• Allgemeine Epileptologie

    Bien Christian G.
    Kohlhammer Verlag 2021, 1. Auflage, 292 Seiten, € 59.-.-

    Das Werk aus der Reihe „Neurologische Fallbesprechungen“ ist als praktische Ergänzung zu den klassischen Lehrbüchern gedacht und soll auf diagnostische und therapeutische Fragen in der alltäglichen Arbeit Antworten geben. So werden z.B. der erste und der produzierte Anfall, der Status epilepticus, das Management anfallsfreier Patienten sowie allgemeine Probleme der Epilepsie-Therapie beleuchtet. Auch Therapie-Empfehlungen für spezielle Patientengruppen wie z.B. Patienten mit geistiger Behinderung sowie älteren Menschen finden Eingang in das Werk. Von besonderem Interesse für den Leser dürfte das Kapitel „Frauen und Epilepsie“ sein, da dieser Aspekt viele Behandler in der alltäglichen Praxis vor Probleme stellt und gleichwohl in zahlreichen Lehrbüchern unberücksichtigt bleibt. Die von den Autoren gegebenen Empfehlungen basieren zum einen Teil auf Studien, zum anderen Teil aber auch auf den langjährigen Erfahrungen der Autoren in der Epilepsie-Behandlung. Dies ist insofern erfreulich, als sich die meisten Lehrbücher inzwischen auf die „evidence-based-medicine“ konzentrieren und eher subjektive klinische Erfahrungen unberücksichtigt lassen. Kapitel zur Klassifikation, Elektroenzephalografie, Semiologie und Kernspintomografie komplettieren den Inhalt auf sinnvolle Weise. Dementsprechend dürfte die Lektüre für ambulant und klinisch tätige Ärzte, die sich eingehender mit den individuellen Problemen der Epilepsie hinsichtlich Diagnostik und Therapie ihrer Patienten befassen, von großem praktischen Nutzen sein.
    © Neurologienetz 2021

  • Die Epilepsien - Grundlagen - Klinik - Behandlung

    Föscher, Vasella, Hufnagel,
    Schattauer, 2. völlig neu bearb. u. erw. Auflage 2004, 928S.,238 Abb., 153 Tab., € 129.-

    Das Werk zeichnet sich durch eine ebenso detaillierte wie wissenschaftlich fundierte und aktuelle Abhandlung des Themengebiets Epilepsie aus. Im Vergleich zur Vorauflage wurde das namhafte Autorenteam aufgrund der zunehmenden Spezialisierung verstärkt. Historische Hintergründe finden ebenso Eingang wie die Pathophysiologie der Epilepsien, neuropathologische Befunde, soziale Fragestellungen sowie Impf- und Reiseempfehlungen. Das Kapitel Diagnostik enthält neben einer Übersicht über EEG-Befunde auch Erläuterungen zu MRT, PET, SPECT und den seltener durchgeführten MEG, dopplersonographischen und EP-Untersuchungen. Dem folgen die Labordiagnostik, Unterkapitel zur psychologischen Diagnostik im Kindes- und Erwachsenenalter sowie Ausführungen zur prächirurgischen Diagnostik. Genaue Therapieempfehlungen -insbesondere bezüglich der Behandlung mit den neuesten Antiepileptika - werden gegeben und neue Therapieverfahren wie das Gamma-Knife sind dargestellt.Dank seines inhaltlichen Umfangs kann das Buch dem Leser sowohl als Nachschlagewerk als auch als Lehrbuch dienen.
    © Neurologienetz.de

     

     

     

  • Kleines Lexikon der Epileptologie

    Günter Krämer
    ThiemeVerlag 2005, 344 S., € 49,95.-

    Das Werk des namhaften Autors ist ein sehr schönes Lexikon, dass über reine Begriffserklärungen deutlich hinausgeht. Es werden nicht nur - wahrscheinlich sämtliche - Begriffe der Epilepsie erklärt, es finden sich auch zahlreiche interessante Kurzbiographien zu Eponymen in der Epilepsie sowie Hinweise auf historische Quellen. Zudem werden wichtige Epilepsiesyndrome stichwortartig abgehandelt, so dass man einen schnellen Überblick über die gesuchte Information erhält. Interessant ist auch die Möglichkeit nach Symptomen und deren mögliche epileptische Ursache zu suchen, z.B. “Spucken”! Begriffe der Elektroenzephalographie fanden ebenfalls Eingang in das Werk. Insgesamt ist das Buch somit nicht nur ein Lexikon, sondern ein Nachschlagewerk für vielerlei Fragen zum Thema Epilepsie.

    @ P.Thilmann