News aus dem Fachbereich Neurologie

C-Brace Interim - ottobock

Rehabilitation neu gedacht – weil jeder Tag zählt.
C-Brace Interimist eine orthetische Interimslösung für die frühe Rehabilitation. Sie ist konzipiert für stehfähige Patienten mit dem Ziel der größtmöglichen Minimierung des Rollstuhlgebrauchs.
Für mehr Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität.
Der heutige Rehabilitations-Standard sieht vor, dass die Rollstuhlversorgung die typische Erstversorgung für Patienten mit inkomplettem Querschnitt darstellt. Damit werden häufig auch mobilisierungsfähige Patienten mit einer Rollstuhlversorgung entlassen.

Wie eine Interimversorgung bei Inkomplettem Querschnitt helfen kann

Konventionellen Therapie:  Patienten erreichen ca. 50 – 100 Schritte pro Therapieeinheit. Dabei ist das Sturzrisiko erhöht. Laut aktueller Studienlage wird keine Verbesserung der Therapieergebnisse erzielt und die Wiederholungsanzahl (Repetition) ist ungenügend1  .

Robotergestützten Gangtherapie: Mit Exoskeletten und Standrobotern werden etwa 800 Schritte pro Einheit erreicht, in der Regel mit nur einem Therapeuten. Die Rüstzeiten sind gering und liegen bei erfahrenen und gut geschulten Therapeuten zwischen 5 und 7 Minuten (abhängig vom eingesetzten System). Ein Sturzrisiko ist ausgeschlossen.

Physiotherapie und robotergestützte Therapie: Patienten, die hingegen Beides erhalten, konnten alleine in dieser Therapieeinheit zwischen 800 – 1.200 Schritte erreichen2 .

Ziel sollte es daher sein, eine Versorgungslösung bereitzustellen, die dem Patienten während der Rehabilitation dauerhaft zur Verfügung steht, um auch außerhalb der Therapiezeiten das aufrechte Stehen und Gehen regelmäßig zu praktizieren und zu trainieren und dadurch die Schrittzahl deutlich zu erhöhen.

Moderne Versorgungsoptionen zur Mobilisierung finden in der Praxis jedoch kaum Anwendung. Die Möglichkeit auf Vertikalisierung und Mobilisierung ist nur einem kleinen Kreis Betroffener vorbehalten und stark von individuellen Ressourcen und dem Engagement aller Beteiligten abhängig.

Unsere Lösung: Ein neuer Versorgungsprozess mit einer Interimversorgung in der frühen Phase der Rehabilitation.

Der Versorgungsprozess mit einer Interimversorgung

Durch die Potenziale der Mobilisierung für Rehabilitation und Prävention ergeben sich neue Chancen sowohl für den Patienten als auch für den versorgenden Betrieb.

Einflüsse der frühzeitigen Mobilisierung auf den Patienten können sein:

  • Physiologisches Gleichgewicht durch eine verbesserte Verdauung, bessere Blutzirkulation, geringeres Risiko für Druckgeschwüre und Muskelkontrakturen sowie die allgemeine körperliche Fitness.
  • Das psychosoziale Gleichgewicht wird durch individuelle Bewegungsfreiheit, leichtere Integration im Alltag sowie Begegnungen auf Augenhöhe verbessert. Kosten für diese Phasen werden durch DRGs abgedeckt. Nicht aber angepasste Hilfsmittel für den Patienten!

Dadurch kann es zur Verringerung gesundheitlicher Folgekosten (z.B. durch Vermeidung von Folgeerkrankungen) sowie zur Verringerung gesamtwirtschaftlicher Folgekosten (z.B. durch die Erhaltung der Arbeitskraft) kommen.

Versorgungsweg

Sie als Teil eines interdisziplinären Expertenteams

An der Behandlung des Patienten sind Experten aus den verschiedensten Fachbereichen beteiligt. Wenn Ärzte, Physiotherapeuten und Orthopädietechniker ihr Fachwissen miteinander vernetzen, sind die Weichen für eine optimale Versorgung gestellt. Sie entscheiden gemeinsam, ob und wann ein Patient in der Lage ist, mit der Interimversorgung zu beginnen. Entscheidend sind dafür der Zeitpunkt und die richtige Einschätzung des Patienten, d.h. mit welchem Potenzial und Motivation der Patient die Versorgungen unterstützen kann.

Vorteile der frühzeitigen Mobilisierung

In der Literatur gibt es zahlreiche Untersuchungen zu den Themen Mobilisierung, Prävention und Reintegration. Ziel einer Rehabilitation ist, die Wiedereingliederung der Betroffenen in die Gesellschaft und die Teilhabe am Leben bestmöglich zu gewährleisten.

⚫ Frühes Mobilisieren und Vertikalisierung ohne zusätzliche Zeitaufwände für die zeitweise Anpassung von Geräten und / oder mehreren Therapeuten zur Unterstützung.

