News aus dem Fachbereich Neurologie

Alles an seinem Platz - Oliver Sacks

Denkt man an Oliver Sacks, so dürfte man seinen Namen in erster Linie mit seinen Fallgeschichten verknüpfen, durch welche Sacks sicher zum bekanntesten Neurologen der Welt wurde. Dieses - sein letztes - Werk hingegen zeigt ebenso wie seine Memoiren, dass er nicht nur seinen Patienten ein tiefes und ehrliches Interesse entgegenbrachte, sondern dass sich seine Neugier auch auf andere Interessensgebiete erstreckte. Schon als Kind erfreute er sich an Besuchen in den Museen South-Kensingtons, faszinierte sich für die Exponate und ließ sich ausweislich der Darstellung sogar einmal über Nacht im Natural History Museum einschließen, um die dort präsentierten Objekte alleine und in völliger Ruhe betrachten zu können. Darüber hinaus bezeugen die Ausführungen dieses Werks seine Leidenschaft für die Natur in all ihren Facetten, - seien es botanische Gärten, Farne, chemische Elemente oder der direkte Kontakt mit dem Wasser als begeisterter Schwimmer in Seen und Flüssen. Doch auch die berühmten Fallgeschichten finden noch einmal Eingang in dieses Werk: So begibt sich Sacks beispielsweise mit seinem am Tourette-Syndrom erkrankten Freund Lowell Hunter auf eine Reise durch Amerika, um Tourette-Betroffene in ihrem persönlichen Umfeld kennenzulernen. Ob es sich um Psychosen, Prionerkrankungen, Alzheimer oder einen bloßen Schluckauf handelt, immer sieht Sacks nicht nur die Erkrankung, sondern auch den Menschen, der von ihr betroffen ist. In Zeiten der zunehmenden Technologisierung und Rationalisierung der Medizin mag man sich die Bedeutung einer solchen Vorgehensweise durch das Studium seiner Werke bewusst machen.
©2020 Neurologienetz

Weitere Belletristik zu neurologischen Themen finden Sie unter
Medien-Belletristik

Alles an seinem Platz - Oliver Sacks

Denkt man an Oliver Sacks, so dürfte man seinen Namen in erster Linie mit seinen Fallgeschichten verknüpfen, durch welche Sacks sicher zum bekanntesten Neurologen der Welt wurde. Dieses - sein letztes - Werk hingegen zeigt ebenso wie seine Memoiren, dass er nicht nur seinen Patienten ein tiefes und ehrliches Interesse entgegenbrachte, sondern dass sich seine Neugier auch auf andere Interessensgebiete erstreckte. Schon als Kind erfreute er sich an Besuchen in den Museen South-Kensingtons, faszinierte sich für die Exponate und ließ sich ausweislich der Darstellung sogar einmal über Nacht im Natural History Museum einschließen, um die dort präsentierten Objekte alleine und in völliger Ruhe betrachten zu können. Darüber hinaus bezeugen die Ausführungen dieses Werks seine Leidenschaft für die Natur in all ihren Facetten, - seien es botanische Gärten, Farne, chemische Elemente oder der direkte Kontakt mit dem Wasser als begeisterter Schwimmer in Seen und Flüssen. Doch auch die berühmten Fallgeschichten finden noch einmal Eingang in dieses Werk: So begibt sich Sacks beispielsweise mit seinem am Tourette-Syndrom erkrankten Freund Lowell Hunter auf eine Reise durch Amerika, um Tourette-Betroffene in ihrem persönlichen Umfeld kennenzulernen. Ob es sich um Psychosen, Prionerkrankungen, Alzheimer oder einen bloßen Schluckauf handelt, immer sieht Sacks nicht nur die Erkrankung, sondern auch den Menschen, der von ihr betroffen ist. In Zeiten der zunehmenden Technologisierung und Rationalisierung der Medizin mag man sich die Bedeutung einer solchen Vorgehensweise durch das Studium seiner Werke bewusst machen.
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