Textpassagen verzichtet und gleichzeitig eine Vertiefung des Gelesenen zur Verfügung gestellt. 
    Die Schwarz-Weiß-Abbildungen ergänzen an sinnvollen Stellen das Erklärte. Auch hier gilt das Motto: Ausreichend detailliert, aber ohne Ballast zu ausführlicher Einzelheiten. So ist es dem Leser möglich, einen schnellen Überblick und ein rasches Verständnis zu erlangen.
    Für den Kliniker besonders interessant ist der Anhang. Hier werden in tabellarischer Form wichtige Fakten dargestellt: Laborparameter, SI-Einheiten, Impfkalender, Kontagiosität, Inkubationszeiten, Periodensystem und KOF-Normogramm.
    Abschließend bietet das Pocketbuch Platz für ergänzende Notizen.

    Fazit: Der sinnvollerweise begrenzte Wortumfang wird durch den gelungenen Aufbau und nicht zuletzt durch das handliche Kitteltaschenformat allemal wettgemacht. Ein für Mediziner aller Fachrichtungen sehr empfehlendes Nachschlagewerk für den schnellen Überblick!

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurologie des Beckenbodens - Neurourologie

    Jost, W.
    Uni-Med Verlag 2004, 158 S., 44,80.-

    Das Buch widmet sich dem wahrscheinlich am wenigsten verstandenen Thema der Neurologie. In der Praxis sind bei Frauen und Männern neurourologische Probleme hingegen häufig. Problematisch ist, dass in neurologischen Praxen ergänzende elektrophysiologische Untersuchungen in der Regel nicht durchgeführt werden und die Abklärung auf Bildgebung und klinische Untersuchung beschränkt bleibt. Das vorliegende Buch hilft erstens die komplexe Anatomie zu verstehen und Licht in das Dunkel neurourologischer Untersuchungen zu bringen. Da insbesondere die spezifische Diagnostik in den meisten neurologischen Lehrbüchern ausgespart ist, ist dieses hervorragende Buch jedem niedergelassenen und klinisch tätigen Neurologen ans Herz zu legen.
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

  • Erektile Dysfunktion

    Alexander, W.; Carson, C.
    Verlag Hans Huber 2006, 152 S., 22 Abb., € 29,95.-

    Neurologen werden neben Urologen bei spezifischen Fragestellungen der erektilen Dysfunktion häufig als “Spezialisten” aufgesucht. Nur wenige Neurologen beschäftigen sich jedoch eingehend mit diesem Krankheitsbild und beschränken ihre Tätigkeit auf den Ausschluss oder den Nachweis z.B. einer Polyneuropathie als mögliche neurogene Ursache. Dieses Buch erklärt dem Leser detailliert Ursachen, die Anatomie, kurz gefasst die Diagnostik und ausführlich medikamentöse und nicht medikamenöse Behandlungsverfahren. Ein eigenes Kapitel widmet sich der erektilen Dysfunktion bei arterieller Hypertonie, Diabetes und koronarer Herzkrankheit. Im Anhang finden sich nützliche Adressen. Wer sich eingehend mit der Frage der ED beschäftigen und ein wenig über den Tellerrand hinausblicken möchte, dem sei dieses Werk sehr empfohlen.
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

  • Praxis neurodegenerativer Erkrankungen

    Reichmann, H.
    Uni-Med Verlag 2005, 2. Auflage, 128 S., 32 Abb., € 44,80.-

    Die Autoren beschäftigen sich im vorliegenden Werk mit häufigen und seltenen degenerativen Erkrankungen wie dem Morbus Parkinson, dem Morbus Alzheimer, den Prionenerkrankungen, den Dystonien, den Multisystematrophien und den virusinduzierten neurodegenerativen Krankheiten. Hierbei werden wie in den Buchreihen üblich die Krankheitsbilder entsprechend dem aktuellen Wissenstand in Ätiologie, Klinik, Differentialdiagnose und Therapie kompakt und verständlich erläutert. Interessant sind neue Erkenntnisse zur Ätiologie und Pathophysiologie dieser Erkrankungen. 
    Die Uni-Med Reihe garantiert durch die häufigen Neuauflagen, dass immer der derzeitige Wissenstand dargelegt und die Bücher praktisch immer aktuell sind.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Paroxysmale Störungen in der Neurologie

    Schmitz B.,Tettenborn B.
    Springer Verlag 2004, 320 S., 53 Abb., 44 Tab., € 19,95.-

    Die Zusammenfassung attackenweise auftretender neurologischer Erkrankungen scheint zugegebenermaßen sehr willkürlich und auf den ersten Blick wenig verständlich. Gemeinsam ist diesen Erkrankungen nur, dass diese häufig Anlass einer neurologischen Konsultation in Klinik und Praxis sind. Insbesondere sind hier Synkopen, Schwindelsyndrome und Kopfschmerzen zu nennen, auf die vorliegendes Buch unter anderem eingeht. Hervorzuheben ist das detaillierte Kapitel zu den Schwindelerkrankungen. Weitere Kapitel besprechen paroxysmale Lähmungen, Anfälle im Schlaf, Krämpfe, Gedächtnisstörungen, Sehstörungen, dissoziative und vegetative Anfälle. Unverständlich auch warum ein Kapitel zu der häufigen Erkrankung Epilepsie fehlt, jedoch Myoklonien, und die äußerst seltenen episodischen Ataxien Eingang finden. Die Ausführungen zu den Erkrankungen sind jedoch äußerst informativ, da auf diese Themengebiete selten so detailliert eingegangen wird - so z.B. auch die visuellen Trugwahrnehmungen.
    Insgesamt ist das Werk aufgrund der ausführlichen Erörterung der aufgeführten Erkrankungen trotz der insgesamt willkürlichen Themenwahl eine interessante Lektüre.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

  • Bewusstseinsstörungen und Enzephalopathien

    Hansen H.-C.
    Springer Verlag 2013, 437 S., 125 Abb., € 99,99.-

    Das Werk nimmt sich dem komplexen Thema der Enzephalopathien und Bewusstseinsstörungen an, denen Ärzte insbesondere im Rahmen der Notversorgung und auf der Intensivstation begegnen. Inhaltlich konzentriert sich das Buch auf die selteneren Formen wie metabolische, infektiöse, psychisch-bedingte sowie anderweitig toxische Enzephalopathien. Nur gestreift werden akut-ischämisch-bedingte Enzephalopathien, deren Erörterung allerdings aufgrund der dazu bereits ausreichend vorhandenen Literatur auch entbehrlich ist. Etwas kurz geraten ist die Darstellung der epileptisch bedingten Bewusstseinsstörungen, die zumindest hinsichtlich der Klinik ein wenig ausführlicher hätten behandelt werden dürfen. Ansonsten überzeugt das Werk aber durch seine ausführliche Darstellung der oben genannten Enzephalopathien und Bewusstseinsstörungen, die klinisch, pathophysiologisch und hinsichtlich Diagnostik und Therapie erschöpfend dargestellt werden. Hilfreich ist auch ein eigenes Kapitel, das Parameter bezüglich des Verlaufs und der Prognose beleuchtet. Insgesamt ein Werk, das sich nicht nur zum Nachschlagen, sondern aufgrund der guten Aufarbeitung des Themas durchaus auch zur Vertiefung des Stoffes eignet.

     

     

     

     

     

  • Ultraschall in der Neurologie

    Manfred Kaps, Gerhard-M. von Reutern, Erwin Stolz, Hans J. von Büdingen
    2. Auflage, Thieme 2005, 288 S., 494 Abb., € 79,95.-

    Die zweite Auflage dieses Buches besticht durch seine Aktualität und insbesondere die Aufarbeitung der neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Neurosonologie, wovon in erster Linie klinisch tätige Ärzte profitieren dürften. Neu aufgenommen wurden die Kapitel „Neurochirurgische Applikationen des Ultraschalls“ sowie die in der Praxis recht selten durchgeführte „Nerven- und Muskelsonologie“. Ebenso finden sich ausführliche Erläuterungen zur transkraniellen Duplexsonographie, die primär in Krankenhäusern zur Anwendung kommt. Klinisch relevante Informationen und Fallstricke bei der täglichen Arbeit sind besonders hervorgehoben, was der Alltagstauglichkeit zugute kommt. Da die Autoren sowohl die Grundlagen der Ultraschalldiagnostik als auch die aktuellen Entwicklungen in der Neurosonologie behandeln, befriedigt das Werk die Bedürfnisse von Anfängern als auch von Fortgeschrittenen der Ultraschalldiagnostik gleichermaßen.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

  • Das Schweigen verstehen

    Lutz, Luise
    Springer Verlag, 2010, 4.Auflage , 274 S., 64 Abb., € 52,99.-

    Die Aphasie, vorwiegend als Folge eines Insultes gehört zu den schwerwiegendsten Einschränkungen , welche einen Menschen treffen können. Die Autorin, klin.Linguistin und Sprachtherapeutin, skizziert zunächst die Beziehungen zwischen Sprache und Gehirn. Sie legt sodann den derzeitigen Wissenstand dar über die aphasische Symptomatik und beschreibt die derzeitig gebräuchliche Einteilung der Aphasien. Nachfolgend beschreibt sie anhand eigener jahrelanger Erfahrungen was in der Aphasietherapie geschieht , deren Möglichkeiten und Grenzen . Sie belegt ihre Ausführungen mit vielen eigenen Fallbeispielen. Das Buch wendet sich primär an die Berufsgruppe der Sprachtherapeuten, ist aber ebenso gedacht als Orientierungshilfe für Angehörige der, von einer Aphasie betroffenen, Kranken. Die inzwischen 4. Auflage unterstreicht den positiven Anklang den diese Lektüre bei der angesprochenen Zielgruppe findet.

     

     

     

     

     

  • Schlaganfall - 100 Fragen und 100 Antworten

    Hans Christoph Diener
    Thieme 2002, 120 S., 5 Abb., € 19,95.-

    Schlaganfälle gehören zu den häufigsten Todesursachen und haben oft weitreichende Folgen für die Betroffenen. Das Buch gibt Auskunft über die häufigsten Fragen rund um den Schlaganfall. Dies umfasst das Spektrum von der Epidemiologie bis zu spezifischen Therapien beispielsweise der Carotisstenose. Die Darstellung ist knapp aber eindeutig, auf die zahlreichen Studien wird zum bessern Verständnis nur am Rande eingegangen. Das Werk ersetzt kein Lehrbuch, kann aber insbesondere Internisten und in der Notfallversorgung Tätigen einen schnellen aktuellen Überblick über die Akutdiagnostik sowie das therapeutische Vorgehen geben. 
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

  • Narkolepsie - Taschenatlas spezial

    Mayer G.
    Thieme Verlag 2006, 79 S., 33 Abb., € 19,95.-

    Das Kompendium gibt einen raschen und doch ausreichenden Überblick über das Erkrankungsbild und erörtert Epidemiologie, Klinik, Differentialdiagnose ebenso wie Spezifitäten dieser Erkrankung in Hinblick auf Führerschein, Berufswahl sowie sozialmedizinische Aspekte. Auch bezüglich der Therapien zeigt es sich auf dem neuesten Stand. Von besonderer Wichtigkeit ist bei dieser Erkrankung ähnlich wie in der Epilepsiemedizin die Patientenberatung, der dementsprechend ausführlich berücksichtigt wurde. 
    Insgesamt ein übersichtliches Buch, das weitgehend alle Fragestellungen zur Narkolepsie erörtert.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

  • Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie

    Benkert/Hippius
    Springer-Verlag 2009, 7. Auflage, 714 S., 60Tab., 8 Abb., € 34,95.-

    Das Kompendium zur psychiatrischen Pharmakotherapie gehört längst zu den Standardwerken der nervenärztlichen Fachliteratur. Auch die Neuauflage läßt kaum eine Frage zur psychiatrischen Pharmakotherapie offen. So werden alle derzeit verfügbaren Psychopharmaka ausführlich dargestellt und bewertet. Insbesondere wird hier das Augenmerk auf relevante Nebenwirkungen und Interaktionen gerichtet. Ebenso ausführlich sind die medikamentöse Behandlung bei psychiatrischen Erkrankungen sowie Empfehlungen und Wertungen eingearbeitet. Positiv hervozuheben sind die bei den meisten Krankheitsbildern genauen Dosisangaben der empfohlenen Medikamente. Die Kapitel zur Therapie im Alter und bei Schwangerschaft und in der Stillzeit sind ebenfalls nenneswert, da die Medikation in diesen Fällen häufig problematisch ist. Aufgrund seines inhaltlichen Umfangs sowie der Aktualität und Genauigkeit der aufgeführten Informationen wird dieses Werk dem erfahrenen Praktiker als Nachschlagewerk ebenso dienlich sein, wie dem Lernenden, der präzises Wissen zur Psychopharmakotherapie erwerben will. 
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Mutschler Arzneimittelwirkungen kompakt

    Mutschler E., Geisslinger G., Kroemer H.K., Ruth, P. Schäfer-Kortin,
    Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2005, 556 S., 87 Abb., 64 Tab., € 29,00.-

    Um eine optimale medikamentöse Therapie zu gewährleisten reicht es nicht Medikamente und ihre Indikationen zu kennen. Es ist nötig, dass man sich auch mit den genauen Wirkmechanismen auseinandersetzt und so die jeweils beste Medikation einem Patienten anbieten zu können. Da durch die Fülle an Medikamenten meist noch Dosierungen und Nebenwirkungen in den meisten Werken Berücksichtigung finden, ist dieses Buch von besonderem Interesse. Es stellt Wirkmechanismen übersichtlich und verständlich dar und ermöglicht so dem Leser, ein profundes Wissen der modernen Pharmakotherapie zu erwerben.
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Medikamentös induzierte neurologische und psychiatrische Störungen