⚫ Dauerhafter Einsatz der Interimversorgung auch außerhalb von Anwendungen während des Reha-Aufenthalts sorgt für mehr Repetition und mehr eigenverantwortliches Mobilisieren.

⚫ Konzentrierteres Arbeiten während der Rehabilitation in enger Abstimmung mit Therapeuten und Orthopädietechnikern.

⚫ Weniger gesundheitliche Folgen durch Dekubitus, Kontrakturen, Probleme mit dem vegetativen System und psychologische Folgeerscheinungen aufgrund von besserer Mobilisierung.

⚫ Weniger Patienten, die ausschließlich auf den Rollstuhl angewiesen sind. Vorteile für den orthopädietechnischen Betrieb

⚫ Frühes Mobilisieren und Vertikalisieren mit der Interimorthese bedeutet frühe Eingliederung der Leistungserbringer in den Rehabilitationsprozess damit den Eintritt in das interdisziplinäre Team.

⚫ Der dauerhafte Einsatz der Interimversorgung auch außerhalb der Rehabilitationseinrichtungen ermöglicht dem Leistungserbringer, dauerhaften Kontakt zum Patienten zu halten.

⚫ Die Dokumentation der 6-monatigen Interimszeit ermöglicht dem Leistungserbringer eine umfassende und detaillierte Sicht auf den Patienten und seine weiterführenden Bedürfnisse – seien es Orthesen, Rollstühle oder andere benötigte Hilfsmittel.

⚫ Ein langes Verhältnis mit dem Patienten fördert das Vertrauen und die Bindung.

Vorteile für den weiteren Rehabilitationsverlauf:

⚫ Frühes Mobilisieren und Vertikalisieren vermeidet bei Betroffenen erhöhte Risiken für Komplikationen, die eine Rehabilitation verzögern oder in die Länge ziehen.

⚫ Eigenverantwortliches Mobilisieren außerhalb der Rehabilitationseinrichtungen wird gefördert und gestärkt.

⚫ Weniger Aufwände in Bezug auf Pflege und häusliche Anpassungen sind möglich.

⚫ Schnellere Wiedereingliederung in die Gesellschaft, höhere Teilhabe am Leben und frühere Reintegration ins Berufsleben ist möglich.

 

Referenzen:

1 Hesse et al 1994 Stroke 25 (10): 1994 – 2004

2 Pohl et al. 2007 aus: Roboter unterstützte Gangtherapie; Bettina Quentin.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf:

C-Brace-Interim

C-Brace Interim - ottobock

Rehabilitation neu gedacht – weil jeder Tag zählt.
C-Brace Interimist eine orthetische Interimslösung für die frühe Rehabilitation. Sie ist konzipiert für stehfähige Patienten mit dem Ziel der größtmöglichen Minimierung des Rollstuhlgebrauchs.
Für mehr Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität.
Der heutige Rehabilitations-Standard sieht vor, dass die Rollstuhlversorgung die typische Erstversorgung für Patienten mit inkomplettem Querschnitt darstellt. Damit werden häufig auch mobilisierungsfähige Patienten mit einer Rollstuhlversorgung entlassen.

Wie eine Interimversorgung bei Inkomplettem Querschnitt helfen kann

Konventionellen Therapie:  Patienten erreichen ca. 50 – 100 Schritte pro Therapieeinheit. Dabei ist das Sturzrisiko erhöht. Laut aktueller Studienlage wird keine Verbesserung der Therapieergebnisse erzielt und die Wiederholungsanzahl (Repetition) ist ungenügend1  .

Robotergestützten Gangtherapie: Mit Exoskeletten und Standrobotern werden etwa 800 Schritte pro Einheit erreicht, in der Regel mit nur einem Therapeuten. Die Rüstzeiten sind gering und liegen bei erfahrenen und gut geschulten Therapeuten zwischen 5 und 7 Minuten (abhängig vom eingesetzten System). Ein Sturzrisiko ist ausgeschlossen.

Physiotherapie und robotergestützte Therapie: Patienten, die hingegen Beides erhalten, konnten alleine in dieser Therapieeinheit zwischen 800 – 1.200 Schritte erreichen2 .

Ziel sollte es daher sein, eine Versorgungslösung bereitzustellen, die dem Patienten während der Rehabilitation dauerhaft zur Verfügung steht, um auch außerhalb der Therapiezeiten das aufrechte Stehen und Gehen regelmäßig zu praktizieren und zu trainieren und dadurch die Schrittzahl deutlich zu erhöhen.

Moderne Versorgungsoptionen zur Mobilisierung finden in der Praxis jedoch kaum Anwendung. Die Möglichkeit auf Vertikalisierung und Mobilisierung ist nur einem kleinen Kreis Betroffener vorbehalten und stark von individuellen Ressourcen und dem Engagement aller Beteiligten abhängig.