    Block F., Prüter Ch.
    Springer Verlag 2006, 454 S. 16 Abb., € 29,95.-

    Trotz ihres häufigen Auftretens in nahezu allen Fachgebieten werden medikamentös induzierte Störungen oft übersehen, da man daran entweder nicht denkt oder diese schlichtweg unbekannt sind. Die zunehmende Zahl an Medikamenten und ihre entsprechenden Interaktionen machen dies nicht einfacher. Von daher ist es sehr erfreulich, daß sich die Autoren diesem Problem angenommen haben und die Thematik außerdem - nicht wie üblich - nach Medikamenten unterteilen, sondern nach Symptomen und deren möglicher medikamentöser Ätiologie. Einbezogen werden häufig in Klinik und Praxis anzutreffende Symptome wie Schwindel, Schlafstörungen, Bewußtseinsstörungen, Polyneuropathien, Kopfschmerzen, Demenzen, Psychosen und Delirien, aber auch spezielle Erkrankungen wie Enzephalopathien, Sinusvenenthrombose oder Dystonien. Der Schwerpunkt liegt somit auf den neurologischen Erkrankungen, die neben den Delirien im Praxisalltag auch den Großteil der Erkrankungen ausmachen dürften.
    Das Buch zeichnet sich nicht nur durch seine Übersichtlichkeit, sondern auch durch die hohe klinische Relevanz der Thematik aus. Zahlreiche Literaturangaben erleichtern die Vertiefung des Wissens.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

  • Iatrogene Nervenläsionen

    Manfred Stöhr
    1996, Thieme Verlag 2. Auflage, 219 S., 116 Abb., 33Tab., € 54.95.-

    Das Buch bietet eine Übersicht häufiger und seltener iatrogen verursachter Nervenläsionen, mit Darstellung der Ursachen sowie der Beschreibung diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten. Juristische Aspekte und gutachterliche Fragestellungen finden in diesem Buch ebenfalls Beachtung. Für klinisch Tätige Neurologen, die häufig insbesondere nach operativen Eingriffen mit der Frage peripherer Nervenläsionen konfrontiert werden, ist diese Werk zum Nachschlagen sehr gut geeignet.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

  • Kompendium der Läsionen des peripheren Nervensystems

    Mumenthaler, Stöhr, Müller-Vahl
    ThiemeVerlag 2003, 240 S., 200 Abb. € 69,95.-

    Wie der Titel besagt, handelt es sich hier um ein Kompendium. Es stellt somit eine Kurzfassung des oben beschriebenen Buchs dar. Die Autoren beschränken sich daher auf das Wesentliche. Trotzdem findet man Antworten auf die meisten sich im klinischen Alltag stellenden Fragen bei Läsionen peripherer Nerven. Das Werk sei dem empfohlen, der sich einen schnellen Überblick verschaffen möchte oder dem das oben gennante Werk zu ausführlich ist. Neurologen sei auf jeden Fall primär das umfangreichere Werk empfohlen, weil hier noch sehr viel detaillierter auf die Anatomie und iatrogenen Nervenläsionen eingegangen wird. Für Berufsgruppen, die sich einen Überblick über das Thema verschaffen wollen ohne mit zuviel Detailwissen überladen zu werden sei diese Ausgabe empfohlen.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

  • Polyneuropathien

    Thieme Verlag 2007, 129 S., 62 Abb., 65 Tab., € 69,95.-

    Polyneuropathien sind in Klinik und Praxis häufige neurologische Erkrankungen, die den Untersuchenden nach Ausschluß der gängigen Ursachen vor größere differentialdiagnostische Schwierigkeiten stellen können. Hierauf wird von den Autoren auch der Schwerpunkt gelegt. Ergänzend erläutert werden diagnostische Methoden und deren Indikation, die ausführliche Darstellung der verschiedenen Neuropathien sowie entsprechend den insgesamt beschränkten Möglichkeiten die meist symptomatischen Therapien. 
    Für den niedergelassenen Neurologen, der praktisch täglich mit diesen Erkrankungsbildern konfrontiert wird erleichtert das Buch eine differenzierte Diagnostik und sofern möglich eine entsprechende Therapie.
    @ P.Thilmann

     

     

     

  • NeuroRehabilitation - Ein Praxisbuch für interdisziplinäre Teams

    Frommelt, P.; Lösslein, H.
    Springer Verlag 2010, 3. Auflage, 804 S., 108 Abb., 92 Tab., € 79,95.-

    Mit der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen muss sich zwangsläufig jeder neurologisch tätige Arzt befassen, ob in Klinik oder Praxis. Dennoch wird dieses Thema in der Neurologie jedoch, gemessen an seiner Häufigkeit, viel zu wenig beachtet. Diese Werk behandelt das Thema von den Grundlagen bis hin zu Detailwissen für in diesem Fachgebiet Erfahrene. So werden äußerst interessante historischen Aspekte, neurobiologische Grundlagen, sowie die Diagnostik neurologischer Störungen, und hier insbesondere bezüglich der neurokognitiven Funktionen, allgemein aber auch krankheitsspezifisch ausführlich erörtert. Entsprechende Therapiekonzepte finden sich natürlich ebenfalls. Den Auswirkungen auf Beruf und Fahreignung wird je ein eigenes Kapitel gewidmet.
    Durch die ausführliche Aufarbeitung des Themas, die interdisziplinäre Darstellung, die ergänzenden Informationen wie z.B. zur Historie sowie die übersichtliche und verständliche Darstellung der Inhalte, ist dieses Buch auch dem zu empfehlen, der nicht primär neurorehabilitativ arbeitet.

     

     

     

     

     

     

  • Pocket Radiologist Gehirn - Die 100 Top Diagnosen

    Osborn, A.G.; Blaser, S.I.; Salzman, K.L.,
    Urban & Fischer, 2004, 370 S., 150 Abb., € 49,95.-

    Die Reihe „Pocket Radiologist“ führt die 100 häufigsten Diagnosen des jeweiligen Themengebiets auf. Es finden sich somit tumoröse, entzündliche, ischämische und degenerative Erkrankungen ebenso wie Missbildungen und Traumafolgen. Die Darstellung ist übersichtlich und einprägsam. Zahlreiche Zeichnungen erläutern den Befund der computertomographischen, kernspintomographischen und angiographischen Aufnahmen. Die Erkrankungen werden zudem mit typischer Klinik, Differentialdiagnosen aber auch möglichen Therapien und Prognosen aufgeführt, so dass der Bezug zur Klinik gewahrt bleibt. Insgesamt erleichtert der „Pocket Radiologist Gehirn“ somit nicht nur die Erarbeitung der Grundlagen neuroradiologischer Befunde, sondern dürfte auch als Nachschlagewerk bei der täglichen Arbeit gute Dienste leisten. 
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Pareto-Reihe Radiologie Gehirn

    Sartor K., Hähnel S., Kress B.
    Thieme Verlag 2006, 299 S., 336 Abb., € 49,95.-

    Primär für Radiologen konzipiert kann dieser Atlas auch Neurologen durch seine Konzentration auf das Wesentliche hilfreiche Dienste leisten neuroradiologische Befunde zu erheben und sich grundlegendes Wissen zur cranialen CT, MRT und MRA-Diagnostik anzueignen. Typische Befunde verschiedener neurologischer Krankheitsbilder sind anschaulich dargestellt und mit erklärendem Text versehen. Hierzu zählen u.a. auch kongenitale Fehlbildungen, Leukenzephaloipathien, Tumoren und Zysten sowie Artefakte. Die Angaben zur Klinik hingegen, werden nicht nur für den Neurologen, sondern auch teilweise für den Radiologen redundant sein. Insgesamt ein gute Werk zum Einstieg in die neuroradiologische Diagnostik.
    © Redaktion Neurologienetz.de

     

     

     

     

     

     

     

  • Neuroorthopädie - Rückenschmerz interdisziplinär

    H.-R. Casser, R. Forst
    Steinkopff Verlag 2004, 218 Seiten. 41 Abb., € 49,95.-

    Rückenschmerzen zählen zu den Krankheitsbildern, die mit am häufigsten zu einem Arztbesuch führen und sich darüber hinaus oft chronifizieren. Die Intention dieses Buches ist, den Rückenschmerz aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und aktuelle Therapieverfahren aufzuzeigen. Nicht aufgeführt werden Ursachen, Differentialdiagnostik u.ä.. Stattdessen finden sich aber Empfehlungen, wie interdisziplinäre Therapien erfolgen und funktionieren können. Hier sind die Vorgaben zum strategischen Vorgehen besonders wichtig. Kritisch zu beurteilen sind die Darstellungen zur Behandlung mit Botulinumtoxin oder der minimal invasiven epiduralen Wirbelsäulenkathetertechnik, da vor allem letztere aufgrund der hohen Komplikationsraten sehr kontrovers diskutiert wird. Interessant hingegen sind die aufgeführten detailliert erläuterten Therapien der Radiofrequenztherapie, des IDET Katheters, der intradiskalen Therapieformen und der Spinal Cord Stimulation, die nur in wenigen Lehrbüchern so ausführlich wie hier berücksichtigt werden. Insgesamt verhilft das Buch dem Lesenden, Rückenschmerzen fachübergreifend und neu zu betrachten.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

  • Lendenwirbelsäule

    Hillebrand J., Müller G., Pfingsten M.
    Urban & Fischer 2004, 718 S., 97 Tab., . € 39,95 .-

    Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in der neurologischen Praxis. Die Differentialdiagnose gestaltet sich hierbei meist als schwierig. Den Autoren gelingt es in hervorragender Weise, Anatomie, diagnostische Verfahren, klinische Befunde und Therapiemöglichkeiten klar und verständlich darzustellen. Besonders herauszuheben ist hierbei die kritische Auseinandersetzung mit der häufig praktizierten Diagnosestellung mittels Bildgebung. Die Darstellung und Ausführung radiologischer Befunde ist ebenfalls exzellent und macht ein separates Lehrbuch für Nicht-Radiologen entbehrlich. Zudem findet sich hier die Zusammenschau der Bilddiagnostik mit dem klinischen Befund. Jedem, der sich eingehender mit Rückenschmerzpatienten auseinandersetzt, ist diese Buch uneingeschränkt zu empfehlen!
    @ P.Thilmann

     

     

  • Praktische Neuroophthalmologie

    U. Schiefer, H. Wilhelm, E. Zrenner, A. Burk
    Kaden-Verlag 2004, 2. Auflage, 336 S., 250 Abb. € 178.-

    Das Werk bietet dem Leser eine Gesamtdarstellung der Neuroophthalmologie. Neuroanatomische Grundlagen finden ebenso Eingang wie klinische und elektrophysiologische Untersuchungsmethoden. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Flussdiagramme erleichtern das Verständnis neuroophthalmologischer Krankheitsbilder. Insbesondere die fundierte Darstellung der infra- und supranukleären Motilitätsstörungen ist für die klinische Arbeit hilfreich. Kapitel über die pädiatrische Neuroophthalmologie, neuroradiologische Diagnostik, Strahlentherapie sowie ein Abschnitt über Neurochirurgie runden den umfassenden Inhalt dieses Buchs ab. Niedergelassenen wie klinisch tätigen Neurologen ist dieses Werk zur Klärung der in der täglichen Praxis häufigen neuroophthalmologischen Fragen sehr zu empfehlen.

    Auf der Homepage des Verlages kann man Probekapitel des Buchs einsehen. Probekapitel 

    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

  • Therapielexikon Neurologie

    Peter Berlit
    Springer Verlag 2005, 1356 S., 90 Abb., € 79,95.-

    Der Titel des Buchs leitet, wenn man den Inhalt betrachtet, etwas in die Irre. Es beschränkt sich nicht nur auf Therapieempfehlungen für neurologische Symptome und Krankheitsbilder, sondern ist zudem ein kurzgefasstes Lexikon. Zudem finden sich kurze Erläuterungen zu Definition, Klinik, Differentialdiagnostik und Prognose aufgeführter Krankheitsbildern. Medikamente werden einzeln mit Interaktionen, UAWs und natürlich Dosierungsempfehlungen aufgeführt. Außerdem finden sich Definitionen verschiedener Symptome sowie Ausführungen zur Neuroanatomie. Auch wenn bei vereinzelten Symptomen unerklärlicherweise Therapieempfehlungen komplett fehlen, überzeugt das Werk durch seinen Umfang und teilweise exzellenten Ausführungen und den schnellen Zugriff auf die gewünschten Informationen.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

  • Aktuelle Therapie in der Neurologie, Kompendium für die Fort- und Weiterbildung, Losebalttsammlung

    Stefan, H.; Mamoli, B.
    Ecomed Verlag € 119.- (+Zusatzlieferungen)

    Der schnellen Entwicklung in der Medizin und insbesondere der Neurologie trägt der Verlag durch das Konzept der Loseblattsammlung Rechnung. Regelmäßige Aktualisierungen halten den Leser somit auf aktuellem Stand. Der Schwerpunkt des Werkes liegt - dem Titel entsprecheend- auf den therapeutischen Empfehlungen. Hier werden insbesondere die Indikationen sowie Art der Anwendung der Medikamente aufgeführt. Teilweise werden diese, wie beispielsweise sehr ausführlich im Kapitel zu den Epilepsien, unter Berücksichtigung von Indikation und Kontraindikation, Nebenwirkungen und Pharmakokinetik aufgeführt. Leider fehlen in einigen Kapiteln genaue Dosierungsangaben, was ein weiteres Nachschlagen erforderlich macht. Wünschenswert wäre eine einheitliche inhaltliche Darstellung für alle Kapitel, da prinzipiell das Konzept des Werkes mit ausführlichen Informationen zu Medikation und Therapien mit regelmäßigen Aktualisierungen durchdacht ist.
    @ P.Thilmann

     

     

     

  • Therapie und Verlauf neurologischer Erkrankungen

    Th. Brandt,H.C. Diener u. C. Gerloff
    Kohlhammer Verlag, 6.Auflage 2012, 1547 S., € 249.-

    Gegenüber der letzten Auflage wurden viele Kapitel revidiert und erweitert und dem jetzigen Kenntnisstand angepasst.
    Eine Reihe von Kapiteln wurde neu aufgenommen so u.a. Apraxie, transiente globale Amnesie, mitochondriale Erkrankungen und Hypophysentumoren. Andere Kapitel wurden komplett überarbeitet oder neu geschrieben wie z.B. die Kapitel über Tropenkrankheiten und Neglekt.
    Beibehalten wurde der seit der ersten Auflage bewährte Aufbau der Kapitelgliederung in: Klinik, Verlauf, therapeutische Prinzipien, pragmatische Therapie und Unwirksamkeit von Therapieverfahren.
    Erwähnenswerte Neuerung ist die Einführung des Buches als Online-Datenbank auf HTML-Basis. Dies erlaubt den Nutzern schnelle gezielte Nachfragen mittels intelligenter Suchfunktionen über Registrierbegriffe und Verweise zu Tabellen, Kapiteln, Literatur etc.
    Das umfangreiche Werk ist auch in seiner neuesten Auflage ein
    unentbehrliches Nachschlagewerk für den Neurologen. Es ist aber ebenso empfehlenswert für den allgemein und internistisch ausgerichteten Arzt, der sich über spezielle neurologische Fragestellungen intensiver informieren möchte.

     

     

     

     

     

  • Neuroonkologie

    Uwe Schlegel, Michael Weller, Manfred Westphal
    Thieme Verlag 2003, 2. Auflage, 528 S., 677 Abb., 71 Tab. € 99,90.-

    Wie die anderen Werke der Referenzreihe Neurologie stellt auch dieses Werk den aktuellen Wissensstand des besprochenen Themengebiets ausführlich dar. Die Einführung in die Neuroonkologie erfolgt anhand der systematischen WHO-Klassifikation der Tumoren. Es folgen ein Kapitel zur Diagnostik sowie das wichtige Kapitel zur typischen Klinik von Tumoren, was zu Zeiten hochauflösender Bildgebung leider immer mehr in den Hintergrund tritt. Spezielle Therapieverfahren und Prognose von Tumoren werden im allgemeinen Teil erläutert und im speziellen Teil für die verschiedenen Tumorformen aufgeführt. Zusammenfassende Fazits für die Praxis erleichtern dem Leser eine schnelle Übersicht. Hervorzuheben ist auch das exzellente Bildmaterial. Abschließend finden sich Ausblicke in sich in der Entwicklung und Erprobung befindlicher Therapieverfahren. Ein hervorragendes Werk, das eigentlich in dem Bücherregal jedes Neurologen zu finden sein müsste.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurologie - Innere Medizin interdisziplinär

    Peter Berlit, Peter T. Sawicki
    Thieme Verlag 2004, 281 S., 51 Abb., € 49,95,-

    Die Darstellung dieses Buches fußt auf der Inneren Medizin. Dementsprechend sind die Kapitel nach internistischen Organssystemen unterteilt. Anhand dieser werden neurologische Begleitsymptome oder Komplikationen abgehandelt. Um die interdisziplinäre Herangehensweise an das Thema zu wahren sind die Kapitel von je einem Neurologen und Internisten verfaßt. Entsprechend des erforderlichen Umfangs einer detaillierten Darstellung kann dieses Werk nur einige Themengebiete behandeln und kann ein neurologisches Fachbuch somit nicht ersetzten. Der sinnvolle Einsatz dieses Buches liegt im Nachschlagen, welche mögliche neurologischen Erkrankungen einer bekannten internistischen folgen können und nicht übersehen werden dürfen. Besonders kenntlich gemachte praktische Hinweise helfen bei Therapieentscheidungen. Somit kann es dem Internisten bei der Frage des Hinzuziehens eines Neurologen dienlich sein, als auch dem Neurologen, der nach möglichen Folgeerkrankungen internistischer Grunderkrankugen gezielter suchen kann. 
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurogenetik

    Rieß, Olaf/Schöls, Ludger
    Kohlhammer Verlag 2002, 2. Auflage, 662 S., 139 Abb., 95 Tab., € 118.-

    Das Buch schließt die Lücke vieler Lehrbücher, die zwar auf neurogenetische Ursachen verschiedener Erkrankungen hinweisen, jedoch eine genauere Darstellung vermissen lassen. Das Werk bietet nicht nur eine vollständige Auflistung der aktuell bekannten Gendefekte, sondern auch eine Einführung in die neurogenetische Diagnostik. Die detaillierte Erklärung pathophysiologischer Mechanismen der Krankheitsentstehung erleichtert das Verständnis der Krankheitsentwicklung. Zudem wird das klinische Bild der jeweiligen Erkrankung beschrieben. Von besonderem Wert für an dem Themengebiet Interessierte sind die ersten Kapitel des Buches, in denen die Grundlagen der genetischen Diagnostik verständlich erklärt werden. Hier findet sich auch ein Ausblick auf derzeit noch experimentelle Verfahren der Gentherapie. Da davon auszugehen ist, daß gerade in diesem Themengebiet bahnbrechende Neuerungen stattfinden werden, ist die Lektüre dieses Werkes sehr zu empfehlen.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Farbatlanten der Medizin: Band 5-Nervensytem I

    Frank H. Netter
    Thieme Verlag 1987, 11. Auflage, 240 S., 188 Tafeln

    Die Netter Farbatlanten sind auch in der Neurologie von faszinierender Klarheit. Sie sind nicht nur Atlas, sondern Lehrbuch zugleich. Die Tafeln stellen die anatomischen Grundlagen ebenso wie funktionellen Systeme der zentralen und periphernen Nervensystems in brillanter Art und Weise dar. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung der peripheren Nerven, des autonomen Nervensytems sowie der hirnversorgenden Gefäße. Begleitende Texte erläutern die Zeichungen in idealer Weise.
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Hippocampus - Klinisch relevante Schlüsselfunktionen

    Ch.G.Lipinski, F.Braus
    Hippocampus Verlag 2004; 158 S., € 39,90.-

    „Das Gedächtnis repräsentiert nie einen Ausschnitt der Umwelt sondern immer eine erlebte Interaktion“..., „das Erkennen ist kein bloßes Abrufen, sondern ein kreativer Gestaltungsprozeß“.. Solche apodiktischen Aussagen wecken die Neugier und fordern auf zu einem intensiven geistigen Dialog zwischen Autor und Leser. 
    Die Herausgeber fordern verschiedene namhafte Wissenschaftler zur Darlegung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, über die Rolle des Hippocampus bei kognitiven und emotionalen Prozessen auf. Daneben wird die Bedeutung dieser mesialen temporalen Struktur bei der Triggerung der temporalen Epilepsie als auch bei den episodischen Gedächtnisstörungen aufgezeigt, die bereits lange vor Ausbruch manifester demenzieller Prozesse erkennbar sind. Wer sich für die Hirnfunktionen interessiert findet in diesem Buch eine faszinierende Lektüre.
    @ J.Thilmann 

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Muskeldystrophie Duchenne in der Praxis

    D. Bron, D. Pongratz
    Verlag Hans Huber, 1. Auflage 2004, 200 S., 32. Abb., 11 Tab.

    Die Autoren bieten mit diesem Buch nicht nur Neurologen, die darin wertvolle Informationen über die Klinik, Diagnostik und Genetik finden, sondern auch anderen beteiligten Berufsgruppen wie Physiotherapeuten, Pflegepersonen, Orthopäden und Internisten ein Werk, das die Erkrankung in ihrer Gesamtheit inklusive der verschiedenen Therapieansätze darstellt. Zusätzlich werden im Zusammenhang mit Erberkrankungen wichtige ethische Fragestellungen behandelt sowie soziale Aspekte der Erkrankung dargestellt. Im Anhang findet sich zudem ein Verzeichnis von Selbsthilfegruppen.
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

  • Myasthenia gravis

    W. Köhler, J. P. Sieb
    UNI-MED Verlag 2004, 2. Auflage, 160 S., 95 Abb., € 44.80.-

    Nach einer kurzen Einleitung, die einen interessanten geschichtlichen Überblick über die Erkrankung bietet, legen die beiden Autoren aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik, Pathogenese und Therapie der Myasthenia gravis dar. Ein Kapitel ist zudem der gelegentlich schwierigen Differentialdiagnose gewidmet. Ergänzt wurden in der zweiten Auflage neue Erkenntnisse der seronegativen und der kongenitalen Myasthenie sowie neue diagnostische Verfahren. Das umfassende Kapitel zur klinischen und apparativen Diagnostik und die Darstellung typischer und weniger bekannter klinischer Zeichen ist für die tägliche Arbeit besonders wichtig. Im Anhang finden sich für die klinische Routine sowie die Forschung verwendete Skalen, außerdem Internetlinks und Adressen von Selbsthilfegruppen. Wie die anderen Werke des Verlages zeichnet sich auch dieses Buch durch seine Aktualität und umfassende Abhandlung des Krankheitsbildes aus.
    @ P. Thilmann

     

     

     

  • Muskelkrankheiten - Grundlagen, Diagnostik und Therapie

    Spuler, Moers
    Schattauer 2004, 384 S., 113 Abb., 45 Tab., geb., € 99.-

    „Muskelkrankheiten“ ist zwar in erster Linie auf das Fachgebiet Neurologie ausgerichtet, berücksichtigt aber erfreulicherweise auch interdisziplinäre Behandlungsansätze. Dargestellt sind sowohl neurologische Muskelerkrankungen als auch Myopathien bei internistischen Systemerkrankungen, toxische Myopathien sowie die organischen Beteiligungen bei Myopathien. Spezifische Therapieempfehlungen finden sich sowohl für Internisten, Orthopäden, Pädiater, Logopäden sowie Physiotherapeuten. Zum besseren Verständnis dient das Kapitel zur Physiologie des Muskels. Das diagnostische Kapitel gibt Anleitung zur speziellen Anamnese und zur körperlichen Untersuchung. Darüber hinaus gibt es eine Tabelle über die aktuell mögliche neurogenetische Diagnostik sowie Ausführungen zu den Biopsien, der Elektromyographie und der Labor- und bildgebenden Diagnostik. Abgerundet wird der Themenkreis durch einen therapeutischen Ausblick auf die molekulare Therapie. Inhaltlich geht das Buch über die neurologischen Standardwerke deutlich hinaus und kann daher Neurologen zur Klärung spezifischer Fragestellungen dienen.
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

  • Muskelerkrankungen

    Stephan Zierz, Felix Jerusalem
    Thieme Verlag 2003, 3. Auflage, 372 S., 407 Abb., 93 Tab., € 129.-

    Auch die Neuauflage des Standardwerkes zeichnet sich durch die langjährige Erfahrung der Autoren aus. Es wurde komplett überarbeitet und durch Kapitel zur Neurogenetik und zu mitochondrialen Erkrankungen ergänzt. Hervorragend, wenn auch mit für den Kliniker schwer verständlichen mikroskopischen Abbildungen, ist das Bildmaterial. Besonderer Schwerpunkt der Darstellung sind die klinischen Bilder. Dies ist insbesondere für die praktische Arbeit relevant. Die Erklärung pathophysiologischer Zusammenhänge erleichtert dem Leser das Versändnis. Durch die ausführliche Darstellung auch der Genetik und mikroskopischen Befunde ist das Buch aber auch für angrenzende Berufsgruppen interessant. Insgesamt zeichnet sich das Buch durch seinen hohen praktischen Nutzen aus. Da in den meisten Standarwerken auf diese Erkrankungen nur unzureichend eingegangen wird empfiehlt sich für die Bibliothek eines jeden Neurologne ein Werk zu Muskelerkrankungen.
    P.Thilmann

     

     

     

     

     

  • Labordiagnostik neurologischer Erkrankungen

    Felgenhauer, K./Beuche, W.
    Thieme Verlag 1999, 177 S., 88 Abb., 51 Tab., € 109.-

    Der Schwerpunkt dieses Werkes liegt auf der Liquordiagnostik. Ihre Grundlagen werden hier ebenso erläutert wie die Liquorzytologie und die Liquordiagnostik chronischer Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Die Serumdiagnostik ist leider nur knapp besprochen. Ebenso fehlt es an Ausführungen zu besonderen Vorgehensweisen bei unklaren Erkrankungen sowie an Abhandlungen zur Neurogenetik. Daher ist das Werk besonders denjenigen zu empfehlen, die sich fundiertes Wissen der Liquordiagnostik aneignen wollen. Zum Nachschlagen bei der klinischen Arbeit ist es hingegen weniger hilfreich.
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

  • Atlas der praktischen Liquorzytologie

    Kluge, H.
    Thieme Verlag 2005, 170 S., 300 Abb., € 129,95.-

    Dieser Atlas eignet sich für an der Liquorzytologie spezifisch Interessierte. Es finden sich sowohl eine generelle Einführung zum Thema als auch eine umfangreiche Sammlung mikroskopischer Abbildungen verschiedenster Erkrankungen, bei denen diese Methode zur Anwendung kommt. Diese im Mittelpunkt des Werkes stehende Bebilderung ist hervorragend.
    Unerfahrene dürften vor allem die differentialdiagnostischen Möglichkeiten der Liquordiagnostik beeindrucken. Dennoch werden klinisch tätige Neurologen aus diesem Werk wenig Nutzen ziehen, wohingegen dieser Atlas Spezialisten dieses Fachgebiets als ausgezeichnetes Nachschlagewerk dienen kann. 
    @ P.Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurologische Labordiagnostik

    Wildemann b., Oschmann P., Reiber H.
    Thieme Verlag 2006, 296 S.. 143 Abb., € 79.95.-

    Die Labordiagnostik gewinnt auch in der Neurologie durch den zunehmenden Wissensschatz eine größere Bedeutung. Insbesondere die differentialdiagnostische Abgrenzung von Erkrankungen ist von hoher Relevanz. Das Werk hilft dem Nachschlagenden bei Verdachtsfällen eine sinnvolle Labordiagnostik durchzuführen und Ergebnisse entsprechend beurteilen zu können. Ein besonderes Augenmerk liegt hier natürlich auch auf der Liquordiagnsotik der gleich mehrere Kapitel gewidmet sind. Grundlagenwissen zu Autoantikörpern, Vitaminen, Serumdiagnostik, Muskel- und Nervenbiopsie und Neurogenetik wird ebenfalls erläutert. Insgesamt ist “Neurologische Labordiagnostik” durch die prägnante Darstellung und somit rasche Übersicht über eine sinnvolle Diagnostik und Differentialdiagnostik von hohem klinischen Nutzen.
    @ P. Thilmann

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Migräne

    Gaul C., Diener H.-C.
    Thieme 2006, 2. Auflage, 116 S., 30 Abb. € 17,95.-

    Der Taschenatlas „Migräne“ ermöglicht dem Leser einen schnellen Überblick über Epidemiologie, Pathophysiologie, typische Klinik, Differentialdiagnose, Erscheinungsformen und medikamentöse sowie und nicht-medikamentöser Behandlung der Migräne. Zudem wird auf spezifische Probleme wie z.B. das Auftreten dieser Erkrankung in Schwangerschaft, Stillzeit sowie bei Jugendlichen eingegangen. Ergänzend finden sich die aktuellen Leitlinienempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

    Insgesamt handelt es sich um ein übersichtliches, wenngleich knappes Kompendium, das insbesondere für Allgemeinärzte interessant sein dürfte. Neurologen hingegen werden sicherlich ein ausführliches Werk zu Kopfschmerzen bevorzugen.

     

     

     

     

     

     

  • Sehproben Pocketcard

    Börm Bruckmeier Verlag 2002, 1 Karte, € 3,30.-

    Mit der Karte lässt sich orientierend die Sehschärfe und Pupillendurchmesser (Vorderseite) sowie der Farbsinn (Rückseite) testen. Die Karte ermöglicht so am Krankenbett die rasche Überprüfung grober Fehlsichtigkeiten.

     

     

     

     

     

     

  • Stroke pocketcard

    Börm Bruckmeier Verlag 2001, 2 Karten, € 5,50.-

    Die Stroke pocketcard dient als diagnostischer und therapeutischer Wegweiser beim Schlaganfall. Das Vorgehen in der Akutdiagnostik ist detailliert aufgegliedert mit Laborparametern, Hinweisen für die körperliche Untersuchung, notwendigen apparativen Zusatzuntersuchungen sowie der speziellen weiterführenden Diagnostik. Des Weiteren werden Basistherapien, Richtlinien, Indikationen und Kontraindikationen für die Thrombolyse und Empfehlungen für die Behandlungen der Carotisstenose aufgeführt. Ergänzend finden sich eine NIH-Skala, Normwerte der transkraniellen Dopplersonographie, eine detaillierte Karte der Versorgungsgebiete der Hirnarterien sowie die Segmenteinteilung intrakranieller Hirmarterien.
    Für die Notfallaufnahme sind die Karten eine sinnvolle schnelle Hilfe in der Entscheidungsfindung bezüglich Diagnostik und Therapie des akuten Schlaganfalls.

     

     

     

     

     

     

  • Neurologie Pocketcard

    Ilg, Stuckrad-Barre
    Börm Bruckmeier Verlag 2002 (engl. o. deutsch), 2 Karten, € 5,50.-

    Inhalt dieser Doppelkarte für die Kitteltasche sind die neurologische Untersuchung, ein Schema der Dermatome und Versorgungsgebiete peripherer Nerven, die häufigsten Pupillen- und Augenbewegungsfunktionsstörungen, eine Innervationstabelle peripherer Nerven sowie eine Graphik von deren Versorgungsgebieten. Des Weiteren finden sich eine Tabelle zur Liquordiagnostik sowie ein Reiberschema, Antikörper bei Paraneoplasien, Flussgeschwindigkeiten der TCD Diagnostik, die GCS, Hunt und Hess Klassifikation und ein Schema zur Diagnostik von Bewusstseinstrübungen unklarer Ursache. Die Karte bietet somit einen schnellen Überblick nützlicher neurologischer Fakten.

     

     

     

     

     

     

     

  • Psychiatrie fast

    Bschor, Grüne
    Börm Bruckmeier Verlag 2006, 157 S., € 12,80.-

    Der Autor überrascht wie komprimiert und doch zeigt sich wie umfassend in diesem Kompendium das Grundlagenwissen der Psychiatrie übersichtlich dargestellt werden kann. Vernünftigerweise wird Eingangs der psychopathologische Befund ausreichend erläutert, der die Basis für das Verständnis der Psychiatrie und deren Krankheitsbildern bildet. Die verschiedenen Erkrankungen werden verständlich dargelegt, wobei auf die spezifische Therapie durch den Umfang des Werks nicht näher eingegangen werden kann. In den abschließenden Kapiteln werden die Psychopharmakologie, rechtliche Gesichtspunkte und Forensik besprochen. Als Einstieg für Studenten sowie meines Ermessens insbesondere für Ärzte, die einen schnellen Überblick über psychiatrische Krankheitsbilder bei komorbiden Patienten auf nicht-psychiatrischen Stationen benötigen, ist dieses “Pocket” zum Verständnis sehr zu empfehlen.

    @ P. Thilmann

     

     

  • Neurologie pocket

    Kessler, Trostdorf, Ilg, Ruß, v. Stuckrad-Barre
    Börm Bruckmeier Verlag 2007, 1. Auflage, 507 S., € 14,95.-

    Das Kompendium zeichnet sich dadurch aus, dass man sich zu den häufigsten, aber auch einigen seltenen Krankheitsbildern einen raschen kurzen Überblick verschaffen kann. So werden typische Symptome als auch Therapiemöglichkeiten und hierzu häufig präzise Dosierungen aufgeführt. Ebenso finden sich zahlreiche Skalen & Scores zu den entsprechenden Krankheitsbildern. Dem Umfang geschuldet fallen die Darstellungen der Erkrankungen knapp aus, so dass zum differenzierten Arbeiten anderweitig nachgeschlagen werden muss. Für die schnelle Übersicht am Krankenbett, in der Notaufnahme so auch für fachfremde Ärzte kann es jedoch sehr nützlich sein!

     

     

     

  • Neurologische Intensivmedizin

    Schwab S., Krieger D., Müllges W. Hamann G. Hacke W.
    Springer Verlag 1999, 1086 S., 176 Abb., 105 Tab., € 29,95.-

    Das Buch umfasst das gesamte Spektrum der neurologischen Intensivmedizin. Obwohl das Werk inzwischen 6 Jahre alt ist, bleibt es das einzige Buch, das von der klinischen Untersuchung, der Diagnostik bis zur speziellen neurologischen Therapie und allgemeinen intensivmedizinischen Behandlung einen kompletten, noch immer aktuellen Überblick bietet. Praxisbezogen wird der Schwerpunkt auf die speziellen Behandlungsmöglichkeiten neurologischer Erkrankungen gelegt. Insgesamt ist das Buch für jeden neurologisch intensivmedizinisch Arbeitenden durch die erschöpfende Abhandlung des Themas unentbehrlich. Der gesenkte Preis macht das Fachbuch dabei noch interessanter!

     

     

     

  • Neurologische Notfall- und Intensivmedizin

    Sitzer M., v. Stuckrad-Barré S., Schmutzhard E.
    Urban & Fischer 2004, 1. Auflage, 208 S., 15 Abb., € 41.-

    Das Kompendium bietet eine stichwortartige, übersichtliche Darstellung der wichtigsten intensivmedizinischen neurologischen Krankheitsbilder. Diese ermöglicht den in der Intensivmedizin wichtigen schnellen Überblick. Trotz der kompakten Darstellung finden sich fundierte, dezidierte Angaben mit Schwerpunkt auf der Klinik sowie dem diagnostischen und therapeutischen Vorgehen der aufgeführten Erkrankungen. Dies wird zudem durch Flussdiagramme erleichtert. Des weiteren beinhaltet das Buch Kapitel zur intensivmedizinischen Zusatzdiagnostik, der spezifischen neurologischen Untersuchung, eine nach Leitsymptomen orientierte Darstellung sowie ein ausführliches, zu Komplikationen und besonderen Problemen intensivmedizinischer Behandlung. Als Kompendium sei das Werk Einsteigern in das Fachgebiet neurologische Intensivmedizin als auch Intensivmedizinern anderer Fachrichtungen, die immer wieder mit neurologischen Fragestellungen konfrontiert werden empfohlen.

     

     

     

     

  • Die Epilepsien - Grundlagen - Klinik - Behandlung

    Föscher, Vasella, Hufnagel,
    Schattauer, 2. völlig neu bearb. u. erw. Auflage 2004, 928S.,238 Abb., 153 Tab., € 129.-

    Das Werk zeichnet sich durch eine ebenso detaillierte wie wissenschaftlich fundierte und aktuelle Abhandlung des Themengebiets Epilepsie aus. Im Vergleich zur Vorauflage wurde das namhafte Autorenteam aufgrund der zunehmenden Spezialisierung verstärkt. Historische Hintergründe finden ebenso Eingang wie die Pathophysiologie der Epilepsien, neuropathologische Befunde, soziale Fragestellungen sowie Impf- und Reiseempfehlungen. Das Kapitel Diagnostik enthält neben einer Übersicht über EEG-Befunde auch Erläuterungen zu MRT, PET, SPECT und den seltener durchgeführten MEG, dopplersonographischen und EP-Untersuchungen. Dem folgen die Labordiagnostik, Unterkapitel zur psychologischen Diagnostik im Kindes- und Erwachsenenalter sowie Ausführungen zur prächirurgischen Diagnostik. Genaue Therapieempfehlungen -insbesondere bezüglich der Behandlung mit den neuesten Antiepileptika - werden gegeben und neue Therapieverfahren wie das Gamma-Knife sind dargestellt.Dank seines inhaltlichen Umfangs kann das Buch dem Leser sowohl als Nachschlagewerk als auch als Lehrbuch dienen.
    © Neurologienetz.de

     

     

     

     

  • Kleines Lexikon der Epileptologie

    Günter Krämer
    ThiemeVerlag 2005, 344 S., € 49,95.-

    Das Werk des namhaften Autors ist ein sehr schönes Lexikon, dass über reine Begriffserklärungen deutlich hinausgeht. Es werden nicht nur - wahrscheinlich sämtliche - Begriffe der Epilepsie erklärt, es finden sich auch zahlreiche interessante Kurzbiographien zu Eponymen in der Epilepsie sowie Hinweise auf historische Quellen. Zudem werden wichtige Epilepsiesyndrome stichwortartig abgehandelt, so dass man einen schnellen Überblick über die gesuchte Information erhält. Interessant ist auch die Möglichkeit nach Symptomen und deren mögliche epileptische Ursache zu suchen, z.B. “Spucken”! Begriffe der Elektroenzephalographie fanden ebenfalls Eingang in das Werk. Insgesamt ist das Buch somit nicht nur ein Lexikon, sondern ein Nachschlagewerk für vielerlei Fragen zum Thema Epilepsie.

    @ P.Thilmann

     

  • Therapieleitfaden Multiple Sklerose

    Volker Limmroth, Oliver Kastrup
    Thieme Verlag, 2. Auflage 2003, 230 S. 17 Abb., € 29,95.-

    Der Schwerpunkt dieses Buches liegt wie der Titel bereits besagt auf der Therapie der Multiplen Sklerose. Dennoch wird die Multiple Sklerose in ihrer Gesamtheit behandelt, d.h. es finden sich Kapitel zur Ätiologie, Pathophysiologie, Klinik und Diagnostik. Sehr erfreulich ist insbesondere die kritische, unabhängige Darstellung zur schubprophylaktischen Therapie der Multiplen Sklerose, Des weiteren finden sich Empfehlungen über häufige Probleme MS-Kranker wie Inkontinenz, Tremor, Depressiver Störungen oder auch des chronischen Erschöpfungssyndroms. Insgesamt ein übersichtlicher aktueller Therapieratgeber.

    @ P.Thilmann

     

  • Multiple Sklerose - Taschenatlas spezial

    Volker Limmroth, Eckhart Sindern
    Thieme Verlag 2004, 70 S. 153 Abb., € 19,95.-

    Der Taschenatlas ermöglicht durch die durchgehende Darstellung von Text und Bild auf einer Doppelseite eine schnelle Übersicht. Inhaltlich beschränkt sich der Atlas natürlich auf das Wesentliche. Epidemiologie, Diagnostik, Klinik und Pathophysiologie werden jedoch für ein Grundlagenwissen ausreichend besprochen. Therapien werden lediglich bezüglich der Schubprophylaxe und des akuten Schubs besprochen. Spezifisches medikamentöses Vorgehen wie Spastik, Fatigue oder Blasenstörungen werden nicht angegeben. Abschließend finden sich Ausblicke auf künftige Therapieverfahren. Insgesamt ein verständlicher jedoch auf Grundlagen beschränkter Atlas. 

    @ P.Thilmann

     

  • Pathogenese und Therapie der Multiplen Sklerose

    Prof. Dr. R. Gold u. Prof. Dr. P. Rieckmann
    Uni-Med Verlag 2004 3. Auflage, 128 S. , 29 Abb., € 44,80.-

    Diese neu bearbeitete Monographie zweier ausgewiesener Kenner der M.S. stellt ein ausgezeichnetes Kompendium dar. In knapper, kompakter, dabei anschaulich-verständlicher Form wird der derzeitige Wissenstand über die Erkrankung dargeboten. Neueste Studien (sehr ausführliches Literaturregister!) sind zitiert und kritisch bewertet. Klinisch tätigen wie niedergelassenen Neurologen– und auch interessierten Kollegen anderer Fachrichtung – bietet das vorliegende Buch aus dem UNI-MED Verlag eine unschätzbare Hilfestellung bei den diagnostisch/therapeutischen Entscheidungen im täglichen Umgang mit M.S. Patienten. Ein hervorragendes – gut lesbares – Kompendium über den aktuellen Wissenstand der Multiplen Sklerose.

    @ J. Thilmann

     

     

  • Praxis der evozierten Potentiale

    K. Maurer, N.Lang, J. Eckert
    Steinkopff Verlag 2005, 2. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage April 2005. 298 Seiten. 126 Abb., €59,95.-

    Die evozierten Potentiale finden seit langem in der Neurologie inzwischen aber auch zunehmend in der Intensivmedizin und anderen Fachgebieten eine breite Anwendung. Die Autoren legen den Schwerpunkt auf die klinischen Anwendungsgebiete und Einarbeitung zahlreicher Krankheitsbilder mit Darstellung typischer Befunde. Der Text ist zur Veranschaulichung reich bebildert. Erfreulich ist, dass auch nicht so verbreitete Einsatzgebiete im Bereich des SEP aufgeführt und mit Normwerten angegeben werden. Ebenso sind intensivmedizinische Anwendungsgebiete der verschiedenen evozierten Potentiale ausführlich erklärt. Sehr ausführlich Erläuterung finden sich zu den AEPs. Im Anhang finden sich zu allen Untersuchungen die üblichen Normwerttabellen. Verzichtet wurde auf eine ausführliche Darstellung der Methodik, die den Auswertenden auch insgesamt weniger interessieren dürfte.
    Insgesamt ein leicht verständliches, gut gegliedertes Werk, dass die wichtigsten Fragen der EP Auswertung erschöpfend abhandelt.

     

     

     

  • EMG/NLG Pocketflyer

    Feddersen B., Birnbaum T.
    Börm Bruckmeier Verlag 2012, € 4,99.-

    Der handliche Pocketflyer ist als schnelles Nachschlagewerk für die wichtigsten Fragestellungen im Rahmen der EMG/NLG-Diagnostik konzipiert. So werden hier anatomische Grundlagen zur Muskel- und Nervenversorgung inklusive der klinischen Prüfung ebenso dargestellt wie die Ableitung der wichtigsten motorischen und sensiblen Nerven und deren Normwerte. Sowohl in diesem Abschnitt als auch in dem Abschnitt zur Elektromyographie finden sich darüber hinaus Ausführungen zur Befundinterpretation zur diagnostischen Differenzierung. Aufgrund der inhaltlichen Beschränkung des Pocketflyers werden nur wenige klinische Krankheitsbilder samt elektrophysiologischer Befunde dargestellt. Abschließend finden sich noch Ausführungen zur Therapie mit Botulinumtoxin im Hinblick auf Indikation, relevanteste Muskelgruppen und Anwendungshinweise dargestellt. Trotz seines geringen Umfangs handelt es sich um einen informativen Pocketflyer, der zum schnellen Nachschlagen der Grundlagen der elektrophysiologischen Diagnostik gedacht ist und diesen Zweck erfüllt.

     

     

     

  • Neurologische Begutachtung

    Suchenwirth, R.M.A.; Kunze, K.; Krasney, O.E.
    Urban & Fischer 2000, 3. Auflage, 692 S., 76 Abb., 108 Tab., € 165.-

    Das Standardwerk „Neurologische Begutachtung“ bietet auch in der aktuellen Auflage eine erschöpfende Darstellung des Themengebiets. Grundlagen zu Fragen der Anforderung, Erstellung und Abfassung eines Gutachtens werden ebenso behandelt wie spezielle Fragestellungen bei der Begutachtung verschiedenster Krankheitsbilder. Die entsprechenden Kapitel sind von namhaften Autoren verfaßt. Neu eingearbeitet wurde ein Kapitel zu häufigen Fehlern bei der Begutachtung. Das Kapitel über die neurologische Zusatzdiagnostik ist hingegen kurz verfaßt, da es sich lediglich auf eine grobe Übersicht typischer pathologischer Befunde beschränkt. Wertvoll erscheint hingegen das Kapitel zur Humangenetik, in dem die spezielle gutachterliche Relevanz klar herausgearbeitet ist. Da für den gutachterlich tätigen Arzt juristische Aspekte und ein entsprechendes Grundlagenwissen in der Begutachtung unverzichtbar sind, erfreuen die fundierten aktuellen Ausführungen zum Verfahrensrecht und zu versicherungsrechtlichen Aspekten. Im Anhang findet sich eine auf die verschiedenen Versicherungsträger abgestellte Zusammenfassung der MdE. Die „Neurologische Begutachtung“ ist somit für jeden regelmäßig mit Gutachtertätigkeiten betrauten Neurologen ein unerlässliches Handwerkszeug und wärmstens zu empfehlen.
    P.Thilmann

     

     

     

  • Neurologische Begutachtung

    Hausotter W.
    Schattauer Verlag 2005, 2. Auflage, 180 S., 6 Abb., 101 Tab., 39,95.-

    Diese Einführung in die Neurologische Begutachtung bietet einen schnellen einfachen Einstieg in das Themengebiet. Kurz aber sehr übersichtlich werden die wichtigsten Fragen der gutachterlichen Tätigkeit erläutert. Die wichtigsten neurologischen Krankheitsbilder werden unter den jeweiligen speziellen gutachterlichen Gesichtspunkten dargelegt, wobei die wichtigen psychiatrischen Aspekte besondere Berücksichtigung finden. Zahlreiche Tabellen ermöglichen einen raschen Überblick über den Grad der MdE aber auch über die Einteilung von Schweregraden verschiedener Erkrankungen. Das Werk richtet sich an ärztliche Kollegen, die einen schnellen ballastfreien Einstieg in das Thema der neurologischen Begutachtung suchen. Erfahrenen neurologischen Gutachtern hingegen kann das Werk lediglich als Nachschlagekompendium dienen.

    @ P.Thilmann

     

     

     

  • Tremor - Bei Morbus Parkinson und anderen Erkrankungen

    Sybille Spieker (Hrsg.)
    UNI-MED Science 2005, 1. Auflage, 56 Seiten, 10 Abb., € 44,80

    Das Kompendium widmet sich einem häufigen Problem in der klinischen Arbeit:Der Differentialdiagnose des Tremors. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der klinischen Diagnostik und der Abgrenzung der Tremorformen untereinander. Die Darstellung erfolgt dementsprechend nicht unterteilt nach verschiedenen Tremortypen, sondern nach Klinik, Diagnostik, Pathophysiologie und Therapie. Nur am Rande behandelt werden die apparativen Zusatzuntersuchungen sowie die Behandlungsmöglichkeit mit Botulinumtoxin. Die guten pathophysiologischen Erklärungen erleichtern das Verständnis der Ätiologie und der Behandlungsansätze. 
    @ P.Thilmann

     

     

     

  • Medikamentöse Therapie des Morbus Parkinson

    Müller Th.
    Uni-Med Verlag, 3., neubearb. Auflage 2006, 128 S., 63 Abb., € 44,80

    In den letzten Jahren hat sich die medikamentöse Parkinsontherapie weiterentwickelt und bietet dem behandelnden Arzt inzwischen ein breites Spektrum an einsetzbaren Medikamenten. Das Buch stellt die aktuell verfügbaren Medikamente im Detail dar. Hierzu zählen auch bereits das neu auf dem Markt befindliche Rasagilin und die transdermale Applikation von Rotigotin. Spezielle Wirkung, Indikationen für den jeweiligen Einsatz sowie Kombinationsmöglichkeiten werden ausführlich erläutert. In sinnvoller Weise ergänzen zahlreiche Tabellen und Abbildungen den Text. Ergänzend findet sich initial eine kurze geschichtliche Einleitung, eine klinische Krankheitsdarstellung, Erklärungen zur Neuropathologie und zur Differentialdiagnose sowie Hinweise zur Diagnosestellung anhand des klinischen Befundes, medikamentöser Tests und Bildgebung. Abschließend werden auch nicht medikamentöse Verfahren kurz aufgeführt. 
    Insgesamt ein aktuelles Werk, dessen Schwerpunkt auf der Darstellung aktuell verfügbarer Medikamente liegt.

     

     

     

  • Parkinson (Fortschritte der Psychotherapie)

    Leplow, Bernd
    Hogrefe Verlag 2007, 120 S., € 19,95

    Psychische Symptome sind häufige Begleiterscheinungen eines Morbus Parkinson. Diese äußern sich teilweise in Form depressiver Verstimmungen, aber auch sozialer Unsicherheit und Ängsten. Hieraus resultiert häufig eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität Parkinson Erkrankter. Das Werk liefert eine interessante historische Einführung, beinhaltet eine auch medizinisch hervorragende Darstellung der Ursachen der Erkrankung und der verschiedenen körperlichen und psychischen Symptome des Morbus Parkinson. Im Hauptteil werden die psychotherapeutischen Schwerpunkte der Erkrankung herausgearbeitet, test-diagnostische Möglichkeiten dargelegt und Ziele der Behandlung definiert. So sensibilisiert der Autor nicht psychotherapeutisch tätige Nervenärzte auf nicht körperliche Symptome zu achten und gibt diesen Empfehlungen für die tägliche Arbeit und bietet gleichzeitig Psychotherapeuten eine hervorragende Anleitung für das verhaltenstherapeutische Vorgehen.
    Insgesamt auch durch den hervorragenden ausführlichen einleitenden Teil ein empfehlenswertes Werk, dass für Psychotherapeuten, im besonderern aber auch für Neurologen von großem Wert sein dürfte!

     

     

     

     

     

  • Die neurologische Untersuchung

    M. Kornhuber, S. Zierz
    Steinkoff Verlag 2005, 204S., 77 Abb., € 29,95 .-

    Das Werk behandelt die wichtigsten Instrument eines jeden Neurologen: Die Anamnese und die neurologische Untersuchung. Die Autoren geben Hinweise wie eine differenzierte Anamnese erfolgen sollte und nach welchen Punkten gefragt werden muss, die vom Patienten nicht immer direkt angesprochen werden. Die neurologische Untersuchung wird sehr detailliert und umfassend dargestellt. Besondere Erwähnung verdient die sehr gute Darstellung der Muskelfunktionsprüfung. Eingang finden auch autonome Funktionen, die Untersuchung des muskuloskelettalen Sytems, die Untersuchung der höheren Hrnfunktionen und die Diagnostik des bewusstlosen Patienten. Ein Extrakapitel widmet sich der neurologischen Examination von Kindern. Das Buch umfasst somit nicht nur die reine neurologische Untersuchung, sondern auch die Zusatzdiagnostik angrenzender Fachgebiete, die eine exakte Untersuchung komplettieren. Überflüssig, weil nicht erschöpfend behandelt, ist hingegen das Kapitel speziell standardisierter Untersuchungen, in dem einigen wenige Scores aufgeführt werden. Das Buch ist jedem Berufsanfänger sowie Kollegen aus anderen Fachgebieten sehr zu empfehlen. Erfahrenen Neurologen werden jedoch ebenfalls einigen Feinheiten der neurologischen Examination entdecken.
    © Neurologienetz.de

     

     

     

     

  • Klinische Neurologie

    Berlit P.
    Springer 2006, 2. Auflage, 1409 S., 564 Abb., € 179,95

    Das komplett überarbeitete Werk bietet wie bereits die Vorauflage eine umfassende Darstellung der klinischen Neurologie. Sein Autor hat sich in der Neurologie insbesondere als exzellenter Kliniker verdient gemacht hat und seinen reichhaltigen klinischen Erfahrungsschatz merklich in dieses Buch einfließen lassen. Neben der Abhandlung neurologischer Krankheitsbilder finden sich auch Kapitel zur technisch-apparativen Diagnostik, die sich im Gegensatz zu Speziallehrbüchern notgedrungen auf das Wesentliche konzentrieren. Für die Aneignung der Grundlagen und häufigsten Befunde sind die Darstellungen jedoch durchaus geeignet. Die Neuauflage gibt den aktuellen Wissenstand der Neurologie gut verständlich wieder und zeichnet sich außerdem durch eine deutliche Erweiterung der Kapitel zu den Themen Epilepsie, Hirntumoren und Schlaganfall aus. Schwerpunkt des Werks ist die Darstellung der Krankheitsbilder mit deren Ätiologie. Spezifische Therapien werden zwar angegeben, sind aber dennoch nicht so ausführlich wie in speziellen Lehrbüchern, die dieses Buch somit sinnvoll ergänzen. Fazit: Die “Klinische Neurologie” dürfte sich für Berufsanfänger ebenso wie für langjährig erfahrene Neurologen eignen, denen es als hervorragendes Nachschlagewerk dienen kann.

     

     

  • Netters Neurologie

    Netter F.
    Thieme Verlag 2006, 2. Auflage, 552 S., 2000 Abb., 248 Tab., € 49,95.-

    Die unvergleichlichen Zeichnungen von Frank Netter sind jedem Mediziner ein Begriff. In diesem umfangreichen Werk werden anhand der hervorragenden Illustrationen sowohl anatomische Grundlagen als auch umfassend neurologische Krankheitsbilder dargestellt. Hier wird auch schnell das besondere an der Didaktik dieses Werks klar. Die Illustrationen stellen einerseits typische klinische Befunde der jeweiligen Erkrankung dar, zudem erleichtern die anatomischen Darstellungen das Verständnis. Besonders hervorzuheben sind hier die exzellenten Darstellungen des peripheren Nervensystems. Ergänzt wurde die Neuauflage durch Einarbeitung zahlreicher Abbildungen der modernen Bilddiagnostik und einer Überarbeitung der noch immer kurz gefassten, jedoch dem Umfang des Buches letzthin angepassten, Therapieempfehlungen.

     

     

     

     

  • Facharztprüfung Neurologie

    Limmroth V., Putzki N., Diener H.-C.
    Thieme Verlag 2007,171 S., 2 Abb., € 59.95.-

    Endlich gibt es auch eine deutsche Lernhilfe für angehende Neurologen. Durch den Frage-Antwort Charakter dieses Buches wird dem Leser der Einstieg in die Materie erleichtert, zudem kann er sich an den Fragen orientieren, was in einer Facharztprüfung von Interesse sein könnte. Die großen neurologischen Themen werden ebenso abgehandelt wie diagnostische Verfahren, wichtige Symptome und internistische Probleme. Zudem finden sich zwei kurze Kapitel zur neurologischen Intensivmedizin und Medizingeschichte. Inhaltlich werden auch seltenere Erkrankungen abgefragt, womit auch Detailwissen abgehandelt wird.

    Das Buch ersetzt sicherlich kein Lehrbuch, lehrt jedoch durch die Fragestellung sich gedanklich mit der Prüfungssituation auseinanderzusetzten und beim Lernen die richtigen Schwerpunkte zu setzen.

    @ P. Thilmann

     

     

     

  • Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit

    Friese, Mörike, Neumann
    Windorfer Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2009, 7. Auflage, 479 S., 15 Abb., 37 Tab., 2 Übersichtskarten als Beilage. Bis 31.03.2010 € 47,60, danach € 56,00

    Die medikamentöse Therapie während der Schwangerschaft und in der Stillzeit stellt die meisten Ärzte vor große Probleme. Da die meisten Fachbücher dieses Thema nur am Rande streifen, ist dieses Werk für jeden Arzt von höchstem Nutzen. Einleitend finden sich Ausführungen zur Embryogenese, die über die Risiken einer möglichen Teratogenität informieren. Unterteilt in Gruppen werden die gängigen Medikamente anhand der derzeitigen wissenschaftlichen Datenlage ausführlich beschrieben und beurteilt. Hierbei weichen die Einschätzungen häufig von den Empfehlungen der Roten Liste ab, so dass sich ein anderes therapeutisches Spektrum ergibt. Die Empfehlungen sind anhand interantionaler Skalen gewertet. So ist es dem Arzt möglich, sich ausführlich über den aktuellen Stand der Wissenschaft zu informieren und seine therapeutische Entscheidung nach Abwägung der Risiken und entsprechender Aufklärung zu treffen.
    Zwei beiliegende Übersichtskarten informieren rasch über Medikamente mit nachgewiesener embryo-/fetotoxischer Wirkung und enthalten eine Beurteilung bezüglich des Risikos bestimmter Medikamente während der Stillzeit.

     

     

     

     

     

  • NeuroRehabilitation - Ein Praxisbuch für interdisziplinäre Teams

    Frommelt P., Lösslein H.
    Springer Verlag 2010, 3. Auflage, 804 S., 108 Abb., 92 Tab., € 79,95.-

    Mit der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen muss sich zwangsläufig jeder neurologisch tätige Arzt befassen, ob in Klinik oder Praxis. Dennoch wird dieses Thema in der Neurologie jedoch, gemessen an seiner Häufigkeit, viel zu wenig beachtet. Dieses Werk behandelt das Thema von den Grundlagen bis hin zu Detailwissen für in diesem Fachgebiet Erfahrene. So werden äußerst interessante historischen Aspekte, neurobiologische Grundlagen, sowie die Diagnostik neurologischer Störungen und hier insbesondere bezüglich der neurokognitiven Funktionen, allgemein aber auch krankheitsspezifisch ausführlich erörtert. Entsprechende Therapiekonzepte finden sich natürlich ebenfalls. Den Auswirkungen auf Beruf und Fahreignung wird je ein eigenes Kapitel gewidmet.
    Durch die ausführliche Aufarbeitung des Themas, die interdisziplinäre Darstellung, die ergänzenden Informationen wie z.B. zur Historie sowie die übersichtliche und verständliche Darstellung der Inhalte, ist dieses Buch auch dem zu empfehlen, der nicht primär neurorehabilitativ arbeitet.

     

     

     

     

     

  • Praktische Schmerztherapie

    Baron, Koppert, Strumpf, Willweber,
    Springer Verlag 2011, 2. Auflage, 549 S., 125 Abb., € 79,95.-

    Insbesondere der Neurologe sollte sich mit dem Thema Schmerz besonders befassen, ist Schmerz doch eine der häufigsten Symptomen, die Patienten zu ihm führen. Dieses Werk befasst sich mit allen Aspekten, die die Schmerzsymptomatik mit sich bringt. So werden natürlich die Grundlagen der Schmerzentstehung, Chronifizierung und Psychologie aufgeführt, ehe sich der Schwerpunkt des Buches mit Symptomerkennung, Schmerzsyndromen und Diagnosestellung sowie medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien befasst. Hervorzuheben ist das Kapitel zu bestimmten Patientengruppen, wie u.a. Kinder, Ältere, Palliativ-, Suchtpatienten oder Schwangere, und die jeweilig besonderen Aspekte dieser Gruppen. Auch gutachterliche Fragen werden besonders berücksichtigt.
    Da das Buch das Thema Schmerz inhaltlich umfassend darstellt und auch besonders neurologisch und psychologisch spezifische Aspekte eingearbeitet wurden ist das Werk interessierten Neurologen uneingeschränkt zu empfehlen.

     

     

     

     

     

  • Kurzlehrbuch Neurologie

    Mattle H., Mumenthaler M.
    Thieme Verlag 2011, 3. Auflage, 440 S., 430 Abb., 119 Tab., € 29,95.-

    Das „Kurzlehrbuch Neurologie" ist von den Autoren primär für Studenten konzipiert. Gleichwohl werden auch seltenere Krankheitsbilder aufgeführt und knapp sowie übersichtlich präsentiert. Hervorzuheben ist für neurologisch interessierte Studenten vor allem der knapp einhundert Seiten umfassende allgemeine Teil, der das ärztliche Gespräch, die neurologische Untersuchung und die Zusatzuntersuchungen in der Neurologie ausführlich und gut verständlich behandelt. Auch der spezifische Teil des Werkes besticht durch seine Prägnanz; positiv hervorzuheben ist insbesondere die Hervorhebung wichtiger Punkte durch sogenannte „Key Points" und Merkkästchen. Daneben erleichtern die aufgeführten klinischen Fallbeispielen, die den Kapiteln vorangestellt sind, die Aneignung des theoretischen Wissens. Das Bildmaterial ist ebenfalls hervorragend. 
    Für Studenten der Medizin ein uneingeschränkt empfehlenswertes Werk!

     

     

     

     

  • Didaktischer Atlas der klinischen Neurologie

    Mumenthaler M.
    Springer Verlag 2011, Sonderausgabe, 2. Auflage, 165 S., 455 Abb., € 79,95.-

    Neben der Anamnese ist in der Neurologie auch ein geschulter Blick von besonderer Bedeutung. Der Autor stellt in dieser Neuauflage eines Werks aus dem Jahr 1986 anhand einer Vielzahl von Abbildungen neurologische Krankheitsbilder vor. Die bebilderten Kasuistiken werden durch textliche Informationen ergänzt. Hierdurch soll der Leser zu diagnostischen und differentialdiagnostischen Überlegungen angeregt werden. Die Krankheitsfälle befassen sich mit Kopf/Hals, Armen und Beinen sowie Rumpf, so dass die wichtigsten Körperregionen mit den entsprechend am häufigsten auftretenden Erkrankungen abgebildet und erörtert werden.
    Wie die unveränderte Auflage nach 25 Jahren zeigt, bleiben Anamnese und Befund die wichtigsten Rüstzeuge für die Diagnosestellung. Die Qualität der Bilder ist durch den zahlenmäßigen und inhaltlichen Umfang als sehr gut zu werten, auch wenn sich einzelne Details nicht immer sofort erschließen. Empfohlen sei dieses Werk insbesondere Berufseinsteigern und fachfremden Medizinern zur Schulung des diagnostischen neurologischen Blicks.

     

     

     

     

     

  • Arzneimittel pocket plus 2012

    Ruß A., Endres S.
    Börm Bruckmeier Verlag 2011, 8. Auflage, 684 S., € 22,95.-

    Das Kitteltaschenbuch "Arzneimittel pocket plus" bietet wie gewohnt zwei Werke in einem Band, nämlich Arzneimittel pocket und Arzneimittel Therapie. Der Inhalt umfaßt inzwischen ca. 1.250 Medikamente aus allen Fachgebieten mit einer separaten Liste über Neuzulassungen. Es finden sich exakte Dosierungsangaben sowie Therapieempfehlungen zu zahlreichen Krankheitsbilder. Dargestellt sind Wirkmechanismen, (unerwünschte) Wirkungen, Kontraindikationen, Wirkstoffe, Halbwertszeiten, Handelsnamen und Applikationsformen. Zudem werden rezeptpflichtige Medikamente gesondert markiert. Auch exakte Dosierungsangaben bei Niereninsuffizienz (DANI) sind in dem Werk eingearbeitet. Herauszuheben ist wie bei allen Pockets der Pharmareihe die Aktualität und der exakte, umfangreiche Inhalt!
    Für die tägliche Arbeit in der Klinik ein unersätzliches Buch.

     

     

     

     

     

     

  • Demenzen in Theorie und Praxis

    Förstl
    Hans, 3. aktualisierte u. überarb. Aufl., 2011, 590 S., 44 Abb., € 34,95.-

    Auch die dritte Auflage des Fachbuchs zum Thema Demenzen überzeugt inhaltlich durch seine hohe praktische Relevanz. So liegt der Fokus erneut darauf, dem Leser Wissen zu Fragen zu vermitteln, die sich im klinischen Alltag immer wieder stellen. So z.B. primär zum Vorgehen bei der Diagnosestellung. Die Darstellung ist hierbei sehr informativ, da beispielsweise bei der Labordiagnostik diese nicht nur einfach aufgeführt, sondern inhaltlich erörtert wird. Auch die Differentialdiagnosen werden ausführlichst behandelt, so daß auch äußerst seltene Demenzursachen Eingang in das Werk finden. Weiterhin werden Bildgebung, neuropsychiatrische Verfahren, Demenzen im Rahmen der Konsiliarpsychiatrie, medikamentöse Therapien und Risikofaktoren besprochen. Herauszuheben sind auch sozialpsychiatrische sowie juristische Fragestellungen, mit denen auch der Arzt regelmäßig konfrontiert wird. Nach Lektüre dieses Werks bleibt zum Thema Demenz kaum eine Frage offen. Empfohlen werden kann das Werk Neurologen, Psychiatern, geriatrisch Tätigen sowie allen, die sich eingehend mit dem Thema Demenz befassen wollen.

     

     

     

     

     

  • Klinische Elektroenzephalographie

    Zschocke/Hansen
    Springer Verlag 2012, 3. Auflage, 656 S., 772 Abb. Mit DVD, € 179,95.-

    Auch die 3. Auflage des Werks „Klinische Enzephalographie" wird ihrem Ruf als Standardwerk gerecht. Gewohnt detailliert sind in den ersten beiden Kapiteln die Grundlagen der Entstehung und Ableitung des EEGs abgehandelt. Der folgende praktische Teil gibt Empfehlungen zu Ableitung und Auswertung und stellt verständlich und ausführlich normale sowie pathologische EEG-Befunde dar. Diese sind einerseits nach Erkrankungen, andererseits nach Befundmustern unterteilt. Hier werden auch seltene Besonderheiten wie Hirnstammfunktionsstörungen und natürlich das EEG in der Hirntoddiagnostik beschrieben. Ausführungen zu methodischen Grundlagen, EEG-Mapping, MEG, einem Kapitel zum EEG in der Neuropädiatrie sowie die Empfehlungen der DGKN zur EEG-Ableitung runden das Werk ab. Bestechend sind der inhaltliche Umfang und die verständlichen Texte, die keine Fragen offen lassen. Zudem ist das exzellente Bildmaterial hervorzuheben, das die textlichen Ausführungen sinnvoll ergänzt.