Unsere Lösung: Ein neuer Versorgungsprozess mit einer Interimversorgung in der frühen Phase der Rehabilitation.

Der Versorgungsprozess mit einer Interimversorgung

Durch die Potenziale der Mobilisierung für Rehabilitation und Prävention ergeben sich neue Chancen sowohl für den Patienten als auch für den versorgenden Betrieb.

Einflüsse der frühzeitigen Mobilisierung auf den Patienten können sein:

  • Physiologisches Gleichgewicht durch eine verbesserte Verdauung, bessere Blutzirkulation, geringeres Risiko für Druckgeschwüre und Muskelkontrakturen sowie die allgemeine körperliche Fitness.
  • Das psychosoziale Gleichgewicht wird durch individuelle Bewegungsfreiheit, leichtere Integration im Alltag sowie Begegnungen auf Augenhöhe verbessert. Kosten für diese Phasen werden durch DRGs abgedeckt. Nicht aber angepasste Hilfsmittel für den Patienten!

Dadurch kann es zur Verringerung gesundheitlicher Folgekosten (z.B. durch Vermeidung von Folgeerkrankungen) sowie zur Verringerung gesamtwirtschaftlicher Folgekosten (z.B. durch die Erhaltung der Arbeitskraft) kommen.

Versorgungsweg

Sie als Teil eines interdisziplinären Expertenteams

An der Behandlung des Patienten sind Experten aus den verschiedensten Fachbereichen beteiligt. Wenn Ärzte, Physiotherapeuten und Orthopädietechniker ihr Fachwissen miteinander vernetzen, sind die Weichen für eine optimale Versorgung gestellt. Sie entscheiden gemeinsam, ob und wann ein Patient in der Lage ist, mit der Interimversorgung zu beginnen. Entscheidend sind dafür der Zeitpunkt und die richtige Einschätzung des Patienten, d.h. mit welchem Potenzial und Motivation der Patient die Versorgungen unterstützen kann.

Vorteile der frühzeitigen Mobilisierung

In der Literatur gibt es zahlreiche Untersuchungen zu den Themen Mobilisierung, Prävention und Reintegration. Ziel einer Rehabilitation ist, die Wiedereingliederung der Betroffenen in die Gesellschaft und die Teilhabe am Leben bestmöglich zu gewährleisten.

⚫ Frühes Mobilisieren und Vertikalisierung ohne zusätzliche Zeitaufwände für die zeitweise Anpassung von Geräten und / oder mehreren Therapeuten zur Unterstützung.

⚫ Dauerhafter Einsatz der Interimversorgung auch außerhalb von Anwendungen während des Reha-Aufenthalts sorgt für mehr Repetition und mehr eigenverantwortliches Mobilisieren.

⚫ Konzentrierteres Arbeiten während der Rehabilitation in enger Abstimmung mit Therapeuten und Orthopädietechnikern.

⚫ Weniger gesundheitliche Folgen durch Dekubitus, Kontrakturen, Probleme mit dem vegetativen System und psychologische Folgeerscheinungen aufgrund von besserer Mobilisierung.

⚫ Weniger Patienten, die ausschließlich auf den Rollstuhl angewiesen sind. Vorteile für den orthopädietechnischen Betrieb

⚫ Frühes Mobilisieren und Vertikalisieren mit der Interimorthese bedeutet frühe Eingliederung der Leistungserbringer in den Rehabilitationsprozess damit den Eintritt in das interdisziplinäre Team.

⚫ Der dauerhafte Einsatz der Interimversorgung auch außerhalb der Rehabilitationseinrichtungen ermöglicht dem Leistungserbringer, dauerhaften Kontakt zum Patienten zu halten.

⚫ Die Dokumentation der 6-monatigen Interimszeit ermöglicht dem Leistungserbringer eine umfassende und detaillierte Sicht auf den Patienten und seine weiterführenden Bedürfnisse – seien es Orthesen, Rollstühle oder andere benötigte Hilfsmittel.

⚫ Ein langes Verhältnis mit dem Patienten fördert das Vertrauen und die Bindung.

Vorteile für den weiteren Rehabilitationsverlauf:

⚫ Frühes Mobilisieren und Vertikalisieren vermeidet bei Betroffenen erhöhte Risiken für Komplikationen, die eine Rehabilitation verzögern oder in die Länge ziehen.

⚫ Eigenverantwortliches Mobilisieren außerhalb der Rehabilitationseinrichtungen wird gefördert und gestärkt.

⚫ Weniger Aufwände in Bezug auf Pflege und häusliche Anpassungen sind möglich.

⚫ Schnellere Wiedereingliederung in die Gesellschaft, höhere Teilhabe am Leben und frühere Reintegration ins Berufsleben ist möglich.

 

Referenzen:

1 Hesse et al 1994 Stroke 25 (10): 1994 – 2004

2 Pohl et al. 2007 aus: Roboter unterstützte Gangtherapie; Bettina Quentin.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf:

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