    Neu und hervorragend gelungen ist auch die beiliegende DVD, auf welcher 64 EEG-Befunde - wie im digitalen EEG üblich - in verschiedenen Ableitungen darstellbar sind. Darüber hinaus werden die EEG-Muster markiert und benannt, so dass der Lerneffekt enorm ist!

    Um dieses Werk kommt keiner herum, der regelmäßig EEGs auszuwerten hat!

     

     

     

     

     

  • Psychische Erkrankungen - Klinik und Therapie / Mit Zugang zum Elsevier-Portal.

    Berger M.
    Urban & Fischer Verlag, 4. Aufl. 2012, 1.062 S., €149.-

    Auch die 4. Auflage des Werks „Psychische Erkrankungen" dürfte die Erwartungen des fachkundigen Lesers erfüllen: Findet er in diesem Standardwerk der Psychiatrie doch neben präzisen Ausführungen zu den Grundlagen der Psychiatrie auch eine hervorragende Darstellung des aktuellen Wissens- und Forschungsstands psychiatrischer Erkrankungen und deren Therapiemöglichkeiten. Besonders hervorzuheben ist die leichte Verständlichkeit und Klarheit der Texte, dank derer sich dieses Fachbuch nicht nur für Psychiater zur Aneignung und Vertiefung spezifischen Fachwissens empfiehlt, sondern auch anderen Fachkreisen als exzellentes Nachschlagewerk dienen kann. Zahlreiche Fallbeispiele veranschaulichen die Inhalte und Tabellen ergänzen den Text sinnvoll sowie übersichtlich. Auch historische Aspekte sowie biochemische Krankheitsmodelle sind interessant dargestellt. Von hohem Nutzen dürfte einigen Lesern das Online-Angebot sein, über den der gesamte Inhalt via Internet abrufbar ist, was die tägliche Praxisarbeit und die rasche Recherche erleichtert. Hier finden sich auch weitere Inhalte wie z.B. Fragen zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung, Videos oder Ergänzungskapitel.

    Insbesondere für Fachärzte, aber auch für Interessierte anderer Fachrichtungen ist dieses Fachbuch uneingeschränkt zu empfehlen!

     

     

     

     

     

  • Die Intensivmedizin

    Buchardi, H.; Larsen, R.; Marx, G.; Muhl, E.; Schölmerich, J.
    Springer Verlag GmbH, 11. Auflage; 2011, 1208 S. 407 Abb. € 149,95.-

    Die elfte komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage dieses Klassikers der interdiziplinären Intensivmedizin unterstreicht erneut die Wichtigkeit eines fächerübergreifenden Handelns in der Intensivmedizin. Dieser wird unter anderem durch die Erweiterung der Autorenschaft mit der chirurgischen Intensivmedizinerin Frau Elke Muhl und den anästhesiologischen Intensivmediziner Herrn Gernot Marx Rechnung getragen.
    Im Vordergrund stehen weiterhin klar und übersichtlich strukturierte Kapitel, die auf Diagnostik, Monitoringverfahren und Therapie der intensivmedizinisch relevanten Krankheitsbilder und Notfälle aufbauen. Diese werden durch übersichtlich strukturierte Merkkästen und Flussdiagramme in jedem Kapitel abgerundet und verweisen zudem auf die jeweils gültigen Leitlinien.
    Eigene Abschnitte zu speziellen Diziplinen wie Kardiologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Chirugie und Neurologie werden durch ethische, psychosoziale und pflegerische Aspekte in täglichen Fragen und schwierigen Entscheidungen abgerundet.
    Neu wurden Themen wie palliative Intensivmedizin, Schwangerschaft und Intensivmedizin, rheumatologische Notfälle und hämatologisch-onkologische Störungen in dieser Ausgabe aufgenommen.
    „Die Intensivmedizin" stellt ein Standardwerk für die ärztliche Weiterbildung im Bereich der Intensivmedizin dar, dient aber gleichzeitig auch als wertvolles und übersichtliches Nachschlagewerk im klinischen Alltag für Ärzte aller Fachgebiete, die auf der Intensivstation Dienst tun.

     

     

     

     

     

  • Stress, Erschöpfung und durchwachte Nächte

    Mohr, Klaus
    Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2011, Fach-Hörbuch, CD, Laufzeit 38 min.

    Die Idee, fachliche Inhalte als Hörbuch zu präsentieren, hat ihren Reiz, da man einem solchen entspannt unterwegs lauschen kann. Über Möglichkeiten der Entspannung will der Autor den Zuhörer informieren, indem er sich dem Thema „Schlaf und Schlafstörung" annimmt. In 12 Teilen werden Informationen zum Wesen des Schlafs, der Diagnose von Schlafstörungen, den medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien sowie zu einigen wenigen schlafspezifischen Erkrankungen dargeboten. Leider wird das Werk weder hinsichtlich seines Umfangs noch bezüglich seiner Inhalte den Ansprüchen von Neurologen oder auch Allgemeinmedizinern gerecht. Auch wenn z.B. die wichtigsten Medikamente genannt und schwerwiegende Erkrankungen wie das Restless-legs-Syndrom genannt werden, bleiben die Ausführungen oberflächlich und wenig präzise, so dass sich das Hörbuch allenfalls für den Einstieg in die Thematik eignen dürfte.

     

     

     

     

  • Migräne - Diagnostik - Therapie - Prävention

    Göbel
    Springer-Verlag GmbH, 2012, 360 S.; 143 Abb.; 31 Tab., € 69,95.-

    Die Migräne dürfte zu den Erkrankungen zählen, deretwegen Neurologen am häufigsten konsultiert werden, da die Diagnose Migräne bei vielen Patienten aus Unkenntnis noch nicht gestellt wurde oder die Therapie zu zögerlich und unspezifisch erfolgte. Die Lektüre dieses Werks bietet vielfältige Anregungen und beantwortet fast alle Fragen, die im Praxisalltag auftreten. Von den Grundlagen bis zu den spezifischen Symptomen und Therapien werden alle Aspekte dieses Krankheitssbildes beleuchtet. Besonders hervorzuheben ist das Kapitel zur medikamentösen Therapie, die über den täglichen spezifischen Einsatz der zur Therapie zur Verfügung stehenden Medikamente aufklärt und deren Auswahl erleichtert. Insbesondere auch die Ausführungen zu den Möglichkeiten der Migräne-Prophylaxe verdienen Beachtung. Abschließend beleuchtet dieses insgesamt für hervorragend zu erachtende Werk spezielle Aspekte der Migräne bei Frauen und Kindern und räumt mit alternativen Therapien auf. Das Buch sei jedem Neurologen dringend ans Herz gelegt, da eine so umfassende, profunde Darstellung dieses Krankheitsbildes sonst nirgendwo zu finden sein dürfte, und Patienten solch spezielles Fachwissen zu schätzen wissen werden. Auch der großen Gruppe der Hausärzte ist das Werk „Migräne" als Nachschlagewerk zu empfohlen, da diese als erste Anlaufstation für Migränepatienten ebenfalls häufig mit der Thematik konfrontiert sind.

     

     

     

     

  • Die Kopfschmerzen

    Göbel
    Springer Verlag 2012, 3. Auflage, 794 S., 401 Abb., € 249.-

    Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Erkrankungen, die in der neurologischen Praxis zur Konsultation eines Arztes führen. Umso wichtiger ist ein fundiertes Wissen zu diesem Themengebiet. Das Standardwerk „Die Kopfschmerzen“ von Göbel lässt auch in der Neuauflage keine Wünsche offen. Die inhaltliche Darstellung orientiert sich hierbei an der Klassifikation der International Headache Society. Der Inhalt geht deutlich über das reine Lehrbuchwissen hinaus und bietet beispielsweise auch ausführliche Informationen zu den Versorgungsstrukturen. Die Erkrankungen sowie die entsprechenden medikamentösen sowie nicht-medikamenösen Therapien werden präzise dargestellt und sinnvoll durch Ausführungen zu Auslösern, Pathophysiologie und Differentialdiagnostik ergänzt. Zudem setzt sich der Autor auch mit kontrovers diskutierten Themen wie z.B. der kraniomandibulären Dysfunktion auseinander. Fallbeispiele, Tabellen und Praxistipps runden die hervorragende inhaltiche Aufarbeitung des Themengebietes ab. Aufgrund des inhaltlichen Umfangs und der teilweise sehr detaillierten Ausführungen eignet sich das Werk vorzugsweise für Neurologen und Spezialisten, die sich ein ein profundes Wissen zum Thema Kopfschmerz aneignen wollen.

     

     

     

     

    ©Neurologienetz.de

  • Harrisons Neurologie

    HauserS. L., Josephson S. A.
    ABW Wissenschaftsverlag 2012, 892 S., € 129,95.-

    Die deutsche Ausgabe des „Harrisons Neurologie" ist ein umfassendes Fachbuch der Neurologie, das sich aufgrund seiner didaktischen Darstellung gut zum Lernen eignet. Der inhaltliche Umfang bietet Facharztniveau. Das Werk wurde an deutsche Therapie- und Diagnosestandards angepasst; insbesondere ist der Zulassungsstatus der aufgeführten Medikamente in Deutschland berücksichtigt. Zu kurz kommt - wie in vielen Fachbüchern - leider die Thematik der neurologischen Untersuchung; auch sind die etwas wahllos herausgegriffen wirkenden Dosierungsempfehlungen in verschiedenen Kapiteln nicht nachvollziehbar. Hervorzuheben sind hingegen die zahlreichen übersichtlichen und detaillierten Tabellen sowie die Texte über den „Zugang zum Patienten", in denen auf spezifische Befunde, Klinik und Diagnostik bei den dargestellten Krankheitsbildern eingegangen wird. Positive Erwähnung verdient auch das Kapitel zum neurologischen Konsiliardienst, das man in anderen Fachbüchern vergeblich suchen dürfte. Die anschaulich bebilderten Kapitel zur Neuroradiologie sowie die Kapitel zur Intensivmedizin und Psychiatrie runden die Darstellung ab. Insgesamt ein hervorragendes Werk zu einem interessanten Preis!

     

     

     

  • Neurologie Fragen und Antworten

    Berlit, Krämer, Weber
    Springer Verlag 2012, 212 S., € 32,95.-

    „Über 1.000 Fragen für die Facharztprüfung“ lautet der Untertitel dieses Fachbuchs. Mag auch das gesamte für die Facharztprüfung zu beherrschende Wissen hierdurch nicht abgedeckt werden können, so sind die Autoren doch bemüht, möglichst verschiedene Aspekte der aufgeführten Krankheitsbilder anzusprechen und den Leser hierfür zu sensibilisieren. Gleichwohl bleiben wichtige Fragen unberücksichtigt. Auch scheint die Auswahl der aufgeführten Krankheitsbilder teilweise etwas willkürlich, so werden in einzelnen Kapiteln beispielsweise häufige Erkrankungen nur gestreift oder inhaltlich dargestellt, ohne auf die typische Klinik einzugehen. Der aufgeführte Inhalt hingegen ist fachlich fundiert und auf aktuellem Stand. Insgesamt erleichtert dieses Werk sicherlich den Einstieg in die Facharztvorbereitung. Dann aufkommende Fragen müssen dennoch in entsprechenden Lehrbüchern nachgelesen werden, um das Wissen zu vertiefen.

     

     

     

     

     

     

  • Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie

    DienerH.C., Weimar C.
    Thieme Verlag 2012, 5. vollständig überarbeitete Auflage, 1190 S.,46 Abb., € 149,99.-

    Die fünfte Auflage der „Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie" darf als Richtschnur für diagnostische und therapeutische Entscheidungsprozesse genommen werden: Im Vergleich zur Vorauflage wurden die Inhalte erneut erweitert und dem aktuellen Wissenstand angepasst. Der inhaltliche Umfang ermöglicht es, für eine Vielzahl von Erkrankungen klare Handlungsempfehlungen zu finden, die mit Evidenzgraden versehen sind. So kann der Leser für sein klinisches Vorgehen große Sicherheit gewinnen. Besonders hervorzuheben sind die „Schlüsselfragen", die spezifische Fragestellungen ausführlich behandeln. Zudem erleichtert die den einzelnen Kapiteln vorangestellte Rubrik „Was gibt es Neues?" einen schnellen Überblick über neueste Forschungserkenntnisse.
    Insgesamt - auch im Hinblick auf haftungsrechtliche Gesichtspunkte - ein äußerst umfangreiches und detailliertes Werk, das jedem Niedergelassenen sowie in der Klinik tätigen Neurologen ans Herz gelegt sei.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Demenzen

    Wallesch C.-W., Förstl H.
    Thieme Verlag, 2. Aufl. 2012, 416 S., 89 Abb., € 89,99.-

    Die Neuauflage des erstmals im Jahr 2004 herausgegebenen Werkes führt das bewährte Konzept fort: Die Darstellung der Demenzen aus psychiatrischer sowie neurologischer Sicht. Inhaltlich gliedert sich das Buch in die vier großen Abschnitte: Grundlagen, Diagnostik, Krankheiten mit Demenz und Betreuung von Demenzkranken. Die Vielzahl der mitarbeitenden, namhaften Autoren garantiert eine ausgezeichnete, fachlich brillante Darstellung der einzelnen Themenbereiche. Der rasanten Forschungsentwicklung seit 2004 Rechnung tragend, werden in dieser Neuauflage insbesondere die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Molekularbiologie und der liquorbiochemischen und bildgebenden Verfahren ausführlich dargestellt. Die zunehmende Wichtigkeit der Demenz-Erkrankungen gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung garantiert dieser lesenswerten Lektüre eine breitgestreute Leserschicht, die sich gewiss nicht nur auf den fachlich interessierten Kreis der Neurologen und Psychiater beschränken dürfte.

     

     

     

     

     

  • Interventionelle Neurophysiologie

    Claßen J., Schnitzler A.
    Thieme Verlag 2013, 349 S., € 89,90.-

    Ausgehend von der bis vor kurzer Zeit rein diagnostisch
    orientierten Neurophysiologie, wurde inzwischen eine ganze Reihe
    neuer Therapieverfahren entwickelt. Diese basieren letztlich auf 
    der Erkenntnis, dass sich die Aktivitäten von Neuronen durch
    elektrische Stimulation gezielt modifizieren lassen.
    Mit diesem Buch unternehmen die Autoren unter Mithilfe vieler
    namhafter Wissenschaftler erstmals den Versuch, den derzeitigen
    Wissensstand zu bündeln und ihn so dem interessierten Leser
    nahe zu bringen. Zunächst sind die Grundlagen der interventionellen Neurophysiologie dargelegt. Nachfolgend werden die Methoden, die Geräte sowie die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in der Neurologie, Psychiatrie, Ophthalmologie und Otologie beschrieben.
    Die einzelnen Kapitel umfassen Themen wie z.B. die modulatorische Neurostimulation der Motorik, die Tiefenhirnstimulation bei Epilepsie und beim Parkinson. Beachtung finden aber auch die neuesten Erkenntnisse bei den Cochlea- wie Retina-Implantaten.
    Somit zeigt sich diese Lektüre besten geeignet für Ärzte der Fachrichtungen Neurologie, Psychiatrie, Ophthalmologie und Otologie sowohl zur Verbesserung des eigenen Wissensstands, als auch als Hilfestellung bei der kompetenten Beratung ratsuchender Patienten.

     

     

     

     

     

  • Neurologie

    H.Mattle, Marco Mumenthaler
    Thieme Verlag, 2013; 13.vollständig überarbeitete Auflage , 512 Abbild., 242Tab., € 129,90.-

    Seit seinem Ersterscheinen im Jahr 1967 ist dieses Lehrbuch ein „ Muss" für jeden Neurologen in der Praxis wie in der Klinik, aber auch für den neurologisch interessierten Studenten und Arzt. Das Buch vermittelt damals wie heute das ungeheuere Wissen und die immense Erfahrung, die sich Mumenthaler wie kein zweiter Neurologe bei einer Tätigkeit am Krankenbett seiner neurologisch kranken Patienten angeeignet hat. Didaktisch brillant, wie in seinen vielen Vorträgen und Vorlesungen, versucht er, dem Leser die Algorithmen, ausgehend von den Symptomen unter Einbeziehung der klinischen Untersuchungesergebnisse und den eventuell erforderlichen technischen Zusatzuntersuchungen, bis hin hin zur Diagose und Differentialdiagnose aufzuzeigen. Unter Mitarbeit seines Nachfolgers im Berner Kantonsspital Heinrich Mattle werden die neurologischen Krankheitsbilder im Detail mit Pathophysiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie prägnant dargestellt. Die vielen Tabellen und Abbildungen veranschaulichen den schriftlichen Text. Abgerundet wird das uneingeschränkt empfehlenswerte Buch durch die über 2.000 Hinweise auf weiterführende Literatur.

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurogene Dysphagie

    Warnecke, T.; Dziewas, R, Kohlhammer,W.
    Verlag GmbH, 2013, 231 S. € 59,90.-

    Dysphagien sind ein Symptom, das bei zahlreichen neurologischen Erkrankungen auftreten kann. Dennoch stellt es die meisten damit konfrontierten Neurologen hinsichtlich Diagnostik und Therapie vor große Schwierigkeiten. Meist wird diesbezüglich an HNO-Ärzte oder Logopäden verwiesen. Diesem häufig anzutreffenden fachlichen Defizit nimmt sich dieses Buch an. Klar gegliedert und gut verständlich wird der Leser erst in die Physiologie und Pathophysiologie des Schluckaktes, die spezielle Anamnese und klinische Diagnostik eingeführt, bevor auf die verschiedenen Dysphagien verursachenden Krankheitsbilder und deren spezifische Untersuchungsbefunde eingegangen wird. Ausführlich ist die fiberoptisch endoskopische Evaluation des Schluckaktes und deren Einsatzgebiete (insbesondere auf der Schlaganfallstation) erläutert. Abschließend werden Therapiemöglichkeiten und ernährungsmedizinische Aspekte der Dysphagien dargestellt. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen sowie besonders kenntlich gemachte Hinweiskästchen erleichtern das Verständnis
    Das Werk ist zwar insbesondere für Neurologen geeignet, die sich im Berufsalltag verstärkt mit Erkrankungen beschäftigen müssen, die mit einer Dysphagie einhergehen. Gleichwohl bietet es aber auch interessierten Kollegen eine verständliche Darstellung der Grundlagen dieser Thematik, ohne gelegentlich erforderliches Detailwissen außer Acht zu lassen.

     

     

     

     

     

     

  • Facharztprüfung Neurologie

    Limmroth V., Diener H.-C.
    Thieme Verlag 2. aktualisierte Auflage 2013, 272 S.

    Dieses Werk ist zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung Neurologie konzipiert. Daher ist es in seiner Gliederung an den Aufbau der Lehrbücher zur Neurologie angelehnt und bietet auch ein einführendes Kapitel zur Neuroanatomie und Neurophysiologie. Die Lerninhalte werden dem Leser inhaltlich aufeinander aufbauend vermittelt. Der Frage-Antwort-Aufbau prüft den Leser auf bereits Gelerntes, wobei sich die Fragen sowohl auf allgemeine Grundlagen der Erkrankungen erstrecken als auch auf die typische Klinik, nicht medikamentöse und medikamentöse Therapien sowie – zumindest teilweise – auch deren Nebenwirkungen. Das auch in der klinischen Praxis wichtige Fachwissen ist somit weitgehend abgedeckt
    Das Kapitel betreffend internistische Fragestellungen dürfte für die Facharztprüfung allerdings wenig relevant sein, zumal dessen Inhalte wahllos herausgegriffen scheinen. Wenig prüfungsrelevant mögen zwar auch die dargebotenen Ausführungen zur Geschichte der Neurologie sein, gleichwohl wäre hier eine ausführlichere Darstellung wünschenswert gewesen.
    Insgesamt handelt es sich um ein durchaus empfehlenswertes Buch für den Einstieg in die Facharztvorbereitung und zur Lernkontrolle, da es wesentliches Wissen vermittelt, Wissenslücken aufdeckt und dazu anregt, den abgefragten Stoff ggf. in einem Lehrbuch noch einmal ausführlich nachzulesen.

     

     

     

     

  • Klinische Neurophysiologie

    Zipper, Stephan G.
    Referenz Verlag 2013, 158 S., €49,80.-

    Das Buch wendet sich an Ärzte sowie Nicht-Mediziner, die berufsbedingt mit Fragestellungen der Begutachtung neurophysiologischer Untersuchungen konfrontiert werden. In knapper Form sind die wichtigsten Grundlagen zur Elektroneurographie, zu Elektromyographie, zu evozierten Potentialen sowie zur Elektroenzephalographie dargestellt. Der Fokus ist hierbei auf den gutachterlichen Aspekt mit Verweis auf die Indikation der jeweiligen Untersuchung und Wertigkeit der Befunde gerichtet. In exemplarischen Fallbeschreibungen werden typische Untersuchungsergebnisse entsprechend dem klinischen Befund ausgeführt und gewertet. Den Abschluss bildet ein Atlasteil, in dem die Untersuchung einzelner Nerven erläutert sowie Angaben zur Lokalisation ausgewählter Muskeln für die Elektromyographie gemacht werden. Soweit der Autor das Ziel verfolgt, Nicht-Mediziner kurz und übersichtlich über die klinische Elektrophysiologie zu informieren, mag ihm dies gelingen, indem er sich auf die wichtigsten Informationen und Ausführungen zur Wertung von Befunden beschränkt; der Atlasteil dürfte für den Laien allerdings eher uninteressant sein. Für in der Neurophysiologie Tätige hingegen sind sowohl der allgemeine als auch der klinische Teil deutlich zu kurz gehalten.

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  • Neurologie – Duale Reihe

    Masuhr K.F., Neumann M.
    Thieme Verlag 2013, 607 S. 661 Abb. 147 Tab., € 49,99.-

    Die neueste Auflage der Dualen Reihe für das Fachgebiet Neurologie ist jedem Studenten und Berufsanfänger in der Neurologie wärmstens zu empfehlen. Das Buch überzeugt durch seinen klar strukturierten Aufbau sowie sein exzellentes Bildmaterial und zahlreiche Tabellen, die die textlichen Ausführungen optimal ergänzen. Hervorzuheben ist das sehr ausführliche Kapitel zur neurologischen Untersuchung, in dem auch der neuropsychologische Befund verständlich dargestellt wird. Die „technischen Untersuchungen“, denen ein eigenes Kapitel gewidmet ist,  sind - umfassend bebildert - in ihren Grundzügen sowie der jeweiligen Indikation dargestellt. Der klinische Teil des Werks bietet eine sehr verständliche Aufarbeitung der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Erfreulich ist daneben das Kapitel zur Psychosomatik in der Neurologie: Die zahlreich eingearbeiteten Fälle bieten einen idealen Praxisbezug und erleichtern das Erlernen des Stoffes ebenso wie die - für die Duale Reihe typischen - Zusammenfassungen, die sich im farblich abgesetzten Rand der Seiten finden.
    Sein günstiger Preis ist darüber hinaus ein weiteres Argument für die Anschaffung dieses Werks, das auch Allgemeinmedizinern und Internisten wertvolle Dienste leisten dürfte!

     

     

     

     

     

  • Praxisbuch neurologische Pharmakotherapie

    Block F.
    Springer Verlag 2013, 2. Auflage, 352 S., 32 Tab., 2 Abb., € 49,99.-

    Dieses „Praxisbuch" stellt die neurologische Pharmakotherapie in Kurzfassung beschränkt auf ausgewählte Krankheitsbilder dar. Die Krankheitsbilder werden kurz angerissen, um dann ausführlicher auf die einzelnen in der Therapie eingesetzten Medikamente einzugehen. Im Gegensatz zur klassischen Therapiehandbüchern liegt der Fokus auf der Darstellung des Arzneimittels mit Ausführungen zu Indikation, Dosierung, Nebenwirkungen, Kontraindikationen, Interaktionen, pharmakokinetischen Eigenschaften sowie einer abschließende Bewertung des Präparats durch den Autor. Wenig hilfreich ist hierbei sowohl die Auflistung der Präparatenamen verschiedener Hersteller zum jeweiligen Wirkstoff als auch - die dem Umfang des Buches entsprechend - sehr kurze klinische Darstellung der aufgeführten Krankheitsbilder. Erfreulich ist hingegen, dass - anders als in anderen Lehrbüchern - auch die Medikamente genannt werden, die zwar „off-label" sind, sich aber im klinischen Einsatz bewährt haben. Positive Erwähnung verdient auch das Kapitel zur Pharmakotherapie bei Schwangeren, die behandelnde Ärzte immer wieder vor Schwierigkeiten stellen kann.
    Insgesamt gelingt es dem Autor zwar, die aufgeführten Medikamente übersichtlich und kurz gefasst darzustellen, die Auswahl der Krankheitsbilder und Medikamente erscheint jedoch manchmal etwas wahllos, so dass der Nutzer für vertiefende Informationen auf andere Werke zurückgreifen muss. 

     

     

     

     

     

     

     

  • Neurophysiologie in der Praxis

    Baum A.-K.
    Kohlhammer Verlag 2013, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, 193 S. , €26,90.-

    Die Neuauflage des Werks „Neurophysiologie in der Praxis“ richtet sich an medizinisch-technische Assistenten der Neurologie. Es umfasst inhaltlich die Untersuchungen Elektroenzephalographie, evozierte Potentiale, Neurographie inklusive Hirnstammreflexe und Tremoranalyse sowie den sympathischen Hautreflex. Wie die Vorauflage besticht auch diese Ausgabe durch ihre klare Gliederung sowie die guten Abbildungen mit exakter Angabe der Elektrodenpositionen, Normwerte und Ableiteeinstellungen sowie die beispielhafte Kurvensdarstellung der jeweiligen Ableitung. Die Ausführungen zur EEG-Diagnostik entsprechen inhaltlich dem sinnvollen Basiswissen, das EEG-Assistenten mitbringen sollten. Insgesamt handelt es sich um ein rundherum gelungenes Buch, das in keinem neurophysiologischen Untersuchungszimmer fehlen sollte